Von Berlin zur Ostsee – schön wär’s …

Ein Reisebericht mit tollen Bildern und Videos von einer Tour von Berlin an die Ostsee - so hatte ich mir meine Sommerferien vorgestellt.

Es war ruhig hier die letzten Wochen. Wenn LeserInnen immer wieder bei einem Blog nachschauen, ob endlich mal wieder etwas Neues veröffentlicht wurde, um dann mit einem enttäuschten Pruster nur die altbekannten Beiträge zu sehen zu bekommen, da flammt die Enttäuschung auf „da tut sich immer noch nichts“. (Ich bin ja selbst fleißige Leserin diverser Blogs und kenne das gut.)

Wenn es auf einem Blog merkwürdig ruhig ist und die Pause nicht etwa angekündigt war wegen Krankheit, Urlaub oder größerer Umbrüche, ist meist genau das krasse Gegenteil von gähnender Leere im Leben der Bloggerin eingetreten. Nämlich Hektik und großes Tempo bei den Ereignissen.

Es ist wieder einmal passiert - das Leben.
Oder in diesem Fall, das Austreten aus jenem.

Heute schreibe ich mal einen Beitrag, der mit dem Fahrradfahren gar nichts zu tun hat, einfach, um euch zu erzählen, was mich vom Schreiben und leider auch oft vom Radfahren abgehalten hatte.

Schon wieder Beerdigung

Geplant war, vor der Radreise für drei Tage nach Trondheim in Norwegen zu reisen, um die Schwiegermutter, die Schwägerin und deren drei fast schon erwachsenen Kinder zu treffen. Beinahe jedes Jahr machen wir das; für Pauls schon betagte Mutter immer ein besonderes Highlight, ihre Familie um sich zu versammeln.

Für mich immer eine besondere Herausforderung, weil es dort im Sommer auch in tiefster Nacht immer hell bleibt. Und weil ein Dialog mit der Schwiegermutter ohne Dolmetschen unmöglich ist.

Letztes Jahr fiel aus und Paul meinte, dies sei wohl das letzte Mal, dass er seine Mutter wahrhaftig sehen könne, telefoniert hat er ja regelmäßig.
Nur so ein Gefühl, meinte er, denn die Dame hatte gerade noch Fotos auf Facebook gepostet, auf denen sie in Joggingklamotten mit ihrer Enkelin zu sehen ist. Mit 87 noch joggen - ein bisschen geschämt habe ich mich ja für einen Moment, als wir dort den steilen Anstieg zum Haus hinauf fuhren, den sie mit ihrem alten Fahrrad fast täglich bewältigte, um die Einkäufe zu erledigen, natürlich ohne E-Motor!

Zwei Tage vor unserem geplanten Flug verstarb sie ganz so wie sie es sich gewünscht hatte:
Plötzlich, unerwartet und eigentlich topfit. Das Herz.
Und so wurde aus dem Familientreffen eine Trauerfeier.

Und wir buchten unseren Rückflug dreimal um, blieben länger und länger.  Das ganze Haus musste ausgeräumt werden. Als ich den Lkw-Fahrer verabschiedete, der diesen großen Transporter zu uns nach Deutschland fahren würde, schwante mir bereits, wie es zuhause weitergehen würde. Radurlaub ade.

Hatte ich schon erwähnt, dass wir gerade mitten in den Renovierungsarbeiten an unserem Schlafzimmer steckten? Ach was, Renovierung - Kernsanierung trifft es wohl eher.

Altes Fachwerk - ewiges Bauprojekt

Für die Nostalgiker, die nicht schon erst seit Erscheinen der ersten Landlust-Ausgaben vom alten Fachwerkhäuschen auf dem Lande träumen:
 Alte Fachwerkhäuser sind - schief. Und niemals fertig. Renoviert. Umgebaut. Saniert. Und so.

Vorbesitzer haben höchstwahrscheinlich eine Menge Bausünden begangen, weil sie aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen Bedingungen schaffen wollten wie in einem Neubau. Naja, vielleicht nicht ganz, aber viele wollen sich dem auf jeden Fall annähern. Also wenigstens ein nicht allzu krasses Gefälle beim Boden und immerhin fünfundachtzig-Grad-Winkel an den Ecken und Fenstern.
(Beim Einbau eines neuen Fensters, das dem alten nachempfunden war, musste ich mich entscheiden:

  1. Soll das Fenster optisch gerade aussehen und dem schiefen Verlauf der Wand folgen?
  2. Soll es beim Öffnen nicht immer automatisch zufallen, weil es optisch zwar gerade aussieht, faktisch nun aber total aus der Waage ist?

Solch typische Entscheidungen stehen dann an.)


Diese Bausünden gilt es erst einmal zu beseitigen in Vorbereitung dessen, was danach folgen soll.
In unserem Fall ist das dann immer besonders aufwendig, weil wir Zentimeter dicke Lehmschichten auf Wände und Decke auftragen.

Erst kommt der grobe Unterputz, der mit Stroh vermischt ist, dann der Feinputz und schließlich … egal, damit langweile ich euch auf keinen Fall, das ist hier ja schließlich ein Liegeradblog.

