Schokolade auf dem Fahrrad

Da schon bald Ostern ist, schreibe ich heute einen kurzen Beitrag, damit ihr noch rechtzeitig von einer außergewöhnlichen Tour erfahrt. Vielleicht möchte jemand sogar mitfahren?

Schoko-Fahrt nach Amsterdam

Die Idee: Schokolade emissionsfrei mit dem Segelschiff über das Meer nach Europa importieren. (Ich hatte vor einigen Monaten schon mal davon berichtet.)

Damit die Köstlichkeit vom Hafen in den deutschen Einzelhandel gelangt, radelt eine Gruppe nach Amsterdam, um das Naschwerk mit Lastenrädern zu transportieren.

Beim ersten Mal waren es eine Handvoll Motivierter, aber schon letzten Herbst waren es knapp zwanzig.

Nun geht es zu Ostern zum dritten Mal auf Tour - und es würde mich nicht wundern, wenn sich noch mehr Begeisterte anschließen und die zweihundert Kilo Schokolade sogar übertreffen.

So kann sich jeder die vielen Schoko-Osterhasen von den Rippen strampeln - oder vielleicht nascht der ein oder die andere gar nicht mehr so viel, weil sich die Einstellung zur Massenware geändert hat?

Diese besondere Unternehmung wollte ich euch auf keinen Fall vorenthalten. Wer nicht selbst mitfahren möchte, kann alles auf Facebook mitverfolgen und sich freuen.

Apropos Lastenrad

Vor dem Bioladen in Detmold steht ein Lastenrad. Gestern traf ich einen Mann, der es aufschloss und sich zur Abfahrt vorbereitete. Ich sprach ihn an.

Er erzählte begeistert, dass man sich das Lastenrad kostenfrei ausleihen könne, was er auch schon öfter getan habe.

"Warum?" frage ich ihn.
Weil er sich gerne eines kaufen wolle, aber bei dem Preis froh sei, dass er die Gelegenheit hätte, das Lastenrad ausgiebig im Alltag zu testen. Er wüsste beispielsweise noch nicht genau wie groß seine Ladefläche sein solle "und so kann ich ausprobieren wie ich mit dem Platz hinkomme. Das Rad kostet immerhin um die sechstausend Euro."

Ich zucke mit keiner Wimper. Das bemerkt er. Der Preis meines Scorpions?
"Jenseits von achttausend Euro", erwidere ich.
"Da haben Sie ja die Schmerzgrenze bereits überschritten."

Was fasziniert ihn am Lastenrad?

"Es macht total viel Spaß und der Motor ist toll. Ich würde ja nie mit einem normalen Fahrrad als Pedelec fahren, aber mit so einem Lastenrad schon."

Aha, der Mann findet das Pedelec-Fahren toll. Und das geht nur mit einem Lastenrad? Wieso das? Braucht er den Platz? 

"Der Platz ist spitze. Ich kann meinen großen Rucksack einfach in die Ladefläche schmeißen mit dem ganzen schweren Zeug darin. Okay, ich könnte auch am normalen Fahrrad große Taschen anhängen ... aber das ist nicht das Gleiche. Ein Lastenrad macht einfach mehr Spaß!"

Außerdem würde er bestimmt viel mehr Rad fahren als bisher und seine Einkäufe mit dem Lastenrad erledigen. "Aber", meint er besorgt "ich fürchte ja, dass ich dann nur noch Lastenrad fahre und mein normales Fahrrad ohne Motor dann nicht mehr nutze. Das wäre ja schade. Auch wegen der Kondition."

Ich bestätige seine Befürchtung und tröste ihn gleichzeitig: "Sie werden dafür wahrscheinlich viel öfter mit ihrem Lastenrad unterwegs sein als mit dem Fahrrad zuvor. Das gleicht die Motorleistung aus. Ich habe eine viel bessere Kondition seit ich den starken Motor habe, weil ich so oft radle."

Wir fahren noch ein Stückchen gemeinsam und winken uns lachend zum Abschied.

