Der schwerste Blog-Beitrag meines Lebens…

Vor genau einem Jahr standen Paul und ich fassungslos am Grab unseres Sohnes und Paul bettete seinen Erstgeborenen eigenhändig zur letzten Ruhe. Wir bestatteten Wotan in aller Zurückgezogenheit im Friedwald, am Fuße einer schönen Eiche. Dies war der Grund für meine “Winterpause” im letzten Jahr. Die Trauer war überwältigend und leider wurde ich auch sehr krank, nach der Geburt gab es Komplikationen. Das Baby kam im zweiten Drittel der Schwangerschaft viel zu früh zur Welt, um leben zu können. Wir wussten, es würde gleich sterben.

Paul und ich hielten in den schlimmsten Monaten der Trauer eng zusammen und waren sehr lieb und aufmerksam zueinander. Heute sehen wir, dass uns dieses Erlebnis eng zusammengeschweißt hat und schon im Sommer konnten wir auch wieder lachen und uns des Lebens erfreuen. Ich dachte damals, dass ich so etwas Schreckliches nicht noch mal durchstehen könnte und war froh, als die Traurigkeit überwunden war.

Doch das Leben hatte andere Pläne für meine Familie. Nur ein Jahr später, am letzten Mittwoch, stand ich ähnlich fassungslos am Grab meines Vaters.

 

Der letzte Ausflug auf dem Liegedreirad

Viele von euch kennen meine Eltern aus Beiträgen und Videos. Auf diesem Video, bei dem ich noch ein Trike von HP Velotechnik teste, sind wir auf unserem letzten Ausflug zu sehen.

 

Wir wussten das damals nicht. Es war wie eine Fügung, dass wir alle als Familie auf Trikes unterwegs waren, und mein Vater saß danach nie mehr auf seinem Scorpion. An jenem Tag fuhren wir über 50 Kilometer und hatten einen wunderschönen Tag. Mein Vater musste immer wieder Pausen einlegen, weil er Schmerzen in Rücken und Beinen hatte, aber er genoss die Familientour trotzdem sehr. Er hatte zwei gebrochenen Wirbel und mehrere gebrochene Rippen, wahrscheinlich kann man so schwer verletzt nur eine Radtour auf einem Liegedreirad unternehmen und dabei auch noch Genuss empfinden…

 

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Ein Wunsch geht noch in Erfüllung

VD auf Rad 4Mein Vater hatte immer davon geträumt, eine Radreise auf dem Weserradweg zu unternehmen. Im Sommer fuhren er und meine Mutter auf ihren Scorpionen nach Bremen und damit ging sein großer Wunsch in Erfüllung. Da hatte mein Vater bestimmt schon Brüche in der Wirbelsäule – seine Ärztin diagnostizierte Rheuma und verschrieb Physiotherapie und ein wenig Schmerzmittel.

Vier Tage nach unserem Scorpion-Familientag (im September) schickte ein besorgter Arzt meinen Vater in eine Klinik. Dort war man sehr ehrgeizig, die Ursache für die Schmerzen zu finden. “Wenn Sie hier rausgehen, wissen Sie hundertprozentig, was Ihnen fehlt”, versprachen die Ärzte und hielten Wort.

Die Brüche an Wirbelsäule und Rippen waren zu sehen und auch der Krebs, der das verursachte. 90 Prozent der Wirbelsäule waren befallen, einige Wirbel standen kurz vor dem Bruch und die Gefahr bestand außerdem, dass das Rückenmark in Mitleidenschaft gezogen würde, so dass eine Querschnittlähmung drohte.

Ich werde nicht alles aufschreiben was nun folgte. Für meine Mutter und mich war schon im Oktober klar, dass mein Vater in absehbarer Zeit sterben würde. Wir hofften, er hätte noch ein Jahr, aber alles ging sehr, sehr schnell. Die Querschnittlähmung blieb ihm erspart, auch langes Siechtum und Qual. Er starb – reichlich versorgt mit Morphium, das ihn vor Schmerzen bewahrte – Zuhause, in Würde und Geborgenheit. Im Juni wäre er 58 Jahre alt geworden.

Dieses letzte halbe Jahr fuhr ich regelmäßig nach Süddeutschland, um bei meinen Eltern zu sein und nahm immer wieder Abschied von meinem Vater. Behutsam versuchte ich trotzdem, dieses Blog weiterzuführen, nur die Abstände waren manchmal etwas größer zwischen den Beiträgen, wie ihr gemerkt habt. So lange mein Vater am Leben war, wollte ich seine Krankheit nicht öffentlich zum Thema machen. Nun ist er für immer fortgegangen und ich möchte gerne erzählen, wie wichtig gerade auch das Liegedreirad immer noch in all der Zeit war.

Eine der dringendsten Fragen, die mein Vater bei seinem ersten Klinikaufenthalt hatte, war: “Kann ich wieder auf meinem Liegedreirad fahren?”

 

Lichtblick Liegedreirad in dunkler Zeit

Er zeigte den Ärzten Fotos, denn Radfahren schien für sie wegen der Belastung des Rückens ausgeschlossen und was ein Liegedreirad sein sollte, mussten sie sich erst mal ansehen. Wenn die Wirbelsäule durch ihre Behandlungen erst stabilisiert sein würde, könnte er vielleicht im Frühling wieder ein bisschen fahren, versprachen sie ihm. Er war sehr zufrieden. Immer wieder sprach mein Vater vom Scorpion und stellte sich vor, wie er vorsichtig damit fahren würde, vor Unebenheiten müsste er sich besonders in Acht nehmen und wahrscheinlich den Motor immer auf höchste Unterstützung einstellen, aber so würde es gehen.

