Kleidersack für das Fahrrad – knitterfrei Kleidung mitnehmen

Eine Spezial-Tasche, um Anzüge und Blusen auf dem Rad knitterfrei mitzunehmen, wie zufrieden ich damit bin, über ihre Alltagstauglichkeit und warum sie "Kleidersack für das Fahrrad" heißt.

Alles gepackt für die Arbeit

Es ist wieder passiert. Eigentlich wollte ich einen Beitrag zu "Pendeln mit dem Fahrrad" schreiben. So hatte ich es euch im Bericht über die Kühlbox von Ortlieb versprochen.

Der Beitrag wird eher ein kleines Buch werden, fürchte ich. Es gibt ja so viel dazu zu schreiben! Und weil ich mir wirklich von Herzen wünsche, dass manch einer von euch so richtig Lust bekommt es mal zu wagen, das Auto oder die Öffis zu ignorieren, um stattdessen das Fahrrad oder Trike zu nehmen, bin ich ganz besonders engagiert. 

Jetzt kommt mein zweites "Eigentlich". Denn eigentlich wollte ich beim Pendel-Beitrag meinen Kleidersack präsentieren, von dem ich euch schon erzählt habe. Aber ich bin erst bei der Hälfte meines Artikels angekommen und habe bereits jetzt schon über zweitausend Wörter! Ich kann ihn wirklich nur mit ein, zwei Sätzen erwähnen, sonst müsste ich euch den Beitrag als Hörfassung geben, weil niemand Lust hat so lange zu lesen 🙂 .

Also dachte ich: "Hey, widme doch dem Kleidersack einen eigenen Beitrag." 
Gesagt - getan. Dieses außergewöhnliche Produkt aus den USA verdient nämlich durchaus ein bisschen mehr Aufmerksamkeit.

Kleidersack fürs Fahrrad

Ich nehme es gleich vorweg: Ich mag diese spezielle Tasche fürs Rad!
Ich nutze den Kleidersack nun schon einige Monate. Er kommt aus den USA und dort habe ich ihn auch online bestellt. Der Two Wheel Gear Garment Pannier ist eine gute Lösung für alle, die repräsentative Kleidung bei der Arbeit oder in einem Amt tragen. Ich denke da auch an Leute, die in der (lokalen) Politik engagiert sind. Bei manchen Veranstaltungen ist eben Hemd oder Bluse angesagt. Mindestens. Aber auch alle, die nicht im Sport-Look daher kommen und ihre Bekleidung gerne knitterfrei auf dem Fahrrad mitnehmen wollen, kommen damit auf ihre Kosten.

Kleidersack - was für eine Bezeichnung!

Ich gebe zu: Sehr elegant hört sich das Wort Kleidersack nicht an. Die Alternative wäre Kleidertasche.
Beide Begriffe führen in der Suchmaschine zu den gleichen Herstellern und Bildern. Ich habe bewusst die Kleidertasche außen vor gelassen, damit wir eine klare Abgrenzung zur Fahrradtasche haben.

Im Englischen gibt es den schönen Begriff Garment Pannier, den ich wiederum nicht nehmen möchte, weil es mich nervt, dass immer häufiger Anglizismen* in deutschen Texten gebraucht werden. Manchmal sind Fachbegriffe englisch geprägt und geläufig, aber wenn es geht, halte ich mich an deutsche Begriffe. Das kommt davon! So habe ich nun dieses hässliche Wort Kleidersack in meinem Beitrag 🙂 .

*Anglizismus: Wort, Ausdruck oder Bedeutung aus dem Englischen, die ein gleichmeinendes deutsches Wort oder Bedeutung ersetzen soll und in den allgemeinen Sprachgebrauch akzeptierend einfließen.

Wie praktisch ist der Kleidersack fürs Fahrrad im Alltag?

Er passt perfekt auf das Liegedreirad. Da es verschiedene Trikes mit unterschiedlichen Gepäckträgern gibt, muss ich spezifisch sein. Ich spreche vom Gepäckträger, den mein Trike hat.

Gepäckträger am Scorpion fs mit kleinem Hinterrad

Dieser Kleidersack fürs Fahrrad besitzt Haken, die sich mit einem Handgriff am Gepäckträger festkrallen. Ich hatte anfangs große Schwierigkeiten, den Kleidersack anzubringen und kniete auf dem Boden, um an der Innenseite entlang sehen zu können, ob und wie fest die Haken sich um das Gestänge schmiegten.

"Das dauert zu lange und ist derart umständlich, dass es eine Zumutung ist", dachte ich und bedauerte, ein Produkt erworben zu haben, dass ich letztlich nicht nutzen würde.
Die Lösung kam durch einen Zufall. Ich war richtig sauer, weil ich schon minutenlang herumfummelte, so dass ich die Tasche mit einer schwungvollen Bewegung auf den Gepäckträger warf (so, als würde ich ein Pferd satteln), woraufhin sich die Haken ganz einfach einklickten und der Kleidersack fest saß.
Ich hatte nach alter Gewohnheit die Haken an der unteren der beiden Querstreben befestigt, dort, wo ich auch die Fahrradtaschen von Ortlieb anbringe.
Dieser Kleidersack indes umfasst lieber die dickeren Stangen ganz oben auf dem Gepäckträger.

Kleidersack für das Fahrrad auf dem Gepäckträger

Daraus ergibt sich ein Vorteil. Zwischen dem Teil der Tasche, der über die Auflage des Gepäckträgers geht und dem Gepäckträger selbst entsteht ein Zwischenraum, die Tasche steht also nach oben ab. Dadurch  bekomme ich die Fahne noch in die Halterung. Es passt alles ganz genau auf den Millimeter.
Und wer ein Sakko oder Kleid im Kleidersack hat, bekommt so keinen scharfen Knick in die Kleidung.

Pendler finden nicht immer solch tolle Parkmöglichkeiten für ihr Fahrrad vor Ort.

Kleidersack und Fahne - beides hat Platz am Gepäckträger

Ich finde es auch sehr praktisch, dass ich diesen Kleidersack fürs Fahrrad am Griff, der mittig auf dem Gepäckträger obenauf sitzt, einmal ruckartig anheben kann und ihn dann in einer Hand halte. Ein Tragegurt erlaubt es mir, die Tasche so wie sie ist, quer über meine Schulter zu hängen. So habe ich beide Hände frei und das Gewicht ist gleichmäßig auf meinem Körper verteilt.
Bei den herkömmlichen Fahrradtaschen trage ich immer das volle Gewicht wie einen Eimer mit einer Hand.
Unter diesem Griff befindet sich auch noch ein längliches Fach, das das Fahrradschloss aufnehmen kann. 

Ich kann den Kleidersack auch genauso auf dem Boden abstellen. Er steht dann mit beiden Enden stabil auf der Erde und muss nicht in voller Länge hingelegt werden. So, wie er auf dem Gepäckträger liegt, steht er auf dem Boden.

Im Umgang ist er also sehr praktisch und schnell auf dem Gepäckträger und auch wieder fix abgenommen.

Material, Verarbeitung und Ausstattung

Ich habe die einfachere Variante genommen, weil auch die schon merklich Geld kostet. Mit 189,- US-Dollar (zur Zeit etwa 162,- Euro) ist diese Tasche eine echte Investition. Auf der Internetseite des Herstellers findet ihr die anderen Variationen mit Preis.
Mein Kleidersack besteht aus Polyester, das dick ist. Die Reißverschlüsse werden gut überdeckt, aber es kann dort trotzdem Wasser eindringen. Das Material ist insgesamt wasserabweisend, jedoch bei starkem Regen nicht dicht. Dafür gibt es einen Überzug, der bei mir auch schon im Einsatz war. Er hat alles zuverlässig trocken gehalten und die grelle Farbe gibt das subjektive Gefühl erhöhter Sicherheit.

Kleidersack mit Regenüberzug auf dem Gepäckträger am Fahrrad

Zuverlässiger Regenschutz

Bei Nicht-Gebrauch praktische Signalfarbe auf Schwarz

Alles ist sehr sauber verarbeitet und vernäht, es gibt keine Fransen oder schwierige Ecken für den Reißverschluss. Der lässt sich ganz einfach um jede Kurve bewegen.
Innen gibt es mehrere Fächer und gut überlegte Aufteilungen. Die große Fläche ist der Bekleidung vorbehalten, welche sich mit Gurten festzurren lässt und sogar einen Kleiderbügel kann man an einer Stelle einhaken. Im folgenden Video des Herstellers kannst du dir die von mir beschriebenen Details anschauen.

