Jahreswechsel

Zum Jahresende gab es technische Störungen, die ich mithilfe des Supports aber wieder beheben konnte. Danke an alle aufmerksamen und treuen Leser, die mich darauf hinwiesen, dass außer der Homepage alle anderen Seiten von LiegeradFrau nicht mehr aufrufbar waren.

Liegerad Trike


Eigentlich hatte ich noch einige kleine und schöne Themen zum Ausklang des Jahres, die ich gerne mit euch geteilt hätte und irgendwie fehlt mir auch der Austausch über die Kommentare mit euch. Ihr gehört eben schon fest zu meinem Leben dazu ....


Aber das Leben hatte mal wieder ganz andere Pläne.

Turbulenter Herbst

Als Freiberufliche habe ich zwar immer einen Jahresplan, der das grobe Gerüst darstellt, aber manche Aufträge kommen auch spontan und eher kurzfristig herein.


Zum Ende des Jahres häuften sich manch kurzfristigen Anfragen, und ich hatte plötzlich von Oktober bis Dezember jedes Wochenende einen Kurs zu unterrichten. Alle haben viel Spaß gemacht und für manche musste ich verreisen und wie alle euphorisch Berufstätigen bildete ich mir ein, den Kraftaufwand gut einschätzen zu können.


(Wie herrlich naiv man sein kann. Zum Glück ist es vorher nie so klar wie fertig man hinterher dann ist.)

Ich liebe meine freiberufliche Tätigkeit, aber Urlaub bedeutet für mich: kein Einkommen

Deswegen muss ich „Vorarbeiten“, um den Ausfall auszugleichen.

Und so waren die Aufträge verständlicherweise sehr willkommen.


Natürlich war ich sehr erschöpft als alles vorüber war und an Bloggen war während dieser Zeit  nicht mal zu denken. Ja, ich bin sogar einen Monat lang zum Einkaufen mit dem Auto gefahren, das ist mir eigentlich ein Gräul. Die Zeit, die ich dazwischen hatte, verbrachte ich lieber intensiv mit meinen Lieben zuhause, denn dort ließen auch schon alle die Ohren hängen ob meiner häufigen Abwesenheit.

Einige Zeit ohne Trike

Ich nutzte die Gelegenheit und lieferte mein Trike zu einem Rundum-Kundendienst in der Werkstatt ab. Die Federelemente wurden ausgetauscht, was immer einige Tage in Anspruch nimmt, weil Teile zwischen der Werkstatt in der Manufaktur (die dort auch montiert werden)  verschickt werden müssen.

Scorpion HP Velotechnik


Und das passiert, wenn man einen Monat lang sein Trike nicht mehr fährt.

Man bekommt komische Gedanken.

Wie: och nee, bei der Matsche radle ich aber nicht, da wird mein Trike ja ganz schmutzig!


Ich hatte es nämlich gründlichst gereinigt bevor ich es in der Werkstatt abgab.

Seit der Inhaber mir erzählte wie das ist, wenn die winterverkrusteten Fahrräder bei ihm in der Werkstatt stranden, traue ich mich nicht mehr, mal eben so meines vorbeizubringen.


Mittlerweile fahre ich natürlich wieder. Ich nutze die Regenpausentage und kann mein Glück kaum fassen, wenn ich auf drei Rädern rolle. Den Hunden macht es so auch am meisten Spaß.


Windhundeblog?

Auf Facebook hatte sich jemand augenzwinkernd darüber beschwert, dass der LiegeradFrau Blog nun ja schon fast ein Windhundblog sei.

Hmmm ... empfindet ihr das auch so?


Italienische Windspiele

Sei‘s drum, heute jedenfalls verschone ich euch mit Hundegeschichten, obwohl ich ja nach wie vor finde, dass ich die beiden entzückendsten Hundemädchen aller Zeiten habe.

Es ist nämlich noch etwas Großes geschehen dieses Jahr, das ich euch bislang vorenthielt.

Ich habe mich verliebt!

Ja, ich bin frisch verliebt und mein Mann hat nichts dagegen einzuwenden.


Momente des Glücks

Nachdem meine Familie in den letzten Jahren auf beängstigende Weise immer nur schrumpfte, wollte uns das Leben einmal etwas Gutes tun und hat uns mit einem neuen Erdenbürger beschenkt.

