Pedelec Motor nachrüsten mit Go SwissDrive

Der Fachmann hantiert mit Haarspray und Warmluft am Trike  und der Putzlappen kommt ausgiebig zum Einsatz. 
Die Manufaktur baut den Go SwissDrive Motor ein und zeigt uns detailliert wie man beim Pedelec am Hinterrad den Motor nachrüstet.
Es werden jede Menge neue Kabel ordentlich verlegt und alles, was zu einem Strang zusammengefasst werden kann, verschwindet danach elegant im Rahmen. Dort lagert auch ein nicht gebrauchter Lichtanschluss, der jederzeit in Betrieb genommen werden kann. Harald Heckmann erinnert uns daran, die Federelemente der beiden Vorderräder hin und wieder einzufetten, um Quietschen zu vermeiden und dem Verschleiß vorzubeugen.

Warum Pauls Trike trotz Spurenüberprüfung weiterhin nach links zieht, aber meines nicht mehr, wird nicht in diesem Beitrag beantwortet. Auch wo sich das kleine blaue Volk versteckt hält und warum bei denen nur ein Mädchen unter vielen Jungen lebt, bleibt weiterhin ein Rätsel. Dafür gibt es ein längeres Video (23 Minuten), in dem ihr dem Experten beim Motor nachrüsten zusehen könnt.

Pedelec Hinterrad Motor nachrüsten

​Heute dürfen wir dem Fachmann bei HP Velotechnik in der Manufaktur über die Schulter schauen, während er am Liegedreirad den Go SwissDrive Motor einbaut.
Für so eine Maßnahme benötigt der geübte Mechaniker bis zu drei Stunden, denn es müssen eine Menge Kabel neu verlegt werden und das auf eine Weise, damit hinterher alles aufgeräumt und ordentlich verläuft. 
Ein Trick dabei ist, den dicksten Kabelstrang im Rahmen verschwinden zu lassen. Dafür wurde ein dickes Loch in den Rahmen gebohrt, um die Kabel darin "wegzustopfen".

Im Video ​zeigt Harald Heckmann nicht nur die einzelnen Schritte, sondern erklärt detailliert was er wozu macht und gibt nebenbei auch noch Pflegetipps für verschiedene Komponenten.
Als Paul und ich unsere Trikes beim Fachhändler abholten, begegneten wir dort einem Mann, der ein Scorpion S-Pedelec fährt. Er erzählte uns von seinen Erfahrungen und Problemen mit dem S-Pedelec und beklagte, dass die Federelemente der Vorderräder quietschten.
Im Video zeigt Harald Heckmann wie und womit man dort Fett anbringt, um dem vorzubeugen. Diesen Tipp gab ich dem S-Pedelec Fahrer mit auf den Weg.

Sind Sie der Mann von der LiegeradFrau?

Frage an Paul bei einer Begegnung in der Fahrradwerkstatt 🙂

YouTube-Fan

Bevor ich unsere Trikes zum Einschicken bei der Fachwerkstatt ablieferte, hatte mich der Inhaber darum gebeten, die Liegedreiräder vorher gründlich zu reinigen.
In Kriftel konnte ich gut nachvollziehen warum HP Velotechnik darauf hinweist, denn Harald Heckmann musste sehr oft wischen und nachputzen, damit er alles genau unter die Lupe nehmen konnte.
Beim Pedelec den Motor nachrüsten bedeutet einerseits das halbe Trike auseinanderbauen zu müssen und andererseits gleichzeitig alles auf Schäden zu überprüfen. Dazu müssen Rahmen und die einzelnen Teile von Schmutz frei sein.

Go SwissDrive zwischendurch anschließen

Bevor aber alle Kabel fertig verlegt sind, wird immer wieder das Go SwissDrive System provisorisch mit baumelndem Display angeschlossen, um zu überprüfen, dass alles störungsfrei funktioniert. 
"Sonst sind alle Kabel schon abgeschnitten und ich muss alles wieder auseinander bauen", sagt Harald Heckmann "das ist sehr viel unnötige Arbeit."
Dass er an einer Stelle dann doch wieder alles auseinandernehmen muss, nimmt er mit Humor. Am rechten Lenkerhebel sind schon der Schalthebel und die Bedienknöpfe für das Display montiert als ihm auffällt, dass er etwas vergessen hat. Es gibt seit kurzem ein neues Teil, das HP Velotechnik zum Schutz vor der Witterung entworfen hat. Eine Art Käppchen, die ich mir im Abspann eines früheren Videos zum Gag auf die Nase und die Ohren gesetzt habe.
Ich möchte an dieser Stelle nicht verschweigen, dass das ein kleines Gastgeschenk von HP Velotechnik an mich war. Ich bedanke mich an dieser Stelle noch mal dafür und weise darauf hin, dass ich mit mir rang es anzunehmen, ob meiner Unbestechlichkeit. Ich entschied, dass Geschenke unter fünf Euro gemeinhin nicht unter die Kategorie Bestechung fallen.