Auf der Website des Projets Dela (Detmolder Lastenrad) erfahre ich mehr über die Idee und Pläne und bin begeistert. Um meine Gartenpflanzen zu holen oder einen Großeinkauf zu tätigen, würde ich mich auch mal wieder freiwillig auf so einen Sattel schwingen. Was meint ihr, soll ich das mal ausprobieren?

Wo ich schon mal in der Stadt bin, radle ich noch beim Fahrradladen vorbei

Beim Fahrradhändler in Detmold (für aufrechte Räder) freue ich mich seit einigen Monaten immer auf die Begegnung mit seinem Hund.
Ein junger Jack-Rusell Terrier.
(Seit Emilias Tod umso mehr.)

"Ist der lieb."
"Ja, er ist eigentlich ruhig. Aber neulich, als wir die Räder hinausschoben, da rannte er einem Auto nach und versuchte in die Reifen zu beißen!"
(Ich lache mich kaputt 😀 )
"Das ist gar nicht lustig! Plötzlich war er weg und rannte wie verrückt. Über einen Kilometer weit!"
"Das kenne ich nur zu gut", denke ich - laut: "Ja, das wird auch noch ausgeprägter, er ist ja noch so jung. Wie alt ist er denn mittlerweile?"
"Sechs Monate."
"Oh, das wird noch alles viel schlimmer (innerliches Lachen), ich erinnere mich allzu gut. Bald beginnt die Phase, wo er plötzlich nichts mehr weiß von dem, was Sie ihm bis jetzt beigebracht haben."
"Nee, nee, wir sind ganz streng in der Erziehung, das wird nicht passieren."
In Gedanken: "Wenn du meinst ... " 😀 "Aber geben Sie nicht auf. Irgendwann ist das vorbei (in Gedanken: nach Monaten ...) und alles klappt wieder bestens."

Wir unterhalten uns ein wenig über Hundeanhänger.
Beim Verabschieden denke ich, dass ich bald wieder vorbei schauen werde, um zu fragen, wie es mit dem Jagdfieber so geht.

Freie Fahrt für Räder auf der Bundesstraße

Zum Schluss noch etwas für alle, die etwas südlicher wohnen und es bedauern, nicht zum Felgenfest kommen zu können, um einen ganzen Tag nach Lust und Laune auf der Bundesstraße radeln zu können.
Im Mai gibt es noch eine weitere schöne Gelegenheit dazu.

Vielleicht hat jemand von euch Lust und Zeit an Fahr zur Aar teilzunehmen.

Heute Morgen habe ich ein bisschen auf Facebook herumgejammert. 

Daraufhin reimte jemand:

"Bei dem Wetter halten sich Lust & Frust oft die Waage -
aber es gibt doch bald die besseren Tage."

In diesem Sinne, danke für dieses schöne Schlusswort.
Wir halten durch.

Leave a Reply 36 comments

claudia - 23. März 2018 Reply

jau, mir geht die kälte auch auf den keks. trotzdem fahre ich, wenn es nicht gerade regnet, mit meinem scorpion zur arbeit. da ich erst mit dem hund (zu fuss) raus gehe, ist eine “grundwärme” da. da ist dann tatsächluch das fahren nicht so schlimm. geht ständig bergauf.
auf suche nach einem hundehänger bin ich auch. kann mich aber nicht so richtig entscheiden. soll was gescheites sein , aber nicht sündhaft teuer.

Maria Jeanne Dompierre - 23. März 2018 Reply

Hallo Claudia,

ich freue mich immer, wenn ich höre, dass jemand ganzjährig mit dem Trike zur Arbeit radelt. Das ist einfach toll!

Das Thema Hundeanhänger … oje, ich kann nur sagen: Gar nicht so einfach.
Bald muss ich mich wohl auch damit befassen. Wenn es so weit ist, werde ich natürlich berichten.