Im Winter sprach er nicht mehr vom Radfahren und sagte meiner Mutter, sie solle beide Scorpione verkaufen, um sich dann ein nagelneues leisten zu können. Er stellte sich gerne vor, wie meine Mutter auf ihrem Traum-Trike schöne Touren unternahm. Er fragte mich manchmal, ob ich gefahren sei und ich verneinte und sagte, dass ich erst wieder fahren wolle, wenn er auch fahren könne. Irgendwie machte ihn das zufrieden und die Loyalität rührte ihn. Ich meinte, es sei doch sowieso viel zu kalt im Winter, wer wolle da schon fahren? Ich wollte ihm das Gefühl vermitteln, er verpasse nichts.

Und es war tatsächlich so: Ich fühlte mich wie eine Betrügerin, wenn ich mich aufs Scorpion setzte. Ich wollte das nicht genießen, wenn mein Vater so sehr litt und selbst nicht radeln konnte. Das ist natürlich absurd und hat mit der Realität nichts zu tun. Meine Eltern sahen das beide ganz anders, aber alle Beteuerungen kamen nicht gegen dieses Gefühl in mir an. Ab November radelte ich nicht mehr. (Nur noch eine Tour zum Abschluss des Jahres.)

VD auf Rad 3Wenn du weißt, dass ein dir lieber Mensch stirbt, dann gibt es viele Dinge, die du zum letzten Mal tun möchtest, Orte, die du gemeinsam zum letzten Mal besuchen willst.

Da wir hofften, mein Vater würde noch seinen Geburtstag erleben, wollte ich gerne eine allerletzte Abschiedstour mit dem Fahrrad unternehmen. Mein Bruder, meine Mutter und ich hatten unseren Ausflug im September als besonderes Geschenk empfunden. Wir würden das nicht wiederholen können, aber vielleicht einen Rahmen finden, der das bewusste Abschiednehmen auf dem Fahrrad möglich machte. Und hier tritt wieder die wunderbare Warmherzigkeit der Familie Hase von Hase Bikes in Erscheinung.

Sie hätten uns das motorisierte Tandem Pino gegeben, um meinen Vater vorne auf dem Liegeradsitz durch die Lande fahren und so den Ausflug realisieren zu können.

Vor vier Wochen wurde aber klar, dass mein Vater den Frühling nicht mehr erleben würde. Blut wird in den Knochen gebildet und wenn so viele deiner großen Knochen entweder durch Krebs oder massive Bestrahlung der Mediziner zerstört sind, wirst du immer blutleerer und schwächer und die Sauerstoffaufnahme nimmt ab.

Und dann kam der Tag, vor dem ich mich einerseits fürchtete und den ich andererseits herbeisehnte: Mein Telefon zeigte an, dass meine Mutter mich mitten in der Nacht angerufen hatte. Was sie sonst nie tut.

Im Anhang darf jeder gerne seinen Nachruf lesen, der wissen möchte, was für ein Mensch mein Vater war.

 

Die Bedeutung des Liegedreirads

Als mein Vater so krank war, schaute ich immer auch nach seinem Scorpion, das schön eingepackt im Keller stand. Jedes Mal brach in Tränen aus, weil mir die Decke, die es vor Staub schützte, wie ein Leichentuch anmutete. Manchmal packte ich es aus und berührte die einzelnen Teile. Nach der Beerdigung kann ich dieses Fahrrad nun ganz ruhig betrachten und es beschwört schöne Bilder in mir herauf.

Der Kommentar von Ruth Kunz hat mich in meinem letzten Beitrag besonders berührt. Sie schildert die Begegnung mit einem betagten Herrn, der sich im hohen Alter ein Liegedreirad gönnt. Die Frage wird aufgeworfen, ob sich eine Anschaffung dieser Größenordnung “noch lohnt”. Und auch in anderen Kommentaren wird immer wieder thematisiert, ob so viel Geld für ein Fahrrad gerechtfertigt sei.

Ich möchte euch heute  ganz offen schreiben: Meine Eltern hatten zusammen so eine schöne Zeit mit ihren Liegedreirädern, die v.a. jetzt, da die Erinnerungen alles sind, was von meinem Vater bleibt, umso kostbarer ist. Mit Geld lässt sich das nicht mal annähernd aufwiegend. Natürlich hätte mein Vater noch ein paar Jahre warten können bis er mehr Geld gespart hätte oder er hätte sich stattdessen eine neue Küche kaufen können. In unserem Falle kann man ganz gut sehen, was schlimmstenfalls passieren könnte, wenn man mit der Erfüllung seiner Träume zu lange wartet.

Es gibt nichts Schöneres für uns Hinterbliebene, als die Gewissheit: Unsere letzte Radtour war perfekt und einmalig, seine letzte Radreise war die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches, seine Freizeit hat er mit dem verbracht, was ihm am meisten Freude brachte – auf dem Liegedreirad.

Ohne dieses Blog wären die unzähligen Videoaufnahmen mit meinem Vater wohl nie entstanden. Es ist ein besonderes Glück, dass wir bewegte Bilder von ihm haben, die ihn mitten im Leben zeigen.

Das letzte Geschenk von ihm an seine Frau ist ein neues Scorpion, was ihr helfen soll nach der schlimmsten Trauer auch wieder Lebenslust erleben zu können. Ich selbst habe wieder Freude an dem Gedanken, mich auf mein Scorpion zu setzen, denn jedes Mal nehme ich meinen Vater in Gedanken mit und bin mit ihm auf diese besondere Art immer verbunden.

Nach dem Verlust unseres Kindes hätte ich nie gedacht, dass ich nur ein Jahr später wieder so eine große Trauer durchleben muss. Ich habe so junge Eltern, da waren Krankheit und Tod sehr weit weg. Ich könnte nun mit dem Schicksal hadern, mich vom Leben benachteiligt fühlen. Ich spüre heute wie vor einem Jahr eine große Erschöpfung. Aber ich weiß, dass nach einer Zeit des Schocks auch wieder die Lebensfreude erwacht. Das Leben hat mir nach dem Erlebnis im letzten Jahr eine Verschnaufpause gegönnt, bevor die Tragödie weiter ihren Lauf nahm. Irgendwie spüre ich, dass uns doch nicht mehr abverlangt wird als wir in der Lage sind zu meistern.

