Ich lüfte jetzt endlich das süße Geheimnis. Warum habt ihr wochenlang nichts mehr von mir gelesen?

Neues Familienmitglied

Es gibt vierbeinigen Zuwachs im Hause LiegeradFrau! Ein kleines, zierliches Windspielmädchen ist eingezogen. Alva ist körperlich zwar wesentlich größer als ihre schon erwachsene Halbschwester, aber mit ihrem Dreiviertel Jahr trotzdem die "große Kleine".

Alva (links im Regenmantel) versucht Luna anzuziehen.

Für den Blog ist hier die Kurzversion wie es dazu kam; alle, die mich noch in Natura treffen, müssen sich dann die lange Version antun, bei der ich aus dem Schwärmen nicht mehr herauskomme. Ich bin nämlich schwer begeistert und mega stolz auf meine beiden Windhunde. 

Luna ist schon zwei Jahre alt und hatte eine fürchterliche Kindheit. Seit Auszug bei der Züchterin mit zwei Monaten, fristete sie in einem Käfig ihr Dasein, aus dem sie nie herauskam. Als das der Züchterin zu Ohren kam, knallte sie der Tierquälerin den Kaufbetrag auf den Tisch und nahm die mittlerweile ein Jahr alte Luna wieder mit.  

Dieser entzückende kleine Windhund fiel mir im Rudel der Züchterin gleich auf als ich Alva am Tag nach ihrer Geburt zum ersten Mal besuchte. Da ich mir nicht zutraute einen Welpen großzuziehen und mich gleichzeitig einem weiteren fremden Hund zu widmen, warteten wir bis "Alva aus dem Gröbsten draußen" war.

Ihr werdet Luna sicher verzeihen, dass sie seit November meine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch genommen hat. Neben meiner Arbeit blieb da einfach kein Raum mehr. 

Der Windhund, der nicht rennen durfte

Luna ist eine ganz liebe Seele und unterscheidet sich von Alva in vielerlei Hinsicht, so dass die beiden sich toll ergänzen. Zum Glück hat sie ihren Glauben an die Menschen nicht verloren und geht fröhlich auf sie zu. Seit ich das Rudel der Züchterin noch mal besuchte, weiß ich auch, dass Alva eine große Vertreterin ihrer Art ist. Luna ist klein und wirkt zerbrechlicher. Da sie sich in ihrer wichtigsten Entwicklungsphase nicht bewegen konnte, hat sie körperliche Einschränkungen, die ich nun therapieren lasse. Sie soll unbeschwert zusammen mit Alva am Trike laufen können, wenn die im Frühling so weit ist.

Zur Zeit sitzen die beiden fast ausschließlich im Anhänger, wenn ich mit dem Trike unterwegs bin und laufen nur ganz kurze Strecken. Zu Übungszwecken sozusagen und im Schneckentempo. Aber auch das macht schon sehr viel Spaß. 

So kommt es, dass Paul, der doch eigentlich ein Schönwetterradler ist, nun auch im Winter auf dem Trike sitzt, um mich auf Einkaufstouren zu begleiten.

 Ich habe nämlich Angst, die beiden alleine warten zu lassen. Die Wirkung dieser geballten Niedlichkeit aktiviert sicherlich die ein oder andere kriminelle Energie bei sonst eher unbescholtenen Bürgern. (Alleine Emilia wurde mir schon zweimal gestohlen.)

Winter

Apropos Winter. Ja, ich radle auch in diesem Herbst und Winter immer noch meine Alltagsstrecken. Ich gebe aber gerne zu, dass es abends nach 20 Uhr nicht immer nur eine Freude ist.

Doch was ich letztes Jahr schrieb, gilt auch heute noch: Unterwegs verfliegt die Unlust irgendwann und ich habe ein Lachen im Gesicht. Okay, es friert teilweise ein bisschen fest im kalten Wind, aber hey: Da hebt alleine die pure Mechanik des Lächelns schon die Laune.

Zur Zeit ist es häufig so, dass entweder Regen droht, es gerade regnet oder geregnet hat. Auch bei Sonnenschein sind die Wege noch matschig. Mein Credo lautet: Bei drohendem Regen radle ich auf jeden Fall, denn oft bleibe ich trocken und wenn nicht, bin ich eh schon auf dem Liege-Trike.

Trike und Anhänger sind momentan immer verdreckt.

GoSwiss Drive - unerfreulich

Eigentlich habe ich keine große Lust darüber etwas zu schreiben.
Alleine daran merkt ihr, dass der Wurm drin ist.

Ich sage es jetzt mal so und an dieser Stelle deswegen, damit ich das Interview dann für sich in schön fließendem Text stehen lassen, ohne weitere Bemerkung:
Der Film ist längst fertig geschnitten und auch den Text dazu habe ich schon verfasst.

Das Video gab ich zur Ansicht an GoSwiss Drive und seither warte ich auf Feedback. Auf meinen Vorschlag hin, dass ich es ungesichtet veröffentliche, baten sie mich noch einmal um Aufschub. Da schien noch die Sonne. 

Mehr sage ich nicht dazu. Auch in Kommentaren werde ich darauf nicht weiter eingehen. Aus strategischen Gründen.

Zu Gast im Radio - erfreulich

Am Sonntag, den 13. Januar kannst du mich abends live im Chat kontaktieren.
Ich bin Gast bei Rockradio in Berlin, wo mich Sven Marx im Rahmen einer Diskussion aus der Reserve locken wird.

Es gibt auf der Website Rockradio.de einen Live-Chat, wo du während der Sendung an uns schreiben kannst, um dich in die Unterhaltung einzuklinken. Sven und ich haben uns nicht abgesprochen, das wird ein spontanes und authentisches Gespräch, in dem wir durchaus verschiedene Positionen einnehmen können.

Ich werde erzählen wie ich in dieser Jahreszeit meinen inneren Schweinehund überwunden bekomme, um aufs Trike zu sitzen, statt das Auto zu nehmen. Denn diese Option habe ich ja immer. Das ist manchmal sehr verführerisch ... vielleicht kannst du davon etwas für dich mitnehmen.

Auch über Infrastruktur, die mich immer wieder nervt, werden wir sprechen. Nein, nicht über Radwege und Ampelanlagen. Ich werde auch nicht über Autofahrer schimpfen. An dieser Polarisierung beteilige ich mich nicht. Ich stecke ja selbst regelmäßig in beiden Schuhen, auch wenn ich mich verkehrspolitisch viel mehr über das Radfahren definiere.