Schöne Grüße!

    claudia - 25. März 2018 Reply

    aha, geht doch nicht ohne hund….:)
    ich hätte ja gerne den croozer dog gehabt, aber der ist nicht mehr erhältlich

      Maria Jeanne Dompierre - 26. März 2018 Reply

      Der Croozer bekommt im Mai ein Nachfolgemodell. Hier ein Link zum Ansehen (das ist keine Empfehlung für den Online-Shop, nur um den Anhänger ansehen zu können):

      https://www.pdamax.de/Rund-ums-Rad/Anh%C3%A4nger/Croozer/Dog-XL-Modell-2018-/Modell-2018-Fahrradanh%C3%A4nger-Lasten-121000618,cr-012:6ju.html?leadid=gp-awd_mid:4&keyword=&gclid=EAIaIQobChMI8ISgtLeJ2gIVMTPTCh1e5gf8EAQYASABEgKvbPD_BwE

        claudia - 26. März 2018 Reply

        etwas zu viel hänger für einen 5 kg pudel und überirdisch teuer!

          Kimie - 26. März 2018 Reply

          Ein kleiner Tipp für die Finanzbewussten, da die Anhänger ja wirklich ‘tierisch’ teuer sind:
          Es gibt ja auch einen Gebrauchtmarkt, zumindest unter den Zweiradanhängern.
          Dann kann man zu einem Schweißer gehen und sich einfach eine andere Deichsel bauen lassen, die hinter ein Trike passt. Ist allemal billiger als sich einen neuen zu kaufen. Ich hab das gemacht, weil ich mal einen sehr schönen Hundeanhänger für ein Zweirad geschenkt bekommen habe. Die alte Deichsel behält man dann für den evt. Gebrauch am Zweirad.

          Maria Jeanne Dompierre - 27. März 2018 Reply

          Ich hatte gedacht, dass du das große Modell meintest.
          Ja, die Anhänger sind ziemlich kostenintensiv.

          Ich habe allerdings schon “günstige” Hundeanhänger im Einsatz gesehen – das fand ich ziemlich gruselig. Gerade mit den kleinen Laufrädern.

          Das Thema ist wirklich komplex. Viele Tests sind gar keine Tests, sondern Internetplattformen, die sich das bezahlen lassen. Somit kann man bei vielen gar nicht darauf vertrauen, dass die Angaben auf Erfahrung und authentischer Meinung basieren.

          Aus diesem Grunde werdet ihr noch diesbezüglich von mir lesen 🙂

          claudia - 28. März 2018 Reply

          genau, so einen billigen will ich auch nicht. leider gibt der gebrauchtmark auch nichts gescheites her. ich gehe davon aus, dass ein zweiradhänger auch an das trike passt. hänger speziell für die trikes gibt es doch gar nicht, oder?
          ich überlege mir einen lastenhänger zu holen und je nach bedarf eine passende hundebox oder einen großen “einkaufskorb” drauf befestigen kann.
          kommt zeit, kommt rad(t)

          Eduard J. Belser - 29. März 2018 Reply

          Hallo Claudia

          Ja, Velonhänger sind ein leidiges Thema, aber es gibt wirklich gute, durchdachte Veloanhänger, aber eben nicht zum Schnäppchenpreis. Wenn Du einen wirklich soliden, durchdachten Lastenanhänger suchst auf den Du auch eine gute, grosse Hundebox stellen kannst, dann empfehle ich Dir die Internseiten: hinterher.com. Das sind Veloanhänger für professionell Ansprüche.

          Für Trikes brauchst Du sicher keinen speziellen Veloanhänger, wenn Du eines mit zwei Vorder- und einem Hinterrad hast, d.h. z.B. einen Gekko oder Skorpion von HP Velotechnik. Da ist am besten, wenn Du eine Weber-Kupplung am Hinterbau montieren lässt. HP Velotechnik rät von einrädrigen Veloanhängern ausdrücklich ab, d.h. mit einem zweirädrigen bist Du auf der sicheren Seite. Beim HaseBikes Kettwiesel bzw. TRIGO müsstest Du bei hinterher.com nach einer passenden Deichsel fragen. HaseBikes bietet einen Adapter zum Montieren der Weber-Kupplung an.

          An meinem HP Gkko fahre ich einen Carry Freedom Y-Frame small und den genial praktischen Einkaufsanhänger/Einkaufstrolley Max von Leggero, beide mit Weber-Kupplung. Hund habe ich keinen.