Auch wenn der Kleidersack flach ist: Ich bekomme alles, was ich sonst in meiner Fahrradtasche unterbringe, verstaut. Die außen angebrachten Fächer erlauben es mir, Regenbekleidung, Handschuhe oder anderes schnell zugänglich bereitzuhalten, ohne den Kleidersack vom Gepäckträger nehmen zu müssen. Die sonst übliche Kramerei fällt hier übrigens weg.
Innen nimmt ein Teil meine DinA 4 großen Unterlagen auf und auch Speisen und Getränke finden ihren Platz.

Hält der Kleidersack fürs Fahrrad, was er verspricht?

Auf jeden Fall! Ich bin sehr überzeugt von dieser Tasche und glaube, dass sie gerade für Pendler mit dem Fahrrad eine tolle Möglichkeit ist, alles leichter zu organisieren.
Es spricht natürlich nichts dagegen, alles in herkömmlichen Packtaschen unterzubringen, aber mit dem Kleidersack ist doch alles ordentlicher und besser organisiert.

Die Versprechungen der Werbefilme vom Herstellers decken sich mit meiner Erfahrung. Ich finde, dass eine echte Lücke mit diesem Produkt geschlossen wird. Sehr gerne hätte ich so etwas schon früher gehabt.

Auch optisch punktet der Kleidersack aus Amerika bei mir. Sowohl am Fahrrad als auch umgehängt macht er was her. Man kann ihn auch auf Reisen im Flugzeug, in der Bahn oder im Auto nutzen. Er sieht nicht nach "Fahrrad-Produkt" aus. Ich habe ihn schon unabhängig vom Liege-Trike benutzt und bin zufrieden, dass er regelmäßig zum Einsatz kommt und sich damit die Investition für mich rechtfertigt.

Nachteile

Dazu fällt mir nicht wirklich viel ein. Ein Nachteil ist vielleicht, dass man viel Platz braucht, um an die Dinge zu kommen, die sich im Innern der Tasche befinden. Dazu muss man den Kleidersack nämlich ausgebreitet hinlegen und ihn aufklappen.
Oder man hängt ihn auf, wie ich es zum Umziehen mache. Wenn man dann aber die im Großraum befindlichen Dinge nicht alle unter dem Gurt versammelt hat, fallen sie durch die Schwerkraft nach unten.

Für meinen Geschmack hätte das ganze Material ruhig wasserdicht sein können. Einen Bezug darüber zu spannen wenn es regnet, finde ich nicht so attraktiv.

Fazit

Der Kleidersack fürs Fahrrad ist bei mir regelmäßig in Gebrauch. Ich finde ihn sehr praktisch und einfach im Umgang. Mir gefallen die vielen verschiedenen Fächer und die Aufteilung im Inneren.
Handtuch, Waschzeug, frische Kleidung - alles hat seinen Platz und ist leicht zugänglich.

Im Waschraum hänge ich das Teil an die Türklinke und bleibe dem Boden fern. Ich kann wieder Kleider, Röcke und Blusen tragen, wenn ich das möchte.

Ich musste ziemlich lange auf das Paket aus Amerika warten. Der deutsche Zoll wollte es nicht freigeben.

Der Kleidersack für das Fahrrad hängt im Zoll fest.

???  Ja, warum nur nicht ????? 😀

Immer wenn ich ganze Tage unterrichte, nutze ich den Kleidersack. Für ein oder zwei Stunden nehme ich nach wie vor meist die Packtasche von Ortlieb, weil ich mich nicht so aufwendig umziehen muss und beispielsweise im Winter meine Softshell-Hose anbehalten kann, die optisch nicht nach "Fahrradklamotten" aussieht. Im Sommer trage ich oft eine ganz normale Leinenhose zum Radeln, die ich ebenfalls anbehalten kann. Da bleibt nur den Oberkörper zu versorgen. Oberteile und eine kleine Waschtasche haben auch in der Fahrradtasche Platz.

Wie ich mich organisiere, frisch mache usw. erzähle ich euch dann in meinem "Fahrrad-Pendler-Manifest" 🙂

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claudia m. - 30. Oktober 2017 Reply

hallo maria,
mich hast du eigentlich davon überzeugt mit einem rad zur arbeit zu fahren. hab es ja nicht weit (6km).
allein die stete steigung (wiehengebirge) hin lässt mich auf das auto zurückgreifen.
meine vorstellung ist ein scorpion sf mit motor. auch um mit meiner hündin unterwegs zu sein. wenn die teile nur nicht so teuer wären……
aber ich hoffe mir zum frühjahr in bielefeld eins bestellen zu können .
bis dahin lese ich mit begeisterung deinen blog

Maria Jeanne Dompierre - 31. Oktober 2017 Reply

Hallo Claudia,

sechs Kilometer – genau wie bei den meisten meiner Strecken 🙂
Da freue ich mich ja, dass du planst, aufs Fahrrad, bzw. Trike umzusteigen! Ich kann gut nachvollziehen, wie hinderlich steile Anhöhen sein können, wenn man keinen Motor hat.

Jetzt heißt es sparen und sich freuen!! Diese Vorbereitungszeit, wenn man sich für das Trike entschieden hat, ist total schön. Ich drücke dir die Daumen, dass es zum Frühling klappt. Die Hundefreundin wird sich auch sehr freuen, das sind tolle Ausflüge mit Hund und Trike.

Bis dahin macht der Blog dir bestimmt immer größere Lust auf ein Liegedreirad. Schön, dass du geschrieben hast,

Grüße, Maria Jeanne

Norbert - 1. November 2017 Reply

Hallo Maria-Jeanne,

wie immer ein Bericht voller Begeisterung fürs Trike und dessen Zubehör. Was Du schreibst klingt sehr gut, aber leider für meinen Gepäckträger und das große Hinterrad ungeeignet. Ich bin für mindestens die nächsten 2 Wochen unbetriket 🙂 . Aber auch diese Zeit 🙁 wird hoffentlich irgendwann um sein. :-))
Dir und Paul liebe Grüße
Norbert

Maria Jeanne Dompierre - 1. November 2017 Reply

Norbert,
ja, es ist schade, dass bei den großen Hinterrädern nur Zubehör angehängt werden kann und die Fläche eines Gepäckträgers obenauf wegfällt. Dafür hast du andere Vorteile (glaube ich, oder hoffe ich … so sicher bin ich mir da nicht 🙂 ).

Zumindest hast du dir die richtige Wetterphase ausgesucht, um dein Trike wegzugeben. Ich habe meines eben wieder zurückbekommen. Da fühlt man sich schon beinahe wieder wie in der Kindheit: “Noch x Mal schlafen …” 😀

Jürgen Gradenegger - 1. November 2017 Reply

Hallo Maria,

die Tasche scheint wirklich sehr praktisch zu sein. Ich könnte sie mir auch für kleinere Touren von 1-2 Tagen vorstellte, sofern man ein Zimmer gebucht hat. Fürs Zelt würde mit der Tasche wohl der Platz fehlen. Ich selbst fahre inzwischen alle meine Fahrten im Unkreis von 20 Km mit dem Rad. Da ich jedoch überwiegend zu Hause arbeite und nicht der Anzugspflicht unterliege, stellt sich das Problem für mich nicht in der Form. Aber man kann ja auch anders gut unter bringen. Ich stimmer dir zu was die Wasserdichtigkeit angeht. So hat man ein Teil mehr unterzubringen. Aber nichts ist halt perfekt.

LG, Jürgen

Maria Jeanne Dompierre - 2. November 2017 Reply

Lieber Jürgen,

das stimmt, diese Tasche wäre auch für ein oder zwei Übernachtungen geeignet.
Ich bin natürlich begeistert zu lesen, dass du dein Rad auch als Verkehrsmittel nutzt. Danke für deine Nachricht, viele Grüße!