Was mich aber immer wieder umtreibt ist die Planung von neuem Wohnraum. Da werden doch tatsächlich immer noch diese engen Verliese entworfen, in denen dann auf einer Handvoll Quadratmeter zehn Fahrräder kreuz und quer hineingeworfen werden (sollen). Okay, dass für Spezialräder wie unsere sperrigen Trikes oder einspurigen Liegeräder keine Kapazitäten mit einkalkuliert werden, leuchtet mir noch irgendwie ein. Aber nur irgendwie. Denn gerade im urbanen Bereich sind Lastenräder schwer auf dem Vormarsch. Die brauchen auch ganz schön viel Platz.

Davon abgesehen dürfte es aber doch kein großes Insiderwissen mehr sein, dass sich immer mehr Menschen ein hochpreisiges Pedelec anschaffen. Und die sollen dann in dieser  unwürdige Sammelablage geparkt werden, wo viele ihre Räder rücksichtslos am anderen vorbeischrammen? Wenn man das schwere Teil überhaupt erst in den Keller bekommt, denn dort befinden sich die Katakomben ja dann meist. Schon beim Schreiben steigt mein Blutdruck etwas an, merke ich gerade.

Also, schaltet Rockradio am Sonntag, den 13. Januar ein und beteiligt euch über den Chat. Das wird spannend! Um 20 Uhr geht es los. Sven erzählt einführend über seine Radlerfahrung in Japan.

Das ist für uns besonders interessant, weil er mit einem Rad von Hase Bikes wieder dorthin reisen wird. Auf dem Pino zusammen mit einem Kumpel, der blind ist. Zu den Paralympics. Toll oder?

Hase Bikes sponsort sein tolles Liegetandem, das mit Motor ausgestattet sein wird. Gerade fangen sie an, es für Sven zu bauen. Mit viel Glück passt es terminlich so, dass ich euch per Kamera mit zur Übergabe nehmen kann.

Also, vielleicht hören wir ja einander am nächsten Wochenende, ich würde mich sehr freuen. Bis dahin!

PS: Den Tatort könnt ihr auch über die Mediathek nachholen :-)
PPS: Für alle, die gerne auf Facebook unterwegs sind, ist hier der Link zur Sendung als Veranstaltung. Sven freut sich bestimmt, wenn du anklickst, dass du auch dabei sein wirst. https://www.facebook.com/events/343347199574649/

PPPS: Die Musik wurde von mir ausgesucht. Darüber erfährst du auch schon eine Menge zu mir als Person ... Ich habe mir gründlich überlegt, ob ich das wohl bringen kann. Aber auch hier bleibe ich authentisch - sorry schon mal im Voraus :-D


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Henrike - 5. Januar 2019 Reply

Hallo Maria,

wie schön wieder von dir zu lesen.
Toll, dass deine Pause mit einem positiven Ereignis zusammenhängt. Herzlichen Glückwunsch zu eurem neuen Familienmitglied!

Dass du auch im Winter so viel mit deinem Trike fährst, bewundere ich sehr. Ich habe mein Kettwiesel vor einigen Wochen in den Winterschlaf versetzt und werde es erst im Frühjahr wieder aufwecken.

Dass bei neu gebauten Wohnungen nicht auf akzeptable und vor allem auch sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, geschweige denn für Trikes oder andere Fahrräder oder auch Anhänger, die mehr Platz benötigen als normale Räder, geachtet wird, finde ich auch sehr schlimm.
Als wir vor mehr als einem Jahr umgezogen sind, war das u.a. ein sehr wichtiger Punkt bei der Wohnungssuche. Eine normale Garage, wie wir sie jetzt haben, ist gut, aber im Winter, wenn das Auto auch darin steht, doch schon sehr eng. Das Kettwiesel passt dann so gerade quer vor die rückwärtige Wand. Für noch mehr Fahrräder ist schon kein Platz mehr vorhanden.

Ich wünsche dir für 2019 alles alles Gute und weiterhin viel Spaß und Freude mit Alva und Luna

Liebe Grüße
Henrike

    Maria Jeanne Dompierre - 6. Januar 2019 Reply

    Liebe Henrike,

    danke für die Glückwünsche!
    Ich glaube, dass die meisten (Liege)RadlerInnen Winterpause machen. Ich kann das gut verstehen, freue mich aber natürlich über jeden und jede, die die Radlsaison ausweiten.

    Du bist nicht die einzige, die ich kenne, die ihren Wohnort nach Unterbringungsmöglichkeiten für das Trike aussucht. Dazu wird uns Sven in der Radiosendung sicherlich einiges erzählen können, denn mitten in Berlin ist das noch mal eine ganz andere Hausnummer mit dem Platz.

    Ich wünsche dir auch einen tollen Start in das noch junge Jahr und viel, viel Vorfreude auf den Frühling, wenn du auf deinem Kettwiesel wieder die Gegend erkundest.

      Eduard J. Belser - 19. Februar 2019 Reply

      Hallo Maria
      Am Sonntag hatte ich um 11 Uhr eine Führung in meiner Tramausstellung in Basel. Ich habe den Gekko in der Bahn mitgenommen. Ich habe bei herrlichem Sonnenschein den Zug über die interessantere alte Hauensteinlinie genommen. Nach der Führung habe ich auf der Terrasse des Hotels Kraft am Rhein bei angenehm frühlingshafter Wärme im Freien mittaggegessen. Danach habe ich zuversichtlich den Heimweg über den Jura unter die Räder genommen. Aber ich habe die Strecke unterschätzt. Auf dem schlechten Radweg im schattigen Waldenburgertal würde es mühsam. Ab Waldenburg müsse ich auf der breite, gut ausgebaute obere Hauenstein-Passstrasse mit schnellem Autoverkehr fahren. Etwa zwei Kilometer vor der Passhöhen in Langenbruck müsste ich den zweiten Akku anzapfen. Danach kam die lange Abfahrt, meistens im Schatten, nach Basthal. Es war arschkalt. Schön war dann die Ausfahrt aus der Balsthaler Klus, wo ich das ganze Alpenpanorama kitschig, rosarot vor mir hatte. Um 18 kam ich ziemlich durchgefroren zu Hause an und war froh rasch unter die warme Bettdecke zu kommen.

      Gestern habe ich das prächtige Wetter genutzt, um den Gekko nach Freiburg zu Bea ins Radhaus zur jährlichen, grossen Vorsaisoninspektion zu bringen. Durch die Erfahrung von Sonntag klüger geworden, habe ich bis Muttenz die Regionalzüge benutzt. Dann habe ich die Basler Innenstadt grossräumig umfahren, in Birsfelden auf die rechte Rheinseite gewechselt und in Weil-Friedlingen deutschen Boden erreicht. In Haltigen habe ich in den Regionalzug bis Schallstadt verladen und bin von dort zum Radhaus in Freiburg-Herdern geradelt. Auf der Rückfahrt ohne Gekko habe ich bis Weil am Rhein den Regionalzug benutzt, bin dort in die Tram umgestiegen, um die Streckensperrung wegen eines entgleisten ICE-Zuges zwischen dem Badischen und dem Bahnhof SBB zu umfahren. Kurz vor sieben Uhr war ich wieder zu Hause.

