Nach GoSwiss kommt “neodrives” als Hinterradmotor

Ihr Lieben,

pünktlich zur Eurobike ließen die Krifteler endlich die Katze aus dem Sack. 
Eigentlich ja überpünktlich, denn die Aufmerksamen unter euch hatten die Info schon entdeckt.

Lange haben wir uns gefragt welchen Hinterradmotor HP Velotechnik zukünftig verbauen wird. Einige von euch haben da schon richtig spekuliert:
Es wird der neodrives, den auch ICE Trikes schon seit Jahren anbietet.

Neues aus Kriftel - Saison 2020

Ich habe mit HP Velotechnik am Telefon über den neodrives Motor gesprochen und darüber hinaus noch einige Infos zu weiteren Neuerungen für die nächste Saison erfahren, die ich hier vorstellen möchte.

Bild: HP Velotechnik - mit freundlicher Genehmigung

Für alle, die gar nicht mehr von ihrem Trike-Sessel aufstehen möchten, gibt es einige Details, die den Komfort steigern und das Gefühl vermitteln, in einem Cockpit zu sitzen.

Das bewährte Baukastensystem zum individuellen Zusammenstellen seines Trikes bleibt erhalten, wird aber um eine weitere attraktive Möglichkeit ergänzt:
Wer nicht wochenlang auf sein Trike warten möchte, kann nun ein schon vorab fertig zusammengestelltes Scorpion erwerben, das montiert auf den Versand wartet und  es innert Tagen in Empfang nehmen - das schlägt sich auch preislich nieder.


Neuer Hinterradmotor  für die Saison 2020  -  nedorives

Auf der Website von neodrives kann man erfahren, dass sich die Entwickler des Problems der Überhitzung bei langanhaltenden Anstiegen angenommen haben. 
Unter der Überschrift "Ihre Vorteile" wird der Punkt Thermomanagement aufgeführt, wonach dank verbesserter Thermostabilität "lange Bergfahrten mit dem neodrives System problemlos möglich" sein sollen. 

Wenn sich das in der Praxis so verhält wie angepriesen, wäre damit eine offene Wunde der Hinterradantriebe geheilt. In meinen Augen war dies stets das stärkste Argument gegen den Heckmotor für passionierte Bergtourenfahrer mit hoher Zuladung.

Weiter unten führt der Hersteller noch einmal sehr präzise die Vorteile gegenüber des Mittelmotors auf und bekennt sich passioniert zum Hinterradantrieb.

neodrive motor

Bild: HP Velotechnik - mit freundlicher Genehmigung

Der Hersteller

Hinter neodrives steckt das Unternehmen Alber GmbH, das sich auf Elektromobilität spezialisiert hat, insbesondere im Rehabereich.

Das Unternehmen entwickelt und produziert verschiedene Mobilitätshilfen für Rollstühle und passt damit in seiner Ausrichtung hervorragend  zu den Liegedreiradherstellern, deren KundInnen mit besonderen Bedarfen auf Innovation und Weitsicht angewiesen sind.

93 % der Teile und Baugruppen des Neodrives Antriebssystem werden in Deutschland gefertigt und die Endmontage findet zu 
100 % in Albstadt statt.

Für unsere Kunden und Partner bieten wir so eine verlässliche und hohe Verarbeitungsqualität, Langlebigkeit sowie dank kurzer Werkstattzeiten schnelle Reaktion bei Servicefällen.

So hat neodrives prompt den Rückwärtsgang als Funktion bereitgestellt, wie Alexander Kraft, Pressesprecher von HP Velotechnik am Telefon begeistert berichtet. In seiner offiziellen Pressemitteilung erklären die Krifteler, dass sie aus diesem Grunde ab November 2019 alle 15 Baureihen mit dem nedrives Z20 von ALBER ausstatteten und damit seinen bisherigen Premiumhersteller GoSwiss Drive ersetzten. Dieser Schritt sei notwendig geworden, "nachdem die Schweizer Anfang 2019 ihren Rückzug aus dem Markt bekannt gegeben hatten."

Hier findest du die Originalpressemitteilung (einfach auf das Symbol klicken).

Wir werden uns also einige Monate in Geduld üben müssen, um herauszufinden, wie sich der neodrives im Alltag bewährt.

