Kühlbox fürs Fahrrad von Ortlieb – Test im Alltag

Heute mit Video von 5:48 Minuten - Kühlbox als Alternative zur Kühltasche Fahrrad. Vor- und Nachteile, insbesondere für das Liegerad. Diebstahlschutz und Flyer zur Kühlbox von Ortlieb.

Kühlbox von Ortlieb noch neu für Fachhändler

"Wenn ich darf, bringe ich die mal an meinem eigenen Fahrrad an, denn diese Kühlbox fürs Fahrrad ist auch für mich noch völlig neu", meinte der Fachhändler für Outdoorausrüstung. 

Seit dem Sommer habe ich die Kühlbox fürs Fahrrad von Ortlieb. Endlich konnte ich auf meine bislang umständliche Lösung verzichten! Davor hatte ich eine kleine Kühltasche genutzt, in die ich gefrorene Hartplastikblöcke legte.

Das hielt zwar lange kühl, doch mehr als die Hälfte des Stauraums in der Packtasche waren somit belegt. Bei Tagestouren ist das kein Problem, aber ich brauche so eine Kühltasche mehrheitlich fürs Einkaufen und da schmerzt der verlorene Platz sehr.

Kühltasche Fahrrad

So etwas gab es mal von Tupper. Okay, sie war natürlich nicht fürs Fahrrad entworfen worden, aber die Klettverschlüsse am Boden der kleinen Tasche hielten sie sicher auf dem Gepäckträger. Dann gab es sie lange Zeit nicht mehr. Bei meiner Recherche entdeckte ich nun die Wiederauflage der guten alten
Tupper-Kühltasche bei Amazon. Der Farbenmix schockiert mich zwar ein bisschen, aber ich hatte die dezent einfarbige Vorgängerin sehr gern gehabt.

Damals radelte ich mit meinem Sechs-Gang-Aufrechtrad ins Schwimmbad und genoss gekühlte Wassermelone und Früchtequark aus dieser kompakten Tasche. Das Gepäck trug ich idiotischerweise im Rucksack, der natürlich nichts von diesem atmungsaktiven Material hatte, wie es heute üblich ist. Mit klatschnassem Rücken kam ich an und musste mich erst mal aus dem klebrigen T-Shirt schälen und eiskalt duschen.

Auch damals hatte ich einen sehr steilen Anstieg zu bewältigen. Ich hätte mich totgelacht, wenn mir jemand verraten hätte, dass es in ferner Zukunft E-Bikes geben wird. Für mich wären mehr als die sechs Gänge schon purer Luxus gewesen. Und trotzdem bin ich gerne geradelt und habe nicht so herum gejammert wie heute 🙂 . 

Kühlbox von Ortlieb fürs Fahrrad im Alltag​

Die Kühlbox ist also schon seit einiger Zeit zum Einkaufen im Einsatz. Ich finde sie sehr praktisch und bin rundum zufrieden.

Material​

Die Kühlbox besteht aus expandiertem Polypropylen. Sie ist sehr leicht, wiegt nicht mal  einen Kilo und fühlt sich so an wie die Isolierboxen, die Pizzaboten auf dem Motorroller dabei haben. Aber das Material ist hochwertiger als Styropor und  viel fester.

Die Box kühlt nicht aktiv, sonst bräuchte sie Strom. Dank ihres sehr guten Isoliermaterials hält sie den Inhalt lange kühl. Umgekehrt könnte man aber auch etwas Warmes lange warm halten. Das habe ich allerdings noch nicht ausprobiert. Wie nachhaltig oder belastend das für die Umwelt ist, lasse ich an dieser Stelle aus.

Ortlieb legt auch bei diesem Produkt Wert auf Wasserdichtheit. Von außen und innen hält sie das Wasser ab. Mit meiner im Video geäußerte Vermutung, dass es wegen des empfindlichen Materials keine festen Verschlüsse gebe, lag ich falsch. Bei meiner Nachfrage antwortete Ortlieb, dass man dank des Gurtes den ein oder anderen Handgriff einspare. Auch wäre die Herstellung ohne Anbringung weiterer Kunststoffteile einfacher. Die Kühlbox wird aus einem speziellen Schaum in Form gegossen.