Und wisst ihr eigentlich was für eine Sauerei das ganze ist? Nee, jetzt höre ich aber wirklich damit auf, man kann sich das doch gut vorstellen, wie Schicht um Schicht kackefarbene Erde an die Decke geklatscht wird, die zur Hälfte dann mit einem zähen „Platsch“ auf dem Kopf landet. Wenn Paul und ich einander so dreckverschmiert ansehen, muss ich immer an dieses Kinderbuch Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat denken.
Ich weiß jetzt ganz genau wie ein Kinderbuchautor auf solche Gedanken kommt.

Aber das Tolle daran, den ganzen Tag Kisten oder wahlweise Eimer für Eimer nassen Lehm in den ersten Stock zu schleppen, ist ja, dass man abends wortlos ins Bett kippt und einen phänomenalen Tiefschlaf erleben darf.
Na gut, die Beziehung ist dann nicht so romantisch, aber irgendwie doch sehr harmonisch, denn für blödsinnige Diskussionen fehlt jegliche Energie.

Und nachvollziehbarerweise auch für das Schreiben.

Im Bioladen haben sie mich gefragt, ob mit das Wetter zu nass sei? Ich habe, das gebe ich unumwunden zu, das Auto benutzt. Aber samstags bin ich dann doch zum Markt geradelt. Mein Trike hat mich trotz Müdigkeit gelockt.

Gastbeitrag und Unfälle

Ein bisschen Ferien habe ich noch. Die sonnigen Tage werde ich wahlweise auf dem Trike und der Terrasse verbringen, denn das Schlafzimmer ist fertig, und ich muss sagen: Die Anstrengung hat sich gelohnt.

In den kommenden Tagen werdet ihr dann auch schon wieder einen neuen Beitrag lesen dürfen, denn Norbert hat etwas von seinem Besuch bei HP Velotechnik für euch geschrieben.

Er hatte auch ein erschreckendes Erlebnis mit seinem Trike, bei dem er noch mal glimpflich davonkam. Anders als meine Mutter, von deren Zusammenstoß mit einem Auto ich euch dann danach berichten werde und darüber, wie leichtfertig sich manche Autofahrer aus dem Staub machen.

Und wenn mein erschöpfter Ehemann wieder zu Kräften gekommen ist, bringt er meine Kolumne „Trike unterwegs“ technisch auf Vordermann, damit ich euch dort regelmäßig unterhalten kann. Meine Lösung ist etwas … ähmm, nennen wir es diplomatisch „vorläufig“ …
Ein paar kleine Geschichten habe ich bereits gesammelt.

Bis dahin freue ich mich über Nachrichten von euch in den Kommentaren.

Leave a Reply 35 comments

Henrike - 6. August 2017 Reply

Liebe Maria,

wie schön, dass du dich wieder meldest.

Mein herzliches Beileid zum Tode deiner Schwiegermutter. Ich empfinde es als ein großes Glück, dass sie so aus ihrem aktiven und abwechslungsreichen Leben treten durfte, wie sie es sich gewünscht hat: plötzlich und ohne (lange) leiden zu müssen.
Schön, wenn das meinem Vater auch vergönnt wäre. Er ist 91 Jahre alt, geht auf Unterarmgehstützen, weil er im 2. Weltkrieg sein linkes Bein verloren hat; die Prothese trägt er seit dem Tode meiner Mutter vor ca. 7 Jahren nicht mehr. Seit mehreren Jahren ist er total vergesslich.

Dass du zum Fahrradfahren auch wegen der sicher nicht einfachen Umbauarbeiten nicht gekommen bist, ist klar.
Auch ich komme erst jetzt wieder dazu, mein Kettwiesel zu bewegen, da es zur Inspektion/Reparatur für einige Tage weg war und wir zur Zeit viel damit beschäftigt sind, eine neue Wohnung (zur Miete) zu suchen. Nach ca. 33 Jahren wurde unsere jetzige Mietwohnung verkauft, und der neue Eigentümer will selbst einziehen.

Ich freue mich auf die nächsten Beiträge, auch wenn wieder nicht nur Angenehmes zu berichten ist.

Herzliche Grüße und noch ein paar hoffentlich sonnige Urlaubstage
Henrike

    Maria Jeanne Dompierre - 7. August 2017 Reply

    Hallo Henrike,

    Ja, das war doch wirklich schön für die Schwiegermutter, auch wenn die Hinterbliebenen erst mal in Schockstarre verfallen ob des abrupten Endes.
    Ich wünsche deinem Vater aus ganzem Herzen, dass er ohne langen Leidensweg aus dem Leben scheiden darf.

    So ein Umzug ist ein Kraftakt und ein neues Zuhause erst mal zu finden, eine Kunst. Vielleicht tröstet es dich zu erfahren, dass wir vor ein paar Jahren auch durch Vermieterumstände ein neues Heim finden mussten und nun noch viel schöner wohnen als zuvor (was ich damals für kaum möglich gehalten hätte).

    Liebe Grüße!!