          Liebe Grüsse
          Eduard

          Kimie - 29. März 2018 Reply

          Hallo Claudia,

          das stimmt natürlich: eine spezielle Deichsel brauchst du nur, wenn du hinten 2 Räder hast, damit das Trike bei Kurven nicht mit der Deichsel kollidiert. Bei einem Tadpole passt sicherlich ein ganz normaler Zweiradanhänger.

          LG Kimie

          claudia - 29. März 2018 Reply

          Hallo eduard, danke für deinen ausführlichen bericht. deckt sich 100 % mit dem, was ich schon erkundet habe.
          die weber- kupplung hab ich beim kauf meines scorpion gleich mitbestellt.
          den hinterher.com hab ich mir auch schon angeschaut und ist auch ziemlich das, was ich suche…bjs auf der preis /-).
          den  Carry Freedom Y-Frame  hab ich ebenfalls in visier. da die hundreisebox aus kunststoff drauf…
          leider hab ich die tage die auktion bei 1-2-3-meins um eine stunde verpasst. da gab es einen  Carry Freedom Y-Frame large zu einem guten preis.

          Maria Jeanne Dompierre - 29. März 2018 Reply

          Nein, einen speziellen “Trike-Anhänger” brauchst du nicht.
          Wie Eduard auch schreibt, ist eine Weberkupplung sehr empfehlenswert, aber mach dich da auch auf Schnappatmung bezüglich des Preises gefasst 🙂

          Wie schön, dass du deinen vierbeinigen Schatz mit auf Tour nimmst. Du findest schon die passende Lösung für eure Bedürfnisse.

          Kimie - 29. März 2018 Reply

          Ich hab mal zum Spass bei ebay kleinanzeigen nachgeschaut:
          sehr viele, auch schöne bzw. selten genutzte Fahrrad-Hundeanhänger auch mit großen Reifen für weit unter 100 Euro….für große und kleine Hunde…

          I

          claudia - 29. März 2018 Reply

          bei ebay gibt es nur die üblichen “billigen” hänger. ist dann doch mal ein guter dabei, dann wird nicht versendet und 400 km einfache strecke …
          ist ja nicht so, dass ich da nicht schaue.
          ich bin da immer recht speziell…;)

          Kimie - 29. März 2018 Reply

          Den Carry Freedom Y-Frame large gibt es auch gebraucht. Verrrate doch mal, aus welcher Gegend du kommst. Ich komme viel mit meinem Transporter rum. Vielleicht kann ich dir mal einen mitbringen bzw. entgegenbringen, sodass du keinen so weiten Weg mehr fahren musst.

KlausD - 23. März 2018 Reply

Hallo Maria Jeanne,

halte durch!

Ich habe gestern schon die Geranien wieder rausgestellt und heute Morgen war ich auf dem Weg zum Bahnhof schon zu warm angezogen.

Und richtig begeistert war ich, als ich heute Abend die ersten Schwalben gesehen habe.

Viele Grüße aus dem Süden

Klaus

Maria Jeanne Dompierre - 24. März 2018 Reply

Schwalben?!
Ich bin heute schon froh, dass der Schnee geschmolzen ist.
Aber das Gute ist ja, dass ich nun die paar Plusgrade als nahezu mild empfinde und dann gerne aufs Trike sitze.

Danke Klaus, für die aufmunternden Worte.
Zumindest schmilzt die Schokolade nicht, wenn die tapferen LastenradlerInnen die süße Ladung holen.

    Eduard J. Belser - 25. März 2018 Reply

    Liebe Maria Jeanne

    Gestern musste ich in Niederbipp umsteigen und warten. Ich habe die Gelegenheit genutzt und mich beim Reisebüro der Aare-Seeland mobil erkundigt, ob der Velopass auf meine roten SwissPass (Karte für Abos) geladen werden könnte. Die Bestimmungen für Liegeräder sind nicht ganz eindeutig. Klar ist eingentlich nur, dass man ab einer Länge von 2 Meter für zwei Velos zahlen muss.