Urheberrechte: Ortlieb Sportartikel GmbH -

mit freundlicher Genehmigung

Verarbeitung​

Auch bei seiner Kühlbox hält der Hersteller Ortlieb seine Qualität bei der Verarbeitung hoch. Die Ränder sind sauber verarbeitet und der Deckel schließt bündig ab. Das vertraute Klicksystem für den Gepäckträger ist stabil. Natürlich wird sich ihre Belastbarkeit erst nach längerem regelmäßigen Einsatz zeigen.

​Befestigung

Wir finden das bewährte System von Ortlieb auch bei diesem außergewöhnlichen Produkt vor. An einer Seite sind die Haken unbeweglich. Dort erfasst man intuitiv die Streben des Gepäckträgers, um dann auf der gegenüberliegenden Seite mit leichtem Druck nach unten die Haken mit vernehmbarem Geräusch einrasten zu lassen. Schnell und einfach. Im Video zeige ich im Abspann, dass man es ein paar Mal versuchen muss, aber den Dreh schnell heraus hat. 🙂
Der kleine Schlüssel kann den Mechanismus zum Öffnen blockieren, das beschreibe ich im nächsten Absatz.

Sicherheit

Meist wird die Box wohl auf dem Gepäckträger verbleiben. Damit sie nicht Langfingern zum Opfer fällt, gibt es einen Schlüssel. Zum Abziehen wird er leicht an seinen Seiten zusammengedrückt und kann mitgenommen werden. Das Klicksystem ist dann blockiert und die Haken öffnen sich nicht mehr.



Und wer mal vergisst, den Schlüssel mitzunehmen, wird wahrscheinlich Glück haben. Um die Box abzunehmen, muss man erst den Schlüssel etwas eindrücken. Wer das nicht weiß, müht sich umsonst ab. Oder hat mein Blog nicht gelesen 🙂 . 

Besonderheiten

Etwas ungewohnt ist der Verschluss. Alle meine Taschen haben Verschlüsse, die eine Steckverbindung mit vernehmbarem Geräusch beim Schließen besitzen. 
Bei der Kühlbox dient ein Gurt als Verschluss. Er führt über die ganze Länge des Deckels und hält ihn sicher an Ort und Stelle, indem er an beiden Enden festgezurrt wird. Das funktioniert sehr einfach und geht schnell, aber ich musste erst Vertrauen fassen. Anfangs ruckelte ich oft am Deckel, um sicher zu gehen, dass er fest sitzt.

Zum Öffnen muss man den Deckel auch nicht ganz abnehmen und ablegen, wie ich das im Video mache. Der Gurt kann einfach gelockert und in der Vertiefung gehalten werden, während man den Deckel über den Rand der Box gleiten lässt. An einem Punkt hält der Gurt den Deckel dann in Position, so wie auf dem Bild dargestellt.

Urheberrechte: Ortlieb Sportartikel GmbH - 

mit freundlicher Genehmigung

Nachteile

Der gesamte Gepäckträger wird beansprucht. Das ist bei Aufrechträdern bestimmt kein großer Nachteil, wenn man noch Packtaschen seitlich anhängen kann. Bei uns LiegeradlerInnen wird dadurch aber der Zugang zur Öffnung blockiert, die unsere Fahne aufnimmt.

Die Fahne ist wichtig für die Sichtbarkeit und für viele fällt die Wahl daher eindeutig aus. Wer keine zusätzliche Möglichkeit hat die Fahne anderweitig windfest am Trike zu befestigen, wird auf die Kühlbox von Ortlieb verzichten.

Urheberrechte: Ortlieb Sportartikel GmbH - mit freundlicher Genehmigung

Beim aufrechten Fahrrad keine Platzkonkurrenz auf dem Gepäckträger.

Ich habe einen Weg gefunden, Fahne und Kühlbox zu vereinen. Durch meine Tasche hinter dem Sitz kann ich die Stange der Fahne zwischen Tasche und Rückenlehne durchführen und unter dem Sitz, nahe der Federung, so einklemmen, dass die Stange unter leichter Spannung steht und ganz fest sitzt. Auch bei böigem Wind hält sie ihre Position. Sie sitzt dann insgesamt aber tiefer als gewohnt und büßt dadurch etwas von ihrem Effekt ein.