      Die Bestandesaufnahme an welchen Bahnhöfen ich zwischen Freiburg und Basel ohne übermässigen Stress mit dem Gekko in und wiederaus dem Zug komme war ernüchternd. Deshalb werde ich am Donnerstag früh nach Freiburg fahren und auf halber Strecke nach Basel einen längeren, wärmenden Mittagshalt einplanen und erst in Basel SBB auf den Zug umsteigen.

      Bea lässt Dich übrigens herzlich grüssen.

      Liebe Grüsse
      Eduard

      PS: Bernadette und Dieter werden voraussichtlich endlich zum Wochenende ihre Scorpion S-Pedelecs erhalten. Die Zulassung für die Schweiz ist allerdings immer noch nicht ganz abgeschlossen. Es ist einfach unglaublich, welche Sesselfurzerorgien unsere Beamten da abfeiern.

        Eduard J. Belser - 23. Februar 2019 Reply

        Guten Morgen Maria

        Gestern konnte ich den Gekko im Radhaus abholen. Mit dem neuen Sitzbezug, dem zweiten Rückspiegel, dem Umbau auf hydraulische Bremsen und dem neuen Hinterreifen sieht er fast wieder aus, wie neu ab Werk. Mark hat sehr gut gearbeitet und sich ein Trinkgeld verdient.

        Die Bauarbeiten für die neue Tramlinie sind beendet, so dass ich bei wenig Verkehr durch und aus der Stadt auf den Radweg Richtung Breisgau gekommen. Dort bin ich Richtung Bad Krotzingen abgebogen und habe mich vor Mühlheim in die Hügel Richtung Staufen verfahren, da wegen des bedeckten Himmels die «grosse Orientierungsleuchte» nicht zu sehen war. Die Fahrt durch die Obstgärten, Weinberge und kleinen Dörfer war aber sehr schön. Nordöstlich von Mühlheim war dan das Umstecken auf den zweiten Akku fällig. Am Südrand von Mühlheim habe ich dann den vertrauten Radweg Richtung Auggen und Schliengen wieder erreicht. In einer guten Metzgerei in Schliengen und einem Café habe ich Mittagspause gemacht. Dann gings entlang dem Isteinerklotz nach Weil am Rhein durch den Zoll und über die vertraute Route durch die Stadt zur Rückseite des Bahnhofs SBB. Über die Rampe, die Gallerie und den Aufzug habe ich den Bahnsteig zur S3 nach Olten erreicht und konnte mich gerade noch mit dem Gekko in den bereits ziemlich vollen Zug quetschen.

        In Olten bin ich vom Gleis 11 über die Rampe in die Unterführung gefahren, durch die Velostation und dort über die Rampe auf die Strasse, habe den Bahnhof umfahren und auf Gleis 1 in den Regio Richtung Solothurn verladen. Es hat alles bestens geklappt und mein Gekko ist bereit für die kommende Fahradsaison.

        Liebe Grüsse
        Eduard

Thorsten - 5. Januar 2019 Reply

Moin Maria!

Auch ich habe mich gefreut Neues zu lesen. Mit den beiden Windhunden habt ihr ja richtige Laufhunde in die Familie aufgenommen.. Da bringt das Trikefahren im Frühjahr bestimmt doppelt Spaß.

Schade, das GoSwissdrive nicht in die Gänge kommt. Mein Scorpion wurde rechtzeitig zum Schmuddelwetter Mitte November ausgeliefert und insofern fahre ich zzt. auch nur die Einkaufswege mit dem Trike. Für Touren aus Jux und Dollerei ist mir nur bedingt. Mit dem Motor bin ich absolut zufrieden.

Den 13. habe ich mir vorgemerkt!

Viele Grüße aus Hamburg!

    Maria Jeanne Dompierre - 6. Januar 2019 Reply

    Hallo Thorsten,

    ich hatte mein Scorpon auch im schönsten Winterschmuddelwetter bekommen.
    Aber was heißt „nur Einkaufswege“? Das ist doch toll! Super, dass du das im nasskalten Winter lebst. Du hast ja auch ein traumhaftes Trike.
    Trotzdem, ich kann deine Sehnsucht nach schönen Touren nachvollziehen. Ich sage mir derzeit: mit jedem Tag werden die Tage wieder länger und heller.

    Ja, ich freue mich, wenn beide Hunde am Trike nebenher, oder auf geeigneten Wegen gerne auch vorneweg, laufen können. Aber so richtige Laufhunde sind sie ja eigentlich nicht. Windhunde sind Kurzstreckensprinter. Die geben gerne für einige hundert Meter Vollgas ( was bei den Kleinen mit ca. 42 km/h schon imposant aussieht, die Größten werden fast so schnell wie ein Gepard) und dann ist die Energie erst mal verpufft. Von daher gesehen ist der Terrier ein Radbegleiter mit besserer Konstitution, aber auch die Windigen können einige Kilometer genießen. Dafür habe ich ja den Anhänger und den täglichen Sprint bekommen sie heute auch schon.

    Hast du einen GoSwiss Motor oder den Shimano?
    Schöne Grüße zum wunderbaren Hamburg.

Peter Stadtler - 11. Januar 2019 Reply

Guten Morgen, Maria,

und nachträglich noch die besten Wünsche für ein hoffentlich Trike- und hundefreundliches 2019! Ich bin immer mal wieder gern auf deiner Seite, um von deinen Erlebnissen rund um das Trikefahren zu erfahren. Ich selber liebäugle schon lange mit einem Scorpion – und im Herbst kam tatsächlich die gute Fee und nun wird in Kriftel ein FS26 für mich als Dienstrad zusammengeschraubt! So richtig glauben kann ich es noch nicht – aber zum Februar könnte es theoretisch bereits bei meinem Händler abholbereit sein und die Vorfreude ist riesig. Insofern wird das Scorpion auch ein Winterkind. Und ich merke, wie sich mein Gewissen meldet. Als leidenschaftlicher Radler nutze ich mein treues Gudereit Zweirad auch im Winter, der aktuell hier in München und Umgebung ja wieder zu bundesweiter Berühmtheit gelangt…;-).
Im Hinblick auf das Scorpion bin ich zwigespalten: einerseits lockt es ja schon vorab wegen der 3 Räder zum ausgiebigen Gebrauch gerade bei der aktuellen Witterung. Andererseits sind mir die Äußerungen eines leidenschaftlichen Scorpionfahrers und -händlers im Ohr geblieben, der sein Trike bewusst zuhause lässt bei Schnee in der Stadt, weil er den Streusalzmischungen auf den Straßen misstraut und im Hinblick auf den Wert dieser Räder nicht riskieren will, dass das Material darunter leidet und im schlimmsten Fall das Aluminium reagiert – Blasen wirft. Mein mittlerweile 14 Jahre altes Gudereit hat bisher jeden Winter schadlos überstanden, aber seine Argumente sind auch nicht von der Hand zu weisen. Wie sind denn so deine Erfahrungen bzw. die deiner Community im Hinblick auf Fahren auf gestreuten Straßen?