    Heute habe ich meinen Gekko gemessen und war verblüfft. Er ist nur 172 cm lang! Ich weiss, dass ich für meine Körpergrösse recht kurze Beine habe, aber trotzdem. Daraufhin habe ich mich draufgesetzt und bin die 10 km zum Bahnhof Niederbipp gefahren und habe mir den Velopass auf den SwissPass laden lassen. Das kostet CHF 240.–. Eine vergünstigte Tageskarte für den Veloverlad kostet CHF 13.–, d.h. ab dem 19. Mal verladen kann ich vom Velopass profitieren. Ich werde das jetzt häufiger nutzen. Ich kann z.B. mit dem Regionalzug von mir aus direkt nach Biel fahren und von dort eine schöne Tour rund um den Bielersee fahren, die Petersinsel besuchen, wo Jean-Jacques Rousseau 1765 sechs Wochen verbrachte, und in Biel wieder verladen.

    Liebe Grüsse
    Eduard

      Maria Jeanne Dompierre - 26. März 2018 Reply

      Immer wieder beneide ich das Schienensystem der Schweiz.
      Trike & Bahn – was für eine schöne Überschrift. Aber eher für ein Horrorkapitel, auf jeden Fall in Deutschland.

      Wann immer du den Bodensee erwähnst, Eduard, muss ich unwillkürlich an dein eigenwilliges Gedicht denken …. 😀

        Eduard J. Belser - 26. März 2018 Reply

        Hallo Maria Jeanne

        Wir sind in der Schweiz wirklich eine ÖV-Insel der Glücklichen. Deshalb legt mein Gekko den Weg nach Freiburg hin und zurück mindestens ab/bis Basel SBB auf den eigenen Rädern zurück. Die Verhältnisse am Freiburger Hbf mit den steilen, langen Treppen, den winzigen, oft defekten Liften und den fehlenden Rampen sind wirklich unter aller Sau. Eine in Beton gegossene Bankrotterklärung der Boniabzocker in der Teppichetage der Deutschen «Wir-bringen-rein-gar-nix-auf-die-Reihe-Bahn», mehr ist das nicht.

        Gespannt bin ich auf die Veloverlademöglichkeiten in den neuen Bombardier-Doppelstockzügen, die derzeit mit fünfjähriger Verspätung endlich in Betrieb gehen. Ich habe Kontakt zu dem Lokführer, der die Testfahrten organisiert und werde ihn mal fragen.

        Die bei der Schweizer StadlerRail bestellten «Giruno»-Züge mit Niederflureinstieg für den Gotthard-Basistunnel sind hingegen im Zeitplan. Ab dem Fahrplanwechsel 2019 werden sie zwischen Basel bzw. Zürich und Mailand verkehren. Von diesen Zügen weiss ich bereits, dass die Türen breit genug für meinen Gekko sind.

        Liebe Grüsse aus der Schweiz
        Eduard

Jürgen Gradenegger - 25. März 2018 Reply

Hallo Maria,

ich hoffe auch, dass die kalten Tage nun endlich hinter uns liegen! Was die Befürchtungen den Herrn über sein zukünftige Nutzungsverhalten zwischen Lastenrad mit Motor und seinem normalen Rad angeht, tippe ich mal darauf, dass das normale Rad zum Museumsstück wird. So wie meine Gazelle! Die fahre ich auch nur noch, wenn mein Pedelec in der Werkstatt ist. Denn eins ist klar, hat man sich erstmal an den Komfort eines solchen Rades gewöhnt, möchte man einfach nicht mehr darauf verzichten. Wobei mir die Lastenräder etwas zu sperrig für meine Bedürfnisse waren. Ich hab ja ein Kompaktrad. Das ist einfach wendiger und reicht mir völlig. Hätte ich aber Kinder oder auch wieder einen Hund sähe das anders aus.

LG, Jürgen

Maria Jeanne Dompierre - 26. März 2018 Reply

Hallo Jürgen,

ja, den Suchtfaktor sollte man beim Pedelec nicht unterschätzen. Wobei das auch dazu führt, dass man viel mehr radelt als zuvor 🙂

Ich habe das Gefühl, dass da eine wachsende Szene von Lastenrad-Fans existiert. Die finden ihre Räder mindestens genauso toll und faszinierend wie die Liegeradler ihre. Da ist es wohl auch egal, ob wirklich oft Lasten transportiert werden – die Freude ist einfach groß.