Fazit​​​​​​

Ich bin sehr zufrieden mit der Kühlbox von Ortlieb und nutze sie gerne. Sie ist praktisch, sieht gut aus und verschafft mir mehr Platz, indem ich meine anderen beiden Packtaschen mit den restlichen Einkäufen füllen kann.
Da ich einen Weg gefunden habe, meine Fahne anderweitig zu befestigen, kann ich der Box den gesamten Gepäckträger überlassen. Dass sie dadurch tiefer sitzt stört mich nicht.
Als Einkaufshilfe erfüllt die Kühlbox genau das, was ich mir erhofft hatte: genügend Raum für meine zu kühlenden Waren und sogar die Blumen kommen knautschfrei zu hause an.

Ich werde die Kühlelemente gegen Gel-Einheiten tauschen, damit ich geräuscharm über Bordsteinkanten und andere Unebenheiten fahre.
Außer zum Kühlen oder Warmhalten kann ich mir vorstellen die Box auch dann zu nutzen, wenn ich mal etwas Empfindliches transportieren möchte, das mehr Raum braucht als die Taschen am Boden bieten. Manchmal werden Dinge von den Rändern der Taschen zusammengedrückt.

Flyer von Ortlieb mit Details. Zum genauen Ansehen anklicken.

Erster Kontakt zu Ortlieb

Bei Blogbeiträgen läuft das oft so: 

Spontane Idee
"Diese Kühlbox stelle ich auf jeden Fall meinen LeserInnen vor. Ich mach ein paar Bilder und schreibe darüber wie zufrieden ich bin und ob ich das Produkt empfehlen kann." In zwei Tagen kann ich veröffentlichen.

Heranreifende Idee:
"Ach nein, das ist zu oberflächlich. Mindestens ein Video kommt noch dazu. Die Leute wollen doch alles von der Box sehen und wie man sie befestigt und solche Dinge. Nur ein paar kurze Szenen. Das dauert ja nicht lange."

Realität:
"Ich muss doch mehr als die drei Szenen drehen und das mit dem Schlüssel genauer zeigen."
"Das ist ja doof, dass ich da eine Frage wegen der Verschlüsse habe und keine Antwort. Ich sollte Orlieb fragen."
"Ich ruf mal schnell Ortlieb an und frage, das dauert ja nur zehn Minuten."
"Der erste Kontakt war nichts. Jetzt schreibe ich halt ohne die."
"Da kann doch Ortlieb nichts dafür, wenn einer mal irgendwie kein Bock keine Zeit hat. Ich sollte mich noch mal bemühen und nicht gleich negativ über sie berichten."

Und der zweite Kontakt war ein Volltreffer. Frau Engl war sehr hilfsbereit und interessiert. Sie erklärte im Detail die Funktionen der Kühlbox, gab Auskunft zum Material und der Herstellung und gab mir Zugang zu den Pressefotos, die ich in den Beitrag mit einbauen konnte.
Frau Engl hielt auch nach dem ausführlichen Telefongespräch Kontakt zu mir und beantwortete all meine Fragen. 
Tatsächlich hatte ich die Funktion des Schlüssels nur halb erfasst und im Video nicht ganz korrekt dargestellt. (Realität 2: Noch mal drehen, richtig zeigen und den schon fertig geschnittenen Film noch mal schneiden - DAUERT. JA. NICHT. LANGE!)

Das war eine sehr erfreuliche Erfahrung, da bekomme ich glatt Lust auf ein Projekt. Filmen im Werk und so was. Die Firmenphilosophie hat mich gleich erfreut. Es wird in Deutschland produziert, und das ist heutzutage ja schon bemerkenswert. Da Ortlieb die kurzen Wege bevorzugt, ist der Produktionsstandort am Firmenstandort. Alles, was der Hersteller in Deutschland bekommen kann, bezieht er auch von hier, aber manchmal bekommt er bestimmte Teile nicht, die er zukaufen muss. Die lässt er sich dann schicken, denn verbaut wird auch im Werk.

Irgendwie bekam ich das Gefühl, dass diese Firma gut zu uns hier passt.

Nun arbeite ich schon fast seit zwei Wochen an diesem Beitrag und bin wieder einmal froh, dass ich nach drei Jahren Bloggen immer noch so herrlich naiv sein kann. Denn der Enthusiasmus steigt im Prozess immer weiter an. Und am Schluss gibt es wieder einen persönlichen Kontakt zu einem wichtigen Hersteller. 
Zum Glück weiß man zu Anfang nie, dass alles halt doch lange dauert. 😀

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Norbert - 16. Oktober 2017 Reply

Hallo Maria-Jeanne,

schön wieder etwas von Dir zu lesen. Leider werde ich diese Kühlbox auf meinem Trike nicht nutzen können, da ich ja, bedingt durch das gefederte 26 Zoll Hinterrad, “nur” einen “Handtuchhalter” habe.

