“Ich glaub, ich spinne!”

Das waren in etwa die Worte, die mir durch den Kopf schossen, als ich, gerade aus dem Urlaub zurück (es wunderschön in Kanada und leider habe ich dort keine Trikes gesehen), die offizielle Mitteilung zu den neuen Produkten von HP Velotechnik in meiner Inbox las.
Das Scorpion gibt es ab November diesen Jahres nun auch wahlweise mit dem Shimano Steps Motor. Den habe ich letzten Sommer bei meinem Test mit dem Kettwiesel Evo von Hase Bikes ja ausführlich kennengelernt und kam zu einem eher mittelmäßigen Testurteil.

 

HP Velotechnik bricht Tabu

Aber ich reagierte weniger auf die Tatsache, dass HP Velotechnik nun den gleichen Motor verbaut wie Hase Bikes, als darauf, dass die Krifteler damit eines ihrer bis dato größten Tabus brechen:

HP_Scorpion_STEPS_detail_motor_links_vorne_MG_9265Der Steps-Motor befindet sich vorne im Ausleger und nicht im Hinterrad. Alles, was größere Kräfte auf den Rahmen erzeugt, wird nicht in die Liegedreiräder von HP Velotechnik verbaut. Immerhin werden zehn Jahre für den Rahmen garantiert.

Die Mittelmotoren für aufrechte Räder verursachen normalerweise zu große Zugkräfte für den Rahmen eines Scorpion. Sie sind auch ziemlich groß und würden schon optisch dem Anspruch an Ästhetik des Liegerad-Herstellers nicht gerecht. Der Shimano Steps “fügt sich (…)  mit der schlanken Silhouette dezent in das schon vielfach ausgezeichnete Design der Dreiräder aus Kriftel ein”, beschreibt HP Velotechnik die Besonderheit des Steps-Motors und lasse den Rahmen dank der großen Kettenblätter mit 44 Zähnen, unbehelligt.

 

Shimano Steps und GoSwiss Drive

Der Schweizer Elektroantrieb ist weiterhin im Zusammenhang mit einem Trike zu haben. Shimano stellt eine Alternative dar, übrigens auch für den kleinen Bruder Gekko.

Was in der offiziellen Mitteilung von HP Velotechnik mitunter etwas geschwollen beschrieben wird (der Fahrer eines Scorpions ist ein “Pilot” und bei der Ausstattung mit Shimano handelt es sich um ein “Rundum-sorglos-Paket”), erklärt mir Alexander Kraft am Telefon mit einfachen Worten. Der Steps-Motor stellt eine wichtige Ergänzung zur bisherigen Option GoSwiss dar, weil es KundInnen gibt, die keinen so hohen Anspruch an komplexe Technik haben. Sie wünschen sich einen Hilfsmotor ohne viel Schnickschnack und mitunter verwirrender Bedienoberfläche am Display. Ein Motor, der etwas dezenter im Hintergrund agiert und nur unterstützt, wenn es wirklich nötig ist, der mit der Gangschaltung verbunden ist und der sich mit zwei Knöpfen bedienen lässt. Das vermittelt das Gefühl, immer noch klassisch Rad zu fahren und die Aufmerksamkeit wird nicht dauernd vom Geschehen im Straßenverkehr oder dem Genuss der Eindrücke der Landschaft durch das Bedienen von Technik und großem Display, das schon fast wie ein Smartphone anmutet, abgelenkt. HP Velotechnik räumt allerdings ein, dass auch ein Jahr nach meinem Test, der Shimano Steps Motor immer noch sehr geräuschvoll ist.

Auf meine Frage, ob auch mein großer Kritikpunkt, dass der Tritt nicht immer flüssig rund lief und ich die Leistung nicht sehr überzeugend fand, immer noch zuträfen, bekam ich die allgemein gehaltene Antwort, dass ich davon ausgehen könne, dass ein so renommierter Globalplayer wie Shimano seine Technik stets weiter entwickle und verbessere und innerhalb eines Jahres erhebliche Veränderungen stattfinden könnten.

Der Shimano Steps ist ab 2090,- Euro zu haben und damit rund fünfhundert Euro günstiger als der luxuriöse GoSwiss-Antrieb.

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Diese Neuerung im Hause HP Velotechnik ist nicht etwa durch wildes Brainstorming entstanden, sondern fußt auf seriöse Daten der Hochschule Fulda. Dort kamen Studenten unter der Leitung von Professor Felix Ecker zum Ergebnis, dass gerade Menschen in fortgeschrittenem Alter einem elektrischem Dreirad umso aufgeschlossener begegneten, je weniger es die Nutzer mit High-Tech konfrontierte.

„Wenn das Gesamtsystem zu komplex wird und das Rad dies durch eine sehr technisch wirkende Ausstattung ausstrahlt, wachsen sogar bei einer ansonsten sehr positiv wahrgenommenen Kombination wie ,Sicheres Dreirad plus komfortabler E-Motor’ die Vorbehalte deutlich an.” Damit möchte der Hersteller aus Kriftel  Modelle wir das “Scorpion Plus” noch attraktiver für eine bestimmte Zielgruppe gestalten. Allerdings werden die flotten Dreiräder damit auch mitunter als “Elektro-Dreiräder für Senioren” wahrgenommen (Hamburger Lifestyle Blog www.hamburg040.com).

 
[box type=”info”] Technische Daten Steps (nach Angaben SHIMANO)

Nennleistung: 250 W

Maximales Drehmoment: 50 Nm

Unterstützung: bis 25 km/h

Gewicht (Motor): 3,2 kg

Unterstützungsmodi:
Eco: bis 70 % (30 Nm)
Normal: bis 150 % (40 Nm)
High: bis 230 % (50 Nm)

Reichweite:
Eco: bis 125 km*
Normal: bis 85 km*
High: bis 60 km*

Akkuleistung: 418 Wh (36 V / 11,6 Ah)

Gewicht Akku: 2,7 kg

Ladedauer: 100 % nach 4 Std
80 % nach 2 Std

Lebensdauer: 1000 Ladezyklen**

Preis: ab 2.090,- Euro

Steps/Di2 ist im HP Velotechnik-Baukastensystem lieferbar ab November 2016.

*Messbedingungen: Gesamtgewicht Rad und Fahrer 100 kg bei 23 km/h in flachem Gelände, 7. Gang im Stop- & Go-Modus (alle 2 km)

**Nach 1000 Ladezyklen stehen noch 60 % Restkapazität zur Verfügung[/box]

 

 

Ein weiteres Mitglied in der Scorpion-Familie

Ab November möchte HP Velotechnik die Qual der Wahl noch erhöhen und hat ein Scorpion zur Ankurbelung von Dopamin und Adrenalin entwickelt. Hierzu der Originaltext aus der Pressemitteilung von HP Velotechnik:

Mit dem komplett überarbeiteten „Scorpion“ stellt HP VELO- TECHNIK eine neue Kategorie im Liegeradbau auf drei Räder: das Racetrike für Komfort-Liebhaber. Die Basis dafür ist jenes Trike, mit dem in der hessischen Spezialradmanufaktur 2005 das Dreirad- Zeitalter begann. Wer den „Scorpion“ von damals neben dem aktuellen Modell sieht, spürt den Unterschied in der Dynamik geradezu physisch. Erstmals zu sehen ist der neue, metallic-blaue Renner auf der Messe Eurobike (31. August bis 4. September 2016) am Stand von HP VELOTECHNIK im Foyer West (FW 300).

HP_Scorpion_race_Action_links_MG_9353

Die markante Optik hat ihren Ursprung in den konstruktiven Eigenheiten eines Highspeed-Trikes: Das von 20 auf 26 Zoll vergrößerte Hinterrad sorgt für eine hohe Laufruhe. Das zur Abstützung des Schalensitzes integrierte Raum-Fachwerk ermöglicht den geradlinigen Verlauf der Kette durch den Hinterbau. Erstmals erprobt an den S-Pedelecs von HP VELOTECHNIK, sorgt diese Spaceframe-Technologie zudem für ein steiferes Chassis, wie Daniel Pulvermüller erläutert, der Chef-Konstrukteur der hessischen Manufaktur.

HP_Scorpion_frei_silber_links_tour_MG_9215

Auch an der Frontpartie des eleganten Aluminium-Rahmens haben die Ingenieure Hand angelegt: Mit dem steil empor wachsenden Ausleger gewinnt das Tretlager deutlich an Höhe. Die satte Überhöhung der Kurbelachse mit bis zu 24 Zentimetern über dem Sitzniveau verspricht maximale Effizienz beim Krafteinsatz und sorgt für eine aerodynamisch günstige, windschnittige Körperhaltung: „Liegerad-Enthusiasten wissen: Ein hohes Tretlager ist quasi der Wiegetritt im Sitzen“, erklärt Pulvermüller dazu.

Neu sind diese Merkmale in Kombination mit einem gefederten Hinterbau. Der Grund: Die klassischen, aus Gründen der Gewichtsreduktion bislang ungefederten Racetrikes werden auf Kopfsteinpflaster schnell zum Rücken-Killer.

Die antriebsneutrale Federung mit der HP VELOTECHNIK-eigenen No-Squat-Technik eröffnet dem blauen Flitzer darüber hinaus weitere Einsatzbereiche. So lässt er sich dank vorbereiteter Aufnahmepunkte und den Möglichkeiten des Manufaktur-Baukastensystems höchst vielfältig für Alltag und Reise einrichten. Die Bandbreite reicht von Gepäckträger, Schutzblechen, luftigem Netzsitz, diversen Lichtanlagen bis zu Anpassungen im Antriebsbereich. Dabei kann der Kunde zwischen Ketten- und Nabenschaltungen wählen oder sogar eine Kombination mit bis zu 81 Gängen einbauen lassen.