Geburt

Mein Bruder hat Familie gegründet, und ich war so aufgeregt, dass ich mich sofort ins Auto setzte und die halbe Nacht fuhr, nachdem die Wehen bei meiner Schwägerin eingesetzt hatten.

O Gott war das schön, den kleinen Putzi willkommen heißen zu dürfen!


Und so genieße ich die Zeit, in der ich dieses Baby herzen und abküssen darf bevor der kleine Mann alt genug ist, sich die nassen Küsse seiner verrückten Tante zu verbitten.

Dafür darf er auch wahlweise meine ganze Nase in den Mund nehmen oder dicke Spuckfäden auf meinen Kleidern verteilen. Er ist auch der einzige Mensch, der mir ganze Haarsträhnen herausreißen darf.


Wann sind Kinder eigentlich alt genug für ein Laufrad?

Ist doch klar, dass die Tante für lustige Fahrradausflüge zuständig sein wird.

Aber erst mal muss er alle seine Zähne bekommen und noch ein bisschen wachsen ...


Hochzeit

Als meine Unterrichtstätigkeiten alle vorbei waren, stand noch ein Reise an.

Meine liebste und engste Freundin hat geheiratet!

Es war wieder ein Ereignis, bei dem ich vor Freude und Rührung ganz selig war.

Es fällt mir ein bisschen schwer, mich zurückzuhalten, denn geteilte Freude potenziert sich ja gemeinhin.

Aber selbstverständlich wird meine Familie (zu der meine Freundin ja auch irgendwie dazu gehört) nicht befürchten müssen, dass ich ihre Gesichter hier veröffentlichen werde.


Also gibt es nur ein Bild von mir wie ich im Standesamt alleine auf das Brautpaar warte. 

So ordentlich zurecht gemacht sieht man mich sonst nie auf dem Fahrradblog.

Nach der Enttäuschung mit GoSwiss Drive habe ich Teile vom damaligen Interview zu einem Video zusammengeschnitten, in dem ihr Tipps zur richtigen Handhabung und Lagerung eures Akkus während der kalten Jahreszeit bekommt. Anfang des Neuen Jahres kann ich es veröffentlichen.

GoSwiss Drive

Interview mit GoSwiss im Studio


Für das Neue Jahr habe ich in den letzten Wochen einige Ideen gesammelt, von denen ich glaube, dass ihr Spaß haben werdet sie zu lesen und anzusehen. Natürlich freue ich mich sehr, wenn ihr in die Kommentare eure Wünsche schreibt, worüber ihr gerne mehr wissen würdet. Meine Liste ist noch erweiterbar.


Auch wenn teilweise wochenlang hier nichts Neues zu lesen war, lief hinter den Kulissen doch regelmäßig viel ab.


Frohes Neues Jahr

Es war ein turbulentes und sehr schönes Jahr. Luna ist genesen, mein Neffe wurde geboren und meine Freundin hat die Liebe ihres Lebens geheiratet.


Ich habe jede Menge schöne Mails und Kommentare von euch erhalten und auch manches Telefonat geführt. Es hat mir unglaublich viel Freude bereitet, wenn einer von euch sich endlich den Traum vom lang ersehnten Trike erfüllen konnte und habe schöne Geschichten dazu gehört. Das meiste davon bleibt zwischen uns, ich kann gut verstehen, dass ihr Scheu davor habt, hier öffentlich dargestellt zu werden.


An dieser Stelle grüße ich alle, mit denen ich diesbezüglich in Kontakt stand.


Der Kontakt zu HP Velotechnik wurde intensiver und vertrauter, zu Hase Bikes leider etwas weniger, da mein wichtigster Kontakt dort nicht mehr so präsent ist. Das möchte ich für 2020 unbedingt wieder intensivieren.


Ich wünsche euch einen super Start für das Neue Jahr und unendlich viele schöne Erlebnisse mit eurem Fahrrad. Egal ob auf zwei oder drei Rädern, ob liegend oder aufrecht. Hauptsache der Wind weht euch um die Nase und euer Grinsen reicht von einem Ohr zum anderen.



Ich wünsche euch alles Liebe,

eure Maria Jeanne


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Michael Klingler - 27. Dezember 2019 Reply

Danke für die lieben Grüße Maria,

schön wieder von dir zu lesen. „Eigentlich“ nehme ich mir ja vor dir recht regelmäßig zu folgen doch wie das im Leben so spielt…

(Wie herrlich naiv man sein kann. Zum Glück ist es vorher nie so klar wie fertig man hinterher dann ist.)