Deine Beurteilung für die Befestigung der Fahnen muss ich etwas korrigieren. Zumindest die Räder von ICE mit dem Meshsitz sollten die Probleme nicht haben. Bei meinem Sitz werden die Fahnen durch eine Öffnung im Bezug im Rahmen der Rückenlehne des Sitzes befestigt. Haben also mit dem Gepäckträger nichts zu tun.

Wie das bei HP ist kann ich allerdings nicht beurteilen.

Ansonsten war Dein Beitrag wieder sehr informativ. Sollte ich irgendwann mal ein “normales” Hinterrad haben werde ich mir das mit der Kühlbox überlegen. Gekühlte Getränke auf einer Tour im Sommer haben schon etwas für sich.

Liebe Grüße

Norbert

    Maria Jeanne Dompierre - 17. Oktober 2017 Reply

    Hallo Norbert,

    bei den vielen Möglichkeiten, die es nun bei den Trikes gibt, ist das gar nicht so einfach mit dem Gepäckträger. Großes Hinterrad, kleines Hinterrad, Tadpole, Delta, ICE Trikes, HP Velotechnik … eine schöne Qual der Wahl haben wir da 🙂

    Ich lese, dass du die Fahne so befestigst wie das auch bei Hase Bikes üblich ist. Dann sollte die Kühlbox ja für ICE Triker mit kleinem Hinterrad passen – danke für die Info.

    Gekühlte Getränke sind bei einem Ausflug auf jeden Fall ein schöner Komfort. Aber so lange du dein großes Hinterrad fährst, kannst es ja wie ich bisher halten und eine Kühltasche mitnehmen.

Daniel - 16. Oktober 2017 Reply

Hallo Maria,

vielen dank für das Video, schöner Bericht. Ich denke mir, dass sich die Anschaffung auch für deinen Mann gelohnt hat, besonders dann im nächsten Jahr bei einer sommerlichen Radtour, wenn er sich über
ein kühles Bierchen freuen kann, aber bitte bleifrei.

Bei Ortlieb gibt es noch ein anderes Praktisches Zubehör siehe bitte Link
https://www.ortlieb.com/de/Tragesystem%20für%20Radtaschen/

Grüßchen aus Friedrichshafen Ciao Daniel

Maria Jeanne Dompierre - 17. Oktober 2017 Reply

Daniel,

jetzt klappt es ja prima mit meinem Namen!
Glücklicherweise trinkt mein Mann kein Bier, auch nicht gekühlt. Denn auch wenn es alkoholfrei ist, finde ich den Geruch sehr unangenehm. Bei uns kämen dann andere leckere Getränke mit. Klar profitiert Paul auch von der Kühlbox, da hast du recht. Ein Picknick im Sommer ist immer schöner, wenn die Speisen nicht alle lauwarm sind.

Danke für den Link. Ortlieb hat Unmengen an praktischem und tollem Zubehör, daraus könnte ich ein halbes Jahr lang Beiträge machen 🙂

Ich habe z.B. auch die Schutzhülle für das iPad, obwohl ich das Gerät natürlich auch einfach so in die Fahrradtasche packen könnte. Ich mag diesen Schutz von Ortlieb sehr und nutze ihn mittlerweile auch dann, wenn ich das Gerät nur in der Handtasche mitnehme.

Kimie - 18. Oktober 2017 Reply

Hallo Maria-Jeanne,

sehr schöner Bericht, veranschaulicht dargestellt, besonders auch das Video. Meinen ‘Daumen hoch’ hast du -:) . Die Kühlbox gefällt mir auch sehr gut.

Den Preis hätte man vielleicht nochmal erwähnen können, aber leider kommt das Teil für einen ‘Delta-Fahrer’ ohne Gepäckträger ja ohnehin nicht in Frage.

Meine Einkaufswege sind hier in der Stadt ohnehin kurz, sodass es nicht unbedingt notwendig ist. In deinem Fall aber sicherlich sehr empfehlenswert.