    Jürgen Gradenegger - 26. März 2018 Reply

    Hallo Maria,

    was die Lastenradlerszene angeht, stimme ich dir voll zu. Das ist auch meine Wahrnehmung und das ist wirklich positiv, wie ich finde. Gerade in der Stadt ist das wesentlich sinnvoller als jeder Kleinwagen. Gesünder sowieso! 🙂 Womit wir beim Thema Pedelec und das damit zusammenhängende Nutzungsverhalten wären. Es ist genau so, wie du sagst. Man fährt mit einem Pedelec einfach viel mehr und ist somit öfter an der frischen Luft und in Bewegung. Genau so ging es mir auch als ich mir mein Pedelec zulegte. Es gibt halt auch keine Ausreden mehr. Sowas wie ” Ach der Berg auf der Strecke ist ja so steil! Da nehm ich doch lieber das Auto”. Das fällt einfach weg.

    LG, Jürgen

      Eduard J. Belser - 27. März 2018 Reply

      Guten Morgen meine Lieben.

      Das ist noch gar nichts. In Basel plant das Amt für Mobilität zusammen mit Logistikunternehmen und Fahrradkurieren in einer alten Halle des ehemaligen Güterbahnhofs auf dem Wolf ein Umladezentrum. Dort sollen Lieferungen für die Geschäfte in der Innenstadt auf E-Lastenräder umgeladen und verteilt werden. Das Schweizer Fernsehen brachte sogar einen Beitrag darüber.

      Viele Läden auf der Galerie über den Gleisen des Bahnhofs Basel SBB lassen sich bereits heute mit Lastenfahrräder beliefern. Die Galerie ist vom Gundeldingerquartier her über eine flache Rampe erreichbar. Zu den Bahnsteigen und in die grosse Halle geht es mit grosszügigen, gut gewarteten Liften in denen auch Liegetrikes problemlos Platz finden. Das ist ÖV und Liegetrike pur! Wenn ich das nächste Mal mit dem Gekko in Basel bin mache ich Bilder.

      Liebe Grüsse aus der Schweiz
      Eduard

        Maria Jeanne Dompierre - 27. März 2018 Reply

        Sehr interessant, Eduard. Wenn du die Gelegenheit hast, Fotos zu machen, wäre das wunderbar.

    Kimie - 26. März 2018 Reply

    Liebe Maria,
    den ‘Hype’ um die Lastenräder bekomme ich hier auch mit. Der wird gerade exzessiv vom ADFC betrieben, die sich hier sogar um Ausstellungen bemühen. Ebenso war hier auch eine Radtour nach Holland geplant, um die Schokolade abzuholen.

    Ich habe leider gerade wieder eine Pechsträhne mit meinem Trike: die Antriebswelle ist gebrochen.
    Erst sagte mir ein Zweiradhändler vor Ort, dass ich einen neuen Rahmen haben müsste, und das hätte
    wohl aus finanzieller Sicht das ‘Aus’ für mein Rad bedeutet. Zum Glück hat mich Hasebikes in Waltrop eines Besseren belehrt. Es ist ‘nur’ die Antriebswelle, evt. die Kugellager, die ausgetauscht werden müssen. Fahrrad Seiffert in Bad Arolsen hat mir Hilfe zugesagt. Also bringe ich demnächst mein Trike nach Bad Arolsen (bei Kassel) und lasse es dort reparieren. Bei der Gelegenheit lasse ich gleich eine Inspektion machen. Somit gibt es zu Ostern zwar noch keine Radtour, aber zur Frühlingssaison werde ich es dann wohl wiederhaben. Ein paar hundert Euro darf ich natürlich insgesamt wieder berappen…

    Ich schreib dir auch nochmal ne Email…

    Liebe Grüße
    Kimie

      Maria Jeanne Dompierre - 27. März 2018 Reply

      Liebe Kimie,

      na dann aber schnell in die Werkstatt, damit du nicht den Saisonstart verpasst!
      Mit so einem Trike muss man wirklich immer in bisschen Geld auf der Seite haben, falls mal etwas mehr anfällt als nur die Inspektion.

      Ich hoffe du hast es bald wieder.