Unabhängig von der Witterung wünsche ich dir und deiner Familie weiterhin alles Gute und uns Lesern deines Blogs weiter viele unterhaltsame und informative Einträge!

Viele Grüße nach Westfalen

Peter

    Maria Jeanne Dompierre - 12. Januar 2019 Reply

    Hallo Peter,

    das sind ja tolle Neuigkeiten!
    Glückwunsch! Kannst du es denn noch die paar Wochen aushalten?

    Ganz ehrlich: Bei Streusalz fahre ich nicht.
    Glücklicherweise liegt bei uns nur noch selten Schnee und nach einigen Tagen hat der Regen die gröbsten Salzreste weggewaschen. Deswegen kann ich die meiste Zeit des Winters radeln.

    Eduard, der sein Gekko heiß und innig liebt und ja auch gar kein Auto hat, lässt sein Trike auch stehen. Und ich weiß von noch mehr eingefleischten Trikern, dass ihnen das wertvolle Gefährt einfach zu schade ist, wenn das Salz alle möglichen Komponenten ruinieren könnte.

    Manchmal aber fahre ich doch.
    Wenn du es verständlicherweise nicht aushalten kannst, geht dein Trike natürlich wegen ein oder zwei Fahrten nicht kaputt. Aber dann würde ich, so halte ich es selbst auch, gleich nach der Fahrt die Kette reinigen und neu ölen, sowie das ganze Trike gründlich reinigen. Weil ich dazu zu faul bin, lasse ich dann meist lieber das Trike stehen. Man muss das nach jeder Fahrt machen.

    In deinem Falle aber, macht es dir bestimmt Vergnügen, dein schönes Scorpion liebevoll zu pflegen.
    Mein Händler hat mir außerdem noch dazu geraten, bei regelmäßiger Schnee-Salz-Fahrt den Rahmen nach gründlicher Reinigung mit einem Mittel einzureiben, das einen Schutzfilm bildet, an dem das Wasser und anderes, abperlt. So leidet zumindest das Aluminium nicht.

    Aber Bremsbeläge, -scheiben und anderes, bleibt dem weiter ausgeliefert und vieles muss bei regelmäßiger Beanspruchung dann vorzeitig gewechselt werden.

    Ich würde also einen „Mittelweg light“ wählen an deiner Stelle:
    Vielleicht drei oder vier solcher Salzfahrten und nach jeder eine gründliche Reinigung.
    Dann passiert nicht viel.

    Viel Freude und erzähl uns doch mal wie es dir mit deinem neuen Scorpion so ergeht.

Axel - 11. Januar 2019 Reply

Na, erstmal ein Gutes Neues an dich, Paul und alle Mitleser!

Und schön, dass du noch “lebst”, bei – na, zumindest ordentlicher Gesundheit. Hatte wirklich Befürchtungen, dass es etwas eher Negatives sein könnte, was womöglich gar zur Einstellung dieses Blogs führt.

Für Go-Swiss (!) scheint Germany / Allemagne weit “hinter den 7 Bergen” zu liegen, dass ihnen gute Fachpromotion so wenig wichtig ist. Schade um dein Engagement und deine Arbeit.

Ich kann es nicht lassen: Was macht denn das Projekt “ICE” (und ich meine nicht den Fernzug)?

Das mit Sven u. Dir im Radio klingt spannend. Da man ja wohl sowieso nicht als “Zuschauer” (?!?) im Studio dabei sein kann, macht es ja auch nicht viel, dass ich z. Zt. nicht in Berlin bin.
Aber Grüße an Sven, das Weltprojekt samt Rückkehr habe ich leider nicht mehr so verfolgt. :-/
Durch den Hase-Plan steckst du ja irgendwie da auch schon wieder mitten drin. ;-) Oder bist du gar Initiator bzw Vermittler?!

Ich selbst habe mittlerweile etwas gespart, jetzt warte ich noch auf das geeignete Schnäppchen… ;-)

Grüße aus z. Zt. Neuss, Axel

    Maria Jeanne Dompierre - 12. Januar 2019 Reply

    Danke, Dir auch ein Frohes Neues Jahr.
    Schön, dass du auch noch lebst :-) es ist schön eine Weile her, dass ich von dir hörte.
    Dann bist du also umgezogen? Dann warst du bestimmt sehr beschäftigt.

    Beim Projekt „ICE“ kam nun der Winter dazwischen. Kirk wollte mir gerne ein Trike mit dem neuesten Shimanomotor geben, damit ich top ausgerüstet bin für meinen steilen Berg. Ich nehme an, das wir im Frühling wieder Kontakt haben werden, zur Zeit sind die Leitungen still.

    Du hast richtig geraten: Im Projekt Sven-Pino-Hase war ich treibende Kraft. Ich hab mich so gefreut, dass es geklappt hat!

    Aha, dann ist es bei dir also in absehbarer Zeit soweit? Das wäre ja super. Halt uns doch bitte auf dem Laufenden. Beste Grüße in deine neue Heimat!

Eduard J. Belser - 11. Januar 2019 Reply

Liebe Maria Jeanne

Auch von mir noch nachträglich alles Gute und Liebe zum neuen Jahr, Gesundheit und jede Menge Spass mit dem Scorpion und Dein Vierbeinern.

Ich bin in Wien mit dem Silvesterkonzert der Wiener Philharmoniker und einer Neujahrsaufführung der «Fledermaus» in der Volksoper äusserst gediegen und genussvoll ins neue Jahr gerutscht. Nach über 20jährigem, fleissigem Ausfüllen der Verlosungsformulare für die Konzerte der WienerPhilharmoniker zum Jahreswechsel hat es heuer endlich einmal geklappt. Es war absolut grossartig!

Schade war, das der Gekko nicht mit war. Wien hat ein ganz tolles Radwegenetz. Ich habe deshalb eigens ein Metermass mitgenommen um im ÖBB-RailJet das Fahrradabteil und die Zugänge dazu auszumessen. Eine ärgerliche Fehlkonstruktion! Die Tür zum Fahrradabteil ist nu 72 cm breit. Da passt der Gekko nur gefaltet durch.

Bei uns ist es grauslich nasskalt und die Strassen werden wegen des Schnees gesalzen. Mein Gekko steht in der Garage und ich musste feststellen, dass er vorne links Luft verliert und habe sicherheitshalber einen neuen Schlauch gekauft um Abhilfe zu schaffen. Vorne ist die Montage ja bei einem Trike einfacher als bei einem konventionellen Rad.