Viele Grüße
Kimie

    Maria Jeanne Dompierre - 18. Oktober 2017 Reply

    Kimie, danke für den Daumen hoch!
    Ja, schade, dass beim Delta die Kühlbox nicht passt. Aber dafür kannst du eine so große Tasche hinter deinen Sitz packen, dass da auch bei Bedarf noch eine Kühltasche Platz fände.

    Da ist es natürlich von Vorteil, wenn man in der Stadt kurze Wege hat. So brauchst du dich um Kühlung gar nicht kümmern. Bei Ausflügen verabredest du dich einfach mit jemandem, der die Box hat und deine Getränke mit kühlt 🙂

Daniel - 18. Oktober 2017 Reply

Hallo Maria,

jetzt klappt es ja prima mit meinem Namen!

natürlich ich möchte es mir nicht verscherzen!

*Ortlieb hat Unmengen an praktischem und tollem Zubehör, daraus könnte
ich ein halbes Jahr lang Beiträge machen*

Ich hätte nichts dagegen, denn dieses Zubehör habe ich per Zufall auf der Ortlieb
Website gefunden und nun kann ich die 20Jährige Seiten-Fahrradtasche von meiner
Mutti weiter verwenden, wenn ich auf Einkaufstour geh. Bin ich dann beim Laden angekommen
kann ich die dann als Rucksack verwenden. Super Erfindung.

 auch die Schutzhülle für das iPad 

Dankeschön für den Tipp, da muss ich mal vorbei schauen bei Ortlieb
so a iPädle muss ma scho schüza gell

Ciao Daniel

Maria Jeanne Dompierre - 19. Oktober 2017 Reply

Ich kann den Schutz für das iPad mal auf einem Foto zeigen. Wahrscheinlich ginge es auch ohne, aber subjektiv fühlt es sich besser an, wenn es gut eingepackt ist.

Bea - 21. Oktober 2017 Reply

Hallo Maria,

danke für den informativen Beitrag und das Video. Von mir hast du auf jeden Fall einen Daumen bekommen.

Gerade zum Einkaufen im Sommer finde ich die Box genial. Ich nehme meistens eine isolierte Tüte und pack den Einkauf damit in die Radtaschen. Wird aber leider alles etwas gequescht dabei. Deine Lösung ist eleganter.

Wegen der Fahne vielleicht noch ein Tipp?! Die Sitze von HP haben oben aussen in der Ecke ein Öffnung für die Bikeflag. Ich nutze diese Öffnung auch, wenn ich meine Vaude Tasche auf den Gepäckträger geklickt fahre.

Die Lösung in der Tasche ist aber auch eine gute Idee.

Liebe Grüße und einen schönen Herbst..

Bea

    Maria Jeanne Dompierre - 23. Oktober 2017 Reply

    Danke für den “Daumen hoch”, Bea 🙂
    Wahrscheinlich habe ich keine Fahnenlösung am Sitz, weil ich den Schalensitz habe und du den Meshsitz.

    Jetzt würde mich natürlich schon interessieren, warum du nicht das gleiche Problem hast wie Eduard?

    Die Erfahrung mit den gequetschten Einkäufen habe ich auch gemacht. Eine gewisse Zeit ist das nicht so schlimm, aber als ich die Kühlbox entdeckte, war ich doch froh. Wer regelmäßig seine Einkäufe oder anderes kühlt, wird die knapp hundert Euro als gute Investition sehen.

    Ich hoffe es gibt bald auch wieder ein paar trockene Tage, damit du noch viele schöne Herbstausflüge genießen kannst.

Eduard J. Belser - 22. Oktober 2017 Reply

Hallo Bea

Ich nutze diese Öffnung an meinem Gekko auf für den Warnwimpel, aber er findet so unten keinen fest definierten Halt und ist mir auch schon bis auf die Strasse runtergerutscht. Danach habe ich einen Wimpel mit dreiteiliger Stange gekauft, den untersten Teil durch das Loch gesteckt und mit Kabelbindern am Sitzrohr fixiert. Jetzt herrscht Ruhe und das Ding sitzt so, wie ich es haben will.

Die Kühlbox ist genial. Ich kaufe sie aber nicht, da ich mir bereits vor einiger Zeit aus einer hochwertigen Kühlbox für den Anglerbedarf und einem Ortlieb-Gepäckträgeradapter selbst eine Kühlbox gebaut habe, die ich rege nutze. Sie fasst, z. B. 12 Schalen leckeres Eis vom Bauernhofladen oder acht Flaschen Trinkmilch und neun Jogurts plus einiges an Käse.