Mit HP Velotechnik habe ich geplant im Frühling 2020 ein Trike mit dem neuen Motor für euch zu testen.

Technische Daten Alber neodrives Z20

(nach Angaben von Alber)

Unterstützung:

bis 25 km/h

Nominalleistung:

250 W

Maximalleistung:

kurzzeitig bis 700 W

Anfahrhilfe:

auf Knopfdruck bis 4 km/h

Kraftverstärkung:

bis 300 % (5 Stufen)

Rekuperation:

Funktion vorhanden (2-stufig)

Max. Drehmoment:

40 Nm (gemessen am Hinterrad)

Gewicht Motor:

ca. 4 kg

Akku:

36 V Li-Ion (abnehmbar, mit Schloss)

Gewicht Akku:

3,5 kg

Mehrgewicht:

ca. 8,7 kg (Gesamtsystem)

Ladezeit:

ca. 4 h (nach 50% Ladezeit ca. 80%)

Extra:

Touchscreen (bei Nässe und mit Handschuhen bedienbar, USB-Schnittstelle

Reichweite:

bis 145 km*

Aufpreis Motor:

2.890,– / 2.990,– € (Ein-/Mehrspurer)

Lieferbar:

für Modelle von HP VELOTECHNIK ab
November 2019  im
Fachhandel erhältlich

* Laut Hersteller bei 100 W Fahrerleistung und günstigen Bedingungen:
Fahrt in Unterstützungsstufe 1, flaches Terrain, 70 kg Zuladung inklusive Fahrer.

Quelle:  HP Velotechnik

Liebe zum Detail für noch mehr Komfort

Neben des neuen Motors hat sich HP Velotechnik auch dem Thema Gepäckmitnahme gestellt und bietet für die kommende Saison neue Lösungen an.

Mehr Gepäck für großes Hinterrad

Einige von euch hatten schon lange geklagt, dass die Ladekapazität für Radreisen begrenzt ist, da dem Trike mit großem Hinterrad die Ablage oben gefehlt hatte. Jetzt gibt es einen "richtigen" Gepäckträger, der auch obenauf Fläche bietet und sich von der Optik des Handtuchhalters verabschiedet.
Allerdings sollte auf der Ablage eher sperriges denn schweres Gepäck verstaut werden, nicht mehr als zehn Kilogramm. Ansonsten droht Kippgefahr in den Kurven.

Der Gepäckträger kostet 109,- Euro und ist, wie die anderen hier vorgestellten Zubehöre, ab November diesen Jahres unter dem Namen Top Load im Fachhandel erhältlich. 

Bilder: HP Velotechnik - mit freundlicher Genehmigung

Zum Vergleich: links die alte Version des Gepäckträgers mit großem Hinterrad, rechts die neue mit Auflage oben

Wir passionierten LiegeradlerInnen lassen uns ja allerhand einfallen für unsere Alltagsbedürfnisse. So kann man immer wieder die Kreativität und den Einfallsreichtum bewundern, die manche Trikes zieren, wenn es darum geht Navi, Smartphone oder Tablet so anzubringen, dass man eine gute Sicht vom Sitz aus hat.

„Zubehör, das umstandslos an Spezialräder wie die von HP VELOTECHNIK passt,
gibt es noch viel zu wenig am Markt. 

Durch Rückmeldungen unserer Kunden wissen wir aber genau, was sie sich für noch mehr Komfort und Funktionalität wünschen.

Deshalb haben wir jetzt unsere Zubehörserie erweitert.“

Paul Hollants, Geschäftsführer HP Velotechnik

Halterung für Bildschirme am Lenker

HP Velotechnik fasst das unter dem schönen Ausdruck "digitale Handgeräte" zusammen. Das klingt wirklich wunderbar deutsch.

Vielleicht konnten sich die Herren H und P die Verschandelung ihrer ästhetischen Trikes nicht länger ansehen und haben deswegen auch hierfür eine optisch schöne wie praktische Lösung gefunden.

Auf der Zubehörliste findet sich diese Halterung unter dem Namen Universal Mount und kostet 34,90 Euro.

Bilder: HP Velotechnik - mit freundlicher Genehmigung

Noch mehr Taschen & Tassenhalter

Ich hatte es oben schon erwähnt: am besten steht man gar nicht erst wieder auf, nachdem man seine Wohlfühlposition im Sitz gefunden hat.