Axel - 7. November 2017 Reply

Hallo Maria,

ich freu mich über deine Begeisterung 😉 über ein offensichtlich durchdacht und funktional designtes Produkt (sorry für den Anglizismus, auch noch deutsch ..äh, “gebeugt”)!
Für mich selbst ist das nicht so interessant, finde das aber auch ne gute Sache, die sicher auch noch nicht so bekannt ist bislang. Das mit der Kleidung ist ja oft auch ein Argument, auf des Rad zu verzichten. Allerdings bleibt natürlich die Sache mit dem Umziehen, auch für Menschen ohne die erforderliche Busine – äh, Geschäftskleidung. Aber das ist ein Extrathema, zu dem du ja noch schreiben willst.

Für genau jemand wie dich scheint der “Kleidersack” erfunden worden zu sein; seltsam, dass man sowas aus den USA beziehen “muss” (aber eben auch kann). Das ist ja dort auch nicht das Radlerparadies.
Immerhin scheint es deiner Beschreibung nach rundum sinnvoll gestaltet und produziert zu sein und nicht nur gute Idee, aber halbseiden umgesetzt.
Das mit dem Regenüberzug finde ich so schlecht nicht (siehe auch Rucksack), zumal signalfarben. Ansonsten müßte es ja so ne Art “Ortlieb”-Kleidersack aus Plane sein, der nicht nur klar teurer würde, sondern auch schwerer!

Wie mir scheint, bist du mittlerweile komplett Trike-ausgestattet; die Fotos sehen schon fast nicht mehr nach “Fahrrad” aus: Scorpion (faltbar) mit E-Antrieb, Anhänger, Kühlbox, Kleidersack, Fahne ohnehin – fehlt da noch irgendwas?
Ich fürchte bloß, der Kleidersack passt nicht über die Kühlbox… ;-(

Jetzt interessiert mich noch das mit dem Zoll:
Was kann denn an einem solchen Produkt Schwierigkeiten verursachen?
Der Hersteller versendet das doch sicher auch nicht zum ersten Mal…?!

Liebe Novembergrüße aus z. Zt. Hamburg,

Axel

Maria Jeanne Dompierre - 10. November 2017 Reply

Lieber Axel,

danke für deine nordischen Grüße!
Da hast du sicherlich recht, dass das Material leicht bleibt, wenn ein Überzug als Regenschutz dient.
Ich mache es mir mal zur Aufgabe, den Kleidersack über die Kühlbox zu ziehen 😀
Warum die Tasche so lange am Zoll festhing, kann ich auch nicht genau nachvollziehen. Wahrscheinlich hatte der Hersteller nicht genügend Rechnungen beigefügt. Normalerweise braucht man aus Nicht-EU-Ländern eine dreifache Ausfertigung. Vielleicht deswegen die vielen Fragezeichen.

Ich habe es schon häufiger erlebt, dass Versender aus den USA nicht alle Papiere korrekt beifügen. Manchmal muss ich sogar wegen Ausbildungsunterlagen 30 Kilomter zum Zollamt fahren. Der Kleidersack wird nicht gerade der Verkaufsschlager in der EU sein 🙂

Die USA sind wahrlich nicht gerade das Fahrradparadies, aber manche Großstädte dort haben uns schon weit überholt. Chicago z.B. ist ein wahres Fahrradpendler-Paradies geworden. Bester Komfort und Bedingungen für Radfahrende.

Henrike - 17. November 2017 Reply

Liebe Maria,

wie immer ein toller Beitrag. Ich lese deine Berichte immer wieder gern, die Kommentare natürlich auch.
Mich würde interessieren, wie schwer dein gefüllter Kleidersack ist, wenn du ihn voll bepackt hast.
In die große Tasche vom Kettwiesel-Trolley dürfen maximal 15 kg hinein. Das ist meiner Meinung nach nicht viel, wenn man bedenkt, was sowieso schon immer mit muss.

Heute habe ich mein Kettwiesel zum ersten Mal nach drei Monaten wieder gefahren: ich habe es in unser neues Zuhause gebracht (wir haben nämlich eine neue Wohnung gefunden und sind schon umgezogen). Zum Glück schien die Sonne und es war nicht ganz so kalt.
Ob ich mich aufs Trike setzen werde, wenn es kälter wird, weiß ich noch nicht. Ein großes Problem wird für mich sein die Füße warm zu halten. Schließlich kann ich hier nicht mehrere Lagen, sprich Socken, übereinander ziehen. Die Schuhe passen dann ja nicht mehr. Hast du dafür eine Lösung?

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünscht
Henrike

    Norbert - 21. November 2017 Reply

    Hallo Henrike,

    ein Freund von mir, der allerdings mit einem Aufrechtrad unterwegs ist, hat ein paar mit Akkus betriebene Fußwärmer in den Schuhen. Hier Beispielhaft einen Link:
    http://www.sportolino.de/Schuhwaermer_Sets.htm
    Vielleicht ist das für Dich eine Lösung.
    Liebe Grüße
    Norbert

      Henrike - 21. November 2017 Reply

      Hallo Norbert,

      danke für den Tipp.
      Ich trage allerdings Einlagen. Ob das dann auch noch klappt?

      Liebe Grüße
      Henrike

Maria Jeanne Dompierre - 20. November 2017 Reply

Liebe Henrike,

erst mal gratuliere ich dir natürlich herzlich zum neuen Zuhause. Da habt ihr ja doch schneller eine Wohnung gefunden als erwartet.
Meine Füße waren früher auch immer der Schwachpunkt im Winter.

Wieviel mein gepackter Kleidersack wiegt, weiß ich nicht. Aber 15 Kilo sind es bestimmt nicht. Ich hoffe, dass ich beim nächsten Mal dran denke, ihn zu wiegen.

Ich habe mir mit den kalten Füßen geholfen, indem ich Neopren-Überschuhe besorgte. Die wärmen zwar nicht aktiv, halten aber den kalten Wind sehr gut ab. Sie sind nur zu Anfang wirklich blöde zum Überziehen, weil sie so eng sind. Ich habe sie dann einfach an den Schuhen gelassen.
Seit einigen Jahren trage ich sehr dicke Schuhe, die dafür gemacht wurden, durch Schnee zu gehen. Die sind so dick gefüttert und halten Nässe und Wind so zuverlässig ab, dass ich kein Neopren mehr brauche.
Allerdings habe ich zurzeit noch meine dünnen Halbschuhe an, die man auf den Videos auch sieht. Bei fünf Grad zieht es ordentlich, also kaufte ich mir letzte Woche wieder Neopren-Überschuhe, weil – ja rate mal – ich nur einen des Paares wiederfinden konnte. Ich fand es nämlich sehr doof mit den Regen-Überschuhen beim Einkaufen herumzulaufen. Die Regenhose raschelt ja schon laut, aber die Überschuhe sind echt schlimm. Ich bin herumgestapft wie ein Trampeltier.

Aber einen Nachteil gibt es natürlich auch bei Neopren. Die Sohle bleibt ungeschützt und beim Liegeradeln geht die immer nach vorne weg. Es wird also trotzdem kalt von unten her. Allerdings bleibt wenigstens der Fuß von den Seiten geschützt.
Ich würde mir solche Schneeschuhe anschaffen. Meine sehen gar nicht danach aus, haben aber eine brettharte Sohle, weswegen ich sie nicht anziehen möchte wenn ich, wie beim Einkaufen, umherlaufen muss. Da ich seit über zwei Jahren schon keine Schuhe mehr trage, komme ich mit so unflexiblen Schuhen nicht mehr gut zurecht. Nur wenn ich dauernd auf dem Trike sitze, ist das egal.

Es ist im Winter schon eine Herausforderung sich aufs Trike zu setzen, aber wenn du das konsequent machst, gewöhnst du dich an die fallenden Temperaturen, und es ist nicht so schlimm, als wenn du es nur sporadisch tätest. Paradoxerweise wird man auch weniger krank.
Aber wäre nicht das Verdeck von Hase eine tolle Sache? Das hält auch den Wind von den Füßen fern und du musst nicht so fette Hosen tragen.

    Henrike - 21. November 2017 Reply

    Liebe Maria,

    vielen Dank für deine Fuß-Warmhalte-Tipps.
    Da ich Einlagen trage, sind meine Schuhe schon etwas kompakter. Ob da Neopren-Überschuhe noch darüber passen?
    Nach Schneeschuhen werde ich mal schauen. Da ich aber Pedalen habe, in denen meine normalen Schuhe verhältnismäßig fest drinsitzen, passen noch breitere Schuhe wahrscheinlich nicht hinein. Dafür müsste ich die Pedalen verstellen, was aber wohl nicht ganz so einfach ist.
    Das Regenverdeck muss ich noch ausprobieren. Da das Trike jetzt in der eigenen Garage steht, kann ich das Verdeck ja am Trike dranlassen und muss es nicht jedes Mal abnehmen und sicher aufbewahren.
    Mal sehen.