Diesen Satz können wir sicher alle bestätigen und doch macht man es immer wieder von vorn. Da ich inzwischen freiberuflich als Journalist tätig bin kann ich das sicher auch zum Teil nachempfinden. Umso schöner ist es, wenn man dann daheim die Zeit mit der Familie verbringen kann.

Hochzeit, Geburt, klingt sehr ereignisreich und sind auch die Momente, die das Herz berühren. Etwas Balsam für die Seele, was einem wieder neue Kraft schöpfen lässt. Das war auch die Stelle in deinem Blog, die ich besonders genossen habe.

Windhundblog! Ach nein, das alles ist ja was dich und deinen Blog ausmacht. Das Zwischenmenschliche ist doch genau das, was es ausmacht, ansonsten könnte ich einem Liegeradtechnikforum folgen. Was sicher langweilig wäre.

Der Dezember war für mich auch sehr ereignisreich, vielleicht nicht ganz so positiv wie ich es mir gewünscht hätte. Ich bin nun im 11. Jahr der Abstinenz und genau zum Jahrestag, wie sollte es auch anders sein, kam der Suchtdruck in einer Form, wie ich in lange nicht erlebt habe, zurück. Dank meine Freundin konnte ich ihn aber meistern ohne Risiko.

2020 wird ein Jahr auf das ich mich schon sehr freue, zwei Hochzeiten stehen uns ins Haus. Eine davon werde ich fotografisch begleiten dürfen (ich hoffe das ich nicht hinter der Kamera heulen muss).

Das Thema Liegerad ist dadurch leider, vielleicht etwas zu weit, nach hinten gerutscht. Aber wer weiß was noch alles so passiert und so freue ich mich darüber von dir zu lesen und etwas zu träumen.

So wünsche ich dir und deinen Lieben alles Gute für 2020 und immer genug Luft im Reifen.

Michael

Maria Jeanne Dompierre - 27. Dezember 2019 Reply

Lieber Michael,

deine Worte klingen so fröhlich und gut gelaunt, dass ich mir kaum vorstellen kann wie schwer es für dich gewesen sein muss mit deiner Suchterkrankung umzugehen. Ich freue mich ungemein, dass es dir gelungen ist, die Klippe zu umsegeln. Sehr gut gemacht! Mit deiner Herzensdame an der Seite ist vieles einfacher.

Darf ich ganz diskret anfragen, ob eine der beiden Hochzeiten deine eigene sein wird?
Glaube mir, du wirst weinen. Ich hatte mir ganz fest vorgenommen, mein Augen-Makeup nicht zu ruinieren, aber irgendwann war es dann doch so.
Meine Freundin so glücklich zu sehen war eben etwas Wunderschönes, da dürfen ruhig ein paar Tränen kullern.
Du kannst dein Gesicht hinter der Kamera verschanzen, falls es dich überkommt, aber eigentlich freuen sich alle, wenn sie deine Freude mitbekommen.

Danke für deine schönen Zeilen.
Du bist ja immer dran am Thema Liegedreirad, auch wenn sich die Anschaffung verschiebt. Die Anlässe indes sind ja höchst erfreulich.

Schön, dass du immer wieder hier mit dabei bist und dich einbringst.

Sei ganz lieb gegrüßt!

Michael Klingler - 27. Dezember 2019 Reply

Danke für deine Antwort,

eigentlich gehören Sachen dieser Art nicht unbedingt auf einen Liegeradblog , doch genau das ist es was deinen Blog ausmacht.

Sucht kann man sich vielleicht nicht immer aussuchen, genau so wenig wie Depressionen, leider.
Dass ich wieder so fröhlich klinge liegt sicher mit an der Freundin, ob sie mal meine Herzdame wird, wird sicher die Zeit zeigen. Nein, beide Hochzeiten sind die von Freunden und bei einer werde ich die fotografische Hochzeitsreportage machen. Ich liebe es mit Bildern Gefühle auszudrücken. Das macht uns Menschen ja aus.