Liebe Grüsse aus der Schweiz
Eduard

Eduard J. Belser - 22. Oktober 2017 Reply

Liebe Maria Jeanne

Wieder einmal ein perfekter, professionell gemachter Beitrag mit anschaulichem Video. Hut ab! Aber wenn ich Dich so mit Deinem Scorpion mit Kühlbox, Seitentaschen, Hundeanhänger usw. sehe, fürche ich, dass Du mir langsam meinen Rang als Liegetrike-Ausrüstungs-Fetischist streitig machst. Aber ich bin im Augenblick wirklich mit allem nötigen ausgerüstet. Als zusätzlicher Luxus reizt mich derzeit nur eine fest in der Garage montierte Ladestation.

Liebe Grüsse aus der Schweiz
Eduard

PS: Jetzt muss ich aber ab in die Garage und meinen Gekko etwas putzen, er soll morgen zur Jahresinspektion.

Maria Jeanne Dompierre - 23. Oktober 2017 Reply

Eduard,

danke für das überschwängliche Lob!
Ich hatte es ja schon im letzten Beitrag beschrieben, wie Paul erstmal in Gelächter ausbrach als er mich mit der Kühlbox sah. Er findet auch, dass ich mich in voller Montur nun den “Freaks” annähere, die man auf Liegeradtreffen oder SPEZI oft antrifft, wenn sie mit ihren vielen Einzelheiten ihr Liegerad oder Trike bestücken.
Aber keine Angst, deine Position bleibt dir erhalten, alleine deine Farben stechen mich aus 🙂

Da hatten wir zeitgleich denselben Gedanken. Ich habe mein Trike auch gerade zur Jahresinspektion gegeben. Bei dem Dauerregen passt es gerade ganz gut, darauf zu verzichten.

Eduard J. Belser - 23. Oktober 2017 Reply

Hallo Maria Jeanne

Ich wollte heute den Gekko bis Basel SBB in die Bahn verladen und dann von dort den Rebhängen des Markgräflerlandes entlang nach Freiburg fahren, aber das Wetter war fast den ganzen Tag schauderhaft.

Für Morgen ist gutes Wetter angesagt. Ich habe den Wecker auf 5 Uhr gestellt und will mit dem Zug um 6.11 Uhr fahren, damit ich um 7.17 Uhr in Basel sein werde. Für die rund 75 km rechne ich mit ca. 5 Stunden Fahrzeit, was angesichts der flachen Strecke nicht sehr ehrgeizig ist. Die Kartenausschnitte habe ich mir als Bildfolge auf den JausebrettComputer (iPad) geladen und hänge mir diesen griffbereit in einer wasserdichten Hülle um den Hals.

Zurück fahre ich mit der Bahn, damit sich Bea ausgiebig meinem Gekko widmen kann. Wenn ich ihn wieder hole, fahre ich vielleicht die ganze Strecke verteilt auf zwei Tage. Ich könnte den Gekko in Weil am Rhein oder Basel einstellen und zum Schlafen rasch mit der Bahn nach Hause fahren.

Liebe Grüsse
Eduard

Eduard J. Belser - 25. Oktober 2017 Reply

Guten Morgen Maria Jeanne

Gestern hat es geklappt. Bei der Abfahrt in Basel kurz vor acht Uhr war es noch etwas neblig-feucht, aber ab Weil am Rhein begann die Sonne immer mehr durchzudrücken. Die von mir gewählte Route durch die Stadt zum Zoll in Weil Friedlingen war optimal und problemlos zu fahren.

Nach Bienzen ginge es durch die wundervolle Hügellandschaft östlich von Efringen-Kirchen. Vor Schliengen gab es eine wundervolle, lange Abfahrt durch einen tiefen, baumbestandenen Hohlweg. In Schliengen habe ich kurz Rast gemacht und mich danach etwas verfahren. Dann ging’s entlang dem Ragweg über Auggen nach Mülheim durchs Stätdchen. Dort habe ich den etwas versteckten Radweg an einer Kreuzung verpasst, bin auf die verkehrsreiche Zufahrt zur Bundesstrasse geraten und musste eine ekelige, lange Steigung zurückfahren.