    Liebe Grüße
    Henrike

Kimie - 21. November 2017 Reply

Hallo zusammen,

bin ja leider nicht mehr ganz so oft hier, da ich bis zum Jahresende nicht mehr soviel Zeit habe. In der Advents- und Weihnachtszeit bin ich voll ausgelastet. Aber nun habe ich mal reingeschaut und gelesen, dass u.a. auch das kalte Wetter ein Thema ist. Und das geistert mir auch gerade im Kop rum, aber anders:

Ich habe natürlich auch gemerkt, wie kalt es jetzt auf dem Dreirad werden kann, und es fühlt sich kälter an als auf dem Zweirad – finde ich. Beheizte Schuhsohlen sind keine schlechte Idee, aber die Preise in dem Link von Norbert finde ich schon heftig. Manchmal gibt es solche Schnäppchen-angebote bei Rossmann. Da kostet es nur einen Bruchteil der hier angebenen Preise. Da hab ich mir meine auch mal gekauft. Vielleicht bringen die sowas ja mal wieder zum Winter, oder ich würde mal in den Online-Shop dort schauen.

Seitdem ich keinen Hund mehr habe, friere ich viel mehr. Damals musste ich bei jedem Wetter raus und war es gewöhnt. Jetzt bin ich wahrscheinlich ein verwöhntes Weichei geworden.

Im Moment gibt es für mich aber bezüglich der Kälte ein viel wichtigeres Thema, nämlich den Akku.
Maria und Paul haben es ja wunderbar gelöst, indem sie ihre Dreiräder ins Haus verfrachtet haben.
Das geht aber leider nicht bei jedem. Bei mir wäre es für ein rumstehendes Liegedreirad viel zu eng und meine 3 Wohnungseingänge haben alle ein paar Stufen.

Natürlich sind die ersten Empfehlungen jetzt: Akku abnehmen und in der Wohnung aufbewahren bzw. laden und erst vor Fahrtbeginn wieder am Rad anbringen. Aber leider ist das in meinem Fall auch recht unpraktisch. Ich habe nämlich leider die ungünstige dreieckige Akkuform. Das heißt, mein Akku ist recht groß und schwer und in einer Schutztasche direkt hinter dem Sitz angebracht, also direkt hinter der Rückenlehne. Der Akku sitzt in einer Schutztasche mit Klettverschlüssen. Hierfür wurde eine Querstange quer hinter der Rückenlehne angebracht, an dem die Klettverschlüsse befestigt sind.

Die Klettverschlüsse leiden natürlich darunter, wenn ich sie ständig öffne und wieder schließe. Das ist der eine Punkt. Der andere ist, dass dieser Akku eben sehr schwer ist. Das heißt, es ist schwierig ihn zu montieren, mit der einen Hand festzuhalten und mit der anderen die Klettverschlüsse zu befestigen. Dazu braucht man eigentlich beide Hände. Ich habe es beim letzten Mal mehrere Minuten probiert bis ich eine Bekannte gebeten habe, mal den Akku zu halten, damit ich ihn befestigen kann. Auf diese Prozedur habe ich natürlich auf Dauer ‘keinen Bock’, nur weil ich mal schnell ne Stadtfahrt machen will.

Deshalb überlege ich jetzt, wie ich das Rad samt Akku wie gewohnt in unserem großen Fahrradschuppen aufbewahren kann, ohne dass der Akku zu sehr auskühlt oder im Winter gar einfriert. Der Schuppen hat keine Heizung, und nur bei extremen Frostverhältnissen draußen könnte es dort auch mal frieren. Allerdings sollte ein Akku ja bestenfalls wenigstens einer zweistelligen Gradzahl ausgesetzt sein, die wir ja jetzt bereits nur noch selten haben.

Dazu habe ich mir verschiedene Sachen überlegt und auch gegoogled. Es gibt sogar batterie-betriebene Schutztaschen für Akkus, aber leider nicht für meine seltene, dreieckige Form. Ferner habe ich Lipo-Wärmegürtel gefunden mit Powerbank. Die reichen allerdings für maximal 2 Stunden Energie, und ich möchte nachts natürlich nicht alle 2 oder 3 Stunden aufstehen, um die Akkus zu wechseln… .-)

Dasgleiche Problem hätte ich bei einem elektrischen Nierenwärmer, den man theoretisch ja auch um den Akku wickeln könnte.

Und dann sind da noch meine elektrisch beheizten Schuhsohlen, die man theoretisch ja auch zum Akku in die Schutztasche legen könnte. Bei meiner Schuhgröße (44-45) geben die sogar ne schöne Fläche ab für den großen Akku, z.B. an jede Seite des Akkus eine…(jaja, lacht nur…) 🙂
Oder lieber ein paar Taschenwärmer in die Schutzhülle legen (falls das ausreicht)?
Viele Ideen, aber welche ist gut und sinnvoll, und was sollte ich lieber lassen?

Hätte da noch jemand ne Idee? Worauf müsste ich achten? Darf oder muss die Wärmequelle direkt an den Akku oder lieber nur um die Schutztasche. Besteht Explosionsgefahr?

Vielleicht hat ja jemand mehr Ahnung, was man wie am besten umsetzen könnte, damit der Akku den Winter übersteht. Steckdosen sind in diesem Schuppen übrigens vorhanden. Für einen Heizlüfter wäre der Schuppen allerdings zu groß und zu zugig. Das wäre zu teuer und viel zu brandgefährlich, da
alles aus altem Holz ist.

Nun bin ich mal gespannt über Meinungen dazu bzw. über andere Vorschläge. Im Netz lese ich nur Empfehlungen, den Akku mit reinzunehmen. Ich wünschte natürlich, ich hätte so einen normalen Flaschenakku, den man ganz einfach aus der Halterung am Fahrradrahmen entnehmen und genauso
einfach wieder einsetzen kann.

Ich bin mal gepannt auf Antworten und Vorschläge und bedanke mich schon mal im Voraus.

Viele Grüße
Kimie

    Ruth Kunz - 22. November 2017 Reply

    Liebe Kimie,

    ich habe das gleiche Problem wie du, auch meine Akku lässt sich nur sehr schwer abnehmen. Ich löse das Problem indem ich eine alte Wolldecke vierfach zusammen falte, über Rückenlehne und Akku lege und mit einem Expander befestige damit es gut anliegt.

    Ich denke das müsste reichen.

    Liebe Grüße
    Ruth

      Kimie - 24. November 2017 Reply

      Hallo Ruth,

      gerade weil du doch auch ein Kettwiesel mit Bafang-Motor hast, würde mich ganz besonders von dir interessieren, wie dein Akku aussieht und wo er angebracht ist. Ich weiß gar nicht, ob es da evt. verschiedene Variationen gibt.

      Es wäre nett, wenn du mir das mal schreiben könntest.

      Liebe Grüße
      Kimie

        Ruth Kunz - 25. November 2017 Reply

        Hallo Kimie,

        mein „Kettwiesel“ ist ein Lepus (baugleich nur der Sitz ist höher). Ich habe keinen Originalakku. Der Akku ist rechteckig und sieht aus wie ein kleiner Koffer. Er ist durch ein Klicksystem an einer Querstange der Rückenlehne eingehängt. Das Einhängen geht wunderbar aber das Aushängen schaffe ich nicht! Deshalb nehme ich ihn auch nicht ab.

        Mein Rad steht in der Garage und ich benutze es auch im Winter, soweit es das Wetter zuläßt, für sämtliche Besorgungsfahrten. Also wirklich eingemottet wird es nicht.

        Ich dachte das mit der Decke wäre eine gute Idee, aber scheinbar Fehlanzeige. Ich hoffe einfach, dass es nicht gar so frostig wird.

        Was den Bafangmotor angeht bin ich sehr zufrieden im Gegensatz zum Vorderradmotor mit dem das Lepus ursprünglich ausgestattet war.

        Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
        Ruth

          Kimie - 25. November 2017 Reply

          Liebe Ruth,

          vielen Dank für deine Antwort. Das war genau das, was mich interessiert hat.
          Richtig, du hast ja ein Lepus. Ein höherer Sitz ist natürlich etwas bequemer.
          Mir hat nur das Kettwiesel schon optisch besser gefallen. Dafür hat mir jemand vom ADFC ein etwas dickeres Kissen mit einem schicken Stoffbezug gebastelt,
          was aber auch noch in den Sitzeinschub passt, nur eben dicker als der Original-Schaumstoff von Hase. Der ist viel zu dünn, sodass man mit den Knochen des
          ‘zarten Hinterteils’ schon auf den harten Sitzrahmen sitzt. Von diesem Original-Hase-Schaumstoff wollte ich mir mal vom Räderwerk ein zweites besorgen und mit dort reinschieben, damit ich etwas mehr Polster habe. Es sollte tatsächlich 15 Euro kosten. Dabei ist es nur ein kleines, dünnes Quadrat schwarzer Schaumstoff.
          Da dachte ich mir, dass man dann so ein 08/15-Stück Schaumstoff ebenso gut beim Baumarkt ab 2 oder 3 Euro kaufen kann. Die spinnen ja wohl… Demnächst gibt es noch Klopapier mit dem Schriftzug von Hasebikes, die Rolle für 2,50 Euro…
          🙂

          Eigentlich ist es ja auch logisch, dass so ein Dreirad-Akku größer sein muss, als
          der eines Ebikes. Der muss ja auch mehr Leistung haben, allein schon deswegen,
          weil das Dreirad ein höheres Eigengewicht hat.

          Klicksystem klingt schon mal besser als Klettverschluss. Dass du das Aushängen nicht schaffst, könnte evt. einfach an einem kleinen Trick oder Kniff liegen, WIE man das macht. Vielleicht ist es einfach eine kleine Sicherungsmaßnahme als Diebstahlschutz. Das müsste dir einfach mal ein Fachhändler zeigen oder jemand, der sich damit auskennt.

          Bei den Deltarädern ist es offensichtlich üblich, dass der Akku sich hinter dem Sitz
          befindet. Unter dem Sitz wäre auch ganz passend, da er dort nicht gleich auffällt (Diebstahlschutz) und für den Schwerpunkt gut ist. Allerdings wäre dort das einsetzten und herausnehmen um so fummeliger. Vorstellen könnte ich mir allenfalls unter dem Sitz 2 Schienen (rechts und links), sodass man ihn einfach reinschieben und rausziehen kann. Aber vielleicht ist es dafür zu eng unter dem Sitz wie bei mir z.B. Außerdem befindet sich dort auch die Kette die ganz schnell oben zum Schleifen kommt, wenn etwas darüber liegt. Hatte ich alles schon…

          Bafang hat ja auch Vorderrradmotoren. Deinem Text entnehme ich, dass du wohl aber auch den Mittelmotor (Tretlagermotor) hast, und der ist wohl definitiv der Beste.

          Gut, dass du auch im Winter fährst. Wenn deinem Akku der Winter bisher nicht geschadet hat, kann ja nicht soviel falsch sein. Da ich Bedenken hätte einen Heizlüfter in einem (Holz-)Schuppen allein zu lassen, habe ich sogar schon mal über eine Infrarotlampe nachgedacht. Habe allerdings keine Ahnung, was die an Strom verbraucht. Wahrscheinlich auch nur so eine verrückte Idee.

          Gruss Kimie

    Axel - 22. November 2017 Reply

    Hey Kimie,

    klingt nach ernster Problemlage.
    Verstehe, dass das sehr lästig ist mit dem rein und raus.
    Aber: Du wolltest ja genau diese Lösung und hast dafür ja einiges bewegt! Jetzt hast du, was du wolltest. (Sorry!)

    Grundsätzlich: Wie sinnvoll kann das sein, einen Energiespeicher (!) mit Hilfe von so und so viel (anders erzeugter) Energie “lediglich” zu schonen?

    Würde auch empfehlen, den Akku mit raus zu nehmen, alles andere ist ne Milchmädchenrechnung.

    LG aus HH, Axel

Maria Jeanne Dompierre - 22. November 2017 Reply

Liebe Kimie,

danke für dein interessantes Problem.
Ein bisschen musste ich ja schon lachen als ich das alles las, v.a. deine Schuhsohlen-Lösung ist wirklich drollig 😀 .

Ich kann mir leider gar nicht vorstellen wie schwer dein Akku ist und wie umständlich das Abnehmen. Im Laufe des Winters schreibe ich einen Beitrag zur Akkupflege, weil die gerade im Winter einige spezielle Aspekte aufweist. Dort erwähne ich, dass die Aufbewahrung und auch das Aufladen bei Zimmertemperatur wichtig ist, um die Lebensdauer des Akkus zu verlängern.

Ich möchte nicht vorgreifend ins Detail gehen, aber damit möchte ich begründen, warum ich dir dazu rate, trotz all der Umstände, deinen Akku mit in die Wohnung zu nehmen. Andererseits habe ich nun wirklich keine Ahnung wie schwierig das ist, weil ich es mir kaum vorstellen kann.

Deine Ideen den Akku zu wärmen, muten mich recht abenteuerlich an. Da verbrauchst du ja einiges an Strom und unbeaufsichtigt so etwas laufen zu lassen … hmmm ich würde das nicht empfehlen.

Lieber würde ich jedes Jahr neue Klettverschlüsse anbringen und den Akku in einen Rucksack legen, den ich dann auf dem Rücken hochtrage. Würde das Anbringen und Abnehmen des Akkus mit mehr Übung und wachsender Routine besser gehen?

Auf jeden Fall ist es schön, wieder von dir zu hören!

Kimie - 24. November 2017 Reply

Hallo liebe Leute,

erstmal recht herzlichen Dank für eure Feedbacks. Ich antworte mal der Reihe nach:

@Maria:
mir ist durchaus bewusst, dass meine Ideen u.a. zur Belustigung beigetragen haben. Manchmal wusste ich selbst nicht, ob ich meine eigenen Ideen ernst nehmen soll…Aber du kannst ruhig zugeben, dass du nicht nur über meine Ideen, sondern auch über meine Schuhgröße geschmunzelt hast. Ich
hab das genau gesehen als du geschrieben hast… -:)

Natürlich ist und bleibt es das Beste, den Akku mit reinzunehmen und dort auch zu laden. Die Kosten für den Stromverbrauch externer Wärmequellen wären wohl das geringere Problem. Es wäre wohl kaum teurer als ein Smartphone oder Tablet aufzuladen. Da wiegt wohl eher der Aspekt der Umweltverschmutzung. Aber hier geht es wohl zuerst um die Effektivität.

Vielleicht habe ich mich nicht gut ausgedrückt. Der Akku ist keinesfalls schwer zu tragen. Das geht mit einer Hand ganz locker. Schwierig ist nur das Anbringen am Rad mit den Klettverschlüssen. Das ist so fummelig, dass man zumindest beide Hände benötigt. Die stehen mir aber nicht zur Verfügung, wenn ich mit einer Hand den Akku halten muss. Einhändig rutschen die Klettverschlüsse dabei weg und verdrehen sich.l Schwierig ist für mich dabei auch die gebückte Haltung am Rad, denn kurz vor der Ebike-Messe hatte ich meinen Meniskus angerissen. Seitdem hab ich u.a. auch mit dem Knie beugen ein Problem. (Daher trage ich Einlagen, die zumindest für eine Nr. mehr meiner Schuhgröße verantwortlich sind. Sonst hätte ich ‘nur’ 44 – 🙂 )

Aber du hast Recht. Es war das erste Mal, dass ich den Akku selbst abgenommen und wieder drangesetzt habe. Vielleicht kommt ja wirklich noch etwas Routine rein. Zumindest hast du mich
davon überzeugt, den Akku nachher doch mit reinzunehmen, zumindest wenn wir näher an den
Gefrierpunkt kommen. In der knackigen Winterzeit werde ich dann sicherlich ohnehin eine Radpause einlegen.

Erstaunlich ist allerdings, dass ich noch nie den Akku von meinem Ebike mit reingenommen habe und der noch völlig intakt ist, obwohl das Ebike genau in diesem Fahrradschuppen steht. Er ist jetzt schon 5 oder 6 Jahre alt, hat jeden Winter dort verbracht, und er war nicht einmal neu, sondern ein general-
überholter – refurbished, wie es so schön heißt. Hab ich mal bei OBI gekauft, wo ich auch das Rad her habe, das sich immer noch ganz prima fährt.