Der Rest, den ich mir vorstelle, wird kommen von ganz allein, meiner Erfahrung nach spielt Zeit keine Rolle. Um es mit den Worten des Dalai Lama zu sagen: „Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist.“

Auf bald
Michael

Henrike - 27. Dezember 2019 Reply

Hallo Maria,

ich freue mich sehr, dass du dich wieder auf deinem Blog – auch mit so vielen positiven Nachrichten – zurückmeldest.

Heute war ja nach vielen nassen Tagen den ganzen Tag wieder richtig schönes Wetter (Sonne, blauer Himmel), wenn auch ziemlich kalt. So habe ich eine Runde mit meinem Kettwiesel gedreht.
Das einzige, was ich noch ausstattungsmäßig haben muss, ist ein Schutz für Mund und Nase. Mit gelingt es nämlich nicht immer, nur durch die Nase zu atmen.

Ich wünsche dir und den Deinen einen wunderbaren Start ins neue Jahrzehnt!

Herzliche Grüße
Henrike

    Maria Jeanne Dompierre - 28. Dezember 2019 Reply

    Liebe Henrike,

    ich konnte auch nicht widerstehen und habe eine längere Tour unternommen.
    Danke für die Wünsche, dir und deiner Familie wünsche ich auch einen super Start ins Neue Jahr.
    Hmm … ich hätte auch mal wieder Lust auf einem Kettwiesel zu sitzen.
    Es ist ein tolles Liegedreirad.

Jürgen Gradenegger - 30. Dezember 2019 Reply

Hallo Maria,

da ich auch selbstständig bin, kenn ich solche Situationen nur zu gut. Aber man macht es ja gerne. Da ich jetzt regelmäßig auch Wald- und Schotterwege fahre, putze ich jetzt auch regelmäßig mein S-Pedelec.

Das hatte ich mit meinem bisherigen Alltagsrad nicht so oft gemacht. Und das sieht man ihm auch an. Auch in Sachen Liegerad bin ich weiter. Ich werde mich in nächster Zeit mal am Gebrauchtmarkt umsehen. Insbesondere im Winter haben für mich Liegetrikes enorme Vorteile. Man kann halt nicht so leicht auf glatter Fahrbahn ausrutschen. Das ist mir erst letzte Woche nach langer Zeit leider mal wieder passiert. Es war unvorhersehbar glatt und es hat mich geschmissen. Es ist weder mir noch dem Rad etwas ernsthaftes passiert und ich war glücklicherweise nicht sehr schell unterwegs, aber mit drei Rädern wäre das eben nicht so passiert. Insofern kann ich zum Radeln mit dem Trike, gerade im Winter, ermuntern.

Nässe und Schmutz hin oder her, da spielt es einfach seine Vorteile voll aus. Wobei ich auch meine Räder vor Werkstattbesuchen reinige. Dann haben sie es einfach leichter und es geht auch schneller. Ich wünsche dir und deinen Lieben einen guten Rutsch und ein gutes neues Jahr 2020! Möge es genauso posititiv weiter gehen, wie das vergangene.

Herzliche Grüße

Jürgen

    Maria Jeanne Dompierre - 1. Januar 2020 Reply

    Hallo Jürgen,

    großen Danke für deine Wünsche.
    Ich lese natürlich mit großer Freude, dass du dich schon mal nach einem Trike umsehen möchtest.
    Es stimmt, im Winter ist Glätte kein Thema, aber auch im Herbst mit dem nassen Laub, kann nichts schiefgehen.

    Zum Glück hast du dich nicht ernsthaft verletzt. Auch wenn die Unversehrtheit immer am wichtigsten ist, ist bei dem Wert eines S-Pedelecs trotzdem eine Erleichterung, dass kein Schaden entstanden ist.

    Ich wünsche dir eine erfolgreiche Recherche auf dem Gebrauchtmarkt und weiterhin viel Freude mit dem schnellen Fahrrad.

      Jürgen Gradenegger - 3. Januar 2020 Reply

      Hallo Maria,

      ja da war ich auch froh. Ich fahre ja grundsätzlich mit Helm. Nur die Schulter hat etwas gelitten, ist aber alles wieder in Ordnung. Da ist mir auch noch eine Idee für einen Beitrag gekommen. Du könntes ja mal etwas darüber erzählen, wie es sich so im Winter mit der Fahrsicherheit auf einem Liegetrike erhält. Auf was muss/sollte man achten? Wie erhält sich das Tike in bestimmten Situationen (Glatteis, Schnee, Regen und das on dir erwähnte Laub.)? Das wäre wirklich interessant. Insbesonder für Neulinge auf dem Liegerad.

