Fahrrad zu Pedelec, anderer Motor, Achtung beim S-Pedelec

Ich wechsle von einem Motorensystem (BionX) zu einem anderen (GoSwiss Drive).
In diesem Falle, aber auch, wenn du dein Liegedreirad ohne Motor zum Pedelec wandeln möchtest, gibt es vorher einiges zu überlegen.

Im Video erklärt der Mitinhaber von HP Velotechnik, Daniel Pulvermüller, was es bei einer Veränderung alles zu beachten gilt, erläutert die rechtliche Lage und beantwortet Fragen zu den Besonderheiten der 45 km/h schnellen
S-Pedelecs.

Marke: Eigenbau

Mal davon abgesehen, dass ein selbst installierter Motor - meist vorne am Tretlager platziert - mit wild verlegten Kabeln das ästhetische Empfinden bis zur Grenze ausreizen kann, gibt es etliche sicherheitsrelevante Bedenken. Wer selbst Hand anlegt und ein Pedelec kreiert, ist bei einem Zwischenfall, bei dem andere zu Schaden kommen, voll haftbar. 

Wem es an Erfahrung und Wissen bezüglich der Elektrifizierung eines Fahrrades fehlt, denkt sicherlich nicht daran, die "elektromagnetische Verträglichkeit" des Motors im Zusammenspiel mit anderen elektrischen Bauteilen sicherzustellen. Ich jedenfalls habe gebannt hingehört als Daniel Pulvermüller im Gespräch davon erzählte.

Service von HP Velotechnik für Fachhändler

​Grundsätzlich solltest du dir überlegen, ob du diesen Eingriff vom Fachhändler vor Ort vornehmen oder dein Trike lieber nach Kriftel schicken lässt.
Manchmal nimmt dir der Fachhändler die Entscheidung ab, weil er von vornherein die Finger davon lässt.

Fachlich wären sie zwar durchaus in der Lage, so einen Umbau oder Aufrüsten selbst durchzuführen, aber dann wird der Fachhändler plötzlich zum Hersteller "einer Maschine" und steht voll in Haftung. Gerade kleinere Betriebe wollen sich diese Verantwortung oft nicht aufhalsen.
Klar steht ein Fahrradmechaniker auch beim Anbringen einer einfachen Bremse immer in Haftung, deswegen müssen in Deutschland die Werkstattbetreiber eine Meisterausbildung haben. 
Trotzdem ist ein "Elektroantrieb natürlich eine andere Klasse", sagt Daniel Pulvermüller im Interview.

Einschicken in die Manufaktur empfehlenswert

Ein mir bekannter Fachhändler sagte, dass er den Um- oder Ausbau nicht scheuen würde, aber das Einschicken ins Werk trotzdem empfehle, weil die Krifteler so viel Routine hätten, dass das Ergebnis dort sicherlich am besten ausfallen würde. 
Es müssen neue Kabel verlegt werden und das halbe Trike wird auseinander genommen. Er glaubt, dass er die Kabel und Züge nicht alle so hundertprozentig sauber und ordentlich verlegt aussehen lassen könnte, wie das HP Velotechnik hinbekommt. Als ich dann selbst im Werk mit ansah wie ein dickes Loch in den Rahmen gebohrt wurde (das zeige ich im nächsten Video), konnte ich dem Argument einiges abgewinnen. 

Außerdem, so meinte der Fachhändler weiter, bräuchte er wegen der fehlenden Routine auch länger, was sich dann im Preis niederschlage, wegen der veranschlagten Arbeitsstunden.
Dieser Vorteil kann allerdings auch relativ werden, weil nämlich HP Velotechnik dein Trike nur wieder entlässt, wenn es sonst in einwandfreiem Zustand ist. 
Bei mir z.B. waren die Bremsbeläge heruntergefahren und andere Kleinigkeiten verschlissen. Ein Händler könnte erwägen, dass das ein oder andere Teil noch nicht ausgetauscht werden muss, in Kriftel muss die Latte höher hängen. Da kommen plötzlich noch zusätzliche Kosten auf einen zu, mit denen man gar nicht vorher gerechnet hatte.

Vor Ort bekommst du dein Liegedreirad schneller wieder als wenn es eingeschickt wird. Da kommt mitunter eine zusätzliche Woche zusammen, in der du auf dein Gefährt verzichten musst.