Inzwischen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die beste Lösung auf Dauer eine geeignete Schutztasche wäre, die sich ganz leicht anbringen und abnehmen lässt, idealerweise wie der Ortlieb-Rucksack, eben nicht mit Klettverschlüssen, sondern per Klick an 2 Seiten. Nur, dass diese Querstange besetzt ist, wenn ich meine Ortlieb-Tasche mitnehme. Ich müsste eine 2. Querstange dort anbringen, wo jetzt meine improvisierte Querstange sitzt, nur eben etwas dicker, damit die Klickver-
schlüsse halten können. Dann sitzt der Akku – genau wie jetzt – vor der Ortliebtasche, also direkt hinter der Rückenlehne. Natürlich müsste ich erstmal so eine Akkutasche mit Klicksystem finden.
Denkbar wären auch Schlaufen, die ich dann über diese Querstange schiebe. Das dürfte wohl leichter zu finden sein und wäre evt. sogar etwas preiswerter. Außerdem sind die wesentlich robuster als Klettverschlüsse.

Diese Lösung hätte auch einen Vorteil, falls man den Akku doch mal unterwegs nachladen muss. Es ist doch wesentlich einfacher einen Akku zum Laden mal irgendwo mit reinzunehmen als mit einem Verlägerungskabel zu hantieren, was gar nicht immer möglich ist.

Durch deine ‘mahnenden Worte’ den Akku trotz allem doch lieber mit reinzunehmen, hast du mich auf diese Idee gebracht. Besten Dank!

@Ruth:
Die einfachsten Lösungen sind nicht immer die schlechtesten, aber:
eine Wolldecke ist natürlich keine aktive Wärmequelle. Sie kann nur vorhandene Wärme eine Weile speichern, vielleicht Stunden oder Tage, je nachdem. Aber irgendwann würde ein Akku auch unter einer Wolldecke sogar einfrieren, wenn es richtig kalt ist. Darüber hatte ich auch mit jemandem vom ADFC gesprochen.

Natürlich tut man jedem Akku auch was Gutes, indem er einfach – auch im Winter – so oft es geht genutzt wird. Während der Fahrt erwärmt er sich ja. Wenn die nächste Fahrt nicht allzu lange auf
sich warten lässt, genügt es sicherlich die Zwischenzeit mit einer Wolldecke zu überbrücken.

Wenn man sein E-Trike jedoch über Wochen oder sogar Monate im Winter ungeheizt nur in eine Decke einpackt und es dabei nicht einmal zwischendurch nutzt, glaube ich nicht, dass das ausreicht.
Bei Frost würde ich das wohl nicht mal für eine Nacht tun. Zu dumm, dass diese Akkus so teuer sind.

@Axel:
Ehrlich gesagt, weiss ich nicht genau, was du damit meinst, dass ich ‘genau diese Lösung wollte’.
Meinst du die Tatsache, dass ich überhaupt ein elektrifiziertes Dreirad haben wollte oder den dreieckigen Akku hinter dem Sitz?

Mein Dreirad bereue ich keine Sekunde, obwohl ich einige Umständlichkeiten in Kauf nehmen musste bis alles richtig war und so funktionierte wie es sollte. Das Ergebnis entschädigt voll und ganz. Bei der
Qualität des insgesamt sehr gepflegten Rades mit Differential und Rohloff-Drehgriffschaltung habe ich ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis erhalten, und auch der Motor mit Einbau war doch sehr günstig im Vergleich zu einem fertig motorisierten Rad. Das haben mir schon einige Fachleute oder Trikefahrer bestätigt. Der Motor ist dabei kräftig und ruhig. Selbstverständlich kann ich nach der kurzen Zeit noch nichts über die Lebensdauer sagen.

Falls du den dreieckigen Akku gemeint hast: das wusste ich natürlich nicht. Bei der Wahl des Motors haben wir gar nicht über den Akku gesprochen. Darüber habe ich mir, ehrlich gesagt, gar keine Gedanken gemacht. Erst als ich das fertig motorisierte Trike aus Soest wieder abgeholt habe, sagte mir der Fachhändler, dass es für den Motor leider nur diesen Akku gibt und man ihn auch nur so anbringen kann. Bis dahin hatte ich noch nie einen Akku für ein Trike gesehen.

Aber ich will das auch nicht unnnötig dramatisieren. Es ist noch alles relativ neu, und ich muss mich noch an einiges gewöhnen. Wir haben bis jetzt soviele Lösungen für mein Trike samt Anhänger gefunden, was ich später noch in meinem Bericht erwähne, der vermutlich im Januar kommt, dass
ich dieses vergleichsweise kleine Problemchen sicherlich auch noch in den Griff bekomme. Habe ja auch inzwischen so einige Kontake, u.a. zum ADFC, die sich gern mit Interesse an den Lösungs-findungen beteiligen und nicht zuletzt kommen auch von euch ja auch nicht selten sehr gute Vorschläge.

Abschließend würde mich von den elektrifizierten Dreiradfahrern noch interessieren, wo denn ihre Akkus verbaut sind, welche Form sie haben und wie leicht sie sich anbringen und abnehmen lassen.
Bei den Tadpoles würde ich vermuten, dass der Akku sich zumeist auf einer speziellen Halterung auf dem Gepäckträger befindet und eher die praktische Flaschenform hat. Das stelle ich mir einfacher vor.

Aber warum nimmt dann Maria das ganze Trike mit ins Wohnzimmer bzw. ins Haus?
Oder fehlt da nur der bequeme Fernsehsessel… 🙂

Nochmal ganz lieben Dank an euch alle
und viele Grüße
Kimie

    Maria Jeanne Dompierre - 24. November 2017 Reply

    Kimie,

    da ich dich schon im wirklichen Leben kennenlernen durfte, schockiert mich deine Schuhgröße nicht wirklich 🙂 Ich kenne noch mehr Frauen, die mit imposanten Füßen gesegnet sind.

    Mein Trike steht derzeit im Haus, weil ich ich nicht möchte, dass es friert. So bleiben nicht nur die Akkus schön warm, sondern auch die Bremszüge. Und für die Gummimischung der Reifen ist es auch viel besser, wenn man … nee, jetzt hör ich aber auf, dich zu veräppeln! 😀

    Die Handwerker turnen gerade in der Scheune herum und brauchen den Platz. Außerdem fallen immer wieder Stücke von Holzbalken herunter, da habe ich auch Angst um mein Trike. Deswegen steht es im Haus bis der Spuk vorbei ist.

    Übrigens steht da auch der Hundeanhänger, ein schönes Bild.
    Leider stellte ich heute fest, dass ich gar nicht damit wegfahren kann, weil das ganze Baumaterial direkt vor der Haustüre lagert. Sogar der kleine Hund muss Slalom laufen. Naja, die sind hoffentlich bald fertig, aber dann muss mein Scorpion leider wieder ausziehen! Sehr schade.

      Kimie - 24. November 2017 Reply

      Hallo Maria,

      dann hast du ja auch gesehen, dass ich nicht so klein bin und diese großen Füße dringend brauche. Irgendwie muss dieser große Körper ja Balance halten, und mit Schuhgrösse 36 würde ich vielleicht dastehen wie der schiefe Turm von Pisa . -:)

      Was du da gerade als ‘veräppeln’ bezeichnest, ist gar nicht mal ganz so verkehrt. Ich denke schon, dass auch die mechanischen Teile nicht unbedingt den Frost brauchen. Deswegen sollen wir ja auch (eigentlich) alles gut fetten und pflegen für den Winter. Auch die mechanischen Teile wären dankbar, wenn sie im Winter nicht ständig einfrieren müssten.