      Herzliche Grüße und ein gutes neues Jahr!

      Jürgen

Juan Moran - 1. Januar 2020 Reply

Frohes Neues ! Ich bin zwar kein Pinion-Trike- Fahrer mehr. Ich habe alles verkauft, da ich auf alltagstauglichen Baron-Tieflieger umgestiegen bin.

Gruß
Juan

    Eduard J. Belser - 2. Januar 2020 Reply

    Hallo Juan

    Doch, das ist auch eine heisse Maschine, Dein Baron-Tiefflieger. Aber fehlt da nicht doch das geniale Pinion-Getriebe, damit sie ein echt adeliger Baron sein kann. Ich würde auf das Pinion-Getriebe um keinen Preis verzichten wollen und bleibe bei meinem Gekko, der so herrlich mit meinem Hintern zusammenwächst, wenn ich drauf sitze.

    Liebe Grüsse
    Eduard

Maria Jeanne Dompierre - 1. Januar 2020 Reply

Glückwunsch zum neuen Gefährt, Juan!
Ich wünsche dir auch ein frohes Neues Jahr und hoffe du liest auch mit zwei Rädern noch gerne mit.

Eduard J. Belser - 2. Januar 2020 Reply

Guten Morgen Maria Jeanne

Schön, dass dein Blog wieder funktioniert. Ich hoffe Du, Paul, deine Mutter und deine Vierbeiner sind gut ins Neue Jahr gerutscht und es wird für uns alle ein gutes Jahr. Bei uns ist es eisig kalt und neblig , deshalb bin ich leider nur wenig mit dem Gekko unterwegs , sehn mich nach wärmerem, sonnigerem Wetter und träume von grossen Radtouren.

Was ich mir derzeit näher ansehe ist vor allem der Gotthard und der Übergang vom Engadin ins Südtirol. Dort ist über die gefährliche Strecke durch die Schöllnenschlucht von Göschenen nach Andermatt ein neuer Radweg gebaut worden, der teilweise auf den Lawinengalerien der Strasse verläuft.

Die Strecke von Andermatt zum Gotthard-Hospitz ist recht gut zu fahren und die Tremolo (Strasse des Zitterns) auf der Südseite wäre mit dem wendigen Gekko ein unglaubliches Erlebnis. Ich könnte von mir in einem Tag nach Luzern fahren, von dort das Schiff nach Flüelen nehmen und die Strecke Flüelen-Göschen je nach Verkehrslage mit dem Gekko fahren oder in den Zug bis Göschenen verladen. Die Leventina bis Bellinzona hinunter wäre gut zu fahren. Dort könnte ich in den Zug verladen und nach Göschen zurückfahren.

Ins Engadin muss ich die Verlademöglichkeiten mit der Bahn noch abklären. Ausladen müsste ich in Scuol, von dort Richtung Landeck und über die Norbertshöhe und den Reschenpass ins Vinschgau fahren und dort über den Vinschgerradweg nach Naturns hinuntergleiten. Dort kenne ich ein gutes, auf Radtouristen ausgerichtetes «Wellfress»-Hotel. Von dort aufs wären zahlreiche spannende Tageskursen möglich.

Den Bodensee habe ich natürlich auch nicht ganz aus dem Blickfeld verloren.

Herzliche Grüsse
Eduard

    Maria Jeanne Dompierre - 2. Januar 2020 Reply

    Hallo Eduard,

    vielen Dank für deine guten Rutschwünsche.
    Es ist hier auch sehr eisig geworden in den letzten Tagen.

    Heute zog ich mir die Skihosen an und bin mit dem Trike einkaufen gefahren. Die Hunde dick eingepackt und mit Wärmflaschen ausgerüstet mit dabei. Allerdings war es trocken, ich kann mir das in Kombination mit Nebel, wie du es beschreibst, gut vorstellen. Da würde ich auch lieber abwarten.

    Woran merkt man, dass man sein Trike gerade nicht fahren kann?
    Wir sitzen zuhause und träumen (planen) unsere Touren für das Frühjahr ….