Liebe Menschen sind es, die mit ihrer Unterstützung oder stiller Präsenz in solch extrem fordernden Zeiten viel Zuversicht geben und helfen. Und in unserem Falle wird auch das Liegedreirad eine Rolle bei der Heilung spielen. Bei schönen Erinnerungen sowieso.

VD auf Rad 2

 

Die nächsten Wochen wird es still bleiben auf diesem Blog. Meine Aufmerksamkeit widme ich jetzt meiner Familie. Wenn alle Tränen versiegt und der größte Schmerz überwunden ist, werde ich mich mit neuer Inspiration wieder bei euch melden. Vielleicht verändere ich etwas hier, um einen Neuanfang zu beschreiben.

Nachruf *

 

 

 

Leave a Reply 47 comments

Hans Josef Gossen - 29. Februar 2016 Reply

Wünsche dir und deiner Familie viel Liebe und Glück für das da kommende . Gruß Josef und Familie

    Maria Jeanne Dompierre - 29. Februar 2016 Reply

    Ich danke dir, Josef.

Renate Walther - 29. Februar 2016 Reply

Danke dass Du diese bewegenden Zeilen mit uns teilst. Viel Kraft, und trotz allem im Frühjahr wieder viel Freude und Trost beim Trikefahren,
die Liegeradomas

    Maria Jeanne Dompierre - 29. Februar 2016 Reply

    Bestimmt werde ich später auch wieder Freude auf dem Trike empfinden.

Alfred Anlahr - 29. Februar 2016 Reply

noch sehr betroffen von deinem neuen Blogeintrag wünsche auch ich dir und deiner Familie viel Kraft, Liebe und alles Gute für eine schöne lebensfrohe Zukunft.

Gruß Alfred Anlahr

    Maria Jeanne Dompierre - 29. Februar 2016 Reply

    Danke Alfred – schön, dass du das schreibst.

Jörg - 29. Februar 2016 Reply

Das tut mir auch sehr Leid! Das Leben ist manchmal sehr hart. Hab meinen Vater durch eine Krankheit auch verloren, er war auch erst 60..was ja heutzutage kein Alter mehr ist. Jedoch hatte er die selbe Krankheit wie mein Opa, den ich nie kennen gelernt hatte, weil er schon mit 37 daran gestorben ist..genauso alt wie ich jetzt bin. Da kann ich wiederum dankbar sein, dass mein Vater die Chance hatte viel länger zu leben. Ich sage mir deshalb, es gibt zwar solches Leid im Leben, aber es könnte meist schlimmer sein und deshalb kann man eigentlich trotz des Leides auch dankbar sein, dass es eben nicht noch schlimmer ist. Klingt zwar komisch, aber mir hat dieses Denken geholfen. Man schätzt die richtig guten Dinge im Leben umso mehr, wenn man die Kehrseite kennen gelernt hat. Kopf hoch, die Zeit heilt bekanntlich die Wunden und es gibt noch soooo viel Schönes zu erleben! Irgendwann kaufe ich mir auch mal ein Liegefahrrad =) Hab erstmal andere Dinge, die mir wichtiger sind realisiert..aber das Liegefahrrad ist weiterhin in meinem Kopf verankert. Liebe Grüße und alles Gute für Dich, wünscht Jörg!

    Maria Jeanne Dompierre - 1. März 2016 Reply

    Danke Jörg. Es ist immer wieder hilfreich, zu hören, dass man mit seinen Erfahrungen nicht alleine ist.

Daniel - 29. Februar 2016 Reply

Hallo meine Lieben,
ich wünsche Euch beiden und deiner Familie viel Kraft, die schwere Zeit zu überstehen und fragt Euch nicht, weshalb es geschehen ist. Gott ist für Euch da, auch wenn man darüber sich fragen kann, weshalb man soviel Leid ertragen muss, wozu ist das alles gut. Wir werden es nicht erfahren, sowie wir nicht erfahren können, wenn es Zeit ist von dieser Welt gehen zu dürfen oder zu müssen. Es kommt so wie es ist.
Daher mein Wunsch an jeden, der dies liest: Freut Euch, dass es Euch gesundheitlich gut geht, sowie finanziell und lebt das Leben als würde morgen der letzte Tag sei, auch wenn Ihr zur Arbeit geht.
Die von uns gegangen sind bleiben am Leben in unseren Herzen und Erinnerungen solange wie wir leben und wir werden uns wieder sehen, wenn wir selber gehen müssen. Wenn Eure Seelen und Herzen wieder zur Ruhe gekommen sind, dann bitte macht wieder gemeinsam Radtouren, aber erst dann, wenn Ihr wirklich auch wollt, aber mit Mutti und Wau wau. (Sollte ich unhöflich gewesen sein mit meinem Schreibe, dann tut es mir sehr leid verletzen wollte ich Euch nicht) Grüsse Daniel

    Maria Jeanne Dompierre - 1. März 2016 Reply

    Hallo Daniel,

    es ist immer schön, wenn jemand aufmunternde Worte schreibt und damit zeigt, dass er ehrlich Anteilnahme nimmt.

    Ganz bestimmt werden wir wieder schöne Touren gemeinsam unternehmen, wenn die Zeit reif ist.

Mike - 1. März 2016 Reply

Hallo Maria,

was ich leider hier lesen musste trifft mich sehr.
Als erstes das Kind zu Grabe zu tragen ist für mich als zweifacher Vater das schlimmste was ich mir vorstellen kann und will.