Liebe Grüsse
Eduard

    Maria Jeanne Dompierre - 12. Januar 2019 Reply

    Ich wünsche dir natürlich auch ein tolles Jahr 2019 mit unzähligen Erlebnissen auf drei Rädern, Eduard.
    Der Mann meiner Freundin hat die Fledermaus an dem Ort, den du besuchtest, auch schon dirigiert. Das war bestimmt ein Genuss.

    Nasskalt ist es heute auch, aber Salz liegt nun keines mehr. Oder nicht mehr viel.
    Ich war bei strömendem Regen heute mit den Hunden auf Tour und muss zugeben, dass das nur mäßig Spaß gemacht hat. Trotzdem kamen 17 Kilometer zusammen und die Bewegung tat einfach gut.
    Wir hatten einen schlimmen Schneesturm vor einigen Tagen und so hatte ich tagelang Zwangspause.

    Ich hoffe, die Schweiz taut bald auf und schicke dir winterliche Grüße.

Norbert - 11. Januar 2019 Reply

Hallo Maria-Jeanne,

Dir, Paul und euren beiden Mitbewohnern alles Liebe, viel Erfolg und Zufriedenheit sowie natürlich ganz viel Gesundheit im Jahr 2019.
Ich bin sehr froh, dass der Grund für Deine lange Schweigsamkeit ein so positiver ist.
Ich bin nicht bei Facebook unterwegs und hoffe deswegen, dass Du bei Deinem Interview eine Kamera mitlaufen lassen darfst.

Mein Trike steht immer noch in der Garage bei einem Freund. Es ist jetzt beschlossene Sache, dass der Motor ausgebaut wird und an Alber zur Prüfung gesendet wird. Ich bin nur noch nicht sicher, ob ich das bei meinem Händler oder von einem Freund machen lasse. Sicher ist, dass ich mich mit dem Rad nicht mehr wohl fühle und darüber nachdenke mir früher als geplant ein anderes zu zulegen. Dafür aber muss das Rad in Ordnung sein, da ich “leider” nicht lügen kann.

Wie ich Dir schon mal geschrieben hatte denke ich auch darüber nach ein Rad mit Tretlagermotor und, das wird Eduard freuen, einen Nabenmotor. Das würde ich aber dann gerne noch mal ausführlich Probefahren. Meinst Du es hat Sinn mich in dieser Sache mal direkt an HP zu wenden?

Das ist allerdings alles noch nicht spruchreif, weil ich auch das Ergebnis von Alber abwarten möchte. Sollte der Motor tatsächlich einen Schaden haben, fährt mein Trike ja vielleicht wieder so wie im Oktober.

Ich wünsche Dir und Paul ein schönes Wochenende und sende liebe Grüße nach Norden.

Norbert

    Maria Jeanne Dompierre - 12. Januar 2019 Reply

    Lieber Norbert,

    ich danke dir!
    Natürlich wünsche ich dir und deiner Frau das gleiche.

    Du kannst bei der Radiosendung morgen dabei sein, denn das hat mit Facebook nichts zu tun.
    Der Sender hat seine eigene Webseite, auf der man chatten während der Sendung kann.

    Schöne Pläne hast du, auch wenn der Anlass nicht schön ist.

    Vielleicht weiß HP ja einen Händler, bei dem du ausführlich Probe fahren kannst, der gut bestückt ist.

    Mehr dazu gerne über E-Mail :-)

    Beste Grüße!!

Jürgen Gradenegger - 17. Januar 2019 Reply

Hallo Maria,

ich wünsch dir, Paul und den beiden Hunde ein frohes und erlebnisreiches Jahr! Ich habe vermutlich die Erklärung, warum sid Die Leute von Go Swiss Drive nicht mehr zu deinem Video gemeldet haben. So wie es aus sieht wird leider Go Swiss Drive abgewickelt. Hier ein Artikel darüber:

https://www.sazbike.de/hersteller/industrie/motorenlieferant-go-swissdrive-loest-1668719.html

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was HP Velotechnik in Zukunft verbauen wird. Aus dem Artikel kann man vernehmen, dass man in Kriftel weiter am Konzept des Nabenmotors festhalten will. Mir fällt nur kein Hersteller ein der den noch aktuellen Antrieb ersetzen könnte. Nicht in der Qualität. Es bleibt also spannend.

Ich habe übrigens deine Radiosendung am Sonntag mit großem Vergnügen verfolgt. Jetzt weiß ich, das wir nicht nur Liegeräder mögen, sondern auch die gleiche Musik. Die Themen waren auch sehr interessant und gut gewählt.

Herzliche Grüße

Jürgen

    Axel - 18. Januar 2019 Reply

    Wow, das ist mal ne Meldung!
    Wenn selbst Maria als betroffene Kundin und indirekte Werberin nichts davon wusste (?) ;-) (Ich denke schon, aber sie durfte natürlich nix schreiben.)
    Das ist dann schon recht offensichtlich der Hintergrund fürs Schweigen bei GoSwiss.
    Schon bedenklich, wenn sowas passiert und jetzt erst recht schade um Marias Bemühen. Das ist vermutlich nun ein historisches Dokument, das niemand mehr zu Gesicht bekommen wird.

    Es zeigt auch auf, dass diese ganze Technik aufwändig und teuer ist, z. T. sicher auch durch die gewisse “Exklusivität” (kleiner Kundenkreis), nicht zu vergleichen mit der Verbreitung des Verbrennungsmotors, der wiederum eigentlich auch schon überlebt sein sollte.

    Vllt kannst /darfst du ja nun doch noch ein paar Worte zu den Umständen sagen, Maria?!

      Maria Jeanne Dompierre - 18. Januar 2019 Reply

      Auf deinen Verstand ist Verlass, Axel. Deine Vermutung in Klammern trifft es.
      Mir wurde auch einiges im Nachhinein klar und in dem Artikel, den ich die nächsten Tage verfasse, werde ich dann auch ehrlich schreiben was ich bezüglich meines Videos erfahren habe / musste.

      Tja, historischer Dokument … du sagst es. Nicht mehr verwendbar.
      Aber einige Ausschnitte kann ich schon daraus nehmen und werde das auch tun.

      Es ist nicht einfach als kleiner Hersteller neben den Boschs und Shimanos zu bestehen. Die allermeisten Fahrräder haben keine Hinternabenmotoren, das ist eher die Ausnahme.

      Über die Umstände kann ich vielleicht im nächsten Beitrag etwas sagen. Ich versuche, GoSwiss ans Telefon zu bekommen. Falls nicht, muss ich schweigen.