Bild: HP Velotechnik - mit freundlicher Genehmigung

Um uns zum Nochmehr-Fahren zu verführen, bietet HP Velotechnik nun einen Seitentaschenhalter an, an dem wir verschiedene Anbauteile anbringen können. 

Auf Lenkertaschen für Aufrechträder müssen wir nicht mehr neidisch schielen, sondern können sie neben uns anbringen, damit wir nützliche und notwendige Utensilien in Reichweite haben.

Sogar einen Trinkbecher können wir dort montieren, um beim Warten an der Ampel einen Schluck unseres Lieblingsgetränks zu genießen.
Das mag den ein oder die andere vielleicht davon überzeugen, bei kalter Witterung doch das Trike zu bemühen, wenn im Thermosbecher der heiße Tee oder der köstlich dampfende Kaffee die Fahrt versüßt.

Der Halter trägt den Namen Side Bag Mount und kann mit bis zu fünf Kilogramm belastet werden. Für die Trikes Gekko und Scorpion zum Preis von 119,- Euro erhältlich (UVP).

Bild: HP Velotechnik - mit freundlicher Genehmigung

Special Edition - Fertigbau

HP Velotechnik hat sich etwas für sein beliebtestes Scorpion-Modell (voll gefedert, faltbar) einfallen lassen.

Ab November kann es schon fertig konfiguriert bestellt werden und steht zum Versand bereit. Statt sich aus dem Baukasten alle Komponenten zusammenzusuchen, haben die Krifteler in diesem Paket alles drin, was ihrer Erfahrung nach am nützlichsten, beliebtesten und gesetzlich verkehrskonform ist. Dabei kommt der Komfort keineswegs zu kurz. Kopfstütze und Handauflagen sind beispielsweise Teil des Lieferumfanges. 

Vorteil: kurze Lieferzeiten, besserer Preis

Die Vorteile eines Rundum-Pakets: es ist günstiger und das Trike kann schon nach wenigen Tagen geliefert werden.

Natürlich bleibt aber weiterhin die Möglichkeit des Baukastensystems bestehen, damit ein Trike ganz individuell zusammengestellt werden kann.

HP Velotechnik nennt das die Special Edition-Serie und hat deren Ausstattung an drei Typen Scorpion-FahrerInnen orientiert:

- sportiver Tourenfahrer
- urbaner Pendler
- Komfort-verwöhnter Silver Surfer

Jaja, beim zuletzt genannten Personenkreis habe ich auch schwer geschluckt. Zu denen gehöre ich mit Sicherheit ebenfalls.
Das Bild ist halt nicht gerade schmeichelhaft, dass ich mich bei den gesetzten Herren mit hoher Stirn und Wohlstandsbäuchlein einordnen soll. Aber so empfindlich sollte man bei der Krifteler Einteilung nun doch nicht sein!

Für jeden dieser drei Nutzertypen gibt es je zwei fertig konfigurierte Modelle.
Zur besseren Orientierung hat HP Velotechnik eine Übersicht für uns zusammengestellt. 

Special Edition Kurzübersicht

Nach Angaben von HP Velotechnik

Tourenmodell Scorpion fs 20

5.120,- Euro

voll gefedert, 20 Zoll-Hinterrad, 27-Gang, mechanischeScheibenbremse, Batterie-Lichtanlage, Rahmenfarbe Cosmic grey


Tourenmodell Scorpion fs 20

5.390,- Euro

voll gefedert, 20 Zoll-Hinterrad, 27-Gang, mechanische Scheibenbremse, Batterie-Lichtanlage, Rahmenfarbe Cosmic grey


Komfortmodell Scorpion plus 20

8.640,- Euro

voll gefedert, 20 Zoll-Hinterrad, Motor Shimano Steps E5000, vollautomatische 8-Gangschaltung, hydraulische Scheibenbremse,
Akku-Lichtanlage, Rahmenfarbe Magma red, Hinterbau schwarz


Komfortmodell Scorpion plus 26

8.690,- Euro

voll gefedert, 26 Zoll-Hinterrad, Motor Shimano Steps E5000, vollautomatische 8-Gangschaltung, hydraulische Scheibenbremse,
Akku-Lichtanlage, Rahmenfarbe Magma red, Hinterbau schwarz