Ob nun der Händler deines Vertrauens oder die Krifteler die Maßnahme durchführen - der Weg ist der gleiche.
Du gehst zum Fachhandel und gibst den Umbau oder das Aufrüsten dort in Auftrag. Das Trike wird von dort in die Manufaktur geschickt, die Veränderungen vorgenommen und wieder zum Händler zurückgesandt. Der rechnet mit dir als KundIn ab. Mit HP Velotechnik hast du direkt nichts zu tun.

Für mich überwiegen die Vorteile, das Trike nach Kriftel zu schicken, bei weitem die Nachteile. Ich kann mich schlecht mit suboptimalen optischen Lösungen arrangieren und da ich sowieso nie selbst Hand an mein Liegedreirad lege, sind andere der oben genannten Punkte in meinem Falle nicht relevant.

Warnung an Bastler

Bei deinen Überlegungen sollte unbedingt eine Rolle spielen, ob du das ein oder andere Teil schon mal selbst ausgetauscht und mit Ersatzteilen ersetzt hast, die HP Velotechnik selbst nicht verbaut.
In Foren oder im persönlichen Gespräch beschweren sich immer wieder Leute über den "Zwang", den HP Velotechnik ausübe, nur die von ihnen vorgeschriebenen Komponenten zu verwenden, obwohl Teile von anderen Marken kostengünstiger seien und genauso funktionierten.

​Dahinter steckt ganz bestimmt keine Schikane, wie manchmal unterstellt wird, sondern die einfache Notwendigkeit als Hersteller nur im offiziellen Prüfverfahren bestandene Teile zu verbauen, ob Pedelec oder ohne Motor.
Beim Pedelec allerdings ist das umso wichtiger, wie Daniel Pulvermüller im Video ausführlich erklärt.

Da die Manufaktur das umgerüstete Pedelec nur im "Werkszustand" wieder entlässt, bedeutet das im schlimmsten Falle, dass Individuallösungen wieder rückgängig gemacht werden müssen.

Mir ist einmal ein Fall eines Pedelecs zu Ohren gekommen (nicht von HP Velotechnik), das derart mit fremden Bauteilen bestückt war, dass es erst mal im Werk festsaß und nicht wieder herausgegeben werden konnte.
Das Zurückversetzen in den Originalzustand war so aufwändig, dass der Kunde nicht bereit war, die hohe Summe zu​sätzlich zum Umrüsten, zu bezahlen.

So etwas muss man vorher auf jeden Fall wissen.​

Zurück auf meinem Trike​

​Mein Scorpion ist seit Freitag wieder bei mir und was soll ich sagen? Ich bin im Glück!!

Leider musste ich das ganze Wochenende arbeiten, aber selbstverständlich radelte ich dorthin.​ Dass es teilweise in Strömen regnete: EGAL
Dass es zusätzlich mit nur fünf Grad auch noch saukalt war: EGAL
Ich glaube, ich war die einzige Radlerin, die wochenends am frühen Morgen bei dieser Witterung mit strahlendem Lachen auf ihrem Fahrrad saß 🙂 Ich hatte alle Radwege für mich alleine.

Paul weiszumachen, dass es unter solchen Bedingungen wahnsinnig toll ist, zu radeln, war - gelinde gesagt - ohne übernatürliche Kräfte, nahezu unmöglich.
Also habe ich bei der Wettervorhersage ein bisschen was ausgelassen und die Temperaturen nach oben korrigiert, denn ich wollte unbedingt gemeinsam mit ihm unsere unübertrefflichen Trikes testen. Noch heute, Tage danach, liegt er mir in den Ohren .... Aber der neue Motor fasziniert ihn genauso wie mich.

Das ist dann allerdings ein Thema für einen anderen Beitrag.

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Mike - 9. März 2017 Reply

Nabend Maria,

schöner Beitrag finde ihn sehr Informativ. Sehe ihn aber etwas Zwiegespalten. Finde Klasse, dass Hp sowas anbietet. Würde wenn ich auf S-Pedelec umrüsten, würde ich es sicher bei HP machen lassen.