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Wer das Vorwärtskommen noch lässiger angehen will, wählt unter den zwei E-Motorsystemen, die HP VELOTECHNIK vom Modelljahr 2017 an im Programm hat: der bewährte Premium-Hinterradnabenmotor von GO SWISSDRIVE oder die neue Option mit der vollautomatisch schaltenden Tretlager-Antriebseinheit Steps/Di2 von SHIMANO.

Das Standardmodell kostet 2.990 Euro. Erhältlich ist der „Scorpion“ mit den Standardfarben Peeka Blue oder Cosmic Grey ab November 2016.

 

[box type=”info”] Technische Daten Scorpion Basismodell, andere Komponenten auf Wunsch

Rahmen: Scorpion (Alu 7005 T6), 10 J. Garantie

Farben: einfarbig Peeka Blue oder Cosmic Grey sowie Sonderfarben auf Wunsch

Bereifung vorne: Tryker von SCHWALBE (20″)

Bereifung hinten: MarathonRacervonSCHWALBE (26″)

Sitzhöhe:  von 28 cm (BodyLink-Schalensitz) bis 42 cm (ErgoMesh HS plus-Netzsitz)

Sitzwinkel: 41 – 49°

Federung: Federelement DNM DV22 80 mm (hi.)

Bremse:      2 x AVID BB7 Scheibenbremsen (vorne, einzeln zu betätigen)

Antrieb: SRAM Dual Drive 24-Gang

Länge: 194 – 227 cm (einstellbar für Fahrer mit Körpergröße von 162 – 200 cm)

Radstand:    128 cm

Breite/Spurweite: 83 cm / 78 cm

Bodenfreiheit: 11 cm

Wendekreis: 5,4 m

Gewicht: ab 16, 9 kg

Zuladung: bis 150 kg

Preis: ab 2. 990, – Euro, mit Motor ab 5. 080, –

Lieferbar: ab November 2016[/box]

 

 

HP Velotechnik setzt Kritik um

Die Liegeradmanufaktur entwickelt ja nicht nur komplett neue Modelle und Konzepte, sondern verbessert auch das Bewährte. Ein Wunsch von KundInnen und Testpersonen war auch, das Display für den Elektromotor praktischer und platzsparender am Lenker anzubringen.

Ich kenne beispielsweise Leute, die mit Hilfe eines Verlängerungskabels das Display vorne am Auslegerrohr anbringen, um so mehr Freiheit am Lenker zu gewinnen. HP Velotechnik nahm die Anregung auf und setzte sie für beide Unterstützungsmotoren um. Das Ergebnis ist sehr gut gelungen.

HP_Scorpion_STEPS_cosmic_grey_links_hinten_tour_mesh_MG_9300

 

In den nächsten Tagen erfahre ich auch, was sich Hase Bikes einfallen ließ, um uns für die neue Saison zu überraschen. Das werde ich natürlich zeitnah veröffentlichen.

Alle Bilder unterliegen den Urheberrechten von HP Velotechnik

 

 

 

Leave a Reply 53 comments

Christian Meter - 29. August 2016 Reply

Guten Morgen!
Schön,wieder von dir zu hören!
Kommt noch ein Reisebericht aus Kanada?!

Das Trike sieht schon etwas komisch aus….habe mir aber auch noch nicht wirklich Gedanken zum E-Motor im Allgemeinen gemacht..

Fahre ja meinen Oldie!…lach…

Wünsche dir und deiner Familie einen schönen Wochenstart!

Gruß Chris

    Maria Jeanne Dompierre - 29. August 2016 Reply

    Hallo Chris,

    danke! Ja, das Design ändert sich mit dem “Klumpen” vorne.
    Ich wünsche dir auch einen guten Start in die Woche, Grüße!

    PS: Ich weiß nicht, ob ich einen Reisebericht schreibe, es ist ja eigentlich ein Liegerad-Blog … auf die Idee wäre ich, ehrlich gesagt, gar nicht gekommen. Aber wenn Interesse besteht, könnte ich ja mal ein paar Bilder am Ende eines Beitrags zeigen.

      Chris Meter - 30. August 2016 Reply

      Guten Morgen,Maria!

      Bilder wären natürlich ganz klasse!
      So ein kleiner Einblick wäre doch bestimmt für alle interessant,ist doch auch ein faszinierendes Land…

      Beste Grüße,Chris

      P.S.: Mein Flux habe ich nun gründlich restauriert…mein absoluter Traum…

        Maria Jeanne Dompierre - 1. September 2016 Reply

        Das Schönste hier auf dem Blog ist, wenn jemand von seinem absoluten Glück mit seinem Liegerad schreibt.

          Chris Meter - 2. September 2016 Reply

          Guten Morgen,Maria!

          Leider kann ich hier und auf deiner Seite keine Fotos vom Traum-Liegerad posten…
          Habe aber auf meinem Facebook-Profil ein kleines Album vom Flux erstellt!

          Gruß Chris

Andreas Huber - 30. August 2016 Reply

Hallo Frau Dompierre,

ich spiele momentan mit dem Gedanken mein FS26 zu motorisieren. Da ich in eine sehr bergige Gegend gezogen bin, wünsche ich mir 250W- Unterstützung. Allerdings weiß ich schon langsam nicht mehr, was ich an mein 2013er Scorpion anbauen soll. Das neue Steps scheidet laut HP aus. Warum weiß ich nicht. Es wird für mein Rad einfach nicht zum nachrüsten von HP angeboten (finde ich übrigens eine nicht sehr nachhaltige Einstellung). Von HP wurde ich auf das Go Swiss Drive verwiesen. Ein von HP aufgelisteter Fachhändler hat mir jetzt den Ansmann RM7 empfohlen. Aber gerade diese Narbenmotoren sollen doch anfällig auf Überhitzung am Berg sein. Was würden Sie aktuell empfehlen?

Freundliche Grüße
Andreas Huber
(Recumbent Rider)

    Maria Jeanne Dompierre - 1. September 2016 Reply

    Hallo lieber Herr Huber,

    ich kann Ihren Frustration gut nachvollziehen. Aber ich kann Ihnen versichern, dass Sie dem Steps-Motor keine Träne nachweinen müssen. Meine ganz persönliche Meinung ist: Wer so viel Geld in die Hand nimmt, nämlich 2.000 Euro, der sollte mit gutem Gewissen noch 500 Euro mehr investieren und bekommt mit dem GoSwiss wesentlich mehr geboten. Der Steps macht in bergigem Gebiet wirklich keine Freude, das ist eher etwas für Menschen, die überwiegend in der Ebene fahren und ab und zu mal eine Anhöhe erklimmen.

    Sie haben zu Recht Scheu vor Überhitzung am Berg. Man muss gut informiert sein, um zu wissen, welcher Nabenmotor gut ist. GoSwiss kann ich uneingeschränkt empfehlen, ansonsten nur noch Bosch, alles andere habe ich nicht ausgiebig genug getestet, um ein kompetentes Urteil abgeben zu können.

    Bosch fällt leider für ein Dreirad aus, da wir einen Hinterradantrieb brauchen.

    Wenn Sie sich auf eine Empfehlung des Händlers verlassen wollen, wäre es gut zu wissen, wieviele der Kunden Ihres Händlers sich schon einen Ansmann einbauen ließen und wie deren Erfahrungen damit aussehen (und zwar nach mehr als einem Jahr, ab da wird es spannend).

    Gerold Heider - 3. Oktober 2016 Reply

    Hallo Andreas,

    alternativ zu GoSwiss Drive gibt es da noch Neodrive.
    Unteranderem verwenden Ihn die Reiserad-Hersteller
    Idworx und Velotraum.
    Sie kombinieren den Neodrive-Motor mit dem Pinion P1.18.
    Die hochwertigen Reiseräder kosten zwischen 7000 -8000€.
    Es kann gut sein das du dich mit dem Neodrive etwas günstiger stehst
    wie mit dem GoSwiss Drive.
    Eine Überlegung ist auch der Binova Flow wert.
    Der Tretlagermotor hat 100% Freilauf und 60Nm Drehmoment.
    Im Bergtest von 2015 der Zeitschrift Elektrorad hatte der Motor die zweitgrößte
    Reichweite.

    Gruß Gerold

Norbert - 31. August 2016 Reply

Hallo Maria Jeanne,
dann bin ich mal auf Deinen Bericht gespannt. Vielleicht hat ja auch ein Händler, der ca. 7 Kilometer von mir weg ist, bald einen solchen Scorpion zum Anschauen da.
Wenn ich nächstes Jahr zur Spezi kommen kann werde ich den bestimmt mal ausprobieren. Nicht, dass ich meinem ICE untreu werden will, aber interessieren würde mich das Fahrgefühl mit dem Steps-Motor schon sehr. Ich finde die Tretlagermotoren bei den Aufrechträdern immer als ziemlich laut.
Ach ja und Canada-Bilder würde ich auch gerne sehen. :-)
Liebe Grüße
Norbert

    Maria Jeanne Dompierre - 1. September 2016 Reply

    Hallo Norbert,

    vielleicht reffen wir uns auf der SPEZI, die habe ich auch auf dem Radar.
    In der Ebene macht der Steps Motor schon gute Laune, das ist auf dem Parcours auf jeden Fall eine Probefahrt wert.

    Wir beide sehen uns ja in ein paar Tagen, darauf freue ich mich schon.