      Eduard J. Belser - 18. August 2017 Reply

      Liebe Maria Jeanne

      Auch mein herzliches Beileid an Dich und Paul zum Verlust von Pauls Mutter. Zu Eurem Renovationsprojekt wünsche ich Euch alles Gute und möglichs wenig Ärger. Leider ist man bei alten Häusern nie vor Überraschungen sicher.

      Liebe Grüsse
      Eduard

        Maria Jeanne Dompierre - 18. August 2017 Reply

        Danke Eduard.
        Ärger haben wir glücklicherweise mit unserem Haus nie. Nur zu Anfang gab es eine böse Überraschung, danach aber nicht mehr.
        Es gibt halt immer irgendein Projekt und man wird nie fertig. Aber das ist wie beim Liegedreirad: Zum Glück ist es auch ein bisschen anstrengend, denn es macht einfach total viel Spaß 🙂

Kimie - 6. August 2017 Reply

Hallo Maria,
wer denkt denn sowas? Auch von mir erstmal meine herzliche Anteilnahme zum Tod deiner Schwiegermutter sowie an den damit verbundenen Umständen und Schwierigkeiten der eigenen Zeitplanung. Das hattest du dir sicherlich anders vorgestellt.

Ich habe diese ‘gähnende Leere’ auf die Urlaubszeit geschoben. Trotzdem dachte ich mir, dass man untereinander ja trotzdem auf den einen oder anderen Kommentar hätte antworten können. Aber offensichtlich braucht jede Plattform einen ‘Rudelführer’ der das Zepter in die Hand nimmt, und wenn derjenige ausfällt, dann verfällt alles in Lethargie. Als nach mir Gerold keine Antwort mehr erhielt, habe ich es dann auch erstmal aufgegeben. Zu seiner Thematik hätte ich inhaltlich leider nicht beitragen können.

Mit der Erkenntnis der mangelnden Beteiligung habe ich dann auch nicht mehr geschrieben, obwohl ich sicherlich fast täglich einmal nachgeschaut habe, ob es etwas Neues gibt.

Langeweile habe auch ich ohnehin nicht, und wie es meinem Trike geht, habe ich dir ja schon persönlich berichtet. Nach wie vor alles ‘tiptop’. Jetzt verstehe ich natürlich auch, warum du nicht geantwortet hast, aber ich habe mir sowieso gedacht, dass das schon seine Gründe hat.

Erstmal ganz liebe Grüße von mir
Kimie

    Maria Jeanne Dompierre - 7. August 2017 Reply

    Liebe Kimie,

    Das hätte ich auch nicht gedacht. Mit Bangen schaue ich auf den zusammengeschrumpften Rest meiner Familie und denke dann … nicht mal zu schreiben wage ich es.

    Eine Abwesenheit zum Urlaub hätte ich angekündigt, damit ihr Bescheid wisst, aber natürlich freut es mich, dass ich so treue Lerserinnen habe, die öfter mal nachsehen 🙂

    Deine E-Mail werde ich morgen mal lesen und natürlich auch antworten! Ich fürchte, da wartet schon eine ganz lange Liste auf mich.

    Schön, dass du dich hier wieder zu Wort meldest,
    Beste Grüße, Maria Jeanne

Daniel - 7. August 2017 Reply

Hallo Marie,

komisch vor kurzem musste ich an Euch beiden denken was Ihr so macht? Und seit Ihr schön am radeln? Und siehe da, schon ist eine Nachricht auf Facebook.

Aber leider keine schönen Nachrichten, schade dass die Mutti von Paul gegangen ist, das tut mir sehr leid und ich hoffe das es deiner Mutti wieder gut geht; keine schöne Nachrichten mit dem Unfall.

Ihr seit ja richtige Handwerker, aber ich hoffe, dass nun alles fertig ist wie geplant und Ihr auch wieder zur Ruhe kommt. Das mit dem Blog hier ist ja ganz nett wie Du das alles noch machst und uns immer informierst über die Welt der Liegerräder.
Aber mach die Dich nicht zum Knecht, schließlich habt Ihr beiden einen Job, denn ohne Moss ist nichts los und daher braucht man auch Ruhe, sonst wird man krank. Und vergesst die Liebe nicht, daher kommt der Blog an letzter Stelle.

Ich wünsche deiner Mutti gute Besserung und dass sie bald wieder fit ist und Euch beiden
viel Ruhe und Freude an eurem Umbau und macht mal viel Pause. Grüßle Daniel

Maria Jeanne Dompierre - 7. August 2017 Reply

Daniel,

Telepathie funktioniert auch auf Facebook 🙂

Meine Mutter ist mit Blessuren und Verletzungen, die bald heilen, noch mal davon gekommen. Mein Bruder und ich sind sehr, sehr froh, dass sie “nur” einen großen Schrecken erlitten hat. Wir sind gerade ein bisschen übersensibel was die Verletzbarkeit unserer Mutter angeht.