Aber leider sieht der Bastler in mir das etwas kritischer.
Wenn ich mir jetzt vorstelle mein Gekko jetzt zu HP zu schicken und dahin umzubauen, würde es dann sehr teuer werden. Weil die Sachen die ich ausgetauscht habe, die meinen Ansprüchen nicht genügen, von HP wieder auf die Sachen zurück gebaut würden, die bei mir sozusagen durchgefallen sind. Würde mich interessieren wo HP da die Grenze zieht.

Ich stelle mir dann vor man hat von HP einen Rahmenkit erworben und baut dann da seine Wunschsachen ein, die bei HP nicht im Baukasten sind. Von einer Gangschaltung die besser und auch teurer ist als die von HP. Oder man spinnt etwas weiter, man hat z.B. eine Pinion drin und bekommt dann von HP eine 27Gangschaltung rein gemacht, da wäre ich nicht erfreut. Oder wenn ich jetzt Eduards Gekko nehmen würde. Dann hätte er nicht nur seine geliebte Hinterradnabe verloren, sondern vorne sein Schlumpf Drive und das gegen ein 3fach Kettenblatt getauscht bekommen. Das könnte ich jetzt bei allen Komponenten so weiter machen. Und ich meine das würde mir etwas Bauchschmerzen machen. Ich würde dann eher meine Ausstattung auflisten und dann bei HP erstmal nachfragen was dann alles raus müsste oder raus gemacht werden würde.

Aber ich für meinen Teil würde an meinen Gekko keinen E-Antrieb mehr dran machen, ich mags so wie es ist werde noch ein paar Sachen optimieren. Und wenn dann die Zeit kommt über E-Antrieb nachzudenken würde ich sicher ein neues Trike holen, um nicht meinem alten Setup nach zu trauern.

Vielleicht werde ich auch dann aber eher zum Velomobil wechseln. Kommt aber drauf an, habe mir vorgenommen in 3 Jahren zu meinen 40. Geburtstag was neues zu besorgen und mein Gekko werde ich behalten. Werde es dann als Zweitrad nutzen oder es umbauen zu „Rennmaschine“ oder Offroadpanzer 😉

Freue mich schon auf die nächsten Beiträge dazu und vor allem, was es unterm Strich gekostet hat. Hast du eigentlich die ausgebauten Sachen mit bekommen? Weil den Antrieb wirst du sicher noch los bekommen.

so gute Nacht aus dem Westerwald
Mike

    Norbert - 10. März 2017 Reply

    Hallo Mike,

    wenn Du, wie HP Velotechnik das auch machen muss, mit den geänderten Teilen eine neue Zulassung beantragen würdest und diese genehmigt wird, könnte ich mir vorstellen, dass auch HP die Teile so wieder verbauen würde.
    Im Kfz-Bereich muss ja auch für jedes nicht originale Teil eine „Allgemeine Betriebserlaubnis“ zu dem jeweiligen Fahrzeug vorliegen, damit die Betriebserlaubnis nicht erlischt.

    Dir ein schönes Wochenende und liebe Grüße

    Norbert

      Mike - 10. März 2017 Reply

      Hallo Norbert,

      habe mich etwas Unglücklich bei meinem Post ausgedrückt.
      Ich würde einen Umbau von einem S-Pedelec bei HP machen alleine um das Nummerschild zu bekommen. Man muss damit ja dann auch bei den TÜV.

      Den Umbau wie Maria auf die 25km/h Variante finde ich da etwas wie Oben beschrieben etwas Fragwürdig. Die Bauteile die man so Beziehen kann habe alle eine Erlaubnis an einen Fahrrad / E-Bike verbaut zu werden.
      HP hat aber dann leider das Problem von nicht allen Sachen(Schaltungen, Bremsen,…) die es auf den Markt gibt die Teile da zu haben. Wenn dann entschlossen wird die Bremse ist nichts mehr (Beläge, Scheibe oder was auch immer) wird eine Bremsanlage verbaut die auf lager ist, Und das finde ich daran fragwürdig. Das Ersatzteil würde zb Belag sagen wir mal 15€ kosten und dann wird entweder umgebaut auf eine Neue Bremsanlage oder HP sagt es wird nicht auf den E-Antrieb umgebaut. Das ist was ich dann Kritisch sehe.