Jürgen Gradenegger - 31. August 2016 Reply

Hallo Maria,

das sind ja spannende Nachrichten. Der Stepsmotor ermöglicht es jetzt auch ein Gertriebenabe a la Rohlof oder Nuvinci ein bauen zu können. Das war bis jetzt immer ein Ausschlußkriterium für die Trikes von HP Velotechnik. Das fällt somit weg. :-)

Gruß, Jürgen

    Maria Jeanne Dompierre - 1. September 2016 Reply

    Lieber Jürgen,

    ja, der große Vorteil mit dem Steps-Motor ist das frei bleibende Hinterrad für andere schöne Technik :-)

    Beste Grüße
    Maria Jeanne

      Mike - 1. September 2016 Reply

      Hallo Maria und Jürgen,

      muss euch leider widersprechen.Der Steps wird nur mit mit der Schaltung von Shimano verbaut 8 bzw 11 Gang Nabenschaltung. Es ist nicht möglich im Moment den Steps zb mit einer Rohloff zu koppeln.Deswegen wird auch kein Nachrüstsatz von HP angeboten.
      Im Moment ist die beste und billigste Variante dafür ein Bafang Mittelmotor.
      Deswegen wird auch bei HASE der Steps nur mit 8Gang Schaltung angeboten.

      mfg
      Mike

        Maria Jeanne Dompierre - 2. September 2016 Reply

        Danke für dein Update, Mike!

        Jürge Gradenegger - 2. September 2016 Reply

        Hallo Mike

        Stimmt, da hast du natürlich Recht! Das war mir ganz entfallen, dass beim Steps ja die Schaltung schon integriert ist. Wobei nachtäglich kann man das bestimmt selbst rein bauen. Ein bisschen Geschick beim Basteln vorrausgesetzt. ;-)

        LG, Jürgen

Walter - 1. September 2016 Reply

Blöde Idee von HP Velotechnik… Hat sich die Geometrie verändert, so dass der verschobene Schwerpunkt ausgeglichen wird oder küsst der Motor bei jeder Notbremsung den Asphalt? Wenn schon ein Paket vorne, dann doch Pinion, das wäre die ideale Ergänzung zum SwissDrive-Motor, vor allem am 20-Zoll-Rad.

    Maria Jeanne Dompierre - 1. September 2016 Reply

    Hallo Walter,

    vom Pinion träume ich ja auch heimlich …

    Ob der verschobene Schwerpunkt schwächelt, müsste man wirklich mal ausgiebig in der Praxis ausprobieren.

    Maria Jeanne

    Gerold Heider - 5. Oktober 2016 Reply

    Hallo Walter,

    die Geometrie des Rahmens hat sich nicht verändert.
    Nur der Ausleger wurde dafür neu konstruiert.
    Das Alu-Rohr hat eine dickere Wandstärke bekommen um die höheren
    Zug- / Druckkräfte auf zu nehmen.

    Gruß Gerold

Carlos Dewerchin - 1. September 2016 Reply

Hey Andreas,

Ich habe jetzt +-8.000 km gefahren mit meinem e-Scorpion fs 26 ( 05-05-2013 ) mit Crystalyte HT-3525 und mit 2X48V16A nachgerüstet. Lebe in bergige Gegend, und habe bis 16% Steigung. Wenn meine Beine Dienst verweigern ( bin PBM ) fahre ich nur auf dem Hilfsmotor nach oben an 16 km/St.,mit gute Beine an 25 km/St. Durchschittgeswindigkeit auf flachen Parcours 22 à 23 km/St. Überhitzung ist noch nie vorgekommen und ist sowieso mit Thermoschütz gesichert.
Mit einen Schalter L-0-R kann ich fahrend die frische Batterie einschalten wenn nötig, und gewöhn weiterfahren. Mit eine Batterie fahre ich +-45 à 50 km. Flach 65 à 70 km. !
Ich bin also mehr als zufrieden mit meinen e-Scorpion !

mfrgr

Carlos

    Maria Jeanne Dompierre - 2. September 2016 Reply

    Hallo Carlos,

    danke für deinen Zwischenbericht.
    Es ist v.a. sehr interessant die realistische Reichweite der Batterien im Alltag zu wissen, Leute, die sich für ein Pedelec interessieren, fragen sich das häufig.

    Besonders schön ist es, dass jetzt schon die zweite Person schreibt, dass das Liege(drei)rad genau das richtige ist.

    Schöne Grüße nach … Belgien?

Mike - 1. September 2016 Reply

Hallo Maria,

als über diese Pressemitteilung gestolpert bin bei HP musste ich an dich denken.Mir Ging das Video durch den Kopf wo du für Eduard nach der Pinion gefragt hast und gesagt wurde sowas würde es nicht geben wegen dem Ausleger.

Aber kaum macht HASE den STEPS rein kann kurze Zeit später ein Mittelmotor eingebaut werden ;)
Mit Elektrischer Schaltung(Di2) und einer Nexus Inter 8 im Hinterrad. Mir persönlich wäre der Mittelmotor ja recht gewesen aber die Nabenschaltung (Nexus) ist was mich stört. Da bleibe ich bei meiner Rohloff die hält mehr aus ;)

Wenn du wissen willst was Hase raus gebracht hat einfach bei Neuigkeiten bei den auf der Seite Schauen: http://hasebikes.com/154-0-Neuheiten.html

mfg
Mike

Maria Jeanne Dompierre - 2. September 2016 Reply

Hallo Mike,

ich schreibe gerade am nächsten Beitrag über Hase Bikes und deren Neuerungen. Erst stand noch ein Telefonat mit ihnen an, das mache ich auch immer bei HP Velotechnik so.

Aber unter dem Link können sich alle Erwartungsvollen schon mal eine Übersicht verschaffen. Eines verrate ich schon einmal: Hase Bikes hat mir einen Vorschlag gemacht, über den ich ernsthaft nachdenke. Es wäre eine schöne Überraschung und betrifft euch, liebe LeserInnen :-)

    Mike - 2. September 2016 Reply

    Da machst du mich aber jetzt neugierig.
    Bin schon gespannt.

Andreas Huber - 2. September 2016 Reply

Vielen Dank für die vielen Antworten. Der Ansmann ist preislich sehr interessant (Motor mit 2x 16Ah Akkus, Umbau auf 3fach Kurbel+ Umwerfer+ Schalthebel für 3400€) und von den Daten her dem Swiss ähnlich. Ich werde das mal genauer anschauen. Sollte es zu einem Kauf kommen, werde ich in regelmäßigen Abständen berichten :)

Freundliche Grüße
Andreas Huber

    Maria Jeanne Dompierre - 2. September 2016 Reply

    Das wäre super. Daraus ließe sich ein Gastbeitrag machen.

    Gerold Heider - 6. Oktober 2016 Reply

    Hallo Andreas,

    schau mal bei ElFEI V3 Umbausatz mit Felge ca. 1340€
    Der Nabenmotor ist von Heinzmann.
    Der Preis ist mit eingespeichter Felge Rigida Sputnik Hohlkammerfelge
    die geöst und einen verstärkten Boden hat was ideal ist für höhere Kräfte von Nabenschaltungen und Nabenmotoren.

    Bei dem Preis vom GoSwiss Drive darf man nicht vergessen das da ein Aufpreis von HP-Velotechnik drauf ist von mehreren hundert Euro.
    Ein direkter Vergleich zwischen einigen Nabenmotoren wäre toll.
    Leider habe ich erst heute 06.10.2016 direkt von Neodrive erfahren das es einen
    Umbausatz von Neodrive nicht geben wird aus Versicherungstechnischengründen .
    Ein Händler hatte einen Umbausatz von Neodrive für ca. 1350€ angeboten.
    Link: http://www.elektrofahrrad-einfach.de/products/Elektrofahrrad-Umbausaetze/Pedelec-Umbausaetze/neodrives-Umbausatz-250W-Hinterrad.htmlNeodrive hatte dem Händler den Vertrieb untersagt.
    So handhaben es viele Hersteller, denn die Gefahr bestellt das Antriebe in Fahrradrahmen eingebaut werden die für die Belastungen nich ausgelegt sind.
    Kommt es dadurch zu einem Unfall würde der Hersteller zur Kasse gebeten
    und nicht die Person die den Antrieb unsachgemäß eingebaut hat.
    Gehe davon aus das der GoSwiss Drive Nabenmotor auch im Einkauf bei ca. 1200-1400€ liegt.

    Mein Händler vor Ort hat ein Gekko mit Ansmann Nabenmotor nachgerüstet.
    Die Bedieneinheit bei diesem Typ arbeitet mit Funk.
    Bevor man mit Unterstützung losfahren konnte, muß gewartet werden bis Sender und Empfänger sich miteinander verbunden haben.
    Das war sehr sehr selten der Fall.
    Auch der Support war wohl nicht so besonders gut von Ansmann.
    Mein Händler will keine Ansmann Antriebe mehr verkaufen.

    Gruß Gerold

Ruth Kunz - 2. September 2016 Reply

Hallo Maria,

Zum Thema Motor kann ich auch beitragen. Ich fahre ein Lepus von Hase mit ursprünglich einem Protanium Antrieb und 14 Gang Rohloffschaltung. In der Ebene funktionierte alles wunderbar aber sobald etwas stärke Anstiege kamen hatte ich Probleme und war zum Teil auf die Hilfe meiner Begleitung angewiesen. Das macht nicht wirklich Spaß. Anfang Juni setzte dann die Elektrik aus und vier Wochen später gab der Motor seinen Geist auf. Jetzt habe ich, auf Empfehlung meiner Werkstatt, einen Bafang Mittelmotor einbauen lassen. Den Bergtest werde ich jetzt am Wochenende machen. Mal sehen! Was jetzt natürlich nicht mehr so schön funktioniert ist die Schaltung in den höheren Gängen (wurde mir aber vorher gesagt), das geht nur mit Gefühl, nehme ich aber gerne in Kauf wenn ich dafür ohne große Probleme die Steigungen hoch komme. Der Akku hat auch eine viel größere Reichweite als meine beiden Akkus davor. Das Ganze hat mich über 2000 € gekostet. Ich hoffe es hat sich gelohnt.