In Heitersheim haben sich der Hunger und ander Bedürfnisse gemeldet und die Zeit wurde knapp, um das Radhaus vor der Mittagspause um 13.30 Uhr noch zu erreichen. Ich habe eine Stunde Pause gemacht und einen Fischteller mit Salat genossen. Der Akku 1 war fast leer und ich habe auf den Akku 2 umgesteckt. Auf der Weiterfahrt habe ich einen Seitenwechsel des Radwegs verpasst und bin auf einen völlig ausgefahrenen Feldweg geraten. Also nochmals einen Kilometer zurück. Danach ginge es zügig mit Unterstützungsstufe 5 nach Freiburg. Die Fahrt durch die Stadt war trotz der Baustellen für die Rottecktram problemlos und ich traf nach gut 80 km mit halbvollem Akku 2 um 14.30 beim Radhaus ein. Eine halbe Stunde konnte ich noch vor einer Eisdiele die Wärme Herbstsonne geniessen. Um 15 Uhr waren Bea und Marc aus dem Mittag zurück und wir konnten die Arbeiten besprechen. Die Bereifung, die Bremszüge mit den Abdichtungen und die Bremsbeläge müssen auf jeden Fall ersetzt werden. Wenn die Arbeiten fertig sind werde ich den nächsten trockenen Tag wieder nutzen um den Gekko nach Basel zu fahren und zu dort verladen.

Dank der Trambaustelle am Siegesdenkmal habe ich den geplanten Zug verpasst. Aber zum Geburtstagsessen meines Bruders hat es noch gereicht. Es war ein toller Tag und einen Muskelkater habe ich mir auch nicht geholt.

Liebe Grüsse aus der Schweiz
Eduard

Maria Jeanne Dompierre - 25. Oktober 2017 Reply

Lieber Eduard,

das liest sich einfach schön!
Gute Idee, aus dem Abliefern des Trikes eine Radtour zu machen. Erleichtert nehme ich zur Kenntnis, dass sich andere auch ab und zu verfahren. Manchmal zweifelt man ja an seinem Orientierungssinn …

Dein zweiter Akku hat sich bewährt wie ich sehe. Schön, dass du schreibst wie weit du mit einer Ladung kommst, das ist ja eine häufig gestellte Frage. Wenn ich mein Trike aus dem Service hole, werde ich auch zwei Akkus haben 🙂

Da nimmst du eine beachtliche Strecke auf dich, um dein Trike zur Fachwerkstatt zu bringen. Was Trike-Fetischisten nicht alles auf sich nehmen … nur das Beste für unser Gefährt 🙂

Bei dem Dauerregen schmerzt es nicht zu sehr, eine Weile aufs Radeln zu verzichten. Aber komisch ist es doch irgendwie, dass das Liegdreirad nicht wie gewohnt da ist.

    Eduard J. Belser - 27. Oktober 2017 Reply

    Guten Morgen Maria Jeanne

    Mein Gekko und ich sind wieder zurück. Bea und Marc vom Radhaus haben ganze Arbeit geleistet. Er ist wieder fast wie neu. Ich aber habe mich in Freiburg etwas versäumt, weil es so schön war und ich für Mark, der vorgestern Vater einer Tochter wurde, noch einen Gutschein vom Babyhaus besorgen wollte. Ich habe dann am Münsterplatz in der Oberkircher Weinstube noch Mittag gegessen und durfte derweilen den zweiten Akku fertig laden. Es gab Forelle nach Müllerinnen Art von Professor Brinkmann persönlich aus dem Gartenteich der Schwarzwaldklinik geangelt. Um Eins bin ich dann aufgebrochen.

    Nachdem ich die Baustelle der neuen Dreisambrücke umfahren hatte, ging es dann zügig aus der Stadt heraus in die Hügel Richtung Staufen. Vor Staufen bin ich dann Richtung Bad Krozingen abgebogen und zügig bis Schliengen durchgefahren. Dort habe ich mich wegen der fortgeschritten Zeit entschieden, den schnelleren Weg entlang des Rheins, statt über die Hügel zum Zoll in Weil am Rhein, Friedlingen zu fahren. Wegen der Sonne habe ich aber die Abzweigung verpasst und fuhr geradewegs auf ein Café zu. Dort habe ich mich bei Eis und Cappuccino gestärkt, liess mir den Weg erklären und erfuhr, dass das Café sogar über eine E-Bike-Ladestation verfügt. Gut zu wissen, aber ich konnte nur vom fast leeren Akku auf den vollen umstecken. Die Fahrt entlang dem Rhein um den Isteinerklotz herum war unspektakulär, aber der Autobahnlärm dar doch zeitweise störend.