      Ich werde noch im Winter eine Inspektion machen lassen. Von Hasebikes habe ich mir mal die Adresse eines Bafang-Spezialisten in Bad Arolsen (Nähe Kassel) geben lassen. Im Unterschied zu meinem Motoreinbauer in Soest, verbaut er diese Motoren auch in Trikes und nicht nur in Ebikes. Kürzlich hatte sich mein Motor aufgehängt (ähnlich wie ein Computer), und das nur, weil ich die Reifengröße am Display neu eingestellt hatte. Plötzlich wollte der Motor nur noch bis 15 km/h unterstützen. Während sich der in Soest ganz offensichtlich nach dem Kauf um jeden Service drückt, hat der aus Bad Arolsen (Fahrrad-Seiffert) mir am Telefon einige Tipps für die Einstellungen am Display gegeben, und auf einmal lief mein Trike wieder wie ‘Schmitz Katze’. Dabei hab ich bei ihm gar nichts gekauft, und er hat nichts dabei verdient. Da die Entfernung diegleiche für mich ist, fahre ich jetzt lieber dorthin, zumal der auch Erfahrung mit Kettwiesel und Bafang hat. Er will sogar meinen kleinen Rückspiegel zum vollen Preis für 2 etwas größere in Zahlung nehmen. Meiner ist schon wirklich sehr klein.

      So nach und nach tun sich wirklich die richtigen Kontakte auf, die man als Trike-Fahrer so braucht. Das ist ja teilweise schon ein Problem bei unseren etwas selteneren Gefährten. Nun habe ich mich gerade mit meinem Trike ein wenig eingelebt und schon so einige schöne Touren gemacht, u.a. auch mit dem ADFC durch die Lüneburger Heide, und jetzt kommt erstmal der Winter dazwischen. Ich kann es kaum erwarten bis das Frühjahr die nächste Saison wieder einleitet.

      Wenn du noch mehr Frauen mit großen Füßen bzw. dann meist auch mehr Körpergröße kennst, dann weißt du vielleicht auch, dass die viel schneller frieren und vor allem auch kältere Füße haben. Der Blutkreislauf hat einfach einen weiteren Weg. Darum gibt es mehrere Gründe, warum ich jetzt schon die Monate bis zum Frühjahr zähle. -:)

        Maria Jeanne Dompierre - 25. November 2017 Reply

        Ja, den richtigen Fachmann oder die passende Fachfrau für das Trike zu finden, ist eine Aufgabe. Manchmal muss man einfach ein bisschen probieren bis die Person gefunden ist.

        Die großen Frauen, die ich kenne, frieren nicht so schnell. Bei dir dürfte das ausgiebige Rauchen wohl zum Frieren mehr beitragen, da sinkt nämlich die Körpertemperatur.

        Vielleicht kann ich dich ja mit meinem nächsten Beitrag ein bisschen dazu überreden, nicht bis zum Frühling zu warten. Ich schreibe immer noch dran herum – nicht zu fassen!
        Ich bin schon gespannt wie du das mit deinem Akku lösen wirst.

          Kimie - 25. November 2017 Reply

          Ja, richtig Glück hatte ich auch durch meine Kontakte zum ADFC. Da ist ein sehr engagagierter Fahrradmechaniker dabei, der sich sehr für mein Dreirad interessiert.
          Der hat mir auch dieses schicke und bequeme Sitzpolster gebalstelt. Montag macht er mir dazu die passenden Rückenlehne. Man darf ja nicht vergessen, dass ich nicht einen von den heutigen schönen Sitzen des Kettwiesels habe, sondern noch den alten Netzsitz, denn mein Rad ist aus dem Jahr 2009. Mit meinem neuen Sitzpolster stehe ich dem neuen Sitz aber in nichts mehr nach – und er ist individuell!

          Das mit dem Rauchen hört ein Raucher aber gar nicht gern…
          Ich bleibe lieber bei der Version, dass mir der Hund fehlt… 🙂

          Was meinst du denn? Womit sollte ich nicht bis zum Frühjahr warten? Mit der
          Inspektion? Das wollte ich auch nicht. Ich habe nur bis zum Jahresende wegen der Weihnachtszeit keine Zeit nach Kassel zu fahren und wollte das im Januar tun, also schon noch vorm Frühjahr. Vielleicht hilft dieser nette Mensch mir auch, eine gute Idee bezüglich des Akkus umzusetzen. Manche Dinge brauchen ja nicht viel Aufwand oder Geld, sondern nur eine kleine zündende Idee.

          Es liegt ja auf der Hand: wenn es das einzig Vernünftige ist, den Akku mit reinzunehmen, dann muss das Montieren und Demontieren einfach gemacht
          werden. Da wird (muss) es doch eine Lösung geben…Ich werde sie dann auf jeden Fall preisgeben.

          Maria Jeanne Dompierre - 27. November 2017 Reply

          Bis zum Frühling warten mit dem Radeln.

          Kimie - 27. November 2017 Reply

          Achso!!
          Ja, gerade heute habe ich es erlebt als ich meinen Bus zum TÜV bringen musste und ihn erst morgen wieder abholen kann.
          Also: Dreirad hinten rein und zurückgeradelt…bei eiskaltem Nieselregen,
          der mir so ins Gesicht flog. Aber vielleicht gewöhne ich mich noch dran.

          Zu Weihnachten schenke ich mir noch einen schönen Hundeführer-Sportanzug. Der ist für alle möglichen Aktivitäten gut wie z.B. auch zum Radeln bei kaltem und ungemütlichem Wetter und dabe viel bequemer als eine Jeans, auch wasser- und windbeständiger. Das gönne ich mir dafür, dass ich Weihnachten wieder alleine hier rumsitzen darf.

          Das ist doch schon ein guter Ansatz… 🙂

          Kimie - 1. Dezember 2017 Reply

          Hallo Maria,

          zumindest kann ich dir insofern schon mal Recht geben, dass es sich noch sehr schön radeln lässt, solange wir noch über dem Gefrierpunkt liegen und es trocken ist. Bei richtiger Kleidung gar kein Problem. Bei Frost mag es dann evt. anders aussehen.

          Gestern hatte ich mein erstes Einkaufserlebnis mit dem Trike beim Supermarkt. Obwohl ich wirklich ungerne einkaufen gehe oder fahre, hat es mit dem Trike richtig Spass gemacht. Und was da alles reinpasst in diese Ortlieb-Tasche. Da passt ja der Wocheneinkauf für eine ganze Familie rein, und dabei habe ich gar nicht den großen Trolley, für den du so schwärmst, sondern nur die ‘normale’ Tasche. Einfach abklicken, in den Einkaufswagen stellen und gefüllt wieder anklicken. Kein lästiges Parkplatzsuchen, und die
          Fahrradständer – wie so oft – ganz in Eingangsnähe. Dann die Abkürzungen, die man im Gegensatz zum Auto noch nehmen kann…

          Mit dem Auto war das alles etwas umständlicher und hat länger gedauert, ganz besonders bei unserer ‘irren’ Verkehrsführung.

          Eine sehr positive Erfahrung. 🙂

          Wünsche euch allen ein schönes Wochenende.

          Viele Grüße
          Kimie

          Maria Jeanne Dompierre - 2. Dezember 2017 Reply

          Über diesen kleinen Bericht freue ich mich sehr!
          Hoffen wir, dass der Gefrierpunkt noch ein bisschen auf sich warten lässt.

          Eduard J. Belser - 3. Dezember 2017 Reply

          Hallo Kimie

          Super, dass Du das Einkaufen mit Deinem Kettwiesel auch entdeckt hast! Ich bin auch immer wieder überrascht, was ich mit meinem Gekko transportieren kann und wie schnell ich beim Einkaufen bin. Nur bin ich jetzt durch die winterlich gesalzenen, matschigen Strassen behindert, die ich meinem Gekko nicht zumuten will. D.h. ich bin mit dem öV und zu Fuss mit meinem Leggero Max Einkaufstrolley unterwegs, der sich mit zwei Handgriffen zum Veloanhänger machen lässt.

          Liebe Grüsse aus der nasskalten, matschigen Schweiz
          Eduard

    Axel - 25. November 2017 Reply

    Hey Kimie,

    erst mal sorry für meine flapsige, etwas pauschale Formulierung. Hab es ja nicht bös gemeint, sollte nur ein kleines Foppen sein.
    Ich bezog mich darauf, dass du für dein Trike die spezielle Lösung für dich gesucht und gefunden hast und dafür ja sogar einiges anstrengen musstest. (Finde , du hast das alles ganz prima und vernünftig gemacht. )
    Jetzt hast du endlich alles soweit, wie es soll – nu ist wieder was.

    Dabei hab ich natürlich sowieso übergangen bzw gar nicht gewusst, dass oder wann du was wusstest z. B. die Form des Akkus. Klar, dass du den nicht so ausgesucht hast.