Haarspray und Föhn in der Werkstatt

Von einem Schrumpfschlauch hatte ich zuvor noch nie gehört. Als Harald Heckmann das glänzende Teil in die Luft hebt, frage ich mich, ob ich das richtig verstanden habe. "Schlumpf" macht ja gar keinen Sinn, denn er ist ja nicht hellblau 😀 , also muss es doch "Schrumpf" gewesen sein.
(Das kleine blaue Völkchen, das in Pilzen lebt und von dem garstigen Magier Gargarmel und seiner Katze verfolgt wird, habe ich übrigens  auch immer unwillkürlich vor Augen, wenn das Schlumpf-Getriebe irgendwo erwähnt wird ... Und als LiegeradFRAU frage ich mich heute noch, warum die eigentlich nur ein Mädchen haben und woher dann die vielen kleinen Schlumpfkinder kommen sollen? Hmm, aber jetzt komme ich ja total vom Thema ab. )

Ich staune nicht schlecht, als ich erst den Einsatz von Haarspray und dann noch einen Hochleistungsföhn von Bosch zum Einsatz kommen sehe. Haarspray in der Fahrradwerkstatt? Damit bekommt man störrische Handgriffe auf das Lenkerrohr und wenn es trocknet, klebt es zuverlässig fest.

Trike mit Linksdrall

Nun konntest du die wichtigsten Schritte beim "Pedelec Motor Nachrüsten" selbst sehen und verstehst vielleicht, warum ich dazu rate, so einen Umbau oder Nachrüsten vom Hersteller selbst vornehmen zu lassen. 
Jedes Trike braucht seine eigene Lösung und der Verlauf der Kabel sind nicht nach "Schema F" zu bewerkstelligen. Die Mitarbeiter in der Manufaktur haben Routine und bleiben entspannt, um ein dickeres Loch in den Rahmen zu bohren.
Da sie täglich ihre Spezialräder für den Handel fertigstellen, haben sie den zuverlässigen Blick auf Ästhetik und Ordnung im Kabelsalat. Auch die Überprüfung danach auf Spurentreue ist ohne die entsprechende Technik kaum möglich. Da allerdings gibt es wohl trotzdem immer wieder Pobleme. 
Der YouTube-Zuschauer mit seinem S-Pedelec sagt, dass sein Trike stark nach links ziehe und Paul beklagt sich auch schon von Anfang an über eine extreme Linkslastigkeit.
Die hatte ich vier Jahre lang auch. HP Velotechnik hielt Wort und beseitigte dieses Ungleichgewicht bei meinem Scorpion. Im nächsten Video zeige ich euch, dass Pauls Trike aber nach wie vor stark nach links zieht.

HP Velotechnik hat uns eine einmalige Gelegenheit ermöglicht, dem Fachmann beim Arbeiten über die Schultern zu schauen. Einen großen Dank gebe ich an Harald Heckmann für die Geduld und den Humor und auch an Heiko Truppel, der viele Fragen beantwortete und uns den ganzen Tag über begleitete. 
Später werde ich noch ein Video mit etwas mehr Informationen zur Manufaktur und ihren Plänen veröffentlichen, aber als nächstes dürft ihr erst mal sehen, wie die ersten Fahrten mit dem neuen Motor sind und welche Erfahrungen ich damit mache.