      Wie Oben erwähnt finde ich immer noch Klasse das HP sowas anbietet. Würde ich auch eher von HP machen lassen als von dem Händler wo ich mein Gekko gekauft habe.

      mfg
      Mike

    Maria Jeanne Dompierre - 10. März 2017 Reply

    Hallo Mike,

    genau so ist das. Wenn du viele „unoriginale Teile“ verbaut hast, wird das Umrüsten im Werk mitunter sehr teuer. Deshalb empfehle ich ausdrücklich, sich vorher gut zu informieren.
    HP Velotechnik zieht da die Grenze, wenn die sicherheitsrelevanten Bauteile nicht auf ihrer Liste stehen, die durch das Prüfverfahren gegangen sind.
    So, wie du das schreibst, wäre es dann klug vorzugehen, mit der Auflistung deiner Komponenten nachzufragen.

    Ein Velomobil ist eine feine Sache, ich drücke dir die Daumen, dass du dir diesen Wunsch erfüllen kannst.

    Ja, den ausgebauten Motor habe ich nun zu hause. Mit Pauls Motor können wir vielleicht jemandem was gutes tun, den haben wir beim Händler gelassen. Darüber schreibe ich auf jeden Fall noch.

    Nachdem ihr den Umbau auf Video gesehen habt, werde ich die Kosten und ein paar Hintergründe veröffentlichen, damit das Bild komplett wird, womit man bei einer Um- oder Aufrüstung kalkulieren muss.

    Schöne Grüße
    Maria Jeanne

    Eduard J. Belser - 14. März 2017 Reply

    Hallo Mike

    Ohne Schlumpf und dafür den Blick auf eine dreiblättrige «Dackelsäge» am Tretlagerausleger, das ginge gar nicht . Eine schauderhafte Vorstellung ! Es genügt, dass mich von hinten die Rappelgerräusche der Kettenschltung beim Gangwechsel erschrecken. Ich habe immer noch das Gefühl, da müsse gleich etwas auseinanderfallen. Ich hoffe, dass sich HP Velotechnik betreffs Pinion-Schaltung bei der nächsten Liegetrike-Generation doch noch auf den aktuellen Stand der Fahrradtechnik besinnt. Das wunderschöne, edle Ti-Fly von AZUB Bike mit Pinion-Schaltung ist immer noch auf meinem Fernsichtradar. Aber AZUB Bike müsste sich vom Bionx-Antrieb verabschieden und auf den Go SwissDrive wechseln. Viele Fachhändler weisen mittlerweile sogar KundInnen mit Bionx-Antriebe ab, weil ihnen das Ding zu schrottig ist.

    Auch auf die griffigen, abrutschsicheren Shimano Moutainbike-Pedale mit den Spikes könnte ich keines Falls verzichten. Die von HP Velotechnik verbauten, billigen Bärentatzen-Pedale waren mir zu rutschig und unsicher. Sonst ist beim meinem Gekko jetzt alles, wie es auch bei HP Velotechnik verbaut wird.

    PS zum S-Pedelec: Dreiräder mit Motorunterstützung bis 45 km/h sind von der Schweizer Gesetzgebung her derzeit gar nicht zugelassen. Dafür dürfen Veloanhänger in Deutschland bis 12 Meter lang sein. Jeder Gesetzgeber schludert eben auf seine eigene, länderspezifische und mit dem gesunden Menschenverstand nicht nachvollziehbare Weise.

    Liebe Grüsse aus der Schweiz
    Eduard

      Mike - 16. März 2017 Reply

      Hallo Eduard,

      dachte Azub baut alles was es gibt in ihre Trikes ein. Hatte mal in den Kundenbildern ein Trike mit GoSwissDrive geshen. Das ist meines erachtens noch was diesen Hersteller so interessant macht.