      Eduard J. Belser - 20. Januar 2019 Reply

      Hallo Maria Jeanne und Axel

      Da kann man wirklich nur sagen: «Ach du mega-giga-grosse Scheisse! Was mach ich, wenn mein GoSwiss Drive aussteigt? Bin ich dann am Arsch des Propheten? Jetzt brauch ich einen Schnaps!»

      Liebe Grüsse
      Eduard

      PS: Wie heisst es doch bei Wilhelm Busch: «Wer Sorgen hat, hat auch Likö.r»

        Maria Jeanne Dompierre - 21. Januar 2019 Reply

        Schöner könnte man es kaum ausdrücken! :-D
        Ich hoffe, ich habe außer Likör außerdem noch handfeste Antworten auf die berechtigten Sorgen, wie es weitergeht für uns Verbraucher.

    Maria Jeanne Dompierre - 18. Januar 2019 Reply

    Lieber Jürgen,

    da ich die LiegeradFrau bin, habe ich schon mit HP Velotechnik ausführlich gesprochen.
    Das ist eine ganz schön harte Nachricht, denn wir fragen uns natürlich alle, wie es mit Service, Gewährleistung und Ersatzteilbeschaffung weiter geht.

    Ich werde über das Wochenende einen Beitrag dazu schreiben.

    Schön, dass dir die Radiosendung gefallen hat. Noch schöner ist es für mich zu lesen, dass dir die Musik gefallen hat. Ich habe lange überlegt, ob ich das wirklich bringen kann. Aber ich muss gestehen, dass es keine Alternativen gab. Was gerade in den Charts gespielt wird, kenne ich wenig und damit kann ich mich einfach nicht identifizieren.
    So habe ich wenigstens schon mal deinen Geschmack getroffen, das freut mich.

      Jürgen Gradenegger - 20. Januar 2019 Reply

      Hallo Maria,

      Das mit der aktuellen Musik geht mir genauso. Wobei mir als Schlagzeuglehrer das ein oder ander zugetragen wird. Deswegen höre ich privat um so gerner Klassik und Jazz, den ich selbst auch regelmäßig spiele. Mir war natürlich schon klar, dass du zum Thema Go Swiss nicht ganz so offen sein kannst und über den Vorgang schon gesicherte Ahnungen hattest. Das war mir klar, als ich die Meldung gelesen habe. Ein Hammer ist es dennoch. Der Service dürfte das größte Problem sein. Wenn da was in ein paar Jahren kaputt geht, könnte es schwierig werden. So bin ich im Nachhinein froh, dass ich meine Bestellung eines s-pedelecs bei hp velotechnik auf 2020 aus ganz anderen Gründen verschoben habe. Bis dahin sieht man wohin die Reise gehen wird. Aber einfach dürfte es für unser Freunde in Kriftel nicht werde. Ich würde nach so einer Erfahrung ja zu einem etablierten Hersteller wechseln. Aber offensichtlich will man am Heckantrieb fest halten. Es bleibt also spannend und ich freue mich auf deinen Artikel dazu.

      Herzliche Grüße

      Jürgen

        Maria Jeanne Dompierre - 21. Januar 2019 Reply

        Am Heckantrieb “festhalten” würde ich so nicht interpretieren.
        Als Kunde hast du ja immer die Wahl, statt Heckantrieb den Tretlagermotor zu bevorzugen.

        Für beide Varianten gibt es Vor- und Nachteile. Und mit Sicherheit ist ein nicht zu vernachlässigender Vorteil des Tretlagermotors, dass da ein Globalplayer als Firma dahintersteht, bei dem man sich nahezu sicher sein kann, dass nicht plötzlich Schluss ist.

        Diesen Aspekt werde ich zumindest in meine Liste “Für und Wider” mit aufnehmen, wenn mich jemand fragt, wie er entscheiden soll.

        Wir beide könnten auf jeden Fall wunderbar darüber dikutieren, weil wir uns schnell einig wären, welche Hintergrundmusik uns dabei begleiten soll. Musikalisch bist du ja sehr breit und abwechslungsreich aufgestellt.

        Ich werde heute versuchen, einen persönlichen Kontakt zu GoSwiss zu bekommen, bevor ich etwas schreibe. Aber die Erfahrung hat mich gelehrt, nicht allzu geduldig zu warten.

          Jürgen Gradenegger - 21. Januar 2019 Reply

          Das war mein Gedanke, da HP ja schon den Steps im Program hat. Wenn ich auch sagen muss, dass mir der Go Swiss Drive besser gefallen hat. Aber da werden wir warten müssen, was als nächstes kommt. Ein Tretlagermotor hat definitiv den Vorteil, dass man ihn ohen Probleme mit einer Rohloff oder einer Nuvinci kombinieren kann. Der Heckmotor hingegen bietet die bessere Fahrdynamik. ich bin jedenfals gespannt. Ich hoffe nur, dass im Zuge der Änderungen das S-Pedelec nicht wegfällt. Der Neo Drive bietet diese Option bislang nämlich nicht. Ich bin jedenfals auf die Lösung dieses Problems sehr gespannt.

          Ja, schon aus beruflichen Gründen bin ich musiklisch natürlich sehr breit aufgestellt. Ich höre aus beruflichem Interesse auch anstrengende Sachen, wie Neue Musik und natürlich auch Free Jazz. Dennoch bietet meine Musiksammlung vermutlich genügend Überschneidungen. Da bin ich mir sicher.

          Viel Grüße

          Jürgen

    Eduard J. Belser - 24. Januar 2019 Reply

    Lieber Jürgen

    Gestern Nachmittag war ich trotz Temperaturen um 0 °C – es hat beim Durchfahren einer Pfütze geknirscht – mit dem Gekko unterwegs und kann das «Nicht in der Qualität» von Dir nur voll unterschreiben. Der GoSwiss Drive mit dem Pinion-Getriebe zusammen dürfte einfach sehr, sehr schwer zu übertreffen sein. Das Ding ist einfach so unglaublich toll zu fahren. Und ich musste solange ackern bis es soweit war.

    Aber velleicht tut sich uns doch noch ein Türchen auf und jemand kauft die Reste von GoSwiss auf und fährt weiter. Aber es müsste jemand mit viel finanziellem Schnauf sein, damit wir die nötige Sicherheit wieder haben.

    Am Sonntag geh ich zur GV von FutureBike Schweiz und bin sehr gespannt, was ich dort zum Fall GoSwiss zu hören bekomme. Die GV findet bei Wolf & Wolf in Muttenz bei Basel statt. Diese bauen äusserst hochwertige Reiseliegeräder – leider nur mit Kettenschaltung! – und setzen den NeoDrive ein.

    Deren Alpentourer AT1 ist aus einem alljährlichen Abschlussprojekt der Freien Oberschule FOS Muttenz entstanden. Dort bauen die MaturandInnen (AbiturientInnen) unter der Anleitung von Wolf & Wolf ihre eigenen Liegeräder von Grund auf selbst zusammen und gehen damit auf eine grosse Abschlussreise, die in der Regel über die Alpen ans Mittelmeer führt. Einfach toll und sicher ein Erlebnis fürs ganze Leben!