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Mike - 17. März 2017 Reply

Hallo Maria,

schönes Video gebe zu manche Sachen würde ich immer noch anders machen 😉
Mit der Schaltzughülle im Schrumpfschlauch wäre nicht meine Lösung wenn die zu Alt und defekt ist kann man die nicht so einfach tauschen.Würde mich stören. Habe an meinem Gekko bereits alle gegen neue getauscht.
Aber sonst sehr schön erklärt und anschaulich habt ihr gut gemacht. Herr Heckmann und Heiko haben auch gut erklärt was gemacht wird. Kannst ja mal Herr Heckmann einen Tip zum Aufbohren geben mit einem Stufenbohrer geht es einfacher und man brauch nur ein Werkzeug dafür spart man etwas Zeit.
Den Wetterschutz hatte ich als Prototyp im Forum schon gesehen. Würde den aber eher als Wetterschutz im Winter für Mechanischen Bremsen sehen damit die Züge nicht einfrieren. Als bei einer Hydraulikbremse wie der XT aber ich denke da scheint es ein Problem zu geben was ich noch nicht entdeckt habe bei meinem.
Zum Thema es zieht nach Links kann ich leider auch nur bestätigen mein Gekko zieht auch nach Links.Habe mir das dann immer Erklärt mit einer Summe von schlechten Einflüssen ist.Lastenverteilung Gepäcktaschen immer an einer Seite. Verlauf Schalt und Bremszüge. Linker Schaltzug geht zum Tretlager nach vorne zum Umwerfer. Rechter Schaltzug geht nach hinten zum Schaltwerk genau wie die Parkbremse. Diese Leitungen gehen ja am Lenker entlang in einem ein Bogen zum Rahmen. Der Bogen will immer gerade werden und so drückt die Leitung Links nach hinten und Rechts nach Vorne. Somit hat man schnell einen Linksdrall. Man brauch ja kaum Kraft um zu Lenken und so habe ich mir das erklärt.
War mir aufgefallen als ich beim Gekko die Züge erneuert habe. Als ich Rechts alles die Züge fest hatte konnte ich nach Links ohne viel Druck nach Links Lenken im Radständer aber nach Rechts war war deutlicher Wiederstand zu spüren und wenn ich die Lenkung los gelassen habe Stellten sich die Räder von alleine fast gerade. Nach dem ich auf der Linken Seite alles fest hatte war es besser. Hatte dann etwas mit den Zugverlauf gespielt bis es fast gleich war auf beiden Seiten seitdem ist besser geworden.Zieht aber immer noch leicht nach Links.

mfg
Mike

Maria Jeanne Dompierre - 20. März 2017 Reply

Danke für deine Zeilen, Mike.
Vielleicht liest Herr Heckmann ja deinen Tipp selbst, ich gebe das mal weiter 🙂
Sehr interessant was du über die Linksseitigkeit schreibst. Das scheint mehr Leute zu betreffen als ich mir vorgestellt habe.
Ein gutes Thema, wenn ich mal wieder HP Velotechnik interviewe.

Norbert - 21. März 2017 Reply

Hallo Maria-Jeanne,

wieder ein sehr schöner Beitrag in Deinem Blog.
Man sieht Dir direkt die „Schmerzen“ an, die es Dir bereitet, wenn Dein Trike so mit dem Bohrer malträtiert wird. 🙂
Ich glaube, wenn das mit der Spezi klappt, werde ich auch noch mal den Scorpion mit dem GoSwiss-Motor testen. Ich würde gerne mal „erfahren“ ob es einen Unterschied zwischen dem Neodrive und dem GoSwiss gibt.
Auch ist es ein schöner Einblick in die sehr umfangreichen Arbeiten, die so ein Umbau mit sich bringt.

Zu dem beim Scorpion festgestellten Linksdrall:
Bei meinem Trike ist es oft genau die andere Seite. Interessanter Weise aber nicht immer. Nur wenn ich trete. Beim Rollen fährt mein Gefährt auf glatter Strecke sehr gut gerade aus.

Die Inspektion ist vorbei und ich habe die nächsten Ausgaben schon vor Augen. Die Kette, der Zahnradsatz hinten und die Bremsscheiben werden in absehbarer Zeit fällig. Aber bis dahin werde ich das Fahren noch genießen.

Dir und Paul eine schöne Woche und liebe Grüße

Norbert

    Maria Jeanne Dompierre - 21. März 2017 Reply

    Lieber Norbert,

    ja, probiere unbedingt den Go Swiss aus und erzähle dann, wie dein Eindruck im Vergleich war. Das würde mich sehr interessieren.