Ich wünsche allen ein schönes Wochende.
Ruth Kunz

    Maria Jeanne Dompierre - 2. September 2016 Reply

    Hallo Ruth,

    da hast du ja wirklich Mut bewiesen, diese große Investition zu wagen.
    Es tut mir sehr leid, dass du deinen Motor “verloren” hast.

    Umso mehr hoffe ich, dass dieser Motor hält, was du dir von ihm versprichst. Bitte schreibe in einiger Zeit, wie deine Erfahrungen damit sind, es interessiert mich (wahrscheinlich uns alle) brennend.

    Dass die Reichweite schon mal gestiegen ist, ist sehr erfreulich.

    Wenn noch einige mehr ihre Erfahrungen mit den Motoren und Batterien schreiben, kann ich alles in einem eigenen Beitrag zusammenfassen, so kommt das Leuten, die sich vorab informieren können, zugute und wir haben mal ein paar Vergleiche unterschiedlicher Hersteller.

Andreas Huber - 2. September 2016 Reply

Was halten denn die anderen so von dem Bafang? Kann man damit das DualDrive weiterhin benutzen? Gibt es schon Bergerfahrung damit?

Freundliche Grüße
Andreas Huber

    Mike - 2. September 2016 Reply

    Hallo Andreas,
    man kann mit dem Bafang Mittelmotor die Dualdrive nutzen.Habe selber an meinem Gekko FX eine Bafang Mittelmotor mit 250W gefahren.
    Habe nach etwa 3-5 Monaten dann ihn wieder abgebaut und die DualDrive gegen eine Rohloff ersetzt.
    Der Bafang gehört zu den meist Verkauften Mittelmotoren auf den Markt und das aus viele Gründe.Der Bafang lässt sich an jedes Rad verbauen und er lässt sogar von einen Laien verbauen.Habe meinen selber eingebaut hat alles weniger als 1300€ gekostet.
    Das andere er ist auch ist auch einfach einzustellen wie unterstützt werden soll man brauch da nur ein Datenkabel und die Software die man mit dem Kabel bekommt.
    Wie und was man einstellt ist sehr gut in hier im Forum Beschrieben: http://www.pedelecforum.de/forum/index.php
    Leider ist es für mich genau da das Problem bis man ihn auf sich eingestellt hat dauert es was.
    Aber das Problem ist bei fast allen Motoren so Vorteil man kann selber einstellen und muss nicht zum Händler fahren.
    Was ich schade fand als ich meinen Verkauft hatte durfte ich auf eine Treffen ein ICE Adventure HD mit Rohloff und 250W Bafang fahren und war überrascht wie gut das war.Der Besitzer hat fast ein halbes Jahr gebraucht bis er es so weit hatte.Zusätzlich hat er sogar einen Abschalter eingebaut um die Rohloff besser zu schalten können.
    Ich war vom Fahren her sehr zufrieden. Das einzige was mich gestört hat ist das Nachlaufen des Motors daran muss man sich gewöhnen. Aber dazu gibt es auch einige Themen im Forum ich empfehle dich mal da etwas reinzulesen^^

    mfg
    Mike

Soeren - 6. September 2016 Reply

Hallo Maria,

ich habe das Scorpion mit Shimano Steps letzte Woche ausprobiert. Ich habe natürlich keinen Vergleich zu deinen ersten Erfahrungen, kann dir aber sagen, dass zumindest die Geräuschentwicklung sich stark in Grenzen hält. Allerdings ist der Motor meiner Ansicht nach nur für sehr gemütliche Fahrweisen geeignet. Wer gerne mal kräftig in die Pedale tritt, sollte unbedingt eine Alternative wählen. Hier stößt Shimano Steps merklich an die Grenzen und wenn es übel wird, endet der automatische Gangwechsel auch mal lautstark.

Generell finde ich das Konzept allerdings gut. Es spricht eine eigene Zielgruppe an, nämlich Menschen die eine simple Technik suchen und einfach nur aufs Bike wollen und los.

Maria Jeanne Dompierre - 6. September 2016 Reply

Lieber Soeren,

danke für dein Feedback zum Shimano Steps.
“Für gemütliche Fahrweise” – das deckt sich mit meiner Einschätzung.

Ich glaube auch, dass das Konzept “simple Technik” viele Menschen ansprechen wird. Und alle die wollen, dass der Hilfsmotor eher im Hintergrund agiert, sind beim Steps gut aufgehoben. Es fühlt sich immer noch sehr nach Fahrradfahren (mit eigener Kraft) an.

Ich empfinde allerdings das Preis-Leistungs-Verhältnis als unausgewogen. Da enttäuscht mich der Steps doch sehr, wenn ich sehe, was Motoren und deren sog. “Hightech” für nur wenige hundert Euro mehr, bieten.

Wenn alles simpler, schlanker und gedrosselter ist, würde ich das auch vom Preis erwarten. Das wäre dann eine wirkliche Alternative.

Andreas Zentner - 6. September 2016 Reply

Hallo Maria,

zuerst mal vielen Dank für die vielen informativen und unterhaltsamen Beiträge. Jetzt kann ich zum Thema Motorisierung auch mal etwas beitragen.
Ich fahre seit 15 Monaten ein Scorpion fx und habe es mit einem Bafang Nabenmotor nachgerüstet. Dabei wurde ein neues Hinterrad mit dem Motor geliefert und die komplette Elektronik. Mit einem kleinen Akku hat das etwa 800€, bei einer deutschen Firma in Heidelberg, gekostet. Dort würde ich auch gut beraten.
Nun zu meiner Erfahrung. Ich fahre im Wald auf sehr unwegsamen Gelände mit vielen Steigungen und nutze den Motor nur wenn meine eigene Kraft nicht mehr ausreicht. Dabei schafft der 9,6A Akku etwa 40km. Störungen oder Erhitzung sind bisher nicht aufgetreten und ich bin noch immer sehr zufrieden.

Gruß
Andreas Zentner

Maria Jeanne Dompierre - 10. September 2016 Reply

Lieber Andreas,

das ist mal sehr interessant, von diesem Motor habe ich noch nie gehört.

Sehr gut, dass er nicht leicht erhitzt, gerade heute hate Paul nämlich das Phänomen. Danke fürs Teilen und beste Grüße!

    Beate Thull - 23. September 2016 Reply

    Hallo Maria,

    wie gut, dass es deinen Blog gibt! Als ich gesehen habe, dass es den Scorpion jetzt mit Tretlagermotor und Automatikschaltung gibt, dachte ich, dass das die Lösung für meine Probleme sein könnte. Aber da ich im Mittelgebirge wohne und wahlweise einen steilen oder einen langgezogenen Anstieg auf dem Nachhauseweg habe, kommt der Steps-Motor wohl nicht in Frage. Vielen, vielen Dank für deine Informationen!
    Ich lese schon längere Zeit mit großem Interesse deinen Blog und bin beeindruckt von der Qualität deiner Beiträge mit fundierten Informationen und von der informativen Kommunikation mit deinen LeserInnen. Der “neue” Scorpion bringt mich jetzt zu einem eigenen Kommentar :)
    Wegen einer Behinderung an meiner rechten Hand kann ich rechts keinen Bremshebel ziehen und nur eingeschränkt eine Schaltung bedienen. Ich fahre seit je her nur Räder mit Rücktrittbremsen und höchstens acht Gängen. Spätestens seitdem ich vor fünfzehn Jahren mit meiner Familie ins Mittelgebirge gezogen bin, habe ich immer weniger Spaß mit meinem Achtgangrad. Ausserdem machen sich nach seit einiger Zeit die Überlastungen der linken Hand und Schulter bemerkbar. Ein Liegerad würde sich da doch sehr anbieten, oder? Ich möchte nämlich auf gar keinen Fall auf ein Fahrrad verzichten.
    Die Suche nach dem passenden Rad ist allerdings schwierig und frustrierend.
    Für die Liegedreiräder werden ja Einhandbedienungen angeboten, aber da es die damit ausgestatteten Räder nicht “von der Stange” gibt, kann ich nicht ausprobieren, ob meine linke Hand nicht zu sehr belastet wird, weil z.B. die Schaltung schwergängig ist. Der Steps-Scorpion fiel mir deswegen direkt ins Auge. Ich weiß aber nicht so recht, ob ich überhaupt ein Liegedreirad fahren möchte (mein Wohnort ist nicht gerade fahrradfreundlich) oder ob ich mit einem Einspurer besser bedient wäre? Da bin ich allerdings schon seit einer gefühlten Ewigkeit auf der frustrierenden Suche nach einer Lösung für das Problem mit den Bremsen!
    Vielleicht hast ja du oder eine(r) deiner LeserInnen Erfahrungen mit einer Einhandbedienung gemacht, auch bei den Baukastenlösungen für die Liegedreiräder? Was einspurige Liegeräder angeht, habe ich schon mit etlichen Spezialradhändlern, Herstellern und auch mit Ausstellern in Germersheim geredet, aber mittlerweile bin ich schon ziemlich frustriert, muss ich zugeben. Aber noch möchte ich nicht aufgeben!!