Das mit deinem Vater zu lesen erinnert mich direkt an meinen.
Mein Vater wurde leider nicht so alt wie dein Vater.
Aber er fiel derselben Krankheit zum Opfer.
Der Krebs verteilte sich in der Lunge, von dort ins Hirn und wieder zurück in die Lunge.
Nach etwas mehr als 3 Jahren erlag mein Vater dem Krebs.
Nach Bestrahlung, Chemo und mehreren OPs war sein Leiden zu Ende.
Was diese Krankheit und der Leidensweg mit meinem Vater gemacht hat, ist eine Erfahrung, auf die ich gerne mit damals 24 Jahren verzichtet hätte.
Ich bin einerseits froh, dass Euch dieses erspart blieb, egal wie sich das anhört.

12 Jahre später vermisse ich immernoch meinen alten Herren. Ab und zu werde ich traurig, wenn ich daran denke was er nicht mehr miterleben konnte.
Ob meine Hochzeit oder die Geburten seiner 2 Enkel. Aber dann gibt es die Momente wo ich mich mit meinen Töchtern in den Haaren habe oder mit ihnen Unsinn mache, wo ich meine, das Lachen meines Vaters zu hören.
Ja ich werde Ihn vermissen bis auch ich nicht mehr sein werde. Die Erinnerung an ihn sind ein Teil von mir und diese machen mich auch zu dem Menschen der ich bin.
Ich trauere nicht der Zeit nach, die ich mit meinem Vater hätte haben könne, sondern bin dankbar für die Zeit, die ich mit ihm hatte.

Sein Tod sorgte auch dafür, dass ich viele Dinge mit anderen Augen sehe und auch nicht mehr als selbstverständlich ansehe.
Ich versuche seitdem jeden Tag zu leben als wäre es mein letzter und versuche aus ihm das Schönste zu machen.

Ich weiss nicht ob diese Zeilen ein Trost für Dich und deine Familie sein können aber denkt daran, ihr seid nicht allein und ihr nehmt einen Teil eures Vaters/Ehemanns/Freundes in euren Herzen mit Euch mit und das kann Euch niemand nehmen.
Denn die Menschen, die von uns gegangen sind, werden uns im Herzen nie verlassen.
Nehmt Euch die Zeit für die Trauer, aber lasst das Leben auch wieder zu, schön zu sein.

Ich denke morgen an Euch, wenn ich mit meinem Gekko fahre und hoffe dass es Euch bald besser geht
Mike Gröber

    Maria Jeanne Dompierre - 1. März 2016 Reply

    Danke dass du von deinem Vater schreibst. Es macht doch auch Mut, dass wir mit den Monaten und Jahren heilen.

    Ich bin sehr dankbar, dass mein Vater nicht so leiden musste wie dein Vater und finde das gar nicht komisch, dass du das so schreibst, sondern stimme dir aus vollem Herzen zu.

    Ich werde, genau wie du, nicht den verpassten Gelegenheiten nachtrauern, sondern die erlebten dankbar ehren.

    Es ist schön zu wissen, dass du an uns denkst und wenn ich wieder auf meinem Scorpion sitze, werde ich wiederum an dich und dein Gekko denken.

KuWi - 1. März 2016 Reply

Liebe Maria, ich kenne dich überhaupt nicht, deinen Vater sowieso auch nicht, habe des öfteren deine U-tube fime gesehen, weil ich mich immer noch nicht richtig entscheiden kann bezüglich Liegerad – und bin unvorbereitet jetzt über deinen Artikel gestolpert – und sitze jetzt hier tränenüberströmt und benommen. Ich habe ja gar keinen “Grund” zu trauern… Ich habe aber selber vor 6 Jahren meine Frau an Krebs verloren, und ich weiß: es ist ja nicht nur Trauer. Es ist einfach auch irrsinnige, beindruckende Begegnung mit den ganz großen, ja auch übermächtigen Erfahrungen und Gefühlen, die das Leben überhaupt erst ausmachen. Und das berührt einfach.Und wenn man es denn hinnehmen kann- was man ja dann auch doch muß- steckt auch eine ungeheure Kraft und Größe darin! Ähnlich wie dein Vater, ist auch meine Frau zu Hause, im Kreise der Familie “glücklich” eingeschlafen. Heißt: nach dem Fügen gab es kein Hadern mehr. Und das war ein gutes Gefühl. Und ist es immer noch! Zu wissen, es für alle so gut wie möglich gemacht zu haben. Wenn denn nun schon gestorben werden muß, dann gerne so. “So möchte ich wohl auch mal sterben, dann…!” Es ist ein gute Gefühl, dass auch wieder Kraft und wunderbare Erinnerungen gibt – und uns wieder aufbaut, und nicht zerstört! So ging es mir zumindest. Ich wünsche dir alles Gute und danke für deinen Beitrag! KuWi

    Maria Jeanne Dompierre - 1. März 2016 Reply

    Ich danke dir für deine Worte und den Trost.
    Es tut gut zu lesen, wie du den Tod deiner Frau erlebt hast.
    Beste Grüße!

Marita - 1. März 2016 Reply

Liebe Maria
Mein herzlichstes Mitgefühl für die traurigen Erfahrungen und schmerzhaften Verluste, die Du und Deine Familie hinnehmen musste. Die Kraft der Liebe wird Euch helfen durch diese schwere Zeit zu gehen. Liebe ist stärker als der Tod, auch ich spüre das meine lieben verstorbenen Eltern in meinem Herzen stets bei mir sind.
Liebe Grüsse aus Lotte von Marita

    Maria Jeanne Dompierre - 1. März 2016 Reply

    Liebe Marita, liebe Lotte,

    danke für die aufmunternden Zeilen – das ist sehr lieb.