    Endlich kannst du wieder dein Trike genießen. Im Vergleich zu meiner letzten Rechnung, ist deine wohl ein Klacks 😀
    Die werde ich auf jeden Fall noch zeigen, damit alle einen Eindruck von den Ausgaben bekommen, die so ein Nachrüsten mit sich bringen.

    Schöne Grüße
    Maria Jeanne

Axel - 21. März 2017 Reply

Hallo Maria Jeanne,

nicht direkt ein Kommentar zum Thema – eher ein „Notruf“.
Eigentlich wollte ich übers Kontaktformular eine mail schicken; das ist leider nicht möglich, da ich dort kein offenes Formular (wie hier) vorfinde, sondern eine konkrete mail einer „Alexandra Gutmann“ v. 11. Jan. 2013 (!!).
Ich vermute mal eine Fehlfunktion nach dem Relaunch?! Ist noch niemandem aufgefallen? Oder bin nur ich allein betroffen?
Habe es dann über die im Impressum angegebene Anschrift (post@…) versucht, die gibt es angeblich nicht, die mail wird nicht zugestellt.
Sofern das nur mich betrifft, bin ich für individuelle mail dankbar, das muss ja nicht an dieser Stelle diskutiert werden (eher schon im Blog „Relaunch“).

Hintergrund übrigens der geplante Hase Besuch; gibt es da Neues /Konkretes? Ist ja doch schon bald…

Grüße, Axel

Maria Jeanne Dompierre - 21. März 2017 Reply

Hallo Axel,

ich schreibe dir. Mein Kontaktformular ist in den letzten Wochen abhanden gekommen.
Da ich sowieso einiges am Blog ändern muss, habe ich mich noch nicht darum gekümmert.
Alexandra Gutmann hatte dort aus Versehen einen Kommentar gelassen. Sie ist meine Sandkastenfreundin und wollte mir eine Freude machen, auf dem damals neuen Blog zu kommentieren. 🙂

Einen Beitrag zum Besuch bei Hase Bikes schreibe ich gerade und wird zum Wochenende veröffentlicht. Gestern hatte ich ein Telefonat mit Waltrop und wir haben die Details geplant. Eine super Überraschung gibt es für uns, so viel sei schon mal verraten!

Grüße
Maria Jeanne

Gerold Heider - 27. März 2017 Reply

Hallo zusammen,

seit Ende November 2016 habe ich knapp 800Km mit dem Go Swiss Drive zurückgelegt.
Die Schalter am Lenker um die Unterstützungsstufen zu schalten nennt sich Nahbedienteil.
Die von euch auch bei kühleren Temperaturen unterwegs sind werden schnell feststellen
dass das Nahbedienteil dafür konzipiert wurde ohne Handschuhe zu fahren.
Die beiden kleinen Tasten + und – liegen leider direkt neben einander.
Wenn seine Finger mit Winterhandschuhen gegen Kälte schütz wird sofort beim bedienen
des Nahbedienteil während der Fahrt erkennen das Handschuhe und das Nahbedienteil keine Freunde werden.
Diesbezüglich habe ich mich mit Go Swiss Drive in Verbindung gesetzt.
Die Antwort war um es kurz zu machen dass man ein dezentes Nahbedienteil wollte und kein
funktionelles 🙁
Ärgerlich ist es weil bei den Nabenmotoren viel häufiger geschaltet werden muß gegenüber den Mittelmotoren weil man kein Ruckeln möchte wenn die 25Km/h überschritten werden.
Dazu kommen noch die beiden Generatorstufen die man ja auch nutzen möchte bergab.
Der chinesische Hersteller Bang Fang hat es bedienerfreundlich gelöst.
Vielleicht müssen sich genug Kunden beschweren damit ein Umdenken statt findet ?