    Am Abend werde ich mich dann bei Jacques Offenbachs «Rheinnixen» im Stadttheater Biel entspannen. Letzten Sonntag war ich an der Mozart-Matinée einer jungen Sängerin aus unserer Region im Museum Blumenstein in Solothurn. Es war einfach unglaublich, was dieses zierliche, zum tot umfallen hübsche Mädchen stimmlich drauf hat. Ich war ganz hin und weg. Sie hat auch bereits ein festes Engagement mit grossen, anspruchsvollen Titelrollen am Nationaltheater Mannheim. Den Namen Amelia Scicolone wird man im Ohr behalten müssen. Es ist tröstlich, dass es noch junge Leute gibt, die richtig Singen lernen und es auch wirklich können. Man wird heute so unsäglich nervend und flächendeckend mit dem hässlichen Geschrei von Leuten akustisch terrorisiert, die nicht mehr können als mit dem Hintern zu wackeln und ein Mikrophon in der Hand zuhalten und dennoch zu Weltstars hochgejubelt werden. Da kann man wirklich nur «Madonna» seufzen.

    Heute Abend treffe ich mich mit Dieter und einem weiteren Freund um unser Projekt einer mehrtägigen Radreise an die Spezi 2019 in Germersheim zu besprechen. Es wird spannend. Wir haben uns einen Tisch in einem besonders guten Restaurant reserviert.

    Liebe Grüsse
    Eduard

      Jürgen Gradenegger - 24. Januar 2019 Reply

      Hallo lieber Eduard,

      ich fahre auch tapfer bei Wind und Wetter. DA bin ich ja mal auf deine Infos zum Neo Drive gespannt. So wie ich das verstanden habe, wollte die Ortlinghausgruppe einfah nicht noch mehr Geld rein stecken. Insofern wäre es auchnur logisch die Patente zu veräussern. Jedoch würde dies, gesetzten Fall es fände sich jemand , der die Patente übernehemen würde, einige Zeit kosten. Und dann wäre noch lange keine Produktion aufgebaut. Ich fürchte solange kann HP nicht warten. Aber da bleibt uins wohl vorerst nur abzuwarten, was als Ersatz nach kommt.

      Das sind ja tolle Projekte die die Abiturientenbei euch machen. Das ist mit Sicherheit eine prägende Erfahrung. Insbesonders, da sie ja ihr eigenes Rad bauen. Was deine Eindrücke zu den Gesngeskünsten der aktuellen Musiklandschaft angeht, kann ich dir nur zustimmen. Gerade heute habe ich im Zug einen Musikerkollegen getroffen und wir waren uns in unserer Unterhaltung einig. Früher war in dem Punkt mehr Lametta.

      Liebe Grüße

      Jürgen

Thorsten - 18. Januar 2019 Reply

Hallo Maria!

Um die Frage zu beantworten: Ich habe den neuen GoSwissdrive mit dem großen Akku am Scorpion und bin sehr zufrieden mit dem Motor. Jetzt hoffe ich natürlich das der Motor und die Software problemlos weiter laufen. Wie der Support ab 2020 aussieht kann man ja nicht abschätzen. Als Heckmotor bleibt dann ja wohl noch der Neodrive, wobei die Ähnlichkeit zum GoSwissdrive schon groß ist.

Mit einem Shimano Steps kann man allerdings auch nichts verkehrt machen. Meine Frau hat den Motor an ihrem Patria mit Gatesriemen und die Kombination plus Nabenschaltung ist das wartungsfreindlichste was ich mich vorstellen kann.; Riemen geht natürlich nicht am Liegerad, aber auch mit Kette ist der Antrieb problemlos.

Ich sehe die Entwicklung erstmal gelassen.

Viele Grüße aus dem Norden!

    Maria Jeanne Dompierre - 21. Januar 2019 Reply

    Lieber Thorsten,

    ein Tretlagermotor ist am Liege(drei)rad schon etwas anderes als beim aufrechten Fahrrad, das ist wahr.
    Ich denke da v.a. an diejeneigen, die im Rehabereich unterwegs sind. Da braucht es oft ein dynamischeres Ansprechen und Extrafunktionen wie den Rückwärtsgang. Das bieten die großen Hersteller nicht.

    Hier wird der Vor- zum Nachteil: Weil sie so riesig sind, haben sie kein Interesse daran, spezielle Funktionen für so eine kleine Nischengruppe wie die Liegeräder, zu entwickeln. Wozu auch? Da wird knallhart ökonomisch kalkuliert. Es lohnt sich nicht.

    Ja, es war sogar schwierig genug für die Liegeradmanufakturen, überhaupt einen von den Großen dazu zu bewegen, Kooperationspartner zu werden.

KlausD - 2. Februar 2019 Reply

Hallo Maria-Jeanne,

ich muss jetzt doch eine kurze Nachricht loswerden. Ich freue mich so, dass es diesmal ein erfreulicher Grund für die Pause in Deinem Blog ist. Ich hatte große Sorge, wollte aber auch nicht mit einer Mail oder einer Nachricht nerven.

Ich wünsche Dir und Euch viele tolle Touren und bin gespannt davon zu lesen.

Das mit dem Video über GoSwissDrive ist wirklich ärgerlich. Musst Du jetzt überhaupt noch Rücksicht nehmen. Ich bin sicher, dass Dein Eindruck viele Leserinnen und Leser interessieren wird, auch wenn es jetzt fraglich ist, ob ein Kauf noch Sinn macht.

Für mich ist das eines der Beispiele, warum ich bei einem elektrisch unterstützten Rad skeptisch war. Für mich ist ein Fahrrad kein (ok, nur teilweise) Lifestyle-Produkt. Auch und gerade weil ich bereit bin, für gute Qualität auch Geld auszugeben, erwarte ich im Gegenzug natürlich auch, dass ich es lange nutzen kann. Das sehe ich bei der ganzen E-Unterstützung noch etwas skeptisch.

Da helfen auch die “großen Spieler” nicht viel. So haben beispielsweise sowohl Bosch als auch Shimano nach wenigen Jahren ihre Aufnahmen in den Rahmen geändert. Ich finde es ja gut, dass es große Fortschritte gibt, aber dass sich das dann nicht an die gleiche Aussparung im Rahmen schrauben lässt, ist schon ärgerlich. Da ist der Ansatz von HP, den Motor im Ausleger einzubauen hilfreich, da muss dann “nur” der Ausleger weggeworfen werden.

Ich hoffe, dass ich damit bei meinem hoffentlich im März kommenden Pino mit dem neuen STEPS 6100 Motor nicht bald schon vor einer Investitionsruine stehe.