Pendlermodell Scorpion fs 20

8.890,- Euro

voll gefedert, 20 Zoll-Hinterrad, Motor Shimano Steps E8000, elektrische 11-Gangschaltung,  hydraulische Scheibenbremse,

Akku Lichtanlage,
Rahmenfarbe Rapsgelb


Pendlermodell Scorpion fs 26

8.940,- Euro

voll gefedert, 26 Zoll-Hinterrad, Motor Shimano Steps E8000, elektrische 11-Gangschaltung, hydraulische Scheibenbremse,
Akku Lichtanlage,
Rahmenfarbe Matt orange


Lieferbar ab Januar 2020, nur über Fachhandel erhältlich

Hintergrundbild: HP Velotechnik - mit freundlicher Genehmigung

Alle sechs Modelle sind mit dem ErgoMesh-Sitz ausgestattet, wahlweise mit der Standardgröße oder der breiten XL Variante. Der Hinterradmotor bleibt Option für das individuelle Bestellen und ist beim Paket nicht möglich.

Zur Standardausstattung gehört weiterhin:

  • Gepäckträger
  • Schwalbe-Reifen Marathon Plus
  • Schutzbleche Trikefender
  • Rahmenschloss
  • Parkbremse
  • Handauflagen
  • Kopfstütze
  • Regenschutzhusse
  • Wimpel
  • Trinkflaschenset
  • Rückspiegel B&M E

Tourenmodelle ohne Motor

Scorpion fs 20 SE Rahmenfarbe Cosmic grey: Schaltung Tripleshift 27 (STURMEY ARCHER 3-Gang-Nabe mit SHIMANO Deore 9-Gang Schaltwerk und Lenkerendschalthebel), mechanische Scheibenbremse AVID BB7 (einzeln für jedes Vorderrad), Lichtanlage B&M Eyro/Batterie (bis 30 Lux), Rücklicht B&M Toplight FLAT S senso


5.120,00 €

Scorpion fs 26 SE Rahmenfarbe Reinorange matt: Schaltung SRAM 30 und Lenkerendschalthebel, mechanische Scheibenbremse AVID BB7 (einzeln für jedes Vorderrad), Lichtanlage B&M Eyro/Batterie (bis 30 Lux), Rücklicht B&M Toplight FLAT S senso


5.390,00 €

Komfortmodelle mit
SHIMANO-Motor STEPS E5000

Scorpion fs 20 SE Rahmenfarbe Magma red, Hinterbau schwarz:
Schaltung SHIMANO Nexus Di2 (8-Gang Automatik-Nabenschaltung), 36 V Li-Ion Akku (504 Wh), Anfahrhilfe bis 6 km/h, hydraulische Scheibenbremse TEKTRO Auriga gekoppelt (re. montiert), Lichtanlage IQ-X/Akku (Scheinwerfer B&M IQ-XE bis 150 Lux, Rücklicht B&M Toplight 2C), hoher Netzsitz ErgoMesh HS mit passend langem Lenker, wahlweise breiter ErgoMesh HS XL


8.640,00 €

Scorpion fs 26 SE Rahmenfarbe Magma red, Hinterbau schwarz: 
Schaltung SHIMANO Nexus Di2 (8-Gang Automatik-Nabenschaltung), 36 V Li-Ion Akku (504 Wh), Anfahrhilfe bis 6 km/h, hydraulische Scheibenbremse TEKTRO Auriga gekoppelt (re. montiert),
Lichtanlage IQ-X/Akku (Scheinwerfer B&M IQ-XE bis 150 Lux, Rücklicht B&M Toplight 2C), hoher Netzsitz ErgoMesh HS mit passend langem Lenker, wahlweise breiter ErgoMesh HS XL


8.690,00 €

Pendlermodelle mit
SHIMANO-Motor STEPS E8000

Scorpion fs 20 SE Rahmenfarbe Rapsgelb:
Schaltung SHIMANO XT Di2 11-Gang, 36 V Li-Ion-Akku (504 Wh), Anfahrhilfe bis 6 km/h, hydraulischeScheibenbremse TEKTRO Auriga gekoppelt (re. montiert), Lichtanlage IQ-X/Akku (Scheinwerfer B&M IQ-XE bis 150 Lux, Rücklicht B&M Toplight 2C)