Schön wie du das mit der Ruhe und der Liebe schreibst. Da sind wir auch vernünftig und haben deswegen alle Unternehmungen wie Radreise und leider auch die Eurobike, abgesagt. Gerade die Eurobike wäre dieses Mal sehr interessant gewesen, weil wir Fahrradblogger uns dort treffen und ich euch gerne einige meiner KollegInnen vorgestellt hätte. Dafür dann im nächsten Jahr.

Daniel - 8. August 2017 Reply

Hallo Maria,

da bin ich doch sehr froh, dass nicht noch was schlimmeres passiert ist mit Eurer Mutti und hoffe, dass Ihr sehr bald an einem sonnigen Wochenende gemeinsam wieder einen Radausflug machen könnt.

Ach ja, da hab ich auch noch so ein Erlebnis gehabt mit meinem Dreirädle. Dieser Geschwindgkeitsrausch hat mich voll erwischt das ist schon anders als beim laufen. An diesem Tag hab ich dann mein Dreirädle nicht mehr so gut abbremsen können als ich den Zebrastreifen überqueren wollte und Zack lag der kleine Dicke im Graben, vor dem Zebrastreifen kann man sein Rad schön lang rollen lassen. Ach ist das schön und der Wind, ist wie fliegen vermutlich.

Ich wünsche Euch beiden noch viel Sonnenschein auf Euren Wegen und vielleicht sieht man sich im nächsten Jahr auf der Eurobike, Sonniges Grüßle Daniel

Norbert - 8. August 2017 Reply

Hallo Maria-Jeanne,

dieser Artikel ist kurz bevor ich Dich per Mail “belästigt” hätte erschienen und so bleibt Dir eine Mail von mir erspart. 🙂
Zu Pauls und Deinem Verlust nochmals mein Mitgefühl. So hart das auch für die Hinterbliebenen ohne Vorwarnung ist, aber ich wünsche meinen Eltern, dass sie genau so einen Start in das große Unbekannte nach ihrem Leben hier haben werden.
Dass Du dann den Rest des Urlaubs mit Sanierungsarbeiten verbracht hast ist Schade, aber wenn dadurch der tägliche Wohlfühlfaktor zunimmt lohnt sich doch der Aufwand.
Ich wünsche Dir und Paul endlich mal eine längere ruhige Phase in eurem Leben, damit ihr eure Zweisamkeit und alle sonstigen angenehmen Dinge genießen könnt.

Liebe Grüße an euch beide

Norbert

Maria Jeanne Dompierre - 8. August 2017 Reply

Norbert,

danke für deinen Kommentar. Ja, ich glaube wir alle wünschen uns so einen “Abgang” selbst und für unseren Lieben.

Danke für deine Wünsche, letztes Jahr habe ich gesagt: “Für den Rest des Jahres wünsche ich mir einen total langweiligen und spießigen Alltag.” Das hat funktioniert, vielleicht sollte ich den Wunsch wiederholen.

Jetzt jedenfalls dürfen sich alle auf deinen Bericht freuen, der für das Wochenende erscheint.

KlausD - 8. August 2017 Reply

Hallo Maria Jeanne,

Euch mein herzliches Beileid! Ich wünsche Euch die notwendige Ruhe, um Abschied zu nehmen.

Deiner Mutter alles Gute! Ich hoffe, dass nicht noch eine zähe Schadensabwicklung ansteht.

Viel Erfolg beim Bauen. Mir reichen schon defekte Klospülungen usw. in. 10 Jahre alten “Neubau”.

Ich vestehe gut, dass Du nicht auf die Eurobike kommst, auch wenn ich mich über ein Wiedersehen gefreut hätte.

Euch alles Gute

Klaus

PS. Ich hoffe, dass ich meine Schreibpause bald beende 😉

Maria Jeanne Dompierre - 9. August 2017 Reply

Hallo Klaus,

danke.
Ich und wahrscheinlich auch andere hoffen ebenfalls auf ein Ende deiner Schreibpause 🙂
Vielleicht magst du etwas zur Eurobike schreiben? Grüß mir schön die BloggerkollegInnen
und viel Freude dort!

KlausD - 13. August 2017 Reply

Hallo Maria Jeanne,

Danke für die Motivation – ich habe ein bisschen geliefert 🙂

Leider hat mich die Bahn heute mit der Unterbrechnung der Rheintalbahn bei Rastatt mehrere Stunden Zeit gekostet und ich musste meinen Grasshopper in Basel zurücklassen, da mein Zug mit dem reservierten Fahrradplatz ausgefallen ist. Aber ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen mit dem Blog weiterkomme, das Rad nächstes Wochenende abholen kann und höre schon auf zu jammern.

Dir und Euch alles Gute!

Viele Grüße

Klaus

    Maria Jeanne Dompierre - 16. August 2017 Reply

    Das ist ja auch “meine Bahnstrecke” in die Ortenau.
    Unfassbar was da jetzt für ein Chaos herrscht.

    Halt mich auf dem Laufenden wegen deines Blogs!

      KlausD - 17. August 2017 Reply

      Hallo Maria Jeanne,

      wenn Du Radreiseberichte magst – seit Montag jeden Tag Beitrag und an den nächsten 17 Berichtstagen arbeite ich intensiv und hoffe, dass ich in dem Tempo weiterkomme.