Norbert - 1. März 2016 Reply

Hallo Maria Jeanne,
mein aufrichtiges Mitgefühl zu den traurigen Ereignissen.
Ich war noch nie in der Situation in der Du heute bist. Die Menschen, die nicht mehr an meinem Leben teilhaben, standen mir wohl nie so nahe, wie es dem Nachruf nach zu urteilen bei Deinem Vater und Dir gewesen sein muss. Den Verlust eines meiner Kinder kann und will ich mir nicht vorstellen. Dass Du trotzdem ein so lebensbejahender Mensch geblieben bist ist eine starke Leistung. Um so mehr läßt mich der zweite Schicksalsschlag für Dich in so kurzer Zeit daran zweifeln, ob es wirklich jemanden gibt, der das alles lenkt. Die Erfahrung, die ich in meinem Leben machen durfte/musste, ist, dass es sehr oft Menschen so hart trifft, die, so wie Du, offen, herzlich und voller Mitgefühl auf ihre Mitmenschen zugehen.
Ich hoffe für Dich und Deinen Mann sowie Deine Familie, dass ihr es wieder schafft lebensbejahend und voller Zuversicht in die Zukunft zu sehen, auch wenn es eine Weile dauern wird, bis der Schmerz und die Trauer über den Verlust gut zu ertragen sind.
In den letzten Tagen habe ich sehr oft an Dich und Deine Familie denken müssen. Als ich dann gestern den Blog-Beitrag gelesen habe konnte ich, wieder einmal, nicht sofort schreiben. Wenn es ginge würden, glaube ich ganz fest, viele Deiner Leser Dir gerne etwas von Deiner Trauer und Deinem Schmerz abnehmen um es Dir leichter zu machen.
Liebe Grüße auch von meiner Frau
Norbert

    Maria Jeanne Dompierre - 2. März 2016 Reply

    Danke Norbert – ich glaube, dass viel mehr Menschen Dinge widerfahren, von denen wir nichts ahnen. Sie sagen es nur nicht.

    Da meine Eltern auch Teil der Öffentlichkeit meiner Beiträge waren, ist es – in Absprache mit meiner Mutter – natürlich für mich, auch den Tod meines Vaters öffentlich mitzuteilen. Das Liegedreirad hatte eine große Rolle in diesem Prozess gespielt.

    Aber ich möchte auch Mut machen mit diesem Beitrag. Für alle, die sich in schweren Lebenssituationen befinden, damit sie nicht verzweifeln und weiter an Lebensglück glauben dürfen. Einige eurer Reaktionen, in denen ihr euch mit euren eigenen Verlusten öffnet, sind dafür ebenfalls ein wahrer Schatz.

    Gerade wenn man, wie ich, Videos und Artikel veröffentlicht, sieht man oft nur ein strahlendes Gesicht, gute Laune und tolle Radtouren.

    Private Nachrichten, die mich erreichen, drücken manchmal Bedauern darüber aus, nicht ein so wunderbares Leben, wie ich es anscheinend führe, selbst zu haben. Auch deswegen habe ich die Fehlgeburt ebenfalls erwähnt. Niemand ist immerzu nur glücklich und unbeschwert. Öffentliche Personen suggerieren das gerne, bewusst oder unbewusst, weil man ja nur immer einen kleinen (und ausgesuchten) Teil seiner selbst darstellt.

Dieter - 1. März 2016 Reply

Hallo Maria Jeanne,
mein tiefes Beileid und aufrichtiges Mitgefühl zu den traurigen Schicksalsschlägen.
Leider sind Sterben und Tod ein Bestandteil in jedem Leben.
Wahrscheinlich hilft nur Zeit und etwas Abstand das Ganze einzuordnen, denn verarbeiten und abschließen läßt sich selten alles.
Ich wünsche Dir trotzdem viel Kraft dafür.
Bitte mache auf jeden Fall weiter mit deinen Beiträgen – deine Videos sind ja schon ein fester Bestandteil zum Thema Liegerad – und kommen nach meinem Gefühl sehr gut an.
lg Dieter

    Maria Jeanne Dompierre - 2. März 2016 Reply

    Hallo Dieter,

    danke für deine Worte. Ich werde bestimmt weiter machen mit dem Blog.
    Ich brauche nur etwas Zeit, die ich gerne meiner Familie widmen möchte und die ich auch für mich selbst brauche, um in mich gehen zu können und um zu regenerieren.
    (Es kostet schon ungeheuer viel Kraft im Moment, meinem Beruf nachzugehen.)

    Für Videos und Beiträge brauche ich Inspiration – das ist wie Kunst. Und auch Zeit.

    Wenn die Lust am Kreieren wieder zurückkommt, mache ich hier weiter.

Ruth Kunz - 3. März 2016 Reply

Liebe Maria Jeanne,

ich habe eine sehr schöne Übersetzung des englischen Gedichts “do not stand at my grave and weep” (Mary Frye, 1932) gefunden:

Steh’ nicht weinend an meinem Grab.
Ich liege nicht dort in tiefem Schlaf.
Ich bin der Wind über brausender See.
Ich bin der Schimmer auf frischem Schnee.
Ich bin die Sonne in goldener Pracht.
Ich bin der Glanz der Sterne bei Nacht.
Wenn Du in der Stille des Morgens erwachst,
Bin ich der Vögel ziehender Schar
Die kreisend den Himmel durcheilt!
Steh’ nicht weinend an meinem Grab,
Denn ich bin nicht dort,
Ich bin nicht tot, ich bin nicht fort.

In inniger Verbundenheit
Ruth Kunz

    Maria Jeanne Dompierre - 4. März 2016 Reply

    Ich danke dir Ruth.

KlausD - 6. März 2016 Reply

Hallo Maria Jeanne,

ich habe in den letzten Wochen oft an Dich und den Tod Deines Vaters gedacht – heute lese ich, dass Dich und Euch vor einem Jahr noch ein weiterer Schicksalsschlag getroffen hat.

Ich bin fassungslos und mir fehlen geeignete Worte um mein Mitgefühl auszudrücken.