8.890,00 €

Scorpion fs 26 SE Rahmenfarbe Reinorange matt:
Schaltung SHIMANO XT Di2 11-Gang, 36 V Li-Ion-Akku (504 Wh), Anfahrhilfe bis 6 km/h, hydraulischeScheibenbremse TEKTRO Auriga gekoppelt (re. montiert), Lichtanlage IQ-X/Akku (Scheinwerfer B&M IQ-XE bis 150 Lux, Rücklicht B&M Toplight 2C)


8.940,00 €

Nach Angaben von HP Velotechnik

Bitte denkt daran, dass die Modelle erst nächstes Jahr bestellbar sind und das Zubehör frühestens im November. Auf der Website von HP Velotechnik findet ihr die Produkte deshalb noch nicht.

Wahrscheinlich werdet ihr euch fragen, ob ich vorhabe, mein Trike in die Breite wachsen zu lassen. Ich habe mir noch keine Gedanken dazu gemacht. Den Halter für mobile Geräte finde ich für meine Zwecke sehr praktisch wegen des Navis.
Mal sehen, ob ich im Winter das dringende Bedürfnis verspüre, einen Becher mit Heißgetränk in unmittelbarer Nähe bei mir zu haben. Bis dahin ist ja noch Zeit ...

Die Urheberrechte aller in diesem Beitrag gezeigten Bilder (inkl. Beitragsbild) liegen bei  HP Velotechnik 


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Carsten Heß - 24. August 2019 Reply

Hallo,

vielen Dank für die Infos. Wir sind zur Zeit dabei meiner Frau ein Scorpion plus zu konfigurieren. Sie ist bewegungseingeschränkt für “normales Zweiradfahren”.
Meine Frage ist, ist eine Rahmenschnellverstellung Ihrer/Deiner Meinung nach notwendig bei den Scorpion-Rädern? Diese ist in den vorkonfigurierten Paketen nicht mit aufgeführt.

Schön, mal wieder etwas von der Liegeradfrau zu lesen.

Gruß aus der Nähe..
Familie Heß

    Eduard J. Belser - 26. August 2019 Reply

    Lieber Carsten

    Wenn nur Deine Frau den Scorpion fährt, bist Du gut beraten, die potentielle Problem- und Ärgerquelle Schnellverstellung weg zu lassen. Bei der Schnellverstellung wird die Kette zusätzlich zweimal umgelenkt, was zwei möglichst zu vermeidende Schwachstellen bedeutet. Ich habe auch bei meinem Gekko auf die Schnellverstellung verzichtet, was von meiner Fahrradmechanikerin Bea mit einem erleichterten Aufatmen verdankt wurde und sich bestens bewährt hat.

    Liebe Grüsse aus der Schweiz und Deiner Frau viel Freude mit dem Scorpion
    Eduard

    PS: HaseBikes hat bei seinem TRIGO das Problem mit einem verschiebbaren Sitz umschifft.

Maria Jeanne Dompierre - 25. August 2019 Reply

Lieber Carsten,

ich persönlich finde eine Rahmenschnellverstellung nur dann sinnvoll, wenn von vornherein klar ist, dass mehr als nur eine Person das Trike nutzen wird.

Ansonsten sind die Räder eher jemandes individuelles Gefährt, es ist recht ungewöhnlich, dass es regelmäßig geteilt wird. Man braucht die Option eher selten.

Seit ihr aus OWL?

Viele Grüße an euch,
Maria Jeanne

Jürgen Gradenegger - 26. August 2019 Reply

Hallo Maria,

das sind doch mal gute Nachrichten. Wobei im Falle des Motors auch fast keine andere Lösung denkbar war. Es gibt ja meines Wissens ausser Neodrive/Alber keinen anderen Hersteller, der etwas ähnliches in der Qualität anbietet. Auch dass es mit Verzögerung wieder ein S-Pedelec geben wird, wie es in der verlinkten Pressemitteilung zu lesen ist, freut mich. Gerade ein Liegerad mit dem Gewicht eines Scorpion ist für mich ideal als S-Pedelec. Man hat einfach Beschleunigungsreserven als Alltagsradler und Pendler. Das war ja einer der Ungewissheiten die ich hatte. Denn der Neodrive wird ja bisher nur als 25er Version angeboten. Aus diesem Grund hatte ich mich ja noch mal für ein normales S-Pedelec von Riese&Müller als Dienstfahrzeug entschieden. Unter diesen Vorzeichen rückt aber auch wieder ein Scorpion auf meine Wunschliste ganz nach oben. Auch das Zubehör finde ich sehr nützlich. Insbesondere der Halter fürs Navi/Smartphone finde ich praktisch. Ich bin auf die Tests mit dem neuen Motor und dem ein oder andern Zubehör gespannt. Ob ich nun ein gebrauchtes Trike privat oder ein neues als Dienstrad zulege, ist bei mir noch nicht gewiss. Dass ich mir aber eines zulege schon. Da hilft jeder Erfahrungsbericht und steigert die Vorfreude.