        Kimie - 13. April 2018 Reply

        Hallo Maria,
        heute war ich in Bad Arolsen bei Fahrwerk Seifert. Der hat mein Rad repariert, also die gebrochene Antriebswelle ausgetauscht und eine Inspektion gemacht. Bei der Gelegenheit hat er gleich die gesamte Kettenführung geändert, die recht abenteuerlich war. Mir war das ja auch schon aufgefallen, aber da ich noch Neuling bin, dachte ich, dass müsste so sein… Von wegen! Jetzt sieht alles viel sauberer und auch nicht mehr so gefährdet aus. In Zukunft dürfte ich keine Probleme mehr mit der Kette haben.

        Und dann hat er mir noch Neuigkeiten über meine Trike erzählt, was ich bis jetzt gar nicht wusste:
        1. Das Rad ist nicht Baujahr 2009, sondern mindestens 15 Jahre alt.
        2. Das Differential wurde mal nachträglich eingebaut.
        3. Im Rad war schon mal ein Motor von Akkurad verbaut.
        4. Derjenige, der den Motor eingebaut hat, hatte offensichtlich keine Ahnung davon.
        Da ist wohl einiges gemacht worden, was man eigentlich anders (besser) macht.

        Ist aber alles kein Grund zum Ärgern, denn das Rad war schon sehr günstig, sodass ich auf jeden Fall ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis habe, auch wenn ich jetzt noch etwas nachbessern lasse. Auch der Motor mit Einbau hätte normalerweise rund 1000 Euro teurer sein müssen.

        Es ist trotzdem intakt und fährt jetzt ordentlich. Das eine oder andere kann man bei Gelegenheit mal nachbessern. Mit dem Wichtigsten haben wir heute begonnen, und das war die Kettenführung. Dadurch ist die Kette jetzt auch nicht mehr so anfällig zum Abspringen und hat weniger Verschleiß. Auch der Motor hat es etwas leichter.
        Da ich alles so günstig bekommen habe, zahle ich dabei auch nicht drauf. Wenn man neu ist in der Szene, muss man erstmal herausfinden, welche Adressen gut und für einen selbst bzw. für das eigene Trike am besten geeignet sind.

        Das war wieder ein langer Weg heute, insgesamt aufgrund einer Umleitung gut 500 km,
        aber es hat sich gelohnt, zumal ja auch die Inspektion fällig war.
        Auf dem Weg hab ich noch jedes Mal an dich gedacht, wenn ich an der Abfahrt ‘Detmold’ vorbeigefahren bin…

        LG Kimie

Inge Heitland - 28. März 2018 Reply

hallo, ihr lieben Trikeradler,
ich wünsche allen angenehme Ostertage mit möglichst viel Sonne, damit geplante Radtouren durchgeführt werden können. Ich freue mich auch schon auf die Zeit, wo man nicht viele Schichten übereinander anziehen muss. Die Zeit, die man damit verbringt, könnte man viel besser draussen mit dem Trike nutzen…
liebe Grüsse. Inge

Maria Jeanne Dompierre - 28. März 2018 Reply

Liebe Inge,

oh, so nette Ostergrüße! Vielen Dank!
Da habe ich in all meinem “Schnee-Modus” doch glatt gelesen “… mit möglichst viel Schnee, damit …” 😀
Ich musste gleich noch zwei Mal lesen, weil ich es nicht fassen konnte.

Ich wünsche dir schöne Ostertage – irgendwie sollten wir uns mal wieder sehen …. wir waren so eine schöne Gruppe bei Hase Bikes.

    Axel - 4. April 2018 Reply

    Moin allseits,

    Ostern ist mittlerweile verstrichen und ich hab schon wieder mal ein paar Tage nicht hier rein geschaut und schon ist wieder schwer was los… 😉

    Am nächsten WE wäre, naja -ist “Jahrestag” dieses bemerkenswerten Treffens! (Was schon? – Jo!)

    Na gut, das kriegen wir wohl nicht mehr hin. Wer will denn alles nach Germersheim?
    Vllt. lässt sich ja was organisieren…

    Wir haben doch so viel vor dieses Jahr… (bei mir wirds schwierig)

    Grüsse aus HH, wird endlich wärmer.
    Axel

      Maria Jeanne Dompierre - 5. April 2018 Reply

      Schon ein Jahr her? Andererseits kommt es mir auch so vor als kannten wir uns ewig.