Ich wünsche Dir, dass Du Deine Lebensfreude, an der Du so viele durch Deinen Blog hast teilnehmen lassen, wieder bekommst. Das ist nach diesen Schicksalsschlägen sicher ein schwerer und langer Weg. Dafür wünsche ich Dir die notwendige Zeit und viele Begegnungen, die Dir und Euch dabei helfen.

Viele Grüße

Klaus

P.S. Ich freue mich schon sehr auf den Moment, wenn Du wieder mit Deinem Blog weitermachst!

Carlos Dewerchin - 12. März 2016 Reply

Liebe Maria Jeanne,

Mit viel Emotion habe ich erst heute diese traurige Nachrichten gelesen, und wünsche dir in diesen schweren folgenden Wochen und Monaten, Kraft und Glauben um es zu begreifen zu können und ein Platz geben zu können ins Herzen.

Ich meine sagen zu können aus persönliche Erfahrung dass die Stunden mit deinen Vater zusammen am radeln passiert deine schönste Erinnerung bleiben wird. Desto mehr wenn du dabei bedenkst dass er sich während seine Familialen Radtouren sich gar nicht krank füllte und völlig genossen hat von der Natur und ihr aller Gesellschaft.

Jedesmal ich fahren kann mit dem Scorpion vergesse ich die Krankheit für ein paar Stunden und bin ich froh dass dies mir noch gelingt ! Wenn du vor kurzem wieder mal fahren gehst denke dran dass dein Vater sich froh und glücklich füllte in diesen Momenten, und versuche wenn möglich, um seiner Gedächtnis zu ehren, auch froh und munter zu sein !

Mit einen schönen Gruss aus Belgien !

Carlos & Nele

Holger Bolte - 25. Mai 2016 Reply

Ich weiß nicht, was ich schreiben kann, um Ihren Kummmer zu verringern.
Ich habe Ihren Blog sehr gerne gelesen, und es hat mich bestätigt ein Liegerad zu kaufen.

    Maria Jeanne Dompierre - 26. Mai 2016 Reply

    Vielen Dank Holger. Mit jeder Woche wird es etwas besser und ich werde bestimmt das Blog weiterführen, wenn ich wieder Kraft dazu habe.

Daniel - 26. Mai 2016 Reply

Meine liebe Marie und Superman,

es ist still geworden und es ist verständlich aber ich hoffe so sehr das es Euch allen wieder etwas besser geht ich versuche eine Kerze an zu Zünden das Ihr den Weg heraus findet aus der Dunkelheit es wird Zeit nicht für mich oder für andere Menschen, es wird Zeit für Euch zurück zu kehren ins leben.

Den Euer Vater, Ehemann, Schwiegervater, Freund der Er war, hätte es sich gewünscht das Ihr wieder Freude habt an eurem Leben, es klingt Herzlos was ich schreibe aber es ist nicht so gemeint. Ich habe einen Wunsch an Euch solange es Euch Gesundheitlich gut geht genießt jeden Tag zusammen den ich weiß sehr wohl von was ich spreche ich kenne die andere Seite des Lebens jeder hat seinen Rucksack zu tragen.

Nicht weil ich mir das für mich Wünsche, aber ich bin mir ganz sicher wir werden uns alle wieder sehen in einer anderen liebevolleren Welt, werden wir wieder zusammen sein mit den Menschen die wir geliebt hatten und die wir bis an unseres Eigenes Ende vermissen werden.

Carpe diem Gruß Daniel

Maria Jeanne Dompierre - 26. Mai 2016 Reply

Hallo Daniel,

danke für deinen kleinen Brief an mich und uns. Es ist sehr rührend wie du mir ein Licht anzündest.

Nächstes Wochenende wäre der Geburtstag meines Vaters und meine Mutter und ich machen gemeinsam etwas Schönes.

Die Zeit des vielen Weinens ist vorüber und wir lachen auch wieder.

Michael - 27. Mai 2016 Reply

Hallo Maria,

schön das Du wieder lachen kannst. Vielleicht sieht man sich auf dem 8. Rattenfänger-Liegeradtreffen bzw. auf dem Felgenfest.

Alles Gute aus Porta
Michael

    Maria Jeanne Dompierre - 30. Mai 2016 Reply

    Hallo Michael,

    danke für die Grüße und die Erinnerung ans Felgenfest. Ich weiß noch nicht, ob ich da sein werde. Meine Mutter kommt und wahrscheinlich werden wir das Trike meines Vaters in gute Hände übergeben, das wird mich emotional noch mal fordern.

    Wenn meine Mutter auch noch Platz für ihr eigenes Trike hat, wäre das natürlich eine schöne Gelegenheit, einen Ausflug zu machen.

    Fakt ist, dass ich seit meines Vaters Tod eine Blockade entwickelte. Ich kann mein Trike nicht mehr anfassen. Darüber schreibe ich einmal ausführlicher in einem, vielleicht meinem nächsten, Beitrag.

    Es wäre schön, wenn ich diese Hemmung bald heilen könnte. Bestimmt würde mir ein Event wie das Felgenfest helfen.

      KlausD - 1. Juni 2016 Reply

      Hallo Maria Jeanne,

      ich freue mich, dass Du wieder in Deinem Blog aktiv bist.

      Ich wünsche Dir, dass Du die Blockade überwinden kannst. Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Ich meide auch nach Jahren manche Orte/Filme usw., die mit traurigen Erinnerungen verbunden sind.

      Dir und Euch alles Gute!