Viele Grüße

Jürgen

    Maria Jeanne Dompierre - 28. August 2019 Reply

    Lieber Jürgen,

    ich werde beim Testrad auf jeden Fall darum bitten, den Halter für die Bildschirmgeräte ausprobieren zu dürfen. Allerdings werden noch viele Monate vergehen bis es dazu kommt. Im Februar ein Testtrike zu fahren ist nicht ideal.

    Ich freue mich zu lesen, dass deine Pläne wieder an Fahrt aufnehmen.
    Wie ist es für dich mit einem S-Pedelec unterwegs zu sein? Vermisst du nicht die Möglichkeit, Radwege nutzen zu dürfen?

    Gestern kam mir ein S-Pedelec Fahrer auf dem Fahrradweg nach Detmold entgegen. Die Strecke ist sehr idyllisch und führt durch ein kleines Wäldchen, fernab vom Straßenverkehr. Er hatte seine Geschwindigkeit auf “normal Pedelec” gedrosselt und fiel daher nur durch sein Nummernschild auf.
    Es ist so schade, wenn man auf diese Wege verzichten muss.

    Ich kenne allerdings städtische S-Pedelec Fahrer, die sagen, dass sie dankend auf die oft schlecht ausgebauten und miserabel geführten Radwege verzichten und gerne auf der Hauptstraße ungehindert radeln.

    Beste Grüße!

      Jürgen Gradenegger - 3. September 2019 Reply

      Hallo Maria,

      klar wird das mit den Tests dauern. Der neue Motor muss ja erstmal verfügbar sein. Und dann lässt sich die Radbranche bei Lieferungen neuer Modelle ja gerne mal etwas Zeit. Mein S-Pedelec hatte eine Lieferzeit von 3-4 Wochen laut Hersteller. Gekommen ist es dann nach 12 Wochen. Aber so ist das halt. Ich selbst fahre auch mit meinem 25er Pedelec sehr oft auf der Straße, da die Radwege innerorts oft wirklich keine Freude sind. Hier mal 300 Meter, dann hört er einfach auf und nach 50 Metern geht es auf der anderen Seite für 200 Metern wieder weiter. Da müsst echt mal was passieren.

      Ausserorts fahre ich gerne Nebenstraßen und auch Farhradwege. Ich verstehe nicht wieso das ein Problem sein soll. In der geringsten Unterstützungsstufe ist man auch nicht schneller als ein normaler E-Radler oder gar ein Rennradler. Seit ich S-Pedelec fahre fallen mir viel öffter andere S-Pedelecs auf Radwegen auf. Ein großes Problem scheint das wirklich nicht zu sein. Es gibt ja nicht so viele davon. Und von Kontrollen in diesem Zusammenhang habe ich auch noch nie gehört . Es ist wohl eine Grauzone. Offiziell verboten, inoffiziell toleriert. Ich habe aber auch kein Problem damit zur Not auf einer Bundesstraße zu fahren. Das mach ich zwar nicht gerne, weil stressig, aber was muss das muss! 😉

      Ich freue mich auf jeden Fall auf deine Tests. Ich werde wohl eher ein gutes gerauchtes Trike zulegen. Sollte es von HP sein käme dann eventuell nach einiger Zeit eine Aufrüstung in Frage, wie du sie ja auch machen hast lassen.