      Ich habe ja schon angekündigt, dass ich dieses Jahr nicht zur Spezi kann.
      Aber Eduard ist z.B. dort und trifft sogar meine Mutter 😀

      Ich kann euch nur dazu ermuntern … verabredet euch, tauscht Handynummern aus, um euch dort zu sehen.

      Ja, die Termine! Im Mai findet jedes Wochenende ein Liegeradtreffen statt. Unmöglich, an allen teilzunehmen, auch wenn sie locken.

      Wie HH?! Im letzten Kommentar schickte ich dir Grüße in die Hauptstadt …

Inge Heitland - 30. März 2018 Reply

liebe Maria Jeanne,
ja, ein Treffen wäre sehr schön. Vielleicht eine kleine Trike Tour in deiner Umgebung? Übeigens mein verstorbener Mann kam aus der Nähe von Lemgo: Ubbedissen bei Bielefeld.
liebe Ostergrüsse mit möglichst viel Sonne. Inge

Eduard J. Belser - 31. März 2018 Reply

Guten Morgen Maria Jeanne

Gestern hab ich ein kurze Tour unternommen, um bei einem kultigen Café mit Bäckerei einen Cappuccino zu trinken und Brot zu kaufen. Als ich mich auf meinen Gekko setzte, kam eine Gruppe von vier älteren Leuten aus dem Café und steuerte auf ihre E-Bikes zu,. Da sagte die eine Frau: «Das ist ja in Gekko, wie ihn mein Mann kaufen will». Dann war plötzlich klar, dass es sich um jenen Herrn handelt, der mich wegen des Gekkos anmailte, mit dem ich telefoniert hatte und mit dem ich abgemacht habe, dass er mich mit einem E-Bike von Freiburg nach Hause begleiten wird. So klein ist die Welt. Wir haben sehr gelacht und sind einen Teil des Rückwegs zusammen gefahren. Er wird übrigens auch in Germersheim sein.

Wegen der Fahrt nach Freiburg nächste Woche sehe ich mir mehrmals täglich die Wetterprognose an. Heute sieht es für Mittwoch und Freitag wieder sehr schlecht, d.h. regnerisch aus. Ab übernächstem Montag ist hingegen sonniges, warmes Wetter angesagt. Langsam wird die Warterei auf gutes Wetter mühsam und nervt. Ich möchte endlich den Ausblick auf die gediegen Pinion-Schaltung und das neue Fahrgefühl geniessen. Die Testfahrt mit dem TRIGO UP wartet auch noch.

Liebe Grüsse und frohe Osterfest
Eduard

Maria Jeanne Dompierre - 1. April 2018 Reply

Lieber Eduard,

ja, das Wetter nervt! Wie als Aprilscherz schneit es heute schon wieder am ersten April.
Schöne Begegnung, sie du beschreibst. Manch einer von uns ist ja wahrer Botschafter der Trikes 🙂

Germersheim wird bestimmt ein wunderbares Erlebnis.
Halte durch, bald darfst du deine Pinion genießen.

Tanja Lieder - 10. April 2018 Reply

Das Frühjahr kommt … volle Sonne … rauf auf’s Tr(b)ike.

Gestern fuhr ich mit meinem Sohn meinem Mann entgegen, der von der Arbeit mit seinem Trike heimfuhr.
Endlich wieder warm! Das lustige daran:
Ich ging raus zu meinem Trike und ging dann aber nochmal zurück, weil ich tatsächlich dachte, ich hätte was vergessen. Ich stand an der Tür und überlegte. Ich hatte lediglich mein Handy und meinen Schlüssel in der Hand.

Da wusste ich, was fehlte, bzw. nicht fehlte:

Normal würde ich jetzt meinen Fleecejacke, Regenjacke, Halstuch, Stirnband und Handschuhe holen … wie leicht dass Leben sein kann … das ist doch klasse!
Und da genießt man doch das Fahren noch viel mehr.
Hoffe auf viele warme, bzw. trockene Tage dieses Jahr.

LG,
Tanja.

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