      Meine Pedale haben leider den Geist aufgegeben Lager defekt. Hatte mir dann diese mal dran gemacht Humpert Ergotec Pedale EP-1 schön groß fand ich Klasse nur fehlt der Halt etwas im Winter oder wenn die Schuhe Nass sind. Habe deswegen wieder zu Pedalen mit Pins gewechselt diesmal zu diesen Wellgo Plattformpedale A52. Die sind komplett Flach und eben nicht wie bei dem Saint Pedal von Shimano. Gefällt mir besser. Überlege mir jetzt dafür Passende Bike Schuhe zu holen gibt jetzt sogar extra welche für die Plattform Pedale. Hier mal ein Beispiel von Vaude
      https://www.vaude.com/de-DE/Produkte/Inspirationen/Testsieger/Moab-Mid-STX-AM?number=203930100360
      Bin mir aber noch nicht sicher sollen dafür besser sein. Nutze im Moment halte normale Trekkingschuhe und die sind ja in der Mitte frei. Wenn ich mir welche besorge Teste ich die mal und gebe Bescheid ob die was sind.

      mfg
      Mike

Michael - 9. März 2017 Reply

Hallo Maria,

wieder ein sehr schöner Bericht von dir.
Klar, dass der eine oder andere Händler einen solchen Umbau scheut, sicher nicht allein wegen der Richtlinien, wodurch er zum Hersteller wird, sondern sicher auch durch die dazu zum Teil nötigen Werkzeuge.

Dass HP auf die von ihnen Werkseitig verbauten Teile besteht ist mal wieder der Gesetzgeber Schuld. Im Falle eines Unfalls (was ich natürlich nicht hoffe und keinem wünsche) ist erst mal der Hersteller dran. Er ist in der Beweislast und muß darlegen warum und wie es zu dem Unfall kommen konnte. Grundsätzlich ist es aber nicht verboten auch andere Teile zu verbauen, nur ist dann der Hersteller aus der Verantwortung raus.

Wer dich einmal auf deinem Scorpion erlebt hat kann sicher gut verstehen das du auch bei wenig günstigen Wettrbedinugungen Freude an der ersten Fahrt mit dem neuen Antrieb hattest. Auch deinen „Schmerz“ konnte ich nachempfinden als der gute Mann den Bohrer ansetzte. Auf jeden Fall freue ich nich von ganzem Herzen für euch beide das ihr die Räder wieder habt und wünsche euch noch ganz ganz viele schöne Ausfahrten damit. Ich hoffe das ich euch auch bei der einen oder anderen Gelegenheit (zuerst noch mit dem Up) begleiten darf

Lieben Gruß

Michael

    Maria Jeanne Dompierre - 10. März 2017 Reply

    Hallo Michael,

    das stimmt. Auch spezielles Werkzeug, das so einen Umbau erleichtert, haben nicht alle Werkstätten immer da, bzw. der Zeitaufwand kann sich dadurch erhöhen.

    Verboten ist das Verbauen von anderen Teilen natürlich nicht, aber dann fällt die Option eben leider aus, eine Motorum- oder Aufrüstung durch den Hersteller machen zu lassen. Außer, man nimmt dann in Kauf, dass alles wieder auf „Werkseinstellung“ gebaut wird 🙂
    Und „in Kauf nehmen“ ist hier dann wörtlich zu nehmen.

    Danke für die herzlichen Wünsche – dieses Wochenende soll das Wetter perfekt sein – da kannst du dir natürlich vorstellen, was auf dem Programm steht.
    Bestimmt radeln wir auch mal wieder gemeinsam.

    Grüße
    Maria Jeanne

Norbert - 10. März 2017 Reply

Hallo Maria-Jeanne,

Dein Bericht ist wie immer sehr informativ. Leider habe ich mir das Video noch nicht ansehen können, werde das aber bestimmt noch nachholen.

Dass Du Paul durch weglassen von Informationen dazu verleitet hast mit Dir loszufahren finde ich schon sehr grenzwertig. 🙂 Das bestätigt mal wieder, dass man einer Frau, egal wie lieb sie aussieht nicht 100%ig trauen kann. 🙂
Nachvollziehen kann ich aber auch, dass es sehr gut tun kann, auch bei solchem Wetter unterwegs zu sein. Gestern bin ich auch zumindest äußerlich klatschnass nach Hause gekommen. Trotzdem war die Fahrt vom Büro nach Hause sehr befriedigend.

Auf Deine weiteren Berichte bin ich sehr gespannt und hoffe, dass Du Deine Erwartungen an die Umbauten erfüllt siehst.