    Danach gingen es durch das Industrie- und Hafengebiet Richtung Zoll und nach dem Abstempeln der Ausfuhrerklärung für die MWSt-Rückerstattung weiter auf den Radweg von Klybeckquartier zur Wettsteinbrücke. Bei der Buvette an der alten Kaserne war der Ausblick auf das Grossbasler Ufer in der Abenddämmerung derart überwältigen, dass ich mir noch ein Bier und ein Kleinigkeit dazu gönnte (wenn Du mir eine funktionierende E-Mail-Adresse hast, schick ich Dir zwei Bilder). Danach war ich in wenigen Minuten am Bahnhof SBB, schob meinen Gekko in den geräumigen Lift hinauf zur Einkaufspassage und dort wieder in den Lift zu den Gleisen 16/17 und auf den gewohnten Platz im Fahrradabteil des FLIRT-Zuges nach Olten. Kein Stress, wie kriege ich den Gekko auf den Bahnsteig und in den Zug, wie im Freiburg Hbf. In Olten ebenso problemlos das Umsteigen in den FLIRT-Zug Richtung Solothurn und die paar hundert Meter Fahrt nach Hause. Der zweite Akku ist noch halbvoll. Keine Schmerzen, kein Muskelkater, nur wohlige, entspannte Bettschwere. Mein Gekko ist einfach ein genial komfortables, schnelles Reiserad. Wäre für heute nicht regnerisches Wetter angesagt, hätte ich gestern den Gekko über Nacht in der Velostation am Bahnhof Basel SBB eingestellt und wäre heute noch über den oberen Hauensteinpass über den Jura gefahren.

    Liebe Grüsse aus der Schweiz
    Eduard

      Maria Jeanne Dompierre - 27. Oktober 2017 Reply

      Eduard,

      ich finde ja, du solltest Auslandskorrespondent meines Blogs werden.
      Wenn du noch ein paar Bilder hast, könnte ich doch einen kleinen Reisebericht von dir veröffentlichen?

      Meine funktionierende E-Mail adresse: office(ät)dompierre.eu

      Danke fürs Teilen!
      Wie schön, dass du dein Gekko wieder zurück hast. Mein Scorpion ist immer noch in Bielefeld, und ich vermisse es. Gerade heute war mal wieder Sonne, da wäre ich sehr gerne zum Einkaufen geradelt, statt das Auto zu nehmen.
      Und dem Hund hätte so eine Tour durch den Waldstück bestimmt auch gut gefallen.

      Aber ich will ja nicht jammern. Ich bin sehr froh, wenn mein Trike wieder tiptop in Ordnung ist, die Kette hat ja doch etwas gelitten. Ich kann mir gut vorstellen, was für eine Freude du daran hast, dass dein Gekko wieder in Hochform ist. Es fährt sich dann immer irgendwie besser.

      Schöne Grüße in die Schweiz!

KlausD - 26. Oktober 2017 Reply

Hallo Maria Jeanne,

Deine Begeisterung ist wirklich beeindruckend und ich hatte wieder viel Spaß bei Deinem Video. Meiner Meinung nach brauchst Du wirklich nicht an ein “Daumen hoch” erinnern. Wegen mir kannst Du gerne beim süddeutschen Understatement bleiben.

Ich wünsche Dir weiter viel Spaß mit Deiner Kühlbox. Auch wenn ich Pauls Kommentare gut verstehen kann. Mit dem Anhänger sieht Dein Scorpion so langsam doch wie ein Nutzfahrzeug bzw. Versorgungsfahrzeug aus.

Viele Grüße

Klaus

    Maria Jeanne Dompierre - 27. Oktober 2017 Reply

    Klaus 😀
    “Nutzfahrzeug” ist ja doch ein nettes Kompliment.
    Das passt gut zu meinem Pendler-Manifest, an dem ich eifrig schreibe.

    Ab und zu werde ich wohl so einen kleinen Aufruf am Ende eines Videos machen, auch wenn mir das nicht gerade leichtfällt. Aber nicht immer 🙂

    Mit Freude habe ich entdeckt, dass du wieder auf Tour mit deinem Grasshopper warst und darüber schreibst. Ich schreibe gleich auch mal einen Kommentar bei dir.

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