    Viele liebe Grüße

    Beate

      Norbert - 23. September 2016 Reply

      Hallo Beate,
      von Shimano gibt es eine Kettenschaltung, die nicht mehr mit Zügen sondern Kabellos arbeitet. Bei dieser müsste es möglich sein, beide Bedienelemente auf einer Seite zu befestigen.
      Ich fahre seit etwas mehr als einem Jahr aus gesundheitlichen Gründen mit einem Trike. Ich wäre vermutlich nie auf die Idee gekommen mir ein Trike zu kaufen. Heute würde ich es nicht mehr hergeben wollen. Keine eingeschlafenen Handgelenke und andere Körperteile. Entspanntes Fahren und “immer einen Sitzplatz” :-).
      An vier Tagen in der Woche fahre ich auch zur Arbeit damit. Im Stadtverkehr habe ich allerdings fast auf der ganzen Strecke Radwege. An die Breite gewöhnt man sich schnell und auch die Stellen, an denen man nicht durchkommt, halten sich in sehr engen Grenzen.
      Meine Vorderradbremsen bediene ich über einen Hebel. Die Hinterradbremse nutze ich nur als Feststellbremse.
      Viel Erfolg noch bei der Entscheidungsfindung.
      Liebe Grüße
      Norbert

      Liegeradmann - 23. September 2016 Reply

      Hey Beate,

      das Problem mit dem Nicht-Angebot an Einhandbedienungen ist auch der, dass einige Hersteller es pauschal nicht empfehlen. Ein Fahrrad in unseren Landen muss ja immer zwei getrennte Bremskreisläufe haben, wenn Du also bei einem “Tadpole” wie dem Scorpion (“Tadpole” = beide Reifen vorne, “Delta” = beide Reifen hinten) mit dem einen Hebel die beiden vorderen Räder abbremst, muss die zweite Bremse zwangsläufig das verbleibende (hintere) Rad bedienen.

      Und im Falle eines Trikes besteht die Gefahr, dass es hinten ausbricht – einfache Physik. Stell Dir vor Du fährst in eine Kurve und bremst hinten ab. Durch den Drehpunkt würdest Du viel eher einen Ausbruch des Hecks riskieren. Darum befindet sich per Standard bei quasi allen Trikes in dieser Bauform jeweils eine Bremse pro Vorderrad. Zusätzlich würde bei ungleichmäßiger Verteilung der Bremskraft (z.B. schlecht eingestellt) ein weiterer Risikofaktor hinzukommen, wenn nur EIN Hebel ZWEI Bremsen versorgt.

      Das nur am Rande bzgl. der Einhandbedienung.

      So wie Norbert kann ich Dir ebenso nur ein Trike empfehlen. Der Einspurer bringt Vorteile, die meiner persönlichen Meinung nach aber nie an die eines guten Dreirades herausreichen bzw. überwiegen. Und wenn Du eine Einhandbedienung an einem Trike möchtest, schau Dir lieber mal ein “Delta” an, wie z.B. dem Kettwiesel von Hase oder ähnlichen Modellen. Da würden dann die Reifen an der Achse “unter Dir” gebremst und so würden auch Notbremsungen nicht zu einem gefährlichen Ausreißen tendieren.

      Mit Deltas kennt sich wiederum Maria besser aus, ich bleibe da meinem Scorpion treu. :-)

        Norbert - 24. September 2016 Reply

        Hallo Liegeradmann,
        ich fahre meine gekoppelte Vorderradbremse wie oben angegeben seit etwas mehr als einem Jahr. Die Bremsbeläge mussten bei etwas mehr als 4.500 km ausgewechselt werden. Eine ungleichmäßige Verteilung der Bremskraft konnte ich aber bis jetzt noch nicht feststellen. Ich habe allerdings auch Scheibenbremsen und keine Trommel an meinen beiden Vorderrädern.
        Liebe Grüße
        Norbert

          Liegeradmann - 26. September 2016 Reply

          Hi Norbert,

          dann hast Du alles korrekt eingestellt, das ist doch klasse. :-)

          Was ich erwähnt hatte mag eher als ‘schlimmster anzunehmender Fall’ gelten, doch wollte ich es erwähnen, falls jemand nur die Vorteile beim doppelseitigen Bremsen sieht und die Nachteile außer Betracht lässt.

          Ich bin froh zwei Kreise vorne zu haben, da ich so auch etwas flotter Kurven fahren kann, da ich dann die Innenseite anbremse und die Außenseite frei laufen lasse. Driften im Winter fänd ich cool, da fehlt mir eine gute Bremse am Hinterrad – was ich dabei jedoch der Schwinge antun würde, mag ich nicht einzuschätzen. :-D

      Eduard J. Belser - 23. Februar 2017 Reply

      Hallo Beat

      Mit einer Haberstock/Schlumpf Tretlagerschaltung kannst Du das Übersetzungsspektrum Deines Liegetrikes problemlos erweitern. Sie wird mit der Ferse über Schaltleisten an den Tretkubeln geschaltet. Mein Gekko ist mit einem Schlumpf HighSpeedDrive ausgerüstet.

      Ein Kick links = «Landschildkrötengang», ein Kick rechts = «Rennmausgang». Das ist besonders beim Linksabbiegen genial, der linke Arm bleibt zum Zeichen geben frei und man kann trotzdem schalten. Leider ist die ebenso geniale, stufenlose NuVinici Nabenschaltung dem Go SwissDrive zum Opfer gefallen und musste durch eine Kettenschaltung ersetzt werden. Deshalb schätze ich den Schlumpf noch mehr.

      Das vor dem Gekko von mir gefahrene ICE Trice T hatte eine 8-Gangnabenschaltung und ebenfalls einen Schlumpf HighSpeedDrive.

      Mit Deinem Handproblem würde ich mir diese Möglichkeit genauer ansehen.

      Liebe Grüsse aus der Schweiz
      Eduard

Maria Jeanne Dompierre - 26. September 2016 Reply

Liebe Beate,

ich habe mit meinem ehemaligen (Liege)Radhändler telefoniert und ihm dein Anliegen geschildert. Er hat Jahrzehnte Erfahrung und fand immer wieder sehr individuelle Lösungen für seine Kunden.

Er glaubt, dass ein Dreirad einem Einspurer zu bevorzugen ist, weil du gerade bergauf mit nur einem voll belastbaren Arm im Einsatz, so langsam werden kannst, dass es schwierig werden kann, die Balance zu halten. Aber prinzipiell kann jedes einspurige Fahrrad so umgebaut werden, dass alle Schaltzüge auf einer Seite angebracht sind.

Bei der Wahl eines Dreirads würde er in deinem Falle auch das Anthrotech in Betracht ziehen, auch wenn es nicht so sportiv aussieht. Das hat den Vorteil, dass es schon von Beginn an so geliefert werden kann, dass es einhändig zu bedienen ist und die Schaltung “Dual Drive” kann ebenfalls modifiziert werden.
Du kannst eine kleinere oder größere Übersetzung wählen, je nach deinen Bedürfnissen. Allerdings ist der Motor nicht so stark wie der GoSwiss Drive, wie bei HP Velotechnik verbaut.
Wenn du aber in sehr kleinen Gängen fährst und keine große Lasten mit dir führst, müsste das reichen, meint der Händler. Vorteil: Du bist mit Motor schon bei rund 5.000 Euro dabei, bei HP Velotechnik fängst du bei 8.000 Euro erst an.

Wenn du ein Scorpion mit dem sehr starken Motor bevorzugst und dich der Preis nicht abschreckt, würde ich dir noch empfehlen, dass mittelhohe zu testen, weil der Ein- und Ausstieg angenehmer ist. Das Scorpion kann so für dich gebaut werden, dass alle Bedienelemente auf einer Seite untergebracht sind. Das muss dann der Händler machen.
Nur die Feststellbremse wäre üblicherweise auf der anderen Seite.

Ich hoffe, das hilft dir weiter. Ich hätte auch gedacht, dass du auf der SPEZI die richtigen Ansprechpartner findest. Da dort aber auch immer so viel los ist, würde ich entweder ganz früh schon zu den entsprechenden Ständen gehen oder noch besser, einen Termin vereinbaren, denn im ganzen Trubel kann es schon vorkommen, dass eine ausgiebige Beratung nicht zur vollen Zufriedenheit stattfinden kann.

Nimm einfach noch mal deine ganze Motivation zusammen und gehe das Projekt “das passende Pedelec finden” neu an. Jetzt, da es kälter wird, sind die Fachhändler auch nicht mehr so hektisch und überlastet, das ist ein gute Zeit, sich diesem Vorhaben zu widmen.

Norbert und Tobias: danke für eure Tipps – davon profitieren wieder viele LeserInnen.