      Allzeit gute Fahrt und herzliche Grüße

      Jürgen

Eduard J. Belser - 1. September 2019 Reply

Guten Morgen Maria

Bitte teste doch dann auch gleich den Getränkehalter. Ich wollte vor letzten Freitag im Nachbardorf das Freilichtheater «Emma und die Titanic» besuchen, es war ausgebucht. Ich fragte dann zum Glück nach, ob die Rollstuhlplätze vorne an der Tribüne auch verkauft seien. Sie waren es nicht. So konnte ich die witzige Vorführung hochkomfortabel liegend auf dem Gekko doch noch geniessen und war danach blitzartig wieder zu Hause. Der Getränkehalter wäre da noch das i-Tüpfelchen gewesen. Eine kleines Fläschchen Sekt hätte bestens zum Thema Luxusdampfer gepasst. Mein Gekko ist einfach ein geniales Multifunktionsgerät.

Liebe Grüsse
Eduard

Sabine - 10. September 2019 Reply

Hallo Eduard,

ich spiele mit dem Gedanken, mir demnächst ein neues Liegedreirad zu kaufen. Zuerst war ich sehr begeistert von dem Gekko, weil es sich falten lässt, ohne dass der Sitz abmontiert werden muss, bin aber in meiner Euphorie für dieses Modell gebremst, seit ich weiß, dass es keine Federung hat. Ich fahre derzeit mit einem Ice Adventure und dem Go Swiss Drive, das mit einer guten Federung ausgestattet ist. Übrigens hat mein Händler ein T-Blech am Gepäckträger angebracht, so dass mein Rollator immer mitfährt. Das ermöglicht große Mobilität – ein Gefühl grenzenloser Freiheit.

Da ich sehr viel fahre und aufgrund meiner starken Gehbehinderung absolut auf das Rad angewiesen bin, habe ich die Befürchtung, dass das Gekko ohne Federung nicht den Anforderungen entspricht, die ich auf den Radwegen vorfinde: von angenehm glatter Strecke bis Buckelpiste ist alles dabei. Meine Frage nun an dich: Wie empfindest du das Fahren ohne Federung? Hast du einen 26 Zoll Hinterreifen? Wenn ja, stabilisiert es das Rad auf der Strecke? Ersetzt es die Federung?

Ich hoffe, du magst all meine Fragen beantworten und wünsche allzeit “Gute Fahrt!”
Viele Grüße
Sabine

Eduard J. Belser - 13. September 2019 Reply

Hallo Sabine
Ich bin jetzt gerade fünf Tage mit dem Gekko an den Genfersee unterwegs und habe alles an Velowegen erlebt, von wunderbar bis absolut katastrophal. Ich liebe meinen Gekko, weil er so kompakt ist und sich so knackig und agil fährt. Aber gestern habe ich Dieter doch um die Federung seines Scorpions beneidet. Wir waren auf einem ausgewaschenen unwahrscheinlich holperigen Waldweg unterwegs, der unglaublicherweise als Teil der nationale Veloroute 5 ausgeschildert ist. Da bin ich mit dem Gekko doch etwas arg an die Grenzen gekommen. Meiner Meinung nach hätte da ein 26“-Hinterrad auch nicht viel gebracht, weil auch so die Vorderräder nur 20“ hoch sind. Mit dem schweren Elektroantrieb wird auch die Faltbarkeit des Gekkos stark relativiert. D.h. Ich habe den Gekko, ehrlich gesagt, seit dem Nachrüsten mit dem Elektroantrieb nicht mehr gefaltet, da sich mit neuen Zügen, und den laufenden, barrierefreien Umbaute der Bahnhöfe in der Schweiz das ungefaltete Verladen anbietet. Beim Kauf des Gekkos 2011 stand aber die Faltbarkeit des Gekkos tatsächlich im Fördergrund. Heute kommt mir die Kompaktheit des Gekkos im Vergleich zum Scorpion beim Verladen in die Bahn sehr entgegen. Aber im ÖV-Entwicklungsland Deutschland ist das wieder etwas anders zu beurteilen.

Sabine - 13. September 2019 Reply

Hallo Eduard,
genau so etwas wie deine detaillierte Erklärung aus der Erfahrung heraus habe ich gesucht …
und nun gefunden.
Dass sich die Faltbarkeit des Gekko durch den Antrieb relativiert, wie du schreibst, ist für mich der entscheidende Hinweis. Ohne Falten passt das Rad neben so wichtigen Dingen wie Gartenstühle und – tisch sowie ein Zweirad nicht in die “Garage” unseres Wohnmobils.
Mein künftiges Rad wird wahrscheinlich ein Scorpion. Du beschreibst sehr eindrucksvoll, wie unkomfortabel sich ein Rad ohne Federung auf Holperstrecken fährt.
Manche Radwege in meiner Heimat am linken Niederrhein haben vielleicht nicht dasselbe Ausmaß wie Teile der Veloroute 5, dennoch empfinde ich sie manchmal als Zumutung. Wenn ich in unserem Örtchen in die kleine Innenstadt fahre, schütteln mich die “abgesenkten” Bürgersteige doch arg durch, weil sie immer noch mindestens zwei Zentimeter hoch sind.
Vielen Dank für deine Entscheidungshilfe!