Es gibt bald eine neue Software für das Display was dann zum Händler eingesendet werden muß.
Dies habe ich erfahren als ich erneut nachgefragt habe bei Go Swiss Drive.
Das schöne ist bei dem System das man sich die Unterstützung der Stufen selbst über das Smartphone einstellen kann.
Das System stellt dem Motor max. 20A Motorstrom zu Verfügung.
Mein System war warum auch immer wie folgt eingestellt.
Stufe 1 = 8A, Stufe 2 = 12A, Stufe 3 = 20A und Stufen 4 & 5 auch 20A
Ich habe mir die Stufen in 4A Schritten eingestellt:
Stufe1 = 4A, Stufe2 = 8A, Stufe3 = 12A, Stufe4 =16A, Stufe5 = 20A
Gewundert hatte ich mich bei der erneuten Bergabfahrt das bei fast 45Km/h nur 130Watt Leistung
erzeugt werden.
Grund ist so Go Swiss Drive das die Generatorstufen mit der Stufe1 über die Software gekoppelt ist.
Je niedriger man den Motorstrom in der Stufe1 einstellt desto weniger Leistung wird bergab erzeugt.
Man will wohl die Generatorstufen mit der Stufe5 über die Software koppeln.
Maximal gibt das System in der Generatorstufe2 bis 10A frei.
Den Strom hat man auf 10A begrenzt damit der Akku beim Laden keinen Schaden nimmt.

Grüße aus Siegen
Gerold

    Eduard J. Belser - 28. März 2017 Reply

    Hallo Gerold

    Die Feststellung, dass das Nahbedienteil des Go SwissDrive eine ärgerliche Fehlkonstruktion und eine Zumutung ist, habe ich auch gemacht. Anhalten und den rechten Handschuhe ausziehen müssten, um die Unterstützungsstufe zu wechseln ist ein echtes Stück bester Realsatire – echt irre so etwas! Die Antwort von Go Swiss auf Deine Frage ist derart arrogant und dumm, dass sie direkt von Donald Trump stammen könnte. Verdammt nochmal, ein Bedienteil hat funktionell zu sein und sonst gar nichts! Ich bin an Go Swiss am Herumpickeln, eine Lösung mit Sprachsteuerung über die Apple Watch zu entwickeln, habe aber bisher noch keine Antwort erhalten, was mich mächtig ärgert. Aber ich bleibe dran. Da müssen wir Druck machen, so geht es wirklich nicht.

    Liebe Grüsse aus der Schweiz
    Eduard

Maria Jeanne Dompierre - 28. März 2017 Reply

Hallo Gerold,

danke für deine Recherche und Infos.
Es wäre interessant zu erfahren, ob noch andere Bedienprobleme mit Handschuhen haben? Ich bin da mit meinen schmalen Händen eher nicht repräsentativ, denn auch in dicken Handschuhen komme ich prima klar.

Grüße nach Siegen,
Maria Jeanne

Gerold Heider - 29. März 2017 Reply

Hallo zusammen,

wer weite Touren fahren möchte mit seinem E-Bike, der wird das Ladegerät mitnehmen
um nachladen zu können.
Das Go Swiss Drive Ladegerät ist sehr altbacken was die Größe und Gehäuse angeht.
Wenn ich sehe wie kompakt ein ein Bosch oder das neue Bionx Ladegerät ist
würde ich das Go Swiss Drive Ladegerät gerne eintauschen.

Liebe Grüße aus Siegen
Gerold

Gerold Heider - 6. April 2017 Reply

Hallo Eduard,

warum hast du dich für Go Swiss Drive entschieden ?
Wäre denn Binova Flow Tretlagermotor nichts für dich gewesen in Verbindung mit Rohloff-Nabe ?
Das gleiche habe ich auch Marie gefragt.

Ich habe nun die ersten Probleme mit meinem Go Swiss Problem.
Hatte schon 2 x einen kompletten Ausfall des Systems.
Die Beleuchtung ist bei mir so angeschloßen das die Lampe auch noch leuchtet wenn ich alle Abschalte.
Erst wenn ich den Stecker vom Akku abziehe würde die Lampe mit ausgehen.
Es war alles aus, auch die Lampe und das auf einer Bundesstraße morgens um ca. 4:55 Uhr.
Das System lies sich am Bedienteil nicht wieder einschalten, erst durch mehrmaliges Drücken
auf den Knopf am Akku tat sich was, alle LEDs blinkten für einige Sekunden.
Danach konnte ich die Fahrt zur Arbeit fortsetzen.
Bis jetzt kommt die Fehlermeldung C65 = Verkalbelung überprüfen.
Da konnte ich aber noch nichts finden.
Gestern auf der Nachhausefahrt hatte ich wieder eine Unterbrechung aber nur für einige Zentel Sekunden.
An einer Steigung mit ca. 15-16% hatte ich hochgeschaltet von Stufe4 auf 5.
Plötzlich brauch die Leistung weg und ich wollte gerade das Pinion Getriebe weiter runterschalten
als der Motor wieder Leistung brachte.
Erneut konnte ich den Fehler C65 auslesen.
Habe den Hersteller und Go Swiss Drive informiert.