Beate Thull - 26. September 2016 Reply

Liebe Maria,

vielen Dank für deine Antwort und dafür, dass du sogar bei deinem ehemaligen Liegeradhändler für mich angerufen hast. Und danke auch an euch, Norbert und Tobias, für eure Tipps. Irgendwie haben mir eure Antworten noch mal Auftrieb gegeben :). Ich habe in den letzten Tagen mit Ralf Stahlberg von Sausetritt in Oehna gesprochen und mit einem sehr netten Herrn, der vielleicht sein Scorpion verkaufen wird.
Aber mal der Reihe nach: Bisher haben mir (fast) alle Liegeradhändler – und hersteller, die ich gefragt habe, – und ich habe das Gefühl ihr auch :) – zu einem Liegedreirad geraten, weil hier das Problem mit dem Bremsen insofern gelöst ist, als dass mit dem linken Bremshebel beide Vorderräder gebremst werden und die Bremse am Hinterrad nur als Feststellbremse genutzt wird. Für ein einspuriges Liegerad habe ich bisher nur den Vorschlag, beide Bremshebel auf eine Seite zu legen und sie entweder durch Umgreifen oder mit jeweils zwei Fingern zu bedienen. Irgendwie hänge ich noch an einem einspurigen Rad, weil da, denke ich, die Gefahr, hier im fahrradunfreundlichen Odenwald im Straßenverkehr übersehen zu werden, geringer ist und weil z.B. schmalere Pfade und Waldwege mit den typischen ausgefahrenen Spuren besser fahrbar sind. Ich möchte das Rad im Alltag, auch als Ersatz fürs Auto, nutzen und zusammen mit meinem Mann immer mal wieder längere Radreisen machen. Den Einwand mit der Balance beim Bergauffahren kannte ich bisher noch nicht. Und das Probefahren auf den Liegedreirädern hat, wie ich zugeben muss, viel Spaß gemacht! Eure Erfahrungen mit den Zweispurern könnten mir hier sehr weiterhelfen!
Herr Stahlberg von Sausetritt hat mir angeboten, einen Termin mit ihm zu machen, so dass er mir einen Vorschlag für ein passend umgebautes Liegerad machen könnte. Ich werde demnächst eh’ für ein Wochenende nach Berlin reisen und könnte von da aus hinfahren. Wenn ich nur wüsste, ob er noch neue Ideen hat und sich das lohnt?!
Zu deinem Vorschlag, das Anthrotech in Betracht zu ziehen, Maria: dieses Fahrrad hatte ich auch schon im Auge. Das Anthrotech ist nicht nur wegen dem Preis interessant, sondern auch, weil es neben den einfach umzubauenden Bremsen auch eine Nabenschaltung mit leichtgängigem Drehgriff zusammen mit dem Tretlagermotor bietet. Der Liegeradhändler, bei dem ich es probegefahren habe, hat mir allerdings davon abgeraten. Er ist überzeugt davon, dass ich hier im Odenwald damit nicht glücklich werde, weil es nur die Hinterradfederung hat. Das war beim Probefahren auf unebenerer Strecke auch deutlich zu spüren. Er hat mir zu einem vollgefederten Liegedreirad geraten.
Gestern habe ich dann mit einem Herrn gesprochen, der u.U. im November sein gut ein halbes Jahr altes Scorpion fs 20 verkaufen möchte. Das Rad hat den GoSwissDrive Motor, die 27-Gang Kettenschaltung, die serienmäßig verbauten Bremsen und den hohen Mesh-Sitz (Meintest du das mit dem „mittelhohen“ Scorpion, Maria?). Ich denke, dass ich bei einem Liegeradhändler mal nachfragen werde, ob die Vorderradbremsen auf die linke Seite umbaubar wären. Ich weiß nicht, ob ich den Lenkerendschalthebel rechts bedienen kann und ob die Hebel leichtgängig genug für meine strapazierte linke Hand sind. Aber u.U. ließe sich ja auch die Schaltung auf die Einhandbedienung mit Drehgriff etc. umbauen. An das Fahren mit Kettenschaltung müsste ich mich erst gewöhnen, denn bisher bin ich ja immer nur mit Nabenschaltungen unterwegs gewesen. Den hohen Sitz gegen den niedrigen zu tauschen würde kein Problem sein, hoffe ich. Wenn er das Rad überhaupt verkauft …
Was meint ihr zu alldem?

Liebe Grüße

Beate

Maria Jeanne Dompierre - 27. September 2016 Reply

Liebe Beate,

das ist ja wunderbar, dass du nun wieder Aufschwung erfährst. Das Scorpion mit der mittlere Höhe ist das Scorpion Plus. Vielleicht magst du in den Beiträgen zurück gehen, letzten Sommer habe ich das Plus in zwei Höhen getestet. Es ähnelt dem Anthrotech, was die Sitzhöhe betrifft, den Komfort kann man natürlich nicht vergleichen.

Ein gebrauchtes Scorpion mit der Ausstattung, wie beschrieben, ist natürlich ein Glücksfall. Alles auf eine Seite am Lenker umzubauen, ist möglich, es ist lediglich eine finanzielle Investition, weil da einige Zeit zum Umbau anfällt.

Ob sich die Fahrt zum Händler lohnt, kann man vorher nie wissen, aber falls es sich als mittelmäßige Erfahrung erweisen sollte, würde ich das einfach als ersten wichtigen Schritt von vielen im Projekt Liegedreirad abarbeiten. Und wenn es ein tolles Erlebnis mit super Beratung ist, hast du zum Glück diese Chance genutzt.

Die Kettenschaltung ist natürlich ein Rückschritt, aber der Motor macht das wieder mehr als wett, da gewöhnst du dich sicher bald um.

Ich bin einige Jahre den einspurigen Grasshopper von HP Velotechnik gefahren und habe das Rad geliebt. Im bergigen Gebiet kann ich es allerdings nicht empfehlen.

Meine frühere Routen fanden in der Oberrheinebene statt, da war alles kein Problem. Man kann die Einspurer natürlich auch motorisieren, aber wenn es bergauf geht (und das ist ja bei dir oft der Fall) und man ist sehr langsam, muss man ständig gegenlenken, um die Balance zu halten. Da fährt man wie ein kleines Kind ständig mehr oder weniger ausgeprägt Schlangenlinien und wackelt.

Das Anfahren ist die Crux beim Einspurer. Auch wenn man sehr geübt ist, sind diese ersten Sekunden immer instabil bis man rollt und damit ebenfalls eine wacklige Angelegenheit. Mit nur einer voll belastbaren Hand, glaube ich nicht, dass das wirklich dauerhaft Spaß macht.

Das Schöne beim Dreirad ist nicht nur, dass es mehr Spaß macht als ein Einspurer, sondern auch, dass man im Schritttempo rollen kann und dabei souverän die Spur behält.

Mach dir keine Sorgen wegen der Sichtbarkeit im Verkehr. Wenn du auf einen meiner ältesten Beiträge zurückgehst (Januar 2013), findest du einen Beitrag darüber.

    Beate Thull - 1. Oktober 2016 Reply

    Liebe Maria,

    danke, dass du mir deine Erfahrungen mit dem Einspurer geschildert hast. Das hilft mir sehr! Ich denke, ich sollte tatsächlich eher in Richtung Liegedreirad denken :)
    Dann werde ich jetzt zunächst einmal zu Sausetritt fahren und außerdem weiter abwarten, ob das Scorpion tatsächlich verkauft wird.
    Ich habe mir dein Video zum Scorpion plus angeschaut. Kann es sein, dass das Video just wenn du zu deinem Test etwas sagst, abbricht? Oder habe ich nicht das richtige gefunden?

    Liebe Grüße
    Beate

Andreas Huber - 20. Februar 2017 Reply

Hallo zusammen,

wie bereits letzten September angekündigt, habe ich mein Scorpion FS 26 umbauen lassen. Meine Ausgangsposition war ein Scorpion mit DualDrive. Ich hatte mich auf für den Ansmann RM7 entschieden. Leider ging der Radhändler meines Vertrauens (Radhiesli) im April 2016 in den wohlverdienten Ruhestand. Der Umbau wurde beim Nachfolger in Berghaupten in Auftrag gegeben. Dieser gab an, sehr viel Erfahrung mit diesem Umbau zu haben. Das Rad wurde von DualDrive auf XT umgebaut, bekam ein 3fach Blatt vorne, Umwerfer, neues Schaltwerk und Kassette. In diesem Zug habe ich die Drehgriffe auf Lenkerendschalthebel umrüsten lassen. Neben dem Motor gab es 2 Akkus mit je 16Ah. Die Bedieneinheit ist mit Kabel, also keine Funkprobleme. Was kann ich sagen.. der Umbau mit dem so “erfahrenen” Unternehmen war eine einzige Katastrophe. Angefangen hat es, dass der Motor in ein neues Laufrad eingespeicht werden sollte. Dieses wurde falsch bestellt. Also wurde dieser in das alte Laufrad eingespeicht. “Wir brauchen ca. 3-4 Stunden für den Umbau”. Nach ca. 7 h rollte mein Scorpion das erste mal aus der Werkstatt. Bei der ersten Probefahrt vor Ort bemerkte ich, dass der Sicherungshebel vom Knickgelenk offen war. Dieser konnte nicht mehr geschlossen werden, da die Akkuschiene im Weg war. Also wieder in die Werkstatt. Akkuschiene versetzt, aber beim Falten war der Lenker links im weg. Ah, hier muss ja noch ein Schnellverschluss ran. Nach 2 Tagen wollte ich meinem Sohn das Rad mit Antrieb vorführen. Es ging nichts… Nach ca. 1 Stunde vermutete ich schon irgendwo einen Wackelkontakt in der Verkabelung. Auf einmal ging es wieder. 3 Wochen später konnte ich mein Rad nach der Spätschicht den Berg hoch schieben, da wieder nichts mehr ging. Am darauffolgenden Tag nahm ich mir die Zeit und legte die Verkabelung frei (Isolierband entfernt). So etwas stümperhaftes hatte ich noch nicht gesehen. Die Verbindungen waren so leicht gesteckt (Schrumpfverbinder), dass sie eher früher als später aufgehen mussten. Nun hatte ich alle Drähte ordentlich gecrimpt und mit Klemmleisten verbunden. Der ganze Verbindungsstrang wurde mit einem Fahrradschlauch ummantelt und an den Enden mit Kabelbinder geschlossen. Ich hatte mir geschworen, dass mein Rad nie wieder in die Hände der “Umbauer” kommt.

Von da an konnte ich den Ansmann genießen. Die erste Tour startete Ende November am Bodensee mit 107 km. Bei Tourende hatte mein Akku noch 2km Rest angezeigt, der 2. Akku blieb unbenutzt.
Eine Woche später eine mehrtägige Tour von Rastatt über Worms nach Mainz und zurück. Der Antrieb macht richtig Spaß. Das Fahrverhalten ist sehr natürlich. Bei der Hinfahrt machte es auf einmal Klack. Eine Speiche am Hinterrad riss (geteerter Weg, gerade, keine Schlaglöcher). Bei der Rückfahrt rissen 2 weitere. Insgesamt gingen bei den gut 400 km 3 Speichen zu bruch. Zuhause brachte ich das Laufrad zu einem Radhändler vor Ort, welcher mit Liegerädern zwar nichts am Hut, hat aber recht viel Erfahrung mit Ebikes und Pedelecs. Dieser konnte über die durchgeführte Einspeichung bei einem Nabenmotor nur den Kopf schütteln. Also neuen Speichensatz bestellt und umspeichen lassen. Seit dem habe ich keine Probleme mehr. Ich lebe im bergigen Schwarzwald und den letzten Kilometer zu meiner Wohnung geht es ziemlich bergauf. Hier gibt es eine Stelle von ca. 100m wo es so steil wird, dass auch vom Ansmann nicht mehr viel kommt. Man merkt aber dann ganz deutlich wenn die Steigung ein klein wenig nachlässt, wie der Motor wieder schiebt.