      Viele Grüße

      Klaus

    Eduard J. Belser - 18. August 2017 Reply

    Hallo Klaus

    Ich hoffe Du konntes Deinen Grasshoper in Basel abholen. Ich bin froh bin ich erst wieder im November nördlich von Baden-Baden unterwegs, dann ist die Strecke hoffentlich wieder befahrbar. Das ganze zeigt ebenso, wie der Dieselskandal die negativen Auswirkungen des allzu kuscheligen Verhältnisses zwischen der Deutschen Autoindustrie und der Deutschen Politik. Das hat auch dazu geführt, dass der Ausbau des Bahnnetzes sträflich vernachlässigt wurde. Da ist Deutschland ein Entwicklungsland geblieben.

    Zu einer derart wichtigen Bahnlinie wie der Rheintalstrecke müsste es einigermassen leistungsfähige Ausweichrouten für den Störfall geben. Wenn die EU schon Bahnkorridore fördert, müsste auch darauf geachtet werden. Ich hoffe die EU klopft Berlin auf die Finger und unsere Verkehrsministerin doppelt nach. Wir haben mit dem Bau der NEAT-Linien durch die Alpen und dem Ausbau der Zufahrten unsere Hausaufgaben schon fast erledigt und Deutschland ist erst daran die Hefte aus dem Schulranzen zu kramen.

    Wie rückständig Deutschland in Sachen Bahn ist, sehe ich jeweils wenn ich meinen Gekko zur Inspektion nach Freiburg bringe. Da muss ich für die Treppen am erst vor wenigen Jahren erneuerten Freiburger Hauptbahnhof Hilfe organisieren, weil Rampen oder ausreichend grosse Lifte fehlen.

    Liebe Grüsse
    Eduard

      KlausD - 20. August 2017 Reply

      Hallo Eduard,

      Danke für die guten Wünsche … der Grasshopper und ich sind seit heute wieder daheim. Dank eines Sprints zwischen Baden-Baden und Rastatt war sich sogar nicht langsamer als die anderen Reisenden, die die Busse nehmen mussten.

      Die Bahndiskussion lasse ich mal in diesem Blog.

      Viele Grüße in die Schweiz

      Klaus

Axel - 15. August 2017 Reply

Liebe Maria Jeanne,

endlich die Erlösung! 😉
Auch bei mir hat nicht viel gefehlt bis zur Herausgabe einer offiziellen Suchmeldung…

Habe mich gezwungen, davon abzusehen, da ich mir dachte, dass irgendwas im Busch sein müsse.
Ganz so, wie du beschreibst, hast du eher Stress, bzw bist weit weg im verdienten Urlaub, wenn da mal nüscht kommt. Das Einzige, was mich irritierte, war allerdings, dass du rein gar nix angekündigt hast. (Das tägliche Nachsehen hatte ich in letzter Zeit reduziert, daher hab ich glatt die neuen Einträge verpasst.)

Entschuldige, aber natürlich musste ich auch an die traurige Saison des Todes deines Vaters denken und an die folgende (verständliche) “Schreibblockade”.
Ganz so weit war ich damit dann ja leider nicht, aber gottseidank wohl auch nicht vergleichbar.
Schade, dass die alte Dame schon vor dem Familientreffen ihren Abschied genommen hat und euer Urlaub (echt, von Berlin aus?! 😉 ) entfallen musste.

Das mit dem Schlafzimmer (egal, welche Nutzung) find ich persönlich schon sehr interessant und ich liebe deine Schreibe – hab ich hier wieder gemerkt! 😉

Sicher ist es an sich ein Rad-blog, aber eben auch schon immer ein recht persönlich gefärbter. Auch ein Grund, warum ich gern hier lese und schreibe. Beschränke dich daher nicht allzu sehr, lass es raus! ;-D (Der Titel heißt ja “Liegeradfrau” und nicht “Mein Scorpion SLX 200 Turbo GTI”.)

Der Hinweis auf den nächsten Beitrag ist zwar taktisch geschickt (ja, bin neugierig), aber das klingt ja gar nicht so toll. Beste Wünsche also auch in die Ortenau. (Kommen hier wohl auch auf direktem Wege an… 😉 )

Interessant, aber eigentlich kein Wunder, dass man sich bei HPV sehr für Norberts Adventure interessierte. Was machen denn deine Pläne bzgl ICE Sprint? ich befürchte, ebenfalls aufs nächste Jahr verlegt?! 2018 wird echt anstrengend!

Wünsche dir und Paul noch Gute Erholung vom Sommer -Stress,

LG, Axel

Maria Jeanne Dompierre - 16. August 2017 Reply

Axel,

😀 😀 😀

Ja, ich wollte gerne von Berlin aus starten. Auf die Idee hatte mich Sven Marx gebracht.

Vielleicht ist der Tag der offen Tür nicht das aufregendste Thema des Jahres, aber wie Norberts Adventure dort ankam, ist doch unterhaltsam zu lesen.