      Viele Grüße aus dem Süden

      Klaus

Mark - 30. Mai 2016 Reply

Hallo Maria,
Deinen Bericht hier zu lesen, den du trotz dieser schweren Zeiten geschrieben hast…chapeau…
Ich habe meinen Vater auch sehr und vor allem viel zu früh verloren.
Zu schreiben, dass ich somit weiss wie es dir geht, dass verkneif ich mir denn das weiss ich nicht, da nicht jeder gleich trauert.
Ich hate diese intensive Zeiten mit meinem Vater leider nicht, was aber familiäre Gründe hatte….aber hier nicht relevant.
Ich finde es super dass du deine Leidenachaft des Liegeradfahrens mit deinem Vater teilen konntest.
Mit den Eltern auch über das Kindesalter hinaus so engen Kontakt zu haben und dann auch noch gemeinsames Hobby teilen, dass finde ich schön.
Ich verfolge deinen Blog und deine Youtube videos mit Begeisterung und hoffe dass du diese Leidenachaft fürs Radeln beibehälst.
Schöne Grüße und Alles Gute aus Paderborn

Maria Jeanne Dompierre - 30. Mai 2016 Reply

Hallo Mark,

jeder trauert anders, aber dennoch fühle ich mich immer besonders von denen verstanden, die das auch schon erlebten. Es bringt Trost, weil ich dann jedes Mal merke: Das haben andere auch schon durchlebt, und es ist normal.

Ich finde es auch total schön, mit meinen Eltern diese Leidenschaft zu teilen (geteilt zu haben). Viele Gespräche drehten sich um unser gemeinsames Hobby und das schafft Nähe.

Wie du an meiner Antwort an Michael (ein Kommentar über dir) lesen kannst, habe ich noch mit einigen Schwierigkeiten zu tun, bezüglich meiner Freude am Radeln. Aber das wird sich demnächst auflösen, das spüre ich. Wenn es soweit ist, mache ich auch wieder Videos und genieße das Dreiradfahren.

Danke für dein ermutigendes Feedback – zu den Paderliegern wollte ich auch schon lange mal kommen. Bist du dort auch mit dabei?

Mark - 30. Mai 2016 Reply

Hallo nochmal,

Es freut mich wenn mein Text anklang gefunden hat.
Zu mir: Ich selber bin noch nicht unter den Liegern.
Der Grund ist einfach; die Dinger kosten.
Über die Paderlieger habe ich auch schon mehreres gelesen.
Allerdings weiss ich nicht ob ein Stammtisch für mich gemacht ist, da ich schon hier und da sport mache.
Ich habe jetzt aktuell ein Hase Kettwiesel ( 9 fach Kettenachaltung, mechanische Scheibenbremsen) also kein Schnickschnack und das HP Gekko fx 20 im visier. Beide als Gebrauchtrad aber weniger als 100 km gelaufen für zumutbare Summen…
Denke ich werde das Gekko nehmen, da faltbar, 24 Gänge, hydraulische XT mit Parkbremse.
Hätte das Kettwiesel das Differential wäre es anders…
Wie schon geschrieben: deine Videos und Texte sind informativ und spannend zugleich. Teilweise informativer als die Herstellerinfos.
Ich und wahrscheinlich alle anderen auch,würden uns freuen wenn du bald wieder zurück findest auf dein Scorpion und wieder das www und die weite Welt unsicher machst.

Andreas Bayreuther - 1. Juni 2016 Reply

Liebe Maria, ich hoffe, Sie haben nichts dagegen, dass ich Sie so anrede. Die Geschichte Ihres schweren Schicksals hat mich sehr berührt und doch gibt sie auch viel Zuversicht, zeigt sie doch, dass man lebensbejaend und aktiv die schwersten Schicksalsschläge überwinden kann. Dabei kann die körperliche Aktivität, besonders in der Natur, sehr hilfreich und aufbauend sein. Ich bin zufällig bei der Suche nach Videos zu dreirädrigen Liegerädern auf Ihre Seite gekommen und freue mich immer Gleichgesinnte zu finden. Seit ca. 10 Jahren bin ich leidenschaftlicher Liegeradfahrer und bin , seitdem ich Besitzer der Street-Maschine von hp-Velotechnik bin, kein anderes Rad mehr gefahren, außer die verschiedensten Liegeräder zu Testzwecken. Meine schönste Tour war eine Radrundreise durch Yucatan im Jahr 2008. Obwohl ich bis zu diesem Zeitpunkt schon mehrmals in Mexico, Belize, Guatemala und Honduras war, wohin mich vor allem mein Interesse für die Kultur der Maya zog, ging mit der Fahrradtour, die mich über 1700 km von Ausgrabungsstätte zu Ausgrabungsstätte führte, mein größter Traum in Erfüllung. Gleichzeitig wollte ich mir und vielen jüngeren aus meiner Umgebung beweisen, dass man auch mit 60 Jahren allein solche Abenteuerreisen machen kann. Weil der Transport meiner Street-Maschine im Flieger nicht ganz unkompliziert war, will ich mir jetzt noch ein dreirädriges faltbares Rad zulegen und im nächsten Jahr nochmal durch Mexico touren. Durch mein Liegerad war es mir möglich, viele nette Kontakte zu knüpfen, ist es doch in so einem Land, wie Mexico für die Menschen noch um ein Vielfaches “exotischer” als hier in Deutschland. Zum Schluss habe ich noch eine Frage an Sie. Welchen Unterstützungsmotor haben Sie an Ihrem Skorpion fs? In einem Ihrer Videos sagen Sie, dass Sie die Unterstützung oft abschalten, doch bei meinem Swiss Drive, den ich seit 1 1/2 Jahren an der Street-Maschine habe, macht das Fahren nach dem Abschalten oder , wenn der Akku leer ist, keinen Spaß mehr, weil der Motor dann praktisch “mitgezogen” werden muss und sich das Rad sehr viel schwerer fährt, als hätte man keinen Motor integriert. Auf einen gelegentlichen Gedankenaustausch, falls Ihrerseits auch Interesse besteht, würde ich mich freuen und verbleibe mit herzlichen Grüssen, Andreas.

    Maria Jeanne Dompierre - 13. Juli 2016 Reply

    Hallo Andreas,

    ich antworte in wenig spät.
    Wie schön von Ihren Radreisen zu lesen. Da kommen mir Gedanken wie “Könnte er nicht mal einen Beitrag für uns schreiben?”