2 Minuspunkte muss ich dem Ansmann geben. Die 2. Akkuschiene hat keinen eigenen Stecker. Ist ein Akku leer, muss man die Seiten tauschen und die Akkus sitzen ziemlich fest in der Schiene. Wahrscheinlich kann man den 2. Stecker aber auch kaufen und irgendwie anschließen. Das zweite Manko ist das Falten vom Scorpion. Man kann es zwar falten, aber da die Akkus und die Schienen breiter sind, als bei einem Serienmodell, bekommt man das Hinterrad nicht mehr so flach aufgelegt (die Klett-Arrettierung ist nun zu kurz).

Mein Fazit. Auch wenn die Durchführung vom Umbau alles andere als zufriedenstellend war, kann ich den Antrieb RM7 sehr empfehlen.

MFG
Andreas

Maria Jeanne Dompierre - 21. Februar 2017 Reply

Hallo Andreas,

erst mal: Wir hatten den gleichen Fachmann, Josef Hugelmann – wie schön, dass ich auf diesem Wege wieder Verbindung habe :-)

Deine Erfahrung ist ja sehr traurig. Das sollte so auf keinen Fall sein, da ist die ganze Freude am Pedelec verdorben.
Wie gut, dass du nicht aufgegeben hast bis du eine Lösung fandest. Danke für das Teilen, daraus können wir viel lernen und die Beurteilung des Ansmann Antriebes bringt manch Suchenden bestimmt weiter.

Ich selbst freue mich, dass jemand mit ähnlicher Topografie zu tun hat wie ich. Da wäre mal ein Vergleich interessant, welcher Antrieb deinen Berg besser meistert :-)
Es würde mich noch interessieren warum du dich von vornherein für den Ansmann entschieden hast und nicht für einen Antrieb, den HP Velotechnik als Standard verbaut?

Andreas Huber - 23. Februar 2017 Reply

Hallo Maria,

der Ansmann wurde mir von den “Umbauern” empfohlen. Dann fing ich an zu recherchieren. Der RM7 wurde im August 2015 Testsieger bei ExtraEnergie. Ansmann ist im Bereich Akku sehr erfahren (RC Technik usw.). Die technischen Daten waren im Vergleich zum Go Swissdrive nahezu identisch. Preislich war der Ansmann einfach vorne (so war finanziell auch noch ein zweiter großer Akku mit drin) . Beim Sepp konnte ich einmal ein Anthrotech mit Tretlagermotor ausprobieren. Ich denke, dass das auch ein Bafang oder ähnliches war. Das konnte mich leider nicht überzeugen. Ist wahrscheinlich auch irgendwie Geschmackssache. Nach den Meinungen zum Shimano Steps, schloss ich einen Verkauf des alten Rades und dann einem Neukauf mit Steps aus.

Viele Grüße
Andreas

Detlef Bachem - 24. Juni 2017 Reply

Hallo Andreas, hallo Maria,

Gott sei Dank, bin ich (ich = siehe https://www.youtube.com/watch?v=O2TElG90tUc) auf diesen Thread gestoßen, auf dem ich mich bezüglich Motorisierung meiner Streetmachine GTE austauschen kann.
Ich denke auch seit einiger Zeit darüber nach, wie ich kostengünstig aber dennoch technisch vernünftig mein Rad nachrüsten kann. Bei meinen Recherchen bin ich ebenfalls auf den Ansmann RM 7.0 gestoßen. Ich habe den Eindruck, dass er so baugleich zum GoSwiss ist, dass es sich dabei ggf. um denselben Motor handeln könnte, der mit einem anderen Steuerteil sowie anderen Akkus unter anderem Namen vertrieben wird. Was mich interessiert wären (1) die Angebotsunterschiede im Detail, (2) die Idee, zwei Akku parallel zu verwenden (was lt. Auskunft Ansmann nicht möglich ist), (3) wie kompliziert der Eigenumbau denn nun wirklich ist (ich bin technisch gut versiert), wenn man den Motor fertig eingespeicht erwirbt, (4) wie warm der Motor bei Bergfahrten wird (ich lebe hier im sehr bergigen Allgäu), (5) ob die leichteste Unterstützungsstufe bereits das Mehrgewicht kompensiert und schließlich (5), ob dieser Antrieb genügend Unterstützung bietet, wenn ich (ca. 75 kg) mit zusätzlichen 15 – 20 kg Gepäck in hügeligem Gelände unterwegs bin (@ Andreas: wie steil ist “so steil”?)

Die eine oder andere Antwort würde mich riesig freuen.

Detlef Bachem

Andreas Huber - 29. Juni 2017 Reply

Hallo Detlef,

ich habe den Ansmann nun seit Oktober 2016 und bin ganz zufrieden damit. Da ich an meinem Scorpion einiges ändern musste (vorher Dualdrive) und einen 2. Akku haben wollte, war die Investition doch recht hoch. Ich denke ein Selbstumbau ist absolut machbar. Ich muss meine Akkus immer tauschen, da nur eine Schiene einen Stecker hat. Vielleicht baue ich das aber auch noch selbst um (Stecker und Wechselschalter), da das schon etwas nervt. Das Steuergerät arbeitet zuverlässig (kein Funk). Mein Scorpion FS26 dürfte bestimmt etwas schwerer sein als deine Streetmachine. Ich wiege ca. 83kg und bin oft mit beiden Ortlieb Backroller Pro Classic (Zelt, Schlafsack, Matratze, Werkzeug, Klamotten…) unterwegs. Das mit dem Bergigen ist so eine Sache. Ich wohne in Baiersbronn und fahre regelmäßig die Tour de Murg runter und wieder rauf. Letzte Woche hatte ich meine längste Tagestour mit 158km (Baiersbronn – Karlsruhe – Baiersbronn). Der 2. Akku hat dann noch ca. 25% Rest gehabt. Der Motor hat noch nie überhitzt. Aber ab gewissen Steigungen muss man dann halt doch ziemlich stark reintreten. Das letzte Stück zu mir nach Hause hat ca. 11% Steigung. Da bin ich schon sehr froh, wenn es vorbei ist. Mein Sohn, der natürlich leichter ist als ich, fährt diese Steigung ohne irgendein Problem oder eine Anstrengung mit meinem Scorpion hoch.
Was man auch bedenken muss, die Reku beim Ansmann wird manuell geschaltet. Mich stört das nicht und ich denke immer, dann kann auch weniger kaputt gehen. Auf ebenen Strecken fahre ich oft in Stufe 1, auch mit Gepäck. Meistens aber in Stufe 2.
Alles in allem kann ich den Ansmann empfehlen.

Gruß
Andreas

Detlef Bachem - 1. Juli 2017 Reply

Hallo Andreas,

ach herrje: Ich glaub’ ich spinn jetzt auch:

“Wer sein Fahrrad zum e-Bike bzw. Pedelec macht, wird zum Hersteller. Somit übernimmt derjenige, der die Nachrüstung durchführt, die Haftung für das Fahrzeug. … 
Wer mit einem zum e-Bike nachgerüsteten Fahrrad einen Unfall verursacht, muss sich bewusst sein, dass als Unfallursache oder Auslöser “überlastete Komponenten, ein falscher Einbau oder Fahrlässigkeit” zu Grunde gelegt werden können. In diesem Fall kann es sein, dass weder die Haftpflichtversicherung für Fremdschäden zahlt noch die eigene Unfall- oder Krankenversicherung für Rücktransport, Unfallfolgeschäden etc. zahlt. Es kann der persönliche Ruin drohen. Dass das bestehende Fahrrad jegliche Garantieansprüche verliert, falls noch vorhanden, ist hier das geringste Übel.
Einige Hersteller bieten zwar technisch durchaus ausgereifte Produkte an, die ein Fahrrad zum Pedelec machen. Nach Auffassung des Rechtsanwalts Ulf Blume, werde beim Nachrüsten eines Zusatzantriebs (Fahrrad zum Pedelec) “ein neues Produkt hergestellt, dass keine CE-Konformität besitzt. Dieses neue Produkt in Verkehr zu bringen ist nicht legal und auch nicht versicherbar.” ”

Quelle: https://www.emotion-technologies.de/e-bike-infos/lexikon/e-bike-nachr%C3%BCstung/

Wenn ich das lese wird mir klar, warum HP Velotechnik eine derart strikte Vorgehensweise vorsieht.
Möglicherweise muss ich doch deutlich mehr investieren :-( und auf den Service von HP zurückgreifen.

lG
Detlef

Kimie - 2. Juli 2017 Reply

Hallo Detlef,

nun lese ich zum ersten Mal, dass es ganz unabhängig von einem Unfall, schon illegal sein soll, ein Fahrrad nachzurüsten. Demnach müsste doch schon der Verkauf eines Nachrüstkits strafbar sein…
oder es darf nur an Rädern verbaut werden, die von vornherein für die Motorisierung produziert werden. Die Kunden dürften dann wohl ausschließlich gewerbliche Käufer sein. Kein Privatmensch würde sich doch ein extra dafür vorgesehenes Rad kaufen, um es anschließend nachzurüsten. Im Vergleich zu einem fertigen Pedelec würde er dann sicherlich nicht mehr sparen. Dabei zielt die Werbung doch ganz deutlich auf die Privatkäufer. Die Widersprüchlichkeit unserer Gesetze ist manchmal schon sehr verwirrend.