ICE könnte schon noch klappen, aber so kurz vor der wichtigsten Messe im Jahr lasse ich alle Hersteller lieber in Ruhe und warte bis nach der Eurobike.

    Axel - 16. August 2017 Reply

    Hey-hey,

    ich nehme die smilies wohlwollend zur Kenntnis. 😉

    Oh, ja. Der Sven… Muss nachher mal schauen, wo der grade ist!

    Habe beim nachlesen gemerkt, dass ein Satz von mir vllt. mißverständlich ist.
    Natürlich interessiert mich NICHT die Nutzung deines Schlafzimmers; interessant finde ich die Bio(?) -Renovierung des alten Fachwerkhauses!
    War früher mal mein Traum, sowas in der Richtung. Heute lebe ich ganz anders (Na, wenigstens Altbau).

    Messe abwarten ist da wohl richtig. Aber da du jetzt nicht hin kannst, sollten sie dir gleich ein Testrad von der Messe mitbringen… ;-D

    Ich werd’ weiter ab und an nerven, da mich das sehr interessiert (hat ja wohl jeder mitbekommen). 😉

    Gruß, Axel

      Maria Jeanne Dompierre - 18. August 2017 Reply

      Ja, da könnte ich ein ganz eigenes Blog eröffnen über das Haus und den Garten. Wir haben alle Räume mit Lehm ausgestattet, mit Hanf gedämmt und alles erhalten wo es nur ging.

      Nerv du nur! So wird es dann bestimmt was mit ICE 🙂

Inge Heitland - 17. August 2017 Reply

liebe Maria Jeanne,
leider habe ich länger deinen Blog nicht gelesen und daher erst jetzt von eurem Verlust erfahren. Es tut mir sehr leid, dass Pauls Mutter urplötzlich sich verabschiedet hat. Ein Trost für euch ist sicherlich, dass ihr Leben so beendet wurde, wie sie es sich gewünscht hat – auch wenn es für die Angehörigen zunächst ein grosser Schock ist. Wir alle wissen, dass jedes Leben endlich ist – und doch ist der Verlust eines lieben Angehörigen immer sehr traurig. Mir geht es auch sehr nahe, weil ich im selben Alter bin. Noch freue ich mich über mein tägliches Radeln auf dem Steintrike Mungo, das inzwischen aber auch schon 8 Jahre alt ist. Daher träume ich über ein Gekko von hpv im nächsten Jahr, weil ich dann meine Eigentumswohnung abbezahlt habe. Ganz schön verrückt, nicht? Aber warum soll man nicht Träume haben?? – Ich wünsche dir und Paul alles Gute und Liebe.-
Inge aus Wolfsburg

    Maria Jeanne Dompierre - 18. August 2017 Reply

    Hallo Inge,

    wie schön von dir zu lesen!
    Du hast recht: Wir sind sehr froh, dass die Schwiegermutter ganz so ableben durfte wie sie es sich wünschte. Den Schock haben wir mittlerweile verkraftet, denn als Angehörige bildet man sich immer ein, es wäre doch noch zu früh …
    Toll, dass du so “verrückt” bist und dir ein neues Trike gönnst. Das ist wirklich großartig. Ich hoffe doch sehr, dass du uns darüber auf dem Laufenden hältst?

    Danke für die lieben Grüße,
    bis hoffentlich bald,
    Maria Jeanne

Kimie - 17. August 2017 Reply

Ich finde das gar nicht verrückt. Man sollte immer das tun was man kann und möchte und was sich für einen selbst richtig anfühlt. Wir verschwenden viel zuviel Gedanken daran, was ‘normal’ ist oder was
die Leute denken. Vielmehr würde ich später mal bedauern, was ich nicht getan habe, als ich es noch
konnte.

Träume zu haben ist schön, und noch schöner ist es, sie zu verwirklichen. Solange man das tut, steht
man noch mitten im Leben.

In diesem Fall klingt der ‘Traum’ sogar sehr realistisch und gut durchdacht. Wenn nichts Gravierendes dagegenspricht, würde ich ihn mir erfüllen.

Inge Heitland - 17. August 2017 Reply

liebe Kim,
danke für deine besonders nette und einfühlsame email. Ich habe mich noch nie darum gekümmert, “was die Leute sagen”. Da ich kein Teenager mehr bin, geht es mir mehr darum, dass ich es gesundheitlich schaffe. Momentan sieht es gut aus. Ich radele täglich 12 – 30 km, auch mal 80 km mit dem adfc und elektrischem Rückenwind und schwimme täglich. So komme ich im Jahr auf 5-6.000 km. Und ich hoffe sehr, dass ich meinen Radeltraum realisieren kann.
liebe Grüsse von Inge

Kimie - 17. August 2017 Reply

Liebe Inge,
alle Achtung! Das ist schon ne Menge. Soviel schaffe ich nicht, aber dafür würde mir auch die Zeit fehlen. Am liebsten radel ich auch in Gesellschaft, wozu ich leider nicht sehr oft die Gelegenheit habe.
Ich habe es auch beim ADFC versucht. Der ist bei mir sogar fast gegenüber, also kaum 20 Meter, aber die machen keine gemeinsamen Radtouren. Innherhalb einer privat (nicht von mir) initiierten, städtischen Internetplatform habe ich nun selbst eine Fahrradgruppe gegründet. Bisher hat aber nur eine Person einmal einen kleinen Ausflug von nur insgesamt knapp 10 km mitgemacht. Das ist sehr schade. Ich würde mir schon mehr wünschen. Aber so schnell geb ich nicht auf. Ich bin ja auch erst seit wenigen Monaten unter den Liegeradlern.