Sabine - 13. September 2019 Reply

Hab ich doch das Wichtigste vergessen: Noch ganz viel Vergnügen am Genfer See.

Eduard J. Belser - 13. September 2019 Reply

Hallo Sabine
Ich bin soeben von der Genfersee-Tour zurückgekommen. Es war ein tolles, aber auch teilweise herausforderndes Abenteuer. Die Kanton Waadt und Genf hatten sämtlich verfügbaren Baumaschinen entlang unserer Veloroute zusammengezogen und haben wie wild gebaut. Wir mussten oft von der Planung abweichen und improvisieren. Für Genf habe ich die Grüne Genfer Natinalrätin Lisa Mazzone um Rat gefragt, wie wir fahren sollen. Sie ist bei der IG Velo engagiert, Vize-Präsidentin des Verkehrsclubs der Schweiz, und hat uns sehr geholfen.

Wenn der Scorpion wenig Platz brauchen soll, würde ich die Version mit 20“-Hinterrad wählen. Die ist kompakter.

Liebe Grüsse aus der Schweiz
Eduard

Sabine - 18. September 2019 Reply

Hallo Eduard,

das hört sich nach großer Anstrengung an. Aber eure Nationalrätin scheint ja sehr bürgernah zu sein, wenn sie gleich ein paar Alternativen in petto hatte.

Danke für den Tipp mit der Größe des Hinterrades.

Viele Grüße vom linken Niederrhein
Sabine

Eduard J. Belser - 19. September 2019 Reply

Hallo Sabine

Bestens! Hast Du Dir Deinen Scorpion schon mit dem Konfigurator zusammengestellt? Denk bitte auch an das Rahmenschloss und die dazu als Option angebotene Kette, damit Du Dein wertvolles Stück an einen Laternenpfahl o.ä. Ketten kannst.

Ja, bei uns sind die PolitikerInnen bürgernäher als bei Euch. Da hast Du auch die Chance, sogar einen Bundesrat oder eine Bundesrätin im ÖV oder auf dem Velo anzutreffen. Lisa Mazzone gehört zu den profiliertesten VelopolitikerInnen der Schweiz.

Liebe Grüsse aus der Schweiz
Eduard

Sabine - 20. September 2019 Reply

Hallo Eduard,

tja, von euren Politikern könnten sich unsere mal eine Scheibe abschneiden. Bin gespannt, welche Kompromisse die GroKo gerade in Bezug auf den Klimaschutz ausgedacht haben. Ist wahrscheinlich lächerlich.

Klar habe ich schon ein Scorpion konfiguriert. Macht richtig Spaß. Eine Kette brauche ich nicht. Der Händler, bei dem ich das ICE gekauft habe, hatte empfohlen, zwei verschiedene Schlosssysteme zu benutzen. Ich habe ein megaschweres Kettenschloss – ich schließe mein Rad immer an einen feststehenden Gegenstand an, manchmal ist es auch ein Papierkorb – und ein Faltschloss. Im Alltag benutze ich aber nur die Kette. Lieben Dank für den Hinweis!

So, übermorgen geht´s gen Oostkapelle – ein kleines Örtchen auf Walcheren in den Niederlanden direkt an der Nordsee. Da fahren wir schon gefühlte 100 Jahre hin. Wenn das Womo am Strom hängt, bewegen wir es nicht mehr, sondern sind nur noch mit dem Rad unterwegs. Und die Reichweiten zu den interessanten Plätzen dort kommen meinem Problem, nicht so weite Strecken fahren zu können, sehr entgegen. Wir sind in knapp drei Stunden dort. Sonntagnachmittag lassen wir die Seele baumeln.

Hab eine schöne Zeit!
Es grüßt dich herzlich
Sabine

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