    Freue mich für dich, dass du offensichtlich einen Fachmann gefunden hast, der auch an Kundschaft interessiert ist. Aber um die Ecke ist das ja auch nicht.

    Wo die Akkus an den Trikes verbaut sind, kannst du meist in den Broschüren (Homepage) der Hersteller sehen. Auch die Form natürlich. Meist mittig (längs gesehen) tief, also unter /hinter dem Sitz. Auch nicht optimal zu erreichen, bringt aber einen tiefen Schwerpunkt.

    Nächstes Früh- Jahr u. Sommer haben wir alle ja schon so einiges vor (was letztes Jahr nicht so gepasst hat. Bin mal gespannt.

    Grüße, Axel

      Kimie - 25. November 2017 Reply

      Hey Axel,

      weiss ich doch, dass du das nicht böse meinst.
      Es ist ja mein erstes Rad dieser ‘Gattung’. Daher weiß man nach dem ersten Kauf immer erst, worauf man beim nächsten Mal gleich achtet. Darum ist es u.a. gut, dass es so etwas wie diesen Blog gibt, sodass man sich wenigstens schon mal ein klein wenig vorab informieren kann. Nachher geht aber natürlich nichts über die eigenen Erfahrungen, die man macht. Mal abgesehen von Akku und Motor ist ja auch das ganze mechanische System etwas komplexer als beim Zweirad, obwohl es im Prinzip auch wieder dasselbe ist. Bei meinem Ebike kamen nie irgendwelche Fragen auf. Einmal musste ein neuer Akku her, aber ansonsten läuft und läuft das Teil und braucht auch nicht mehr Pflege als ein normales Zweirad ohne Motor.

      Dass ich so einiges an meinem Trike hatte, lag ja – wie bereits erwähnt – zum einen an dem Umbauset und der Tatsache, dass dieses Trike gar nicht für die Motorisierung hergestellt war.
      Fertig ist einfacher, aber evt. doppelt so teuer. Das Rad an sich ist dadurch teurer und der Motor natürlich auch. Ich glaube, fertig motorisierte Räder mit Bafang-Motor gibt es neu gar nicht zu kaufen. Das ist einfach ein Nachrüstset. Zum anderen lag es aber auch an meinen Wünschen, z.B. mit Anhänger – und ich wollte ja unbedingt meinen behalten, und dann musste die Deichsel passend gemacht werden usw. Wenn ich aber so lese, was man für einen passenden Anhänger neu bezahlt, dann habe ich sehr viel Geld gespart. Die Mühen waren also nicht umsonst und die endlosen km, die ich kreuz und quer durch Deutschland gefahren bin, haben mich nicht gestört. Ich bin Berufsfahrerin und fahre leidenschaftlich gern Auto…bei jedem Wetter. Außerdem unterscheiden sich für mich Soest und Bad Arolsen nur um ca. 20 km Entfernung. Im Umkreis von weniger als 200 km habe ich leider noch keine ‘gute’ Adresse entdeckt. Aber den Kleinkram kann ich hier in Celle machen lassen, und die größeren Anlässe,
      wie z.B. eine Inspektion, ist ja nur einmal im Jahr. Solange es nicht ‘viel’ mehr wird, geht’s noch.

      Mein VW-Bus ist übrigens auch mein letzter Verbrennungsmotor. Wenn der mal nicht mehr ist, wird der nächste elektrisch und wer weiß, ob ich nicht mal auf ein Twike zurückkomme, von dem ich schon genauso lange träume wie vom Trike… Da wird dann natürlich finanziell was zu tüfteln sein…

      Auf Frühjahr und Sommer freue ich mich auch. Besonders, wenn wir mal gemeinschaftlich etwas planen, am besten mit unseren Rädern. Der Gedanke hilft über den Winter.
      Und du wirst dich dann auch nicht drücken… 🙂

      Viele Grüße
      Kimie

Eduard J. Belser - 24. November 2017 Reply

Hallo Kimie

Das ist genau das Problem, dass bei vielen E-Bikes Detailfragen, wie die Akkhalterung, das Ladegerät usw. zuwenig durchdacht sind. Besonders ist das bei günstigen Nachrüstsätzen der Fall. Bei den von HP Velotechnik und HaseBikes verbauten Antrieben ist das deutlich professioneller gelöst. Hinzu kommt, dass Liegetrikes per se Kleinserien sind, für die Akkuhersteller keine besonders angepassten Akkus entwickeln. Ich wünschte mir für den linken und den rechten Akku auch unterschiedliche Ausführungen mit jeweils auf der Aussenseite liegenden Schlössern. Der magnetische Stecker des GoSwiss-Antriebs lässt sich blind einstecken, den Schlüssel ohne Sichtkontakt ins Schloss des Akkus zu bringen, ist hingegen eine Fummelei. Schön wäre ein, gut isoliertes, leicht temperiertes E-Bike-Räumchen mit einem fest an der Wand installierten Ladegerät, aber das sind teure, schwer erfüllbare Wunschträume.

Liebe Grüsse aus der Schweiz
Eduard

    Maria Jeanne Dompierre - 24. November 2017 Reply

    Eduard,

    wenn ich wieder mit HP Velotechnik zu tun habe, werde ich ihnen vorschlagen, ein isoliertes, wohl temperiertes Räumchen in Serie als Fertigmodul zu entwickeln.
    Dann haben alle Kunden die Möglichkeit, eine Winterbleibe für das motorisierte Trike zu erwerben, natürlich mit dem von dir vorgeschlagenen vorinstallierten Ladegerät.

    Ich frage mich schon lange, was für eine Überraschung die Hersteller für uns bereithalten könnten, nachdem das Trike als ganz neues Liegeradmodell für Euphorie sorgte. 😀
    Mal sehen, was sie dazu sagen …

      Kimie - 24. November 2017 Reply

      Diese wohltemperierten Räumchen gibt es schon!
      Die stehen im Baumarkt und nennen sich Gartenhäuschen oder Gartenabstellraum.
      Stromanschluss und Steckdose rein, Heizung und Ladegerät installieren…
      und fertig ist die Laube… bzw. das Ebike-Räumchen. -:)

Kimie - 24. November 2017 Reply

Hallo Eduard,

sicherlich muss man für die günstigen Nachrüstsätze Kompromisse in Kauf nehmen. Leider dürfen wir wohl auch nicht damit rechnen, dass Liegeräder samt technischem Zubehör mal in Serie produziert und damit günstiger werden.

Mein Akku hat gar kein Schloss. Er lässt sich einfach über das Display einschalten, das ich auf Wunsch mit einem Pin-Code sperren kann. Der Anschlussstecker des Akku befindet sich in der Schutztasche.
Für den leichten Zugriff habe ich ihn in der Außentasche der Schutztasche verstaut. Dort ist er immer noch ein wenig geschützt. Natürlich ist der Akku in der Schutztasche nicht diebstahlgesichert. Jeder könnte von außen die Klettverschlüsse der Schutztasche einfach abnehmen, den Stecke rausziehen und damit den ganzen Akku entwenden. Natürlich hoffe ich, dass niemand auf diese Idee kommt. Eine abschließbare, fest montiete Halterung wäre da natürlich besser. Ich bin aber trotz der Kompromisse froh, dass es die günstigen Nachrüstsätze überhaupt gibt, denn bei den Preisen hätte ich sonst gar kein motorisiertes Trike. Dann wäre ich einfach beim Ebike geblieben. Das Trike ist aber gerade für längere und auch flottere Touren wesentlich besser geeignet. Das Ebike ist besser für kürzere Touren insbesondere im Stadtbereich. Da hält eine Akkuladung auch nur bis zu 25 km, weil es noch ein älteres Modell ist. Dafür ist es natürlich wendiger und lässt sich schneller und einfacher mal irgendwo anschließen.

Ja, ein leicht temperiertes Ebike-Räumchen…das wäre schön. Aber ich bin schon froh, dass wir hier überhaupt einen großen Schuppen mit Steckdosen haben. Der ist allerdings nicht zugluftdicht.
Den zu beheizen wäre eine wahnsinnige Verschwendung. Ich brauche auch kein fest installiertes Ladegerät an der Wand. Das Ladegerät ist nicht größer als das eines Notebooks, und vielleicht möchte ich es bei einer längeren Tour auch mal mitnehmen. Da ist es schön, dass es leicht und handlich ist.

Liebe Grüße
Kimie

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