Aber dass du soviel für dich tun kannst und auch tust, ist doch toll. Da wäre ich sehr optimistisch, dass das klappen wird. Dein Akku (nicht der von deinem Rad!) fährt offensichtlich noch lange nicht auf Reserve -:)

Liebe Grüße
Kimie

    Ruth Kunz - 18. August 2017 Reply

    Hallo Kimie,

    vor einigen Wochen wollte bei uns auch jemand eine Fahrradgruppe gründen. Es sollten keine großen Touren sein und es sollte gemütlich zu gehen. Ich überlegte ein paar Tage und meldete mich dann. Nach einigen Tagen meldete sich eine Dame und sagte mir, dass sich außer mir niemand gemeldet hat. Wir unterhielten uns und ich sagte ihr, dass ich ein Liegetrike fahre.
    Da die Dame bereits beim Koffer packen war, sind wir so verblieben, dass sie sich nach ihrem Urlaub bei mir meldet. Das tat sie auch und teilte mir mit, dass sie in ihrem Urlaub “solche” Räder gesehen habe, aber sie sich sehr unsicher fühlen würde wenn sie mit mir fahren würde (kapiert habe ich nicht warum sie sich unsicher fühlen sollte). Neugierig war sie aber doch, denn sie wollte, dass ich bei ihr vorbeikomme um mich “zu besichtigen”.
    Ich habe dankend abgelehnt (schließlich bin ich kein Zirkuspferd das zur Besichtigung freigegeben ist).

    Jedesmal wenn ich die Strecke fahre die die Dame vorgeschlagen hat, es sind gerademal 5 Kilometer, denke ich: “Gott sei dank, ist daraus nichts geworden”.

    Man braucht schon viel Toleranz und noch mehr Humor um mit bestimmmten Situationen umgehen zu können.

    Ich wünsche Dir und allen anderen ein schönes Wochenende, weiterhin schöne Radtouren mit netten Menschen ohne Vorbehalte.

    Ruth

Inge Heitland - 18. August 2017 Reply

hallo. Ruth,
ich las mit Verblüffung von der Dame, die mit dir gemeinsam radeln wollte, sich aber unsicher fühlt wegen deines Trikes. Hat sie Angst, von dir überrollt zu werden?? Da hilft nur noch Humor! – Vor 2 Jahren nahm ich am Oldenburger Liegeradtreffen teil und sprach mit einer jungen Scorpion Rad-
lerin. Sie wohnt mit ihrem Mann, auch Trikefahrer, im Haus ihrer sehr netten Schwiegermutter. Als sie diese bat, sich mur mal auf das Trike zu setzen, lehnte die Schwiegermutter entsetzt ab, “was würden die Nachbarn sagen!” Bei so geringem Selbstwertgefühl und Abhängigkeit von der Meinung anderer bleibt bei mir nur Unverständnis übrig.
Ich wünsch dir trotzdem Erfolg, um eine nette Radelgeuppe zu finden.
lieve Grüsse. Inge

    Ruth Kunz - 18. August 2017 Reply

    Hallo Inge,

    ich suche keine Radelgruppe, ich dachte mir nur wenn sich schon jemand die Mühe macht, kann man ihn ja auch unterstützen. Bei einer Gruppe muß man ja auch nicht immer mitfahren.

    Eigentlich wollte ich ins Sportstudio, aber bei dem schönen Wetter werde ich jetzt an den Rhein fahren, mit der Fähre ins Elsaß, je nach Gusto einen Flammkuchen essen und auf der deutschen Rheinseite wieder zurück fahren. Das sind ca. 60 Kilometer.

    Da brauche ich nicht mit Menschen abgeben für die 5 Kilometer bereits eine Tagestour sind.

    So das war das Wort zum Freitag!
    Ruth

Eduard J. Belser - 18. August 2017 Reply

Liebe Inge

Das Argument: „Was würden da die Nachbarn denken“, kenn ich von meiner Schwester. Sie hat sich im Frühling 2016 deshalb ein konventionelles E-Bike gekauft und ist damit noch keine 100 km gefahren, weil sie sich unsicher fühlt. Ich muss mich um den Akku kümmern, damit er nicht durch Selbstentladung Schaden nimmt. Dabei wäre mit dem Kettwiesel meines Vater ein Liegetrike bereit gestanden und es hätte mit einem E-Bike-Antrieb nachgerüstet werden können. Gut, es hat jetzt in Reutlingen einen Käufer gefunden, der viel Freude daran hat.