    Deine Strecke hört sich interessant an, auch wenn ich die ganzen Orte erst mal alle nachsehen muss.
    Planst du deine Stecken alle analog oder gibst du das auch bei Komoot oder anderen Karten ins Netz ein? Das ist in Foren immer sehr beliebt, weil es visuell greifbarer wird, die Topografie und Kilometer gut dargestellt werden.

    Und der Bodensee … es wäre ganz wunderbar, wenn daraus etwas wird!

Eduard J. Belser - 2. Januar 2020 Reply

Liebe Maria Jeanne

Für Touren innerhalb der Schweiz verwende ich die App von SchweizMobil dem nationalen Netzwerk für den Langsamverkehr. Die Karten sind unter schweizmobil.ch im Internet frei zugänglich. Man kann zwischen verschiedensten Aktivitäten, wie normalem Radfahren, MoutainBiken, Schneeschuhwandern, Kanufahren usw. wählen. Auch unzählige weitere Infos lassen sich über das Menü abrufen. Mit einem Abo für CHF 35.– Jahr kann man eigene Routen auf dem Mac/PC zeichnen, die entsprechenden Karten/Höhenprofile ausdrucken und passiv auf seinen mobilen Geräten (Handys/Tablets) nutzen.

Für den Bahnverlad meines Gekkos orientier ich mich auf den Seiten für Menschen mit Mobilitätsproblemen der Bahn, wo ich sehe, wie die Bahnsteige mit dem Gekko zugänglich sind und gebe auch bei Fahrplanabfragen die entsprechenden Einschränkungen und den Selbstverlad von Fahrrädern als Vorgaben ein. Im Regionalverkehr werden fast ausschliesslich Züge der Baureihen Colibri (Umbauten von Zügen aus den 1980ern mit neuen niederflurigen Zwischenwagen), FLIRT, GTW und KISS (Doppelstöcker) von StadlerRail eingesetzt. Diese Zugstypen sind für den Verlad des Gekkos perfekt. Im Fernverkehr wird es schwierig. Da funktioniert es nur über die Veloabteile der Bahn 2000 Doppelstöcker und gewisse mit KISS gefahrene Fernverbindungen. Mit den neuen Bombardier-Doppelstöcker habe ich noch keine Erfahrungen, da diese missratenen Pannenzüge mangels Zuverlässigkeit noch immer nur auf bestimmten Verbindungen eingesetzt werden können und sonst vor allem auf Abstellanlagen zu sehen sind. Mit dem neuen Gotthardzug «Giruno» könnte ich erst einmal fahren und war zu müde, um mir die Veloverlademöglichkeiten genau anzusehen, aber es müsste eigentlich gehen. Bei den immer noch in vielen IC-Verbindungen eingesetzten Einheitswagen IV, den ICN- und ETR 610-Neigezügen ist an das Verladen des Gekkos nicht zu denken.

Fast alle Schweizer Schmalspurbahnen haben in den letzten Jahren auf neues Rollmaterial von StadlerRail umgestellt und da müsste das Verladen des Gekkos auch klappen. Eigene Erfahrungen habe ich da allerdings erst mit den Zügen des «Bipperlisis» die ich oft benutze.

Für Touren im Ausland verschaffe ich mir einen groben Überblick mit GoogleMaps und schaue danach, was im Internet an Karten und Infos zu finden ist. Beim Bahnverlad im Ausland habe ich bisher nur Erfahrungen mit den doppelstöckigen Regioexpresszügen der Rheintalbahn zwischen Basel und Offenburg. Da ist es wichtig möglichst ab dem Abgangsbahnhof der Züge zu verladen und ein Umsteigen im Bahnhof Freiburg zu vermeiden. Vom Südtirol weiss ich, dass dort die meisten Bahnhöfe in den letzten Jahren konsequent barrierefrei umgebaut wurden und ebenfalls GTWs und FLIRTs von StadlerRail eingesetzt werden. Dort sind noch bis Ende 2020 die häufigen Sperren der Vinschgerbahn mit Busersatz wegen der Elektrifizierung ein Problem. Danach werden die Diesel-GTWs durch elektrische FLIRTs mit wesentlich mehr Platz für den Veloverlad ersetzt.

Huch, jetzt bin ich etwas lang geworden.

Liebe Grüsse
Eduard

Kupfer armatur - 10. September 2020 Reply

Ich mag das. Sehr schön

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