Liebe Grüße an euch beide

Norbert

Maria Jeanne Dompierre - 10. März 2017 Reply

Lieber Norbert,

danke für deine Zeilen. Dass bei der LiegeradFRAU ein Kommentar zu Frauen entsteht, freut mich mal wieder 😀

Zu meiner Verteidigung muss ich doch anfügen, dass Paul mich aus freien Stücken mit dem Trike von der Arbeit abholte, und ich ihn nicht mitgenommen habe. Er sagte dann im Regen, dass er nicht geglaubt hätte, dass das Wetter derart schlecht sein könnte, weil wir wetteten, ob es wohl regnen würde oder nicht.

Ich bot einen ziemlich hohen Wetteinsatz, dem er nicht widerstehen konnte, und er gab dann unterwegs zu, dass ihn das verleitet hätte, nicht selbst die Wettervorhersage zu lesen. Denn er schlussfolgerte, dass ich niemals eine Wette eingehen würde (bei dem Einsatz), wenn ich mir nicht absolut sicher wäre, sie auch zu gewinnen. Was sagt uns das jetzt über Männer, auch wenn sie lieb aussehen? 😀 😀 😀

Ich finde es, wie du, auch weniger schlimm, wenn die Heimfahrt ungemütlich ist. Aber schon durchweicht irgendwo anzukommen … ist nicht so mein Fall. Allerdings war ich früher nicht so pingelig. Da bin ich, egal, bei welche Witterung, immer geradelt. Ohne Motor 18 Kilometer eine Strecke. Mit Gesichtsmaske im Winter und eiskalten Füßen.

Ich freue mich auf jeden Fall zu lesen, dass du immer noch so große Freude an deinem Arbeitsweg hast. Dein Trike kommt wirklich oft zum Einsatz.

Wegen meiner Erwartungen: Ich bin fast täglich gefahren seit ich das Rad zurückhabe. Der Motor erfüllt absolut meine Vorstellungen, was seine Leistung angeht. Den Anhänger spüre ich ÜBERHAUPT NICHT.

Bis jetzt sind auch keine Geräusche oder Störungen aufgetaucht, die Probefahrt ist also bestanden. Trotzdem wappne ich mich für Probleme, das kenne ich ja noch vom alten Antrieb. Das mindert dann aber nicht meine allgemeine Freude, wie locker ich jetzt nach hause fahren kann.

Die Wege waren aber witterungsbedingt eher kurz, so acht Kilometer ein Weg. Am Wochenende möchte ich eine etwas größere Ausfahrt machen und auch sehen, wie lange die Batterie hält. Mit Mann und Hund und Sonnenschein wird das auf jeden Fall ein wunderschöner Ausflug werden.
Natürlich berichte ich darüber in einigen Wochen, wenn ich beurteilungsfähige Erfahrungen gesammelt habe.

Sonnige Grüße
MJ

    Norbert - 10. März 2017 Reply

    Hallo Maria Jeanne,

    zu Deinem Kommentar. 🙂

    Zitat: Was sagt uns das jetzt über Männer, auch wenn sie lieb aussehen?

    Dass Männer nie wichtige Informationen zurückhalten würden, auch wenn sie dadurch eine Wette verlieren würden. 🙂
    Dass sie nicht nur lieb aussehen, sondern sich für ihre Liebe auch gerne mal komplett durchregnen lassen. 🙂

    Ich bringe mein Rad morgen nach Frankfurt und bin froh, dass so schönes Wetter ist. Dann kann ich die letzte Fahrt für eine Woche auch wirklich rundum genießen. Je nach Wetter und Reparaturen kann ich meinen fahrbaren Untersatz dann am nächsten Samstag wieder abholen.

    Ich wünsche Dir und Paul am Wochenende eine schöne Zeit und viel Spaß beim Austesten der Grenzen.

    Liebe Grüße

    Norbert

Maria Jeanne Dompierre - 10. März 2017 Reply

Deine Gender-Aussagen lasse ich jetzt mal unkommentiert 😀 , Norbert.

Da hast du morgen bestimmt eine tolle Fahrt vor dir. Ich komme gerade vom Einkaufen zurück und bin eine ziemlich extreme Strecke gefahren, um zu sehen, wo die Grenzen bei diesem Motor liegen. Es gibt anscheinend keine mehr. Zumindest nicht auf meinen Wegen.

Wenn du zu nächstem Samstag dein Gefährt wieder haben kannst, passt das doch perfekt. Vielleicht meint es das Wetter dann auch noch gut mir dir und du kannst einen tollen Ausflug daraus machen.