Ich vermute das der Akku eventuell eine Macke hat weil meine Lampe auch ausgegangen ist.

Nachdenkliche Grüße aus Siegen
Gruß Gerold

    Maria Jeanne Dompierre - 18. April 2017 Reply

    Lieber Gerold,

    das ist ja äußerst unerfreulich! Mein Mitgefühl hast du gesichert.
    Ich war vergangene Woche in einem großen Fahrradhandel und bekam eine umfassende Beratung und Vorträge über die verschiedenen E-Antriebe. Sehr interessant fand ich die Aussage, dass Pinion in Kombination mit E-Antrieb (egal welcher Marke) zum Totalausfall führen kann und dass das nicht gut zu funktionieren scheint. Man wisse nicht warum, aber beobachte das Phänomen.

    Ich hoffe, dass dein Problem dauerhaft behoben werden kann, aber wenn immer wieder so etwas geschieht, könnte vielleicht deine Kombination aus Motor und Pinion der Störfaktor sein.

Eduard J. Belser - 14. April 2017 Reply

Hallo Gerold

Entscheidend dafür, den Go Swiss Drive zuwählen waren:
1. Die Vergleichsprobefahrten an der Eurobike 2016. Er bereitet einfach jede Menge Fahrspass und ist mit dem lahmen Baldrian-Verdunster von Shimano nicht zu vergleichen.
3. Die Möglichkeit auf längeren Gefällstrecken elektrisch zu bremsen und damit die Scheibenbremsen für Notfälle kühl und griffig zu halten. Die Möglichkeit damit zu Rekuperieren und die Akkureichweite zu vergrössern ist ein netter Sahneklecks obendrauf, aber nicht mehr.
2. Die Schweizer Qualität des Motors und der Steuerung – die Akkus werden allerdings von BMZ in Deutschland zugeliefert. Ich bezahle lieber etwas mehr für gut Qualität als mich über das ständige Zuschnappen vermeintlich billiger Schnäppchen zu nerven. Geiz ist nicht geil sondern dumm und masochistisch, zudem vernichtet er Arbeitsplätze hier in Mitteleuropa. Ich spare lieber Geld in dem ich auf den Kauf von unnützen Dingen verzichte, deshalb habe ich z.B. auch kein geldfressendes Auto und rauche nicht – eine besonders dumme, unappetitliche und teure Form von Masochismus.
3. Dass HP Velotechnik selbst den Go SwissDrive ab Werk verbaut.
4. Dass Go SwissDrive gut organisiert ist, auch was den Service betrifft. Was nütze es mir, wenn ich mit einem beim Kauf etwas billigeren Motor ein Problem habe und dann damit allein weitdrausen im Schilf stehen gelassen werde? Ich will bei Problemen eine namentlich bekannten, erreichbaren und zuverlässigen Partner hier in Deutschland und der Schweiz haben, mit dem ich mich auf Deutsch verständigen kann. Das schont meine Nerven.

Liebe Grüsse aus der Schweiz
Eduard

Maria Jeanne Dompierre - 18. April 2017 Reply

Eduard hat meine Gründe für den GoSwiss Motor gut zusammengefasst, da schließe ich mich an, auch wenn ich erheblich zurückhaltender bin, was die Wortwahl und Beurteilung anderer Menschen Lebensstil betrifft.

Service ist ungemein wichtig und die Verlässlichkeit des Systems (da hast du, Gerold, nun gerade Pech, das klingt bestimmt etwas hohl in deiner Situation).

Da ich auch eine saubere Lösung wollte, was die Ästhetik und Funktionalität betrifft, hatte ich sonst auch keine große Wahl, wenn HP Velotechnik den Umbau selbst vornehmen sollte.

Eduard: „Baldrian-Verdunster“ von Shimano – also wirklich 😀 Ich musste sehr lachen. Aber so ähnlich habe ich das ja auch empfunden. Allerdings musste ich mich in eben erwähntem Vortrag eines besseren belehren lassen. Angeblich sind die neuen Versionen des Shimano-Steps Motors ein Anlass zu Euphorie. Das werde ich natürlich ausgiebig testen!

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