Alles Gute und viele Grüße

Klaus

Marc - 10. Februar 2019 Reply

Hallo liebe Maria, hallo liebe Community,

mein Name ist Marc und ich komme aus dem Nordwesten. Dies ist mein erster Beitrag hier im Blog und ich bin mir nicht sicher, ob er an dieser Stelle korrekt platziert ist, es geht bei mir auch um Go Swiss drive. Bitte seht es mir nach, sollte ich falsch liegen.

Seit Weihnachten bin ich stolzer Besitzer eines HP Velotechnik Scorpion fs 26 mit Pinion und GSD Motor. Für den Motor habe ich mich entschieden, weil ich das Vorgängermodel in meinem Aufrechtfahrer verbaut habe. Hier allerdings mit einer Kettenschaltung. Habe also einen direkten Vergleich zwischen GSD mit Can-Bus und Bike-Bus.
Hätte ich die Information von heute im November bei der Bestellung gehabt, wäre mein Scorpion jetzt mit einem Tretlagermotor ausgestattet. Kurz gesagt, bin vom neuen GSD enttäuscht!

Das alte System fährt sich »butterweich« spricht gut an, unterstützt vortrefflich und ist sparsam im Verbrauch. Die Leistungsabnahme ist laut Display immer kontinuierlich und variiert so zwischen 20 und 120 Watt bei normaler Geradeausfahrt (Berge gibt es hier ja nicht). Bedeutet, nur wenn ich durch Pedaldruck mehr Leistung fordere, stellt der Motor sie auch zur Verfügung.

Anders ist das beim neuen CAN-Bus System. Hier spricht der Motor zwar auch gut an, fährt dann auch einigermaßen sanft bis 20 km/h hoch, verringert das Drehmoment dann aber spürbar. Um dann überhaupt die 26/27 km/h Endgeschwindigkeit zu erreichen, muss ich ganz schön ins Pedal treten und das bei Stufe 5.
Während der Fahrt ist mir zusätzlich aufgefallen, dass ich keine kontinuierliche Leistungsabnahme habe, sondern eine impulsartige. Dabei schnellt Leistungsanzeige von 0 Watt bis zu 200 Watt, oder noch höher, in die Höhe und somit gibt mir der Motor immer wieder einen Schub, den ich sehr unangenehm finde.

Hat jemand von euch Erfahrung mit dem Can-Bus GSD-System? Ich vermute hier fast einen Defekt am Drehmomentsensor oder eine falsche Programmierung. Die neuen Funktion (Boostfunktion, Bergabfahrtassistent) funktionieren bei mir auch nicht, was hier im Flachland aber nicht weiter tragisch ist.
Mein Händler gab mir den Tipp eine Email zu GSD zu schreiben, aber ob ich da noch jemand erreiche… ? Alternativ werde ich mich mit mein Problem an HP wenden.

Über die Pinion kann ich jetzt bereits einen kurzen Erfahrungsbericht schreiben, sofern jemand Interesse hat.

Vielen Dank an alle und ich freue mich dabei sein zu können!

Viele Grüße von Marc

    Maria Jeanne Dompierre - 15. Februar 2019 Reply

    Lieber Marc,

    super, dass du uns schreibst.
    Deine Erfahrungen sind sehr interessant.

    Ich habe überhaupt keine Erfahrung mit dem Can-Bus System.
    An deiner Stelle würde ich mich sofort an HP Velotechnik wenden. Die sind recht flott in ihrem Kundenservice und immer bemüht.

    Ich könnte mir auch vorstellen, dass man deine überhöhte Anschubkraft einfach über die Software einstellen kann.

    Schreib doch später noch mal, ob HP Velotechnik dir helfen konnte und das Problem gelöst ist.

      Marc - 18. März 2019 Reply

      Hallo liebe Maria, hallo liebe Community,
      nun war mein Radl zur Erstinspektion beim Händler. Der Hersteller HP empfahl mir im Zuge der Erstinspektion ein Softwareupdate mittels Fernwartung aufspielen zu lassen.
      Der junge Mitarbeiter, dem ich das Problem beschrieb, hat gerade seine Ausbildung zum Zweiradmechatroniker beendet und kennt sich recht gut Elektrofahrrädern aus. Nachdem er seine eigenen Erfahrungen mit dem Antrieb gemacht hatte, wusste genau wovon ich rede und wie er das Fahrverhalten bei HP beschreiben soll. HP konnte ihn jedoch nicht weiterhelfen und hat ihn erwartungsgemäß an GSD verwiesen.

      Ein Softwareupdate war nicht nötig, wurde hier versichert. Das Fahrverhalten des neuen Motors ist absichtlich so programmiert um die Reichweite zu optimieren. Die gefühlte Bremse bei 20 km/h hat ihre Begründung in den gesetzlichen Anforderungen für Pedelecs hieß es weiterhin. Das muss man also so hinnehmen.
      Zum nicht funktionierenden Bergabfahrtassistenten bekam ich die Antwort er funktioniert nicht, weil der Konkurrent hier bereits ein Patent drauf hat. Habe dies nur zur Kenntnis genommen und gar nicht mehr weiter nachgefragt.

      Wie ich kürzlich erst festgestellt hatte, ist die Reichweite des GSD G2 (so die offizielle Bezeichnung) sehr Stark im Gegensatz zum Vorgänger-System eingeschränkt.
      Der Akku erreicht die angegebenen 636 Wh oder 17,5Ah bei weitem nicht. Nach angezeigten 400 Wh ist Schluss. Die Unterstützung fährt auf ein Minimum zurück. Der Tageskilometerzähler kratzt dann gerade so an der 100 und das bei durchgehend Stufe 1. Mit dem Vorgänger-System hat mein Bruder einmal 160 km erreicht.
      Man hätte ähnliche Erfahrungen gemacht, schrieb mir HP nachdem ich dort gefragt hatte.

      Ich könnte jetzt Böse sein und behaupten ich weiß warum GSD sich auflöst, beziehungsweise warum sich die Ortlinghausgruppe aus den Antriebssektor für Elektrofahrräder zurück zieht, jedoch schweige ich dazu.
      Allerdings finde ich es schon ganz schön traurig 4 Riesen allein für ein Antriebsstrang (Elektroantrieb und Getriebeschaltung) zu bezahlen, der doch eher mittelmäßig ist. Der zweite Akku ist hier noch nicht mitgerechnet. Woanders bekomme ich dafür ein richtig gutes Fahrrad.

      Hoffentlich machen andere Nutzer des GSD G2 andere, bessere Erfahrungen.
      Würde mich echt freuen, könnte ich mich einmal mit anderen Nutzern austauschen. Vielleicht habe ich ja ein Montagsmodell erwischt :)

      Liebe Grüße
      Marc

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