Nicht vergessen darf man allerdings, dass der Artikel von gewerblicher Seite stammt, die natürlich wie alle anderen e-bike und e-trike Händler wenig begeistert von der Existenz solcher Nachrüstsätze sind.

Die Wahrheitsfindung zu diesem Thema würde mich sehr interessieren.

LG Kimie

Detlef Bachem - 20. Juni 2018 Reply

nach langer Zeit wieder ein Hallo in die Runde,

nach langer Recherche mit vielem und langem Hin und Her hatte ich mich Anfang des Jahres dazu entschieden, von efu in Unterföhring bei München meine HP Streetmachine Gte mit einem Ansmann RM 7.0 mit 17.5 AH Akku ausrüsten zu lassen. Ein kompetenter Umrüster!

Mittlerweile habe ich einen ersten Erfahrungsbericht im Pedelecforum.de hinterlassen.
Hier noch einmal mein ganzer Bericht, der auch dort nachzulesen ist:

Ich bin 60 Jahre alt, gut 175cm groß und um die 70 kg schwer. Meine HP Velotechnik Streetmachine Gte fahre ich nun seit gut zwei Jahren. Das Gefährt mit kleiner Gepäckträgertasche wog in der unmotorisierten Version ungefähr 17 kg. So genau habe ich das nie nachgemessen. Durch die Nachrüstung kamen gut 8 kg hinzu.

Auf unserer Radreise auf dem dänischen Ostseeradweg verliefen die Strecken meist eben, nur relativ leichte Steigungen waren dabei zu bewältigen. Auch bei diesen leichten Steigungen hat sich für mich das viele Gepäck auf Heckträger und am Lowrider schon deutlich bemerkbar gemacht. Je nach Menge der geladenen Lebensmitteln und Wasservorräten waren es z.T. deutlich mehr als 20 kg.

Hier im Allgäu allerdings gibt es nun viele Steigungen mit deutlich mehr Höhenmetern und steileren Anstiegen.

Auch wenn ich hier in meiner unmittelbaren Umgebung ohne Gepäck unterwegs bin, machten die hiesigen Steigungen meine Ausflüge zunehmend unangenehm. Dagegen wollte ich etwas tun.

Ich mich entschloss, einen Motor nachrüsten zu lassen.
Für mich kam an meinem Liegerad natürlich nur ein Hinterradantrieb in Frage.
Nach langen Recherchen bin ich bei einem Ansmann RM 7.0 Heckmotor geblieben.
Den Einbau hat die Firma efu in Unterföhring für mich übenommen.

Alternativen wären beispielsweise der GoSwiss Drive, ein BionX oder ein Maxon gewesen.
Ansmann bietet mit 17,5 AH den größten Akku, der RM 7.0 zusätzlich die Möglichkeit der Rekuperation. Eine möglichst große Reichweite ist mir bei unseren Radurlauben wichtig.

Das Display haben wir mit Hilfe eines Cockpit Mount von TerraCycle über dem rechten Lenkerendschalthebel montiert. Hier ist auch das kleine Steuergerät gut erreichbar angebracht.
Die Steuerung bietet 5 Unterstützungsstufen, eine Stufe ohne Unterstützung und 3 Rekuperationsstufen.

Den Akku haben wir hängend in zwei vorhandenen und einem zusätzlichen Gewinde befestigt. Damit nicht permanent das ganze Gewicht des Akkus mit den Erschütterungen auf unbefestigten Wegen an der Kunststoffhalterung und den Gewinden hängt, habe ich den Akku zusätzlich mit einem kleinen Spanngurt gesichert.

Welche ersten Erfahrungen habe ich nun bisher gemacht?

Meist fahre ich mit der ersten Unterstützungsstufe. Die Reichweite beträgt hier je nach Fahrweise laut Display ca. 150km. Interessanterweise erhöht sich jeweils aktuell die Reichweite, wenn weniger Leistung abgefragt wird. So kam es vor, dass nach ca. 15 km noch eine Reichweite von 148 km vom Display rückgemeldet wurde. Wenn ich alle Möglichkeiten der Rekuperation ausnutze kommen einige Kilometer hinzu. Leider wird im Display keine prozentuale Restkapazität ausgegeben, so dass man hier nur unzuverlässig schätzen kann.

Selbst in der ersten Stufe ist der lautlose Schub durch den Motor deutlich zu spüren. Für die Steigungen von bis zu 12% , die gleich hinter meinem Haus beginnen, und sich über eine Distanz von ca. 3 km erstrecken um einen Höhenunterschied von ca. 120 m zu überwinden nutze ich meist die 4. oder 5. Stufe. Dabei hilft mir der Motor eine Geschwindigkeit zwischen 15 km/h und 20 km/h zu halten. In diesen Stufen verschafft sich der Motor unter dieser Belastung mit einem Surren deutlich Gehör, was mich aber nicht stört, da dies Ausnahmesituationen sind.

Dieselbe Strecke hinunter nutze ich die Rekuperation in der dritten Stufe, was das Rad deutlich aber zum Teil nicht genügend bremst. Wenn dabei die Geschwindigkeit über ungefähr 35km/h hinausgeht, schaltet die Rekuperation ab, um den Ladestrom nicht zu sehr ansteigen zu lassen, und das Rad nimmt deutlich Fahrt auf.

Angenehm ist die Motorunterstützung auch auf den vielen gekiesten Wegen dieser Gegend. Diese fahre ich mitunter in der zweiten Stufe. Auch hier ist der Motor unhörbar aber deutlicher spürbar. Auf Asphalt spürt man mit zunehmender Geschwindigkeit ab ca. 5 oder 6 km/h den deutlichen Schub. Unterhalb dieser Geschwindigkeit ist der Schub geringer, was wohl dem Direktantrieb geschuldet ist, mich aber nicht weiter stört. Diese geringen Geschwindigkeiten sind auf einem einspurigen Liegerad ohnehin heikel. Muss ich zügig anfahren, nutze ich eine hohe Unterstützungsstufe und einen kleineren Gang, um zügig Fahrt aufzunehmen, was jedes Mal eine Freude ist und mir hilft, eine Straße sicherer zu queren.

Am oberen Ende riegelt der Motor sanft ab – je nach Gefälle kaum wahrnehmbar.

Bisher habe ich die maximal mögliche Reichweite noch nicht ausgereizt. Als ich neulich mit meiner Frau, die nicht motorunterstützt meist zwischen 15km/h und 20 km/h fährt, zusammen ca. 55km weit gefahren bin, dabei einen Höhenunterschied von ca. 520 m bewältigt habe, war für die erste Unterstützungsstufe noch für 100km Reichweite Energie vorhanden.

Wenn ich mit meiner Frau zusammen unterwegs bin, dann muss ich das Rad zügeln wie ein Rennpferd. Meine Frau fährt in der Ebene mit ihrem Reiserad zwischen 15 km/h und 18 km/h – das ist für mich mit meinem motorisierten Liegerad fast die untere Grenze des Angenehmen. Häufig lasse ich dann das Rad rollen und trete wieder an. Besonders hier reicht die Eco-Stufe, es sei denn, eine Steigung steht an. Dann schalte ich zunächst mit meiner Gangschaltung runter und erst dann die Unterstützung hoch. Das ist besonders an sehr kurzen aber steilen Auffahrten eine feine Sache. In aller Regel nutze ich vorne nur das mittlere Kettenblatt meiner MTB Kurbelgarnitur (sie hat 22 – 32 – 44 Zähne) Von meiner hinteren Kassette (11 bis 43 Zähne) fahre ich die ganze Bandbreite – und das bei einer mäßig hohen Trittfrequenz von min. 70 bis hinauf 90. Aufgrund der Pedelec-Unterstützung bis max. 25 km/h kommt so das große Kettenblatt der Kurbelgarnitur mit seinen 44 Zähnen nur in Ausnahmesituationen zum Einsatz, ebenso das kleine mit seinen 22 Zähnen nur an sehr steilen Steigungen jenseits ca. 13 % bis 15 % vonnöten ist. Mit Motor muss ich aufpassen, nicht die Motorunterstützung als Schaltungsersatz zu missbrauchen.

Aufgrund der Leichtigkeit, mit der ich nun für Vorschub sorge kann, sind in diesen Kombinationen lange Strecken auch mit vielen mäßigen Steigungen möglich, ohne mich zu verausgaben.

Interessant wird es werden, wenn ich für unsere Urlaube Reisegepäck auflade. Da der RM 7.0 bereits 4 kg wiegt, wird es Sinn machen, eine spezielle Liegeradtasche zu verwenden, damit nicht noch mehr Last auf das Hinterrad kommt. Allerdings entfällt der Lowrider, denn der Akku hängt an einer für diesen vorgesehenen Schrauböse. Will ich den Lowrider weiter verwenden, muss ich mir eine alternative Befestigungsmöglichkeit für selbigen einfallen lassen. Aber das hat im Moment noch Zeit.

Alles in allem bin ich mit dem Motor sehr zufrieden. Ich schätze, der Ansmann RM 7.0 war für meinen Bedarf die richtige Entscheidung.

Wer mag, kann sich hier noch einen kleinen Film dazu anschauen:
https://vimeo.com/268948630

    Maria Jeanne Dompierre - 23. Juni 2018 Reply

    Hallo Detlef,

    herzlichen Glückwunsch zum Motor!
    Jetzt hast du so gut wie keine Einschränkung mehr, die dich aufhalten könnte.

    Das hier ist ja schon ein ziemlich betagter Beitrag. Schreib doch nächstes Mal bei einm aktuellen Artikel, dann lesen es noch mehr Leute und antworten dir auch.

    Ich schaue mir gleich dein Video an und sende allerbeste Grüsse.

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