    Ich habe den Motor “BionX”, aber die sind alle gleich schwer. Ich schalte den Motor in der Ebene immer mal wieder aus, da spüre ich das Gewicht des Motors und des Anhängers nicht. Allerdings erst, wenn ich Fahrt aufgenommen habe. Beim Anfahren ist das schon ziemlich spürbar.

    Das ist der Preis, den wir Motorisierten bezahlen müssen: Das Gewicht. Aber wie sagte mein Händler: “Das ist doch egal, weil du ja einen Motor hast, der dich unterstützt.”

    Ich freue mich sehr über einen regelmäßigen Austausch. Danke für die einfühlsamen Eingangsworte,

    beste Grüße,
    Maria Jeanne

Andreas Pellenz - 6. Juni 2016 Reply

Wenn es, wie einige Menschen behaupten ein Paralleluniversum gibt, wünsche ich deinem Vater dass dort ein Scorpion für ihn bereit steht. (Bitte nicht falsch verstehen – es soll dir Mut machen und vielleicht ist es gut unsere Lieben dort zu wissen)

Andreas Pellenz

    Maria Jeanne Dompierre - 13. Juli 2016 Reply

    Hallo Andreas,

    ich stelle mir das auch oft vor. Aber wer weiß, vielleicht gibt es im Paralleluniversum noch viel schönere Dinge als ein Scorpion?

    Aber das Bild ist für uns Hinterbliebene einfach schön: Auf dem Scorpion durch paradiesische Landschaften.

    Manchmal sage ich zu meinem Vater: “Flüstere doch mal den Herren H und P bei Velotechnik gute Ideen ins Ohr” :-) Diesen Gedanken finde ich auch schön, dann bekommen wir immer noch bessere Ausrüstungen für unsere Trikes.

Deine Christine! - 1. August 2016 Reply

Hallo Maria Jeanne,

ich suche gerade nach einer guten Lösung, um weiterhin Rad zu fahren. Krankheitsbedingt, ich habe MS, kann ich kein Zweirad mehr fahren und schaue mich nach einer guten Alternative um :-) Jetzt habe ich mir ein paar Videos von Dir angesehen und werde das Projekt angehen…. Ich denke Probefahren ist da sehr hilfreich :-)
Vielen Dank für den Denkanstoss und die gute Laune, die rüber kam.

LG

    Maria Jeanne Dompierre - 7. August 2016 Reply

    Liebe Christine,

    deine Zeilen freuen mich sehr. Ich wünsche dir eine Zeit mit viel Vorfreude, wenn du dir dein Gefährt aussuchst und Probe fährst.

    Schreib mir doch wie es dir dabei geht (gerne als E-Mail). Viel Spaß und Freude!

      Deine Christine! - 18. August 2016 Reply

      Danke liebe Maria Jeanne Dompierre, ich werde berichten und testen was die Räder hergeben, bzw. ich ;-)

      Liebe Grüße,

      Deine Christine!

    Norbert - 8. August 2016 Reply

    Hallo Christine,
    eine Freundin, die ebenfalls MS hat, fährt schon seit Jahren ein Liegedreirad und ist sehr zufrieden damit. Beim Kauf des ersten Rades war sie nicht so glücklich, aber das lag wohl an der Kombination Nutzer – Hersteller. Jetzt fährt sie einen Scorpion mit E-Unterstützung und ist damit sehr zufrieden. Sie und ihr Partner auch noch ein Hase Pino mit Netzsitz vorne. Das hat für sie den Vorteil, dass sie längere Strecken fahren kann trotz des Motors im Liegedreirad.
    Viel Erfolg beim Suchen und Finden sowie liebe Grüße
    Norbert

      Deine Christine! - 18. August 2016 Reply

      Hallo lieber Norbert, sorry für die späte Antwort, aber ich habe meinen Kommentar gerade erst wieder gefunden ;-)
      Vielen Dank für den Tipp, ich werde jetzt erst einaml Hase mit E-Unterstützung testen und dann auch das scorpion.
      Meine Freundin ist da so super mit zufrieden, wobei ich ein wenig Bedenken bei dem Einstieg habe… aber ich werde sehen wie es läuft.
      Danke für Deine Hilfe, LG, Deine Christine ;-)

Sven Onnerstad - 27. August 2016 Reply

Hallo Maria Jeanette,

Wir haben die selbe erfarung gehatt.
Aber ich wollte dich sagen das heute haben wir drei erwachsene Kinder und eine schöne Teenager.
Sorry ran out of Deutschen Sprache!
Our deepest sympathies and condolences to you and your family.

Sven Onnerstad and family.

Maria Jeanne Dompierre - 28. August 2016 Reply

Hallo Sven,

wir können auch gerne auf Englisch schreiben :-)
Danke für die tröstenden Worte.

Thank you for your kind words.

Are you from Canada?

Marita Leonhardt - 14. Oktober 2016 Reply

Hallo Maria Jeanne,

heute ist wieder so ein Tag, an dem ich sehr oft an Martin denken muss. Ich schaue mir immer wieder mal den Film Eurer Familientour an.
Da ist mir Ihre Homepage eingefallen und ich habe Ihren Blog entdeckt. Das ist sehr bewegend.
Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Ganz viele liebe Grüße (auch an Ihre Familie)

    Maria Jeanne Dompierre - 21. Oktober 2016 Reply

    Liebe Marita,

    das sind sehr bewegende Worte. Es ist so schön, wenn ich höre, dass jemand an meinen Vater denkt. Ich gehe davon aus, dass Sie ihn von der BZ kennen?

    Gestern musste ich auch fast den ganzen Tag an ihn denken und hatte ein wenig den Blues. Danke für die Grüße, ich werde sie ausrichten,

    herzliche Grüße
    Maria Jeanne

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