Norbert - 13. März 2017 Reply

Hallo Maria-Jeanne,

Du hattest Recht. Die fahrt war einfach Klasse. Der Wermutstropfen an der ganzen Sache ist, dass ich jetzt eine Woche bei diesem tollen Wetter nicht fahren kann. 🙁
Ich hoffe Du und Paul habt ein tolles Wochenende mit dem neuen Fahrgefühl auf den vertrauten Rädern gehabt und alle eure Wünsche erfüllt gefunden.
Eine schöne Woche an euch beide und liebe Grüße
Norbert

    Maria Jeanne Dompierre - 16. März 2017 Reply

    Wir hatten ein super Wochenende!
    Du bekommst dein Gefährt ja nun wieder zurück – rechtzeitig zum (leider wahrscheinlich regnerischen) Wochenende.

    Ich werde trotzdem fahren und die Regenkleider einpacken 🙂

Eduard J. Belser - 14. März 2017 Reply

Liebe Maria Jeanne, liebe MitblogerInnen

Am Sonntag bin ich meine lange Einkaufsroute nach Solothurn und zurück gefahren., hin dem Fuss des Jura entlang und zurück der Aare entlang. Die gut 60 km in hügeligem Gelände sind überwiegend mit Unterstützungsstufe zwei mit einer Akkuladung und einer beruhigend Reserve bei der Heimkehr bequem zu schaffen.

Etwa auf einem Viertel der Hinfahrt im anspruchsvollsten Bereich wurde ich von einem Paar auf konventionellen E-Bikes begleitet, die fanden ich sei schon recht forsch unterwegs. Er entpuppte sich dann als Leiter der M Way Filiale Solothurn. Der Grossverteiler Migros zieht unter M Way ein Netz von Geschäften zur Elektromobilität und dem Schwerpunkt E-Bikes auf. Geworben wird vor allem mit der grossen Auswahl an E-Bikes und den spezialisierten Fachkräften. Konventionelle Fahrräder werden nicht angeboten, trotzdem sorgt das Projekt für Unruhe im Schweizer Fahrradfachhandel.

In Solothurn habe ich dann im alternativen Genossenschaftsrestaurant zum Kreuz den Erfolg der Grünen bei den Wahlen mitgefeiert. Die sieben Kantonsratssitze könnten gehalten werden und beim Regierungsrat hat es fast für einen Sitz gereicht. Unsere Kandidatin könnte im Endspurt sogar die favorisierte Kandidatin der bürgerlichen F(reunde)D(er)P(rofiteure) überholen. Es könnte also im zweiten Wahlgang zu einem Regierungsratssitz für Brigit Wyss reichen. Sie bestritt wesentliche Teile ihres Wahlkampfs auf dem Velo! Ich sass übrigens vor Zeiten auch einmal vier Jahre für die Grünen im Kantonsrat.

Am Freitag war ich an der Diplomfeier der Fachhochschule Bern und habe dort mit dem leitenden Dozenten des Fachbereichs Automobiltechnik über meinen Idee für eine Sprachsteuerung zum Go SwissDrive diskutiert. Die Fachhochschule ist an einem Vorschlag für eine Semesterarbeit für die Studierenden interessiert und ich bin nun am Mailen mit Go Swiss und HP Velotechnik. Das zu kleine, fummelige Nahbedienteil des Go SwissDrives nervt mich bei aller Begeisterung doch ziemlich. Mit Handschuhen ist es nicht zu bedienen.

Liebe Grüsse aus der Schweiz
Eduard

Maria Jeanne Dompierre - 16. März 2017 Reply

Hallo Eduard,

ich bin schon sehr gespannt wie dein Projekt angenommen werden wird.
Mit dem Display komme ich sehr gut zurecht, aber wenn deine Idee zum Tragen käme, dann könnten Menschen, die zum Shimano Steps „gezwungen“ wären, auch in den Genuss des GoSwiss kommen.

Zumindest hätten sie ein echte Wahl. Denn manchmal ist der Shimano die einzige Option, wenn jemand seine Hand nicht zum Bedienen einsetzen kann. Da der Shimano ein automatisches Schaltgetriebe hat, war er dahingehend dem GoSwiss überlegen.

Sonnige Grüße!

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