Wenn die Leute weniger auf ihre blöden Nachbar schauen und die Sache ohne dumme Vorurteile angingen, gäbe es deutlich mehr Liegetrikes auf unseren Strassen. Ich bin froh, bin ich nicht von der Meinung der Leute abhängig und kann diese bequem und entspannt auf meinem Liegetrike aussitzen.

Liebe Grüsse aus der Schweiz
Eduard

    Inge Heitland - 19. August 2017 Reply

    lieber Eduard,
    ich grüsse deine Schwester unbekannterweise und bedauere sehr, dass sie nicht mal aus Neugier eine Probefahrt mit dem Kettwiesel eures Vaters unternommen hat. Es ist bekannt, dass Leute, die nicht oft radeln und dazu eher gemächlich sich dabei fortbewegen, mit einem Pedelec bei 25 km/h überfordert sind. Viele geben nach kurzer Zeit das Rad an das Geschäft zurück. Dabei wäre ein Liegetrike eine optimale Lösung. Ich selbst fahre seit über 20 Jahren Liege-Zweiräder, jetzt im Alter, ich bin 86, sind mir Trikes lieber., da komme ich auch gern mal auf 25 km/h für kurze Zeit.- Velomobile sind durchaus auch sehr sportlich. Bei dem Oldenburger Liegeradtreffen waren auch Holländer dabei, die an einem Tag 230 km radelten, ohne E-Motor im Alter um die 60. Und von Helge Hermann vom Räderwerk Hannover weiss ich, dass er “ebenmal” mit seinem Milan von Hannover nach Berlin radelt in etwa 4 Stunden…Woher kommen die Berührungsängste? Jeder sollte doch das tun was er kann und möchte und nicht darauf hören, was andere vielleicht sagen oder denken könnten.
    In diesem Sinne liebe Grüsse von Inge

Inge Heitland - 18. August 2017 Reply

liebe Kimie,
ich habe leider bei deinem Namen einen Fehler gemacht, tut mir leid! – Da ich trotz grosser Familie allein lebe, habe ich alle Zeit der Welt für mich. Meine Kinder leben verstreut in Neuseeland, München, Frankfurter Raum, Wedemark, Wolfenbüttel. Mein Mann ist leider vor 6 Jahren gestorben – in den letzten Jahren war er auch ein begeisterter Trikefahrer wegen Gleichgewichtsstörungen, obwohl er als Ingenieur mehr dem Auto zugetan war. Wir haben auch viele Jahre im Ausland gelebt in englisch- und portugiesich sprachigen Ländern. Ich denke schon, dass man da Toleranz lernt und bei Bedarf auch Humor benutzt, alles andere wäre mir zu anstrengend.
Liebe Grüsse. Inge

Norbert - 18. August 2017 Reply

Hallo Inge, Ruth und Eduard,

leider wird das Trike oft mit “Behindert” gleichgestellt. Das mag erklären, warum “man” sich das Trike und die/den Fahrer/in erst mal ansehen muss. 🙂
Ich bin aber oft für diese Sichtweise dankbar. Sie sorgt dafür, dass ich auf dem täglichen Weg zur Arbeit oft “bevorzugt” von den PKW-Fahrern behandelt werde. 🙂
Allerdings nimmt das nach 2 Jahren Arbeitsweg mit dem Trike langsam ab. Das “komische Vehikel” das da fast jeden Werktag um die gleiche Zeit auf dem selben Weg unterwegs ist hat sich wohl als risikolos für die Karosserie des Autos ins kollektive Gedächtnis eingegraben. Die Bevorzugung nimmt langsam ab. 🙁
Ein schönes Wochenende und liebe Grüße
Norbert

Maria Jeanne Dompierre - 18. August 2017 Reply

Manchen Menschen ist so ein Trike tatsächlich peinlich. Teils, weil es so sehr außergewöhnlich aussieht, teils – wie Norbert schrieb – manche Leute das mit “Behinderung” in Verbindung setzen und manchmal scheuen sich die Menschen einfach davor, so viel und intensiv angeschaut zu werden.

Da sind wir alle als Botschafter gefragt. Viele Vorurteile können wir entkräften und die Leute merken, dass wir doch ganz nette Leute sind und wieviel Lebensfreude wir durch unser Trike erfahren. Das ist eben nicht nur ein Reha-Fahrrad, auch wenn es das natürlich sein kann. Aber dann doch glücklicherweise ein flottes Rehagefährt.

Die Erfahrung von Norbert teile ich: Manchmal glauben die Autofahrer ich sei in irgendeiner Form versehrt und sind sehr vorsichtig.

Eduard, wie schön, dass du mit so viel Selbstbewusstsein ausgestattet bist. Ich kann die weniger gesegneten ziemlich gut verstehen. Ich weiß noch wie ich mich anfangs auf meinem Grasshopper geschämt habe, weil ich wie so eine alte Ökotante daherkomme. Und diese ganze Aufmerksamkeit konnte ich auch nicht genießen, dabei bin ich ja wirklich nicht gerade auf den Mund gefallen und kann meine Nachbarschaft